Re: Oscars 2025

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Ich bin da hin und her gerissen. Man muss sich auch in einer bestimmten Zeit ausdrücken können. Und einige danken dann noch dem Hund ihrer Oma. Die Reden bestehen ja oft nur aus reinem Name-Dropping, kann ich zwar einerseits verstehen, andererseits ist das für das Publikum wenig interessant.
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Re: Oscars 2025

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vodkamartini hat geschrieben: Heute 00:05 Ich bin da hin und her gerissen. Man muss sich auch in einer bestimmten Zeit ausdrücken können.
Wenn da aber 3-5 Gewinner hochkommen, und man ihnen eindeutig weniger Redezeit einräumt als den Einzelgewinnern, ist das schlicht nah an der Unverschämtheit. Generell war das gestern auch als Show irgendwie lahm, was für mich vor allem daran lag, dass Conan kaum gute Gags in seinen Moderationen hatte.
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Re: Oscars 2026

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Ich fand es unterhaltsam, aber ich mag die Oscars auch. Das hat etwas Gemütliches, etwas Traditionelles. Ich schaue auch gerne die Red Capet Show. Bin kein ausgewiesener Modefreak, aber was die Designer sich da einfallen lassen, ist jedesmal eine Show. Und man spürt dort regelrecht die positive nervöse Anspannung vieler Nominierter. Zudem sieht man mal wieder lange nicht wahr genommene Filmschaffende.

Ja, es gab schon bessere Auftaktreden und Gags dazwischen, aber auch schon schlechtere. Die Verballhornung der nominierten Filme ist diesmal wieder gut gelungen gewesen. Sehr witzig auch die Gags bezüglich der Übernahme der Übertragungen durch YouTube ab nächstem Jahr, was ich ebenfalls sehr kritisch sehe. Ich war insgesamt zufrieden.

Und was die Preise angeht, ist das Spiel zwischen Erwartungen, Bestätigungen und Enttäuschungen einfach immer wieder launig.
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Re: Oscars 2026

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Immer kläglicher werden ja auch die verzweifelten Versuche von Steven Gätjen, irgendwelche Stars auf dem roten Teppich zu einem Interview zu bekommen. Da habe ich es mir in diesem Jahr auch erstmals nicht angesehen.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "

Re: Oscars 2026

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Hab auch gehört, dass er diesmal ziemliche Schwierigkeiten hatte aber das souverän durchgezogen hat. Auch Gätjen mag ich, aber diesmal habe ich nur die Konserve auf Disney+ gesehen, dafür ohne Werbung.
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Re: Oscars 2026

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Bzgl. Red Carpet:

Ich habe in letzter Zeit nun schon häufiger gehört, dass immer weniger Stars generell Interviews am Roten Teppich geben. Das ist kein Steven Gätjen-Phänomen.
Dabei geht es darum, dass Viele inzwischen den Managementhinweis bekommen, dass es "sicherer" ist weniger zu sagen und nicht in jede Kamera zu sprechen. In der heutigen Social Media-Zeit weißt du ja nie, was daraus in den Tagen und Wochen danach gemacht wird. Früher wurde das einmal "versendet" und dann im besten Fall vergessen.
Daher kommen die großen Stars häufig auch erst kurz vor knapp und machen dann nur die vertraglich verpflichtenden O-Töne beim austragenden Sender ABC und das wars.
Das war vor 10, 15 Jahren noch anders.

Ein guter Freund von mir, der ebenfalls in der Branche arbeitet, sagt auch, dass er aus genau diesem Grund keine Red Carpets mehr macht.

Re: Oscars 2026

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Ja, das kann gut sein. In der heutigen Medienlandschaft wird aus jeder Gähn-Mücke ein Amok laufender Elefant gemacht. Der Chalamet-Oper-Ballet-"Skandal" lässt grüßen. Aber das ist inzwischen in allen Bereichen so. Irgendjemand sagt, schreibt etwas und alles dreht hohl. Nur machen aber eben auch alle das Spiel mit, sonst würde es nicht so prächtig funktionieren.
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Re: Oscars 2026

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Wobei ich persönlich finde, dass jeder, der etwas tut oder sagt schon eine gewisse Verantwortung dafür trägt und es durchaus allgemeiner Konsens und Common Sense sein sollte, dass diverse Aussagen im gesellschaftlichen und politischen Kontext wenn sie in eine gewisse Richtung schlagen einfach nicht in Ordnung sind und von solchen Handlungen und Aussagen betroffene Personen durchaus das Recht haben, sich zu empören, das zu kritisieren und im weiteren Sinne auch Konsequenzen einfordern dürfen. Und da sollte man als Person der Öffentlichkeit schon so medial geschult und trainiert werden/sein, Handlungen und Aussagen komplett unproblematisch zu formulieren - selbst wenn diese aus dem Kontext gerissen und verkürzt wiedergegeben werden. Es sei denn die amerikanische Auslegung von "Freedom of Speech" setzt eine absolute Freiheit gegenüber Konsequenzen für verbal ausformulierten Bullshit voraus ! (was durchaus in manchen Kreisen auch hier im europäischen und deutschen Raum rüber schwappt)
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Re: Oscars 2026

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Er hat gesagt: "I don't want to be working in ballet, or opera, or things where it's like, 'Hey, keep this thing alive, even though like no one cares about this anymore.'," Chalamet said.
"All respect to all the ballet and opera people out there", he quickly added.

Unabhängig davon, ob er hier einen Punkt hat - was ich definitiv bejahen würde -, ist das schlicht seine Meinung. Die muss man nicht teilen. Ich sehe hier aber auch keine bösartige Verunglimpfung.
Was sollen denn hier von wem für Konsequenzen eingefordert werden dürfen? Dazu fällt mir wirklich gar nichts ein.
Dass man daraus einen Shitstorm macht ist klar, bringt Aufmerksamkeit, Quote etc. Persönlich in Gesprächen ist mir bisher aber niemand begegnet, der gesagt hat: Der spinnt, der Chalamet. Im Gegenteil, entweder man gab ihm recht, oder war empört über die Empörung.

Da wären wir auch gleich bei den Fußballern, die nur noch Interview geben, die ihnen irgendein Medientrainer antrainiert hat. Ödnis bis zum Abwinken. Zeigt mal einer Kante, oder schert aus dem vermeintliche PC-Kosmos aus, wir d er gekreuzigt. Damit kann und will ich mich jedenfalls nicht identifizieren.

Da können wir denn gleich die KI alle Statements und Interviews machen lassen.
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Re: Oscars 2026

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Ja, die Empörung war panne. Wenn alle, die sich deswegen empört haben, stattdessen mal ein Ticket für eine Oper oder eine Ballettaufführung gekauft hätten, hätten diese Kunstformen keine finanziellen Probleme - und die haben sie definitiv.
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Re: Oscars 2026

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Jep, volle Zustimmung @Vodka & Hille!

Und noch was zu den Oscars an sich - ich mag die Oscarverleihung ja und bisher hatten sie schon auch eine positive und aussagekräftige Bedeutung, finde ich.

Aber wenn ich mir mittlerweile die Requirements ansehe was Inklusion/Diversität usw. für die Best Film Kategorie betrifft, dann hat das eher wenig mit der Qualität eines Filmes zu tun, um die es letztlich gehen sollte…
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