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Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

256
Dirk hat geschrieben:
SirHillary hat geschrieben:Kriegler überwacht Kristatos ja praktisch, damit dieser seine Arbeit richtig macht, für die er dann von Mütterchen Russland Geld bekommt.
Ja, aber aber auch erst am Schluß des Films, als sie zusammen in der Festung auf dem Berg auf Gogol warten. Vorher war Kriegler ja nur in der Szene, als Bond auf Skiern vom Olympia(?)-Gelände vor ihm flüchtet, richtig präsent. Kriegler seine Rolle wäre meines Erachtens der Handlung gerechter geworden, wenn er, statt Locque, den ganzen Film über den Killer gespielt hätte, auch schon, als der kubanische Killer für den Mord an den Havelocks bezahlt werden sollte. Denn Biathlet ist die ideale Tarnung für einen Killer. :)
Dann lieber nur Locque anstatt Kriegler. Aber wie gesagt, für mich haben beide ihre Berechtigung.

Wie jetzt?!? Auf einmal doch Sportler und Geheimagent?! Dachte das geht gar nicht?!
"Everybody needs a hobby.” -- “What’s yours?” -- “Resurrection."

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

257
AnatolGogol hat geschrieben:
Casino Hille hat geschrieben:
SirHillary hat geschrieben:Was ich mich gerade frage...das Spionageschiff geht per Zufall durch eine Seemine unter, oder?
Richtig.
Die Frage ist nur, ob Glen uns in Kristatos Lagerhaus in Albanien mit Absicht den gleichen Typ Seeminen zeigt, der am Anfang des Films das Spionageschiff untergehen ließ. Mit ein bisschen Fantasie (wie sind immerhin in einem Bondfilm) könnte man das fast als versteckten Wink mit dem Zaunpfahl interpretieren. :wink:
Respekt. Das ist mir noch nie aufgefallen.
"Everybody needs a hobby.” -- “What’s yours?” -- “Resurrection."

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

258
SirHillary hat geschrieben:Wie jetzt?!? Auf einmal doch Sportler und Geheimagent?! Dachte das geht gar nicht?!
Ich hatte es ja schon erklärt. Was ich meinte war, daß Kriegler als Sportler am Olympia-Gelände nur eingesprungen ist. Ich habe ja auch nicht geschrieben, daß Kriegler als Sportler der bessere Killer wäre, sondern daß es der Handlung gerechter geworden wäre, wenn er es konsequent den ganzen Film über gewesen wäre. Wenn schon Kriegler als Killer, dann auch richtig. Oder ihn ganz raus lassen.
SirHillary hat geschrieben:Dann lieber nur Locque anstatt Kriegler.
Da stimme ich Dir hunderprozentig zu.
Mut zur Lücke! (auch wenns die eigenen Zähne sind)

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

261
Maibaum hat geschrieben:Und geht glaube ich auch aus der Handlung so nicht hervor.
Nein, tut es in der Tat nicht und ich glaube auch nicht, dass das von Glen wirklich ein beabsichtigter Hinweis war. (Auch, wenn ich witzigerweise selbst schon einmal darüber nachgedacht habe.) Ich denke, hätte es ein Anschlag sein sollen, wäre es auch als solcher inszeniert worden.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

262
Dirk hat geschrieben:
SirHillary hat geschrieben:Wie jetzt?!? Auf einmal doch Sportler und Geheimagent?! Dachte das geht gar nicht?!
Ich hatte es ja schon erklärt. Was ich meinte war, daß Kriegler als Sportler am Olympia-Gelände nur eingesprungen ist. Ich habe ja auch nicht geschrieben, daß Kriegler als Sportler der bessere Killer wäre, sondern daß es der Handlung gerechter geworden wäre, wenn er es konsequent den ganzen Film über gewesen wäre. Wenn schon Kriegler als Killer, dann auch richtig. Oder ihn ganz raus lassen.
Wie schon gesagt, ich sehe es anders, beide haben für mich ihre Berechtigung. Und er ist in meinen Augen auch nicht eingesprungen, sondern hatte von Anfang an den Auftrag von Gogol.
"Everybody needs a hobby.” -- “What’s yours?” -- “Resurrection."

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

264
Casino Hille hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:Und geht glaube ich auch aus der Handlung so nicht hervor.
Nein, tut es in der Tat nicht und ich glaube auch nicht, dass das von Glen wirklich ein beabsichtigter Hinweis war. (Auch, wenn ich witzigerweise selbst schon einmal darüber nachgedacht habe.) Ich denke, hätte es ein Anschlag sein sollen, wäre es auch als solcher inszeniert worden.
Andererseits: für was hortet man in Friedenszeiten Seeminen in seinem Lager? Die Frage muss doch eigentlich lauten: wofür braucht Kristatos Seeminen. Als Erinnerungen an schöne Kriegszeiten? Macht eigentlich nur Sinn, wenn man sie auch für irgendetwas gebrauchen kann. Allerdings ist die technische Umsetzung eines solchen Unterfangens natürlich in der Realität kaum durchführbar ohne damit auch zivile Schiffe extrem zu gefährden. Aber wie bereits geschrieben: wir sind in einem James Bond-Film, im Gegensatz zu nem unsichtbaren Auto erscheint der Plan ein Spionageschiff mittels auf gut Glück ausgesetzter Seeminen havarieren zu lassen sogar verhältnismäßig einfach umsetzbar. :wink:
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

266
SirHillary hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:Nur warum haben sie dann die Dings Maschine nicht gleich geborgen?
So würde ich das jetzt auch sehen.
In den 80ern schwammen eben noch Seeminen umher. ;-)
Ja tatsächlich, das tun sie. Sogar heute noch. Wiki meint dazu::

"Bis heute sind viele Meere, zumeist in den Küstenregionen, durch Minen aus beiden Weltkriegen belastet. Das gilt besonders für Ost- und Nordsee. Bis 1972 wurden Seewege in Nord- und Ostsee systematisch von Seeminen geräumt und in Seekarten als minenfrei vermerkt. Aufgrund des Alters ihrer technischen Ausstattung wie Zünder und Batterien und der Korrosion durch Seewassereinfluss wurde das Risiko durch die verbliebenen Minen als nicht höher eingestuft als das Risiko der Seefahrt überhaupt.

Trotzdem werden immer noch Minen aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges in der Ostsee von den Anrainerstaaten geräumt. So wurden im Mai 2013 zwölf britische Grundminen in der Kieler Förde entdeckt, bis zu deren Räumung der Schiffsverkehr auf dem Kiel-Ostsee-Weg umgeleitet werden musste.[5] Um restliche Weltkriegsminen zu vernichten, findet unter Leitung der deutschen Marine jährlich eine gemeinsame Übung der meisten Ostseemarinen unter dem Namen „Open Spirit“ statt, bei der seit 1996 über 400 Minen und Unterwassersprengkörper geräumt wurden."

"Terroristischer Mineneinsatz

Da Minen einfach zu produzieren sind und von Handelsschiffen leicht und unbeobachtet gelegt werden können, eignen sie sich für Terrorakte gegen Seewege. Der größte bekannte Fall war die Verminung des Roten Meeres im Sommer 1984. Ein unbekanntes Handelsschiff hatte eine größere Zahl von Minen gelegt – nach Bekennerschreiben 190 –, durch die eine Anzahl von Schiffen beschädigt wurden. Knapp 30 Minenabwehrfahrzeuge aus sieben Nationen suchten von August bis November 1984, dabei wurde eine Mine gefunden und geborgen. Es handelte sich um ein sowjetisches Produkt, dessen Ladung man so reduziert hatte, dass sie zu Beschädigungen, aber möglichst nicht zur Versenkung führen sollte. Um die Schifffahrt durch den Suezkanal nicht zu beeinträchtigen, war insbesondere Ägypten bemüht, den Vorfall herunterzuspielen. Andere Nationen teilten dieses Bemühen aus Sorge um den Seehandel."

Im Film deutet außerdem nichts auf eine absichtlichen Angriff auf das Schiff hin. Und es war ja auch so daß alle nach dem Schiff suchten, ohne genau zu wissen wo es untergegangen war. Und wenn man ein Schiff absichtlich versenkt um etwas zu klauen, dann wird man das wohl schon so machen daß man sich dann direkt die Ware sichern kann. Und eine Seemine taugt für so einen direkten Angriff gar nicht.

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

268
SirHillary hat geschrieben:Na, dann lag ich ja richtig. :-)
Meine mich auch dunkel an solche Minenräumaktionen zu erinnern...
Aber da du da einen Ironie-Smiley gesetzt hast, bedeutete deine Antwort eigentlich das Gegenteil. Also daß du das für unwahrscheinlich hältst. Zumindest habe ich den Zwinker-Smiley so interpretiert.
Zuletzt geändert von Maibaum am 3. Oktober 2014 17:59, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Filmbesprechung: "For Your Eyes Only"

270
Maibaum hat geschrieben:Im Film deutet außerdem nichts auf eine absichtlichen Angriff auf das Schiff hin.
Das muss es doch auch nicht, da der Hinweis im Lagerhaus ja durchaus bewusst subtil gewählt sein könnte. Wenn man davon ausgeht, dass die Autoren und der Regisseur sich hier bewusst für eine subtile Andeutung entschieden haben wäre eine "Erklärung für Dummys" durch weitere bzw. deutlichere Andeutungen ja widersinnig.


Auch diese Schlussfolgerung hier:
Maibaum hat geschrieben:Und es war ja auch so daß alle nach dem Schiff suchten, ohne genau zu wissen wo es untergegangen war. Und wenn man ein Schiff absichtlich versenkt um etwas zu klauen, dann wird man das wohl schon so machen daß man sich dann direkt die Ware sichern kann. Und eine Seemine taugt für so einen direkten Angriff gar nicht.
teile ich nicht, denn wenn man mal davon ausgeht, dass Kristatos bewusst Seeminen hat legen lassen, um das Spionageschiff zum Untergang zu bringen, dann hat er ja sicherlich nicht nur eine Seemine legen lassen. Zudem bewegen sich die Dinger ja auch noch, so dass er letztlich nur eine mehr oder weniger große Fläche kennt, wo das Schiff untergegangen ist. Das spielt auch keine so große Rolle, da der entscheidende Faktor ja wäre, dass der Untergang in albanischen Gewässern stattfindet, da hier die Briten nur eingscheränkt operieren können und er dadurch mehr Zeit für das Auffinden des Wracks hätte. Letztlich ist die Frage, ob der Untergang nun ein dummer Zufall oder ein bewusster Anschlag war in beide Richtungen interpretierbar ob dessen, was Glen uns auf der Leinwand respektive dem TV-Schirm anbietet und bildet somit eine schöne Parallele zur undurchsichtigen Rolle von General Gogol. Dass ausgerechnet der Bondfilm, der im Hauptplot mit vermeindlichen Verbündeten bzw. Feinden spielt, die sich als glattes Gegenteil entpuppen mehrere solcher ambivalent interpretierbaren Handlungsstellen aufweist könnte man wiederum schon fast als Absicht interpretieren. :wink: Nicht zuletzt auch deshalb, da bekanntlich FYEO in Bezug auf die Drehbücher eine neue Ära einleitete, in welcher bewusst auch mehrdeutig interpretierbare Sujets eingebaut wurden.
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