Filmbesprechung: "Quantum of Solace (QOS)"

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Ich bewerte QOS mit...

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Maibaum
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ollistone hat geschrieben: 16. Juni 2026 11:09

Ich find's an Stelle von Camille nur so halb klug, zu Greene zu fahren - "Du wolltest mich umbringen? Hier bin ich."
Mag sein, aber sie ist da ja ohnehin in einer Art Kamikaze Stil unterwegs, vermittelt eine "mir sind die Konsequenzen egal" Haltung. Ich fidne das passt.

Ich finde gerade diese Szene sehr stark gespielt von beiden Darstellern, und auch sehr stark gesprochen.

Und das mit dem Geheimdienst ist Hintergrund, was sie da in der Szene macht ist jedenfalls rein privat. Sie will Medrano töten, und es macht ihr anscheinend wenig was dabei mit ihr passiert. Störende Ungereimtheiten habe ich bislang in QoS noch keine entdeckt. Der Film läuft wie ein Uhrwerk ...
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GoldenProjectile
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Ist das mit dem bolivianischen Geheimdienst nicht eine Theorie, die Bond irgendwann im Film aufstellt und die von Camille völlig unkommentiert bleibt? Für mich war das immer etwas, was der Film gar nicht bestätigt.
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Maibaum
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I don't remember.
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Casino Hille
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Maibaum hat geschrieben: 17. Juni 2026 14:51 Störende Ungereimtheiten habe ich bislang in QoS noch keine entdeckt.
Das finde ich auf bemerkenswerte Weise erstaunlich. Aber es freut mich für dich.
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Henrik
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Das ist doch das Thema des Filmes, oder nicht? Ein Geheimagent auf privater Fehde. Einr wirklich plausible Erklärung ist das natürlich nicht.

Ich bin ja nicht der größte Fan von QOS, aber ich kzs sagen, die letzten Minuten gefallen mir echt gut. Das geht los, wenn Camille Bond von ihrer Familie und ihrem Rachetrip erzählt.
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vodkamartini
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Ich hab ihn auch vor kurzem wieder gesehen und kurz davor CR, im direkten Vergleich verliert er bei mir sehr deutlich.. Ersterer ist besser geschrieben, besser gespielt und hat vor allem ein erheblich besseres Drehbuch. Ich weiß natürlich um die Probleme mit dem Autorenstreik, aber ein paart der zuvor angesprochenen Punkte kann man auch unter diesen Bedingungen und während des Drehs korrigieren oder zumindest bemerken und abschwächen. CR ist am Ende vielleicht ein wenig zu lang, aber er hat eine interessante Hauptfigur (QOS nicht), er hat eine interessante weibliche Protagonistin (QOS nicht) und er hat vor allem eine dramatische Geschichte, die emotional packend und spannend erzählt wird (beides hat QOS nicht).
Was QOS auszeichnet ist allein sein höllisches Tempo und ein paar schöne Bilder (sofern sie nicht nach einer Sekunde schon wieder weg sind).
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Maibaum
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Da widerspreche ich dir gerne, QoS ist der bessere Film in den meisten von dir angesprochenen Punkten. Es ist der weitaus filmischere Bond, und er hat dafür auch das fllmischere Drehbuch. Und er besitzt viel inszenatorische Brillanz, da kann CR als gut gemachter Actioner nicht mithalten. Aber CR ist immerhin in den von dir genannten Punkten fast allen anderen Bonds locker überlegen, auf jeden Fall den späteren Craigern.

Eva Green mit Kurylenko zu vergleichen ist nicht so einfach, sie funktionieren beide auf ihre Art ganz prächtig. Und Amalric ist durchweg toll, aber den hatte ich schon immer sehr gemocht.
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vodkamartini
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Ich will das gar nicht als Wahrheit verkaufen, ich empfinde in dem Fall einfach so. Ich mag die Kurylenko, aber ihre Figur wirkt reißbrettartig, wie der ganze Film. Sieht man sich die Produktionsgeschichte an, ist das auch wenig überraschend. Natürlich kann man den trotzdem toll finden. Ich hatte schon bei der ersten Sichtung so meine Probleme mit dem blassen Almaric, der insgesamt unterentwickelten Figurenzeichnung und dem auf Dauer etwas nervenden Berserker-Modus, den Craig schnaubend und stampfend durch den ganzen Film zelebriert.

Auf der anderen Seite ist er kurzweilig, weil mit Action voll gestopft und mit einer kurzen Laufzeit ausgestattet. Ich will meine kritische Haltung gar nicht so sehr im Vergleich zu den anderen Bonds festzurren, ich finde auch dass QOS innerhalb seines Genres (Actionthriller) nicht zu den Meisterwerken zählt. Ohne das Bondsiegel wäre der meiner Ansicht nach komplett untergegangen. Aber auch das ist nicht der Grund für meine Kritik.
Er fühlt sich einfach wie ein Rohschnittt an, wie eine Demo-Version, um mal den Musikvergleich zu bemühen.
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Maibaum
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Um Wahrheiten geht es ja auch nicht, sondern um Meinungen. ;)

Auffällig ist ohnehin das genau all das was dem Film öfters vorgeworfen wird, für mich meist die Stärken sind.
Ich finde ihn z.B. sehr viel besser als die Bourne Filme, die alle ganz gut sind, aber ich habe keinen von denen gekauft, und es auch nie erwogen. Forsters Actiongewitter ist brillant, das von Greengras ist gut anzuschauen, aber es fasziniert mich nicht. Bei Forster sind selbst viele der Mini-Einstellungen aufregend schön, und auf eine Art "richtig" wie es nur in wenigen Filmen so ist.

Die Produktionsprobleme sind am Ende irrelevant, nicht nur weil es genügend Beispiele gibt wo aus Chaos trotzdem meisterliches entstand, sondern auch weil das fertige Produkt in der Lage ist zu faszinieren, ich bin da ja nicht der Einzige. Im Übrigen wären es laut Forster nur noch Kleinigkeiten gewesen an denen Forster noch gerne gearbeitet hätte, und ich weiß nicht einmal genau was. Und es kann genau so gut sein daß der Film gelitten hätte wenn da noch Sachen verändert worden wären. Zuviel Zeit zu haben kann auch schaden. Das bleibt alles Spekulation, und Forster war mit dem Ergebnis immerhin sehr zufrieden.
Ich wage eine These, wenn die Produktionsprobleme nie bekannt geworden wären, dann hätte auch nie jemand vermutet daß es welche gab. Ich finde nicht daß man dem Film solche ansieht.

Jedenfalls fast alles was hier und auch woanders schon vorgeschlagen wurde um den Film zu "verbessern" ist für mich eher geeignet QoS das besondere zu nehmen.
Und, ach ja, Amalric steht für mich auf derselben Intensitäts-Stufe wie Fröbe und Walken, aber in einem um Welten besseren Film.
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vodkamartini
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Klar, es geht um Meinungen. Und unsere unterscheiden sich bei dem Film. Ich habe jetzt keine Fotser-Interviews recherchiert bezüglich seiner Zufriedenheit, aber Craig äußert sich immer mal wieder kritisch zu dem Film. Natürlich kann aus Chaos auch etwas Gutes entstehen und ein reibungsloser Produktionsverlauf garantiert noch lange keinen guten Film. Immerhin habe ich QOS für meine kritische Haltung schon verdammt oft gesehen.

Und offenbar sehen wir Walken und Fröbe beide als sehr gute Bond-Schurken an.
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Maibaum
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Bei Craig muß ich ja nur schauen was sein Einfluß in den 3 Nachfolgern bewirkt hat ... ;)

Die machen für mich alle 3 viel eher den Eindruck von Undurchdachtheit.

Aber wir haben ja im Übrigen generell stark abweichende Meinungen über Actionfilme. Also passt das hier bestens.
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Revoked
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Maibaum hat geschrieben: 20. Juni 2026 16:54 ….
Die machen für mich alle 3 viel eher den Eindruck von Undurchdachtheit.
….
Für mich der Beweis, das gut improvisiert gar nicht so selten verkopft schlägt.

QoS ist zu B23/24/25 ist wie John Coltrane zu Dream Theatre oder Jazz zu Prog Metal.

Ist Cubby nicht erst nach Drehstart von TSWLM losgefahren und hat die Sardinien Locations gescoutet? Etwas mehr Pragmatismus wäre in Zukunft echt schön, statt für zig Tausende eine japanisch/ jamaikanische Retirement-Bond-Mansion zu bauen, die 3min Screentime hat.
#Marburg4ever
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