Endlich endlich die 2. Sichtung heute
Der Film macht Spaß. Punkt.
Trotzdem gibt es ein Aber. Und dieses Aber ist ein großes Aber und liegt zu erdrückendem Teil in verpassten Chancen begründet. Es wäre mehr drin gewesen. Viel mehr.
Am gravierendsten: Blofeld ist gut. Aber diese Bruder-Verknüpfung ist einfach unfassbar mies. Das darf einfach nicht sein. Es hätte aus meiner Sicht nur zwei viel bessere Möglichkeiten gegeben.
1. alles wie im Film, aber Oberhauser ist Oberhauser und nicht Blofeld. Dann geht auch die Bruder-Nummer, auch wenn ich dieses ganze Bond-hat-zu-allen-Charakteren-immer-eine-persönliche-Beziehung im Grundsatz peinlich finde. Das braucht es bei Bond nicht.
2. Oberhauser ist Blofeld, hatte mit Bond aber noch nie persönlich zu tun.
Wenn man es schafft das im Film auszublenden, und tatsächlich kann das gelingen, wenn man sich darauf einlässt, dann ist der Film echt top, aber sobald man darüber nachdenkt schlägt man leider die Hände über dem Kopf zusammen.
Darüber hinaus hätte ich mir die Geschichte mit Madeleine oberflächlicher gewünscht. Dass es Andeutungen gab, sie könne seine neue Vesper sein, hat mir nicht gefallen. Sie war zu Beginn wesentlich spannender als im Verlauf des Films. Eine klassische Bond-Bondgirl-Beziehung, das wärs gewesen.
Und nicht zuletzt: ein richtiges Finale im Hideout wäre cooler gewesen als 3 Light-Finals. Man hätte es Bond ruhig schwerer machen können, das Hideout zu zerstören.
Ebenfalls fiel auf: ich sah mein Popcorn fast durchgängig nicht. Der Film ist erneut sehr dunkel. Schade, das muss sich dringend wieder ändern.
So, das war jetzt viel Kritik. Heißt aber auch: da hat auch jede Menge gestimmt. Wie eingangs gesagt: es macht Spaß zuzugucken und Bond Station für Station passieren zu sehen. Es gibt viele Bond-Momente. Grandiose PTS. Super TS. Das Titellied finde ich für sich immer noch mies, passt im Film aber tatsächlich einigermaßen.