Re: Zuletzt gesehener Film

1984
Und definitiv schächer als jeder Teil der altenTrilogie, weil erheblich steriler, hölzerner und durchweg mit langweiligen (Obi Wan, Amidala) bzw. unsympathischen Charakteren (Anakin) bevölkert.
Aber natürlich besser als die ersten beiden Episoden, was unter uns gesagt auch nicht soooo schwierig ist.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Zuletzt gesehener Film

1987
onkelsam hat geschrieben:Seh ich auch so Anakin ist richtig unsympathisch, neben Jar Jar ein weiterer Grund die neue Trilogie nicht so gut zu finden.
Ich fand Anakin immer noch sympathischer als Luke Skywalker aus den alten Filmen. Dem konnte ich nie was abgewinnen. Zuerst war er voll das Weichei und dann als er Jedi-Ritter wurde machte er einen auf cool. Han Solo fand ich immer viel besser.
"Verstehen Sie mich nicht falsch es ist nichts persönliches, es ist was rein geschäftliches."

Re: Zuletzt gesehener Film

1990
Cat Run (2011)


Habe ich schon länger mit geliebäugelt und jetzt mit nem Bekannten zusammen gesehen.

Alter Schwede, der Streifen ist nicht zimperlich, die Folterszenen seitens der Killerin sind unappetitlich, und doch ist sie irgendwie eine ziemlich coole Killerbraut. Knallhart und doch elegant. Paz Vega, die Gejagte, ist verdammt sexy und die beiden Looser sind sympathisch. Die Szene mit dem Behinderten ist ziemlich makaber, aber insgesamt passt sie zum Ton des Films.
Was dem Streifen aber deutlich fehlt für meinen Geschmack, ist eine etwas temporeichere Inszenierung. Es gibt nur eine superkurze Autojagd mit skurrilem Ende und zum Ende hin eine etwas längere Schießerei und nur wenige Explosionen. Wer ein Actionfeuerwerk nonstop erwartet, könnte sich enttäuscht sehen, ich fand den Film aber trotzdem sehenswert und recht unterhaltsam gemacht.

7/10
http://michael.huenecke.hat-gar-keine-homepage.de/

Chaplins "Der große Diktator" oder: The Tramp & the Dictator

1991
Soeben bin ich auf eine geniale Dokumentation auf Youtube gestoßen. Charlie Chaplins "Der große Diktator" dürfte den meisten bekannt sein. Ein Film der einerseits bissige Satire auf die Nazis ist, wie auch ein Pamphlet für Menschlichkeit. Hier ist vor allem die Schlussrede des Films prägnant, die man sich eigentlich auch separat ansehen kann und sich auch gut vor der UN machen würde.

Ironie der Geschichte ist dass Chaplin und die Person die er in seiner Satire parodiert, namentlich Adolf Hitler, gewisse Gemeinsamkeiten haben. Beide wurden in der gleichen Woche im gleichen Jahr geboren, beide wurden in ihrem speziellen Metier "groß" (erfolgreich wäre bei einem wahrlich das falsche Wort) und natürlich das Bärtchen, welches bei beiden zu einer Art Markenzeichen wurde. Genau dies bemerkte ein Freund Chaplins, der ihn zum nachdenken brachte und ihn so zu "Der große Diktator" inspirierte. Chaplin war die schwere seines Films bewusst. Die Schlussrede konzipierte er erst nachträglich während der Dreharbeiten. Er hoffte mit seinem Film vielleicht sogar etwas bewirken zu können...

Ironie, die zweite: Es ist historisch belegt, dass Hitler "Der große Diktator" zweimal sah. Unbekannt ist was er zu dem Film meinte. Chaplin selbst meinte später dazu als er davon hörte: "Ich würde alles geben zu wissen wie er ihn fand."

Die Dokumentation dreht sich um das soeben erzählte und erzählt die Entstehungsgeschichte von "Der große Diktator", dabei geht alles über ein bloßes Making-Of hinaus und vergleicht auch die beiden Biografien, die so einige Gemeinsamkeiten offenbaren. Als besonderen Leckerbissen sieht man Farbaufnahmen von den Dreharbeiten zu Chaplins Film und auch Aufnahmen der Dreharbeiten zum ursprünglich geplanten Ende. Für jeden der sich für Filmgeschichte interessiert eine klare Empfehlung!

Produziert wurde die Dokumentation "The Tramp and the Dictator" von der BBC und Spiegel TV

http://www.youtube.com/watch?v=vhp5PGsDp-A

EDIT: Habe die Einbettung des Videos deaktiviert, da leider ein etwas unschönes Vorschaubild seitens Youtube zu sehen war. Hoffentlich hält euch dies nicht ab die Doku zu sehen, ich kann sie nur jedem ans Herz legen!!!
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: Zuletzt gesehener Film

1992
Spiel mit der Angst (Butterfly on a Wheel, GB/CAN 2007 mit Gerard Butler, Pierce Brosnan und Maria Bello)
Im TV


Im ersten Drittel des Films bin ich gedanklich schon bei meiner Kritik gewesen und habe mir gedacht, dass der Film zwar als gut aber zu klischiert und einheitsbreiig zu bewerten wäre. Dieser Eindruck hat sich dann am Ende doch deutlich geändert, die Auflösung war spannend und überraschend (sowohl die erste, als auch die zweite, finale Auflösung). Spiel mit der Angst ist in seiner Handlung und dem Aufbau also weitaus cleverer und interessanter als der Streifen zunächst erahnen lässt! (Grossartig auch, wie mit den Erwartungen des Zuschauers gespielt und der Verdacht zuerst in eine vollkommen falsche Richtung gelenkt werden)

Pierce Brosnan brilliert nicht zum ersten Mal in seiner Post-007-Zeit in einer aussergewöhnlichen Rolle, dieses Mal als undurchschaubarer Entführer und Erpresser. Meine Empfindung zu seiner Figur schwankte teilweise stark zwischen Hass und Bewunderung des coolen Hundes, den Pierce da auf den Fernsehmonitor zauberte. Dass sich Tom Ryan am Ende als weitaus harmloser entpuppt als zunächst angenommen tut der Figur keinen Abbruch. Neben Brosnan geht Gerard Butler ein bisschen unter, und sein Geheule (wenn auch nachvollziehbar) geht mitunter ein wenig auf die Nerven. Im Grossen und Ganzen macht er jedoch eine gute und glaubhagte Figur als "Opfer" der Geschichte. Maria Bello hätte man mit jeder anderen Frau in ihrem Alter austauschen können, so nervtötend dumm ist diese sogenannte Schauspielerin. In der Auflösung der Story kommt jedoch sogar sie halbwegs gut rüber (was vielleicht daran liegt dass sie mir schon die ganze Zeit über auf die Eier gegangen war, so dass der Wechsel zur Ablehnung gegenüber ihrem Charakter nicht sonderlich schwerfiel...).

Die Spannung im Film wird gut aufgebaut, bei manchen Szenen wie dem Eindringen ins Hotelzimmer oder am Ende ins Landhaus fühlte ich echt ein erwartungsvolles Kribbeln. Vielleicht hätte man den ein oder anderen Schockeffekt mehr Einbauen sollen, um die Macht- und Hilflosigkeit des Paares verständlicher zu machen.

Fazit: Ein zwischendurch etwas langfädiger aber durchaus spannender und solider Entführungs-Thriller der entgegen den ersten Eindrücken wirklich einige überraschende und unerwartete Wendungen aufzuweisen ha. Eine gute Darstellerriege, angeführt von Pierce Brosnan (auch wenn ich mich immer noch frage: warum ausgerechnet Maria Bello?!). Muss man nicht gesehen haben, aber wenn er z.B. mal wieder im TV läuft dann würde sich ein Blick hinein lohnen (der Film dauert übrigens nur etwas länger als eineinviertel Stunden).

7 / 10
We'll always have Marburg

Let the sheep out, kid.

Re: Zuletzt gesehener Film

1993
Mission Impossible
Solider Agentenstreifen, der ganz nett unterhalten kann. Leider haut der Film aber nicht wirklich vom Hocker oder glänzt in bestimmten Momenten. Der Höhepunkt mit dem Hubschrauber im Eurotunnel war mir schon fast zu viel an Unlogik und Fehlern. Muss auch zugeben, dass ich den Film besser in Erinnerung hatte...
6,5/10
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: Zuletzt gesehener Film

1994
ja, so ist es mir vor ein paar wochen auch ergangen. wobei mir die helikopterszene im eurotunnel schon beim ersten mal viel zu lange war...

für mich ist der erste teil des filmes klar am stärksten, mit guter agententhriller-atmosphäre. die szenen in langley sind natürlich extrem spannend, auch wenn hier nicht alles ganz logisch ist... ;)
Bond... JamesBond.de

Re: Zuletzt gesehener Film

1995
Gernot hat geschrieben:ja, so ist es mir vor ein paar wochen auch ergangen. wobei mir die helikopterszene im eurotunnel schon beim ersten mal viel zu lange war...

für mich ist der erste teil des filmes klar am stärksten, mit guter agententhriller-atmosphäre. die szenen in langley sind natürlich extrem spannend, auch wenn hier nicht alles ganz logisch ist... ;)
Hinsichtlich der Heliszene finde ich in Sachen Over-the-Top DAD schon fast erträglicher. :wink:

Die Szenen in Langley gehören für mich zu den besten des Films. Der Einbruch in den Tresor finde ich stark. Allerdings ist mir nun mehr oder weniger bewusst geworden, dass was mir im Vergleich zum tollen MI4 fehlt: Humor.
Ich denke MI4 hat deshalb auch so begeistert weil er eben auch viel guten Humor bot. Auch war es dort mehr eine Art "Agenten-Oceans Eleven". Im Erstling fehlt sowas und eigentlich ist Tom Cruise nur der übliche Übermensch.
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young