Ja, visuell ist das schon ein Scott Film, und dafür auch insgesamt zu glatt für True Romance. Und Scott (oder seine Geldgeber) haben sich nicht getraut QTs zerstückelte Erzählweise zu übernehmen, wodurch hier alles schön brav chronologisch geschieht.
Das ist in True Romance zwar weniger zwingend gewesen als in QTs eigenen Filmen, aber ich denke es hätte auch hier vieles was schon gut ist noch ein wenig veredelt. Und es gibt etliche erstklassige Szenen in in True Romance. Gut inszeniert, toll gespielt, aber vor allem auch bärenstark geschrieben.
Ich mag Tony als Regisseur, seine Filme sind durchweg gut inszeniert, aber es fehlt immer das Besondere, das was diese wirklich groß machen könnte.
Re: Die Filme des Robert Rodriguez
32Sie haben die jeweilige Geschichte immerhin geschrieben und ohne Story kann selbst der beste Regisseur nichts machen (es sei denn, er schreibt sie selber). Ich finde das Thema interssant weil bei den Reviews hier im Forum eigentlich zu jedem Aspekt eines Filmes der Regisseur herangezogen wird - von Kamera über Schnitt, oft auch über die Story, Ausleuchtung, Setting bis hin zu den darstellerischen Performances (zumindest hin und wieder).Maibaum hat geschrieben:Drehbuchautoren sind ansonsten meist tatsächlich nicht so wichtig.
Und in diesem Forum habe ich bisher noch nie gehört dass ein Film überhaupt von seinem Autor geprägt sei, geschweige denn dass er mehr geprägt sei als vom ansonsten in seiner Funktion ach so vergötterten Regisseur - ausser beim Thema Tarantino/From Dusk Till Dawn.
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Re: Die Filme des Robert Rodriguez
33Finde ich auch sehr komisch.
Wenn ich einen Film nehme, der mir super gefällt wie etwa CR, dann lebt der Film einfach davon, wie gut er geschrieben wurde. Selbst wenn beim Drehen noch Änderungen vorgenommen werden. Aber so eine Szene wie die im Zug mit Vesper lebt eben vom Dialog an sich. Klar, da kommt das das Timing der Darsteller hinzu, sicherlich auch die Art wie es gefilmt und geschnitten wird, aber vor allem eben der Dialog an sich.
Gleiches gilt für die Story an sich.
Ich habe da eine fundamental andere Sicht als Maibaum.
Wenn ich einen Film nehme, der mir super gefällt wie etwa CR, dann lebt der Film einfach davon, wie gut er geschrieben wurde. Selbst wenn beim Drehen noch Änderungen vorgenommen werden. Aber so eine Szene wie die im Zug mit Vesper lebt eben vom Dialog an sich. Klar, da kommt das das Timing der Darsteller hinzu, sicherlich auch die Art wie es gefilmt und geschnitten wird, aber vor allem eben der Dialog an sich.
Gleiches gilt für die Story an sich.
Ich habe da eine fundamental andere Sicht als Maibaum.
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Re: Die Filme des Robert Rodriguez
34Das ist ganz ähnlich wie im Sport. Ohne geeignete Spieler kann der beste Trainer nix machen, aber ohne jemanden der die Marschrichtung vorgibt kannst du mit 11 Maradonas nix reissen. Der Regisseur ist nun mal idR der wichtigste Mann bei einem Filmprojekt und seine Fähigkeiten entscheiden in vielen Fällen letztlich auch über Wohl und Wehe eines Films. Ich finde ehrlich gesagt im Gegenteil dass die Regisseure im Vergleich zu den Schauspielern in der öffentlichen Meinung nicht genug gewürdigt werden.
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Re: Die Filme des Robert Rodriguez
35Letztendlich macht für mich die Inszenierung den Film.GoldenProjectile hat geschrieben:Sie haben die jeweilige Geschichte immerhin geschrieben und ohne Story kann selbst der beste Regisseur nichts machen (es sei denn, er schreibt sie selber). Ich finde das Thema interssant weil bei den Reviews hier im Forum eigentlich zu jedem Aspekt eines Filmes der Regisseur herangezogen wird - von Kamera über Schnitt, oft auch über die Story, Ausleuchtung, Setting bis hin zu den darstellerischen Performances (zumindest hin und wieder).Maibaum hat geschrieben:Drehbuchautoren sind ansonsten meist tatsächlich nicht so wichtig.
Ein Regisseur der einen persönlichen Film macht schreibt oft noch sehr viel um, wenn er seine Filme nicht ohnehin selber schreibt, oder mitschreibt.
Der Drehbuch Credit sagt auch zu oft nicht wirklich viel darüber aus wer was geschrieben hat.
Da ist auch ein Unterschied ob ein Regisseur erst hinzukommt wenn das Drehbuch schon fertig ist, oder ob er sich selber Drehbuchautoren sucht die den Stoff bearbeiten so wie er ihn benötigt.
Die Frage ist halt wer letztendlich den Großteil der kreativen Entscheidungen trifft, und das ist im kommerziellen Film gewiss nicht immer der Regisseur. Aber es gibt auch in Hollywood Regisseure die nie oder fast nie beim Drehbuch genannt werden, und trotzdem erzählen die meisten ihrer Filme ähnliche Geschichten oder haben ähnlich gestaltete Charaktere.
Aber es gibt auch Regisseure die einfach irgendwas drehen, was ihnen gerade so angeboten wird.
Bei Bond sehe ich meist auch eher die Produzenten als die eigentlichen Macher, und langjährige Bond Drehbuchautoren haben die Serie sicher auch stark mitgeprägt.
Immer den Regisseur nur als den eigentlichen Macher zu nennen ist sicher eine Vereinfachung ,aber letztendlich wird aus dem besten Stoff kein großer Film wenn der Regisseur eine Null ist.
Re: Die Filme des Robert Rodriguez
36Genau, da unterscheiden wir uns. Auch in CR ist es erst die Regie die diese Szenen groß macht. Und Schauspielerführung gehört ganz klar in den Regiebereich.danielcc hat geschrieben:Finde ich auch sehr komisch.
Wenn ich einen Film nehme, der mir super gefällt wie etwa CR, dann lebt der Film einfach davon, wie gut er geschrieben wurde. Selbst wenn beim Drehen noch Änderungen vorgenommen werden. Aber so eine Szene wie die im Zug mit Vesper lebt eben vom Dialog an sich. Klar, da kommt das das Timing der Darsteller hinzu, sicherlich auch die Art wie es gefilmt und geschnitten wird, aber vor allem eben der Dialog an sich.
Gleiches gilt für die Story an sich.
Ich habe da eine fundamental andere Sicht als Maibaum.
QoS wäre von einem mittelmäßigen Regisseur gedreht sehr wahrscheinlich auch nur ein mittelmäßiger Film geworden.
Die wirklich großen Filme sind ganz klar über die Persönlichkeiten ihrer Regisseure bestimmt, die aber auch fast immer auch am Drehbuch mitgebastelt haben, auch wenn sie nicht genannt werden, oder ohnehin alles selber geschrieben haben.
Film ist eine visuelle Kunst. Abgefilmtes Theater kann auch Spaß machen ,aber es gibt selten großes Kino.
Viele Literaturverfilmungen scheitern nicht an ihren Stoffen, sondern an mittelmäßigen Regisseuren die keine eigenen Ideen haben und auch nicht merken daß tolle literarische Dialoge nicht automatisch auch tolle Film Dialoge sind.
Re: Die Filme des Robert Rodriguez
37Da sage ich jetzt mal nix dazu...Maibaum hat geschrieben:QoS wäre von einem mittelmäßigen Regisseur gedreht sehr wahrscheinlich auch nur ein mittelmäßiger Film geworden.
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Re: Die Filme des Robert Rodriguez
38Das bleibt letztendlich auch Geschmackssache.GoldenProjectile hat geschrieben:Da sage ich jetzt mal nix dazu...Maibaum hat geschrieben:QoS wäre von einem mittelmäßigen Regisseur gedreht sehr wahrscheinlich auch nur ein mittelmäßiger Film geworden.![]()
*Duck und weg*
Ich liebe ihn, du hasst ihn. Was solls, so ist das Leben.
Aber QoS hat das Potential zu begeistern, und das ist es was zählt.
Ich kann auch mit einigen allseits geschätzten Filmklassikern nichts anfangen, und frage mich bis heute wie die so berühmt werden konnten.
Re: Die Filme des Robert Rodriguez
39Das war jetzt ein etwas unkorrekter Kommentar meinerseits; aber ich hasse weder Forster noch QoS. Den Film empfinde ich als wenig unterhaltsam und grosses Story-Potential verschleudernd, und Forster war immerhin für diese meines erachtens enttäuschende Umsetzung verantwortlich. Seinen Kite Runner schätze ich aber sehr.Maibaum hat geschrieben:Das bleibt letztendlich auch Geschmackssache.GoldenProjectile hat geschrieben:Da sage ich jetzt mal nix dazu...Maibaum hat geschrieben:QoS wäre von einem mittelmäßigen Regisseur gedreht sehr wahrscheinlich auch nur ein mittelmäßiger Film geworden.![]()
*Duck und weg*
Ich liebe ihn, du hasst ihn. Was solls, so ist das Leben.
Aber QoS hat das Potential zu begeistern, und das ist es was zählt.
Ich kann auch mit einigen allseits geschätzten Filmklassikern nichts anfangen, und frage mich bis heute wie die so berühmt werden konnten.
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Re: Die Filme des Robert Rodriguez
40Hassen ist auch so ein komischer Begriff wenn es um Kunst geht .Weiß nicht warum Leute immer dieses Wort gebrauchen um ihrer Abneigung Ausdruck zu geben.
Ich liebe zwar bestimmte Filme. aber ich hasse keine.
Warum sollte ich auch? So viel Emotion ist ein mieser Film gar nicht wert.
Ich liebe zwar bestimmte Filme. aber ich hasse keine.
Warum sollte ich auch? So viel Emotion ist ein mieser Film gar nicht wert.
Re: Die Filme des Robert Rodriguez
41Kam der Begriff nicht von dir?
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/
Let the sheep out, kid.
https://letterboxd.com/casinohille/
Let the sheep out, kid.
Re: Die Filme des Robert Rodriguez
42Ja, aber ich hab nicht gesagt das ich was hasse.
Wollte nur mal sehen ob GP mit dem Wort einverstanden ist, da er zumindest eine große Abneigung gegen QoS hat.
Wollte nur mal sehen ob GP mit dem Wort einverstanden ist, da er zumindest eine große Abneigung gegen QoS hat.
Re: Die Filme des Robert Rodriguez
43Okay, stimme dir ansonsten nämlich völlig zu! Hassen ist ein völlig falsches Wort für einen schlechten Film!
Allerdings,
Allerdings,
hat jeder Film!Maibaum hat geschrieben:das Potential zu begeistern
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/
Let the sheep out, kid.
https://letterboxd.com/casinohille/
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Re: Die Filme des Robert Rodriguez
44Theoretisch ja, aber längst nicht jeder Film wird auch ratsächlich begeisterte Anhänger finden.
Re: Die Filme des Robert Rodriguez
45Kaum haben wir es angesprochen passiert es schon wieder:
Aktueller blog des "Weinlakais" auf stern.de
"...Der Name des Projektes „Tarantinto“ ist eine brechstangenartige Anspielung auf den US-amerikanischen From-Dusk-Till-Dawn-Regisseur"
Aktueller blog des "Weinlakais" auf stern.de
"...Der Name des Projektes „Tarantinto“ ist eine brechstangenartige Anspielung auf den US-amerikanischen From-Dusk-Till-Dawn-Regisseur"
"It's been a long time - and finally, here we are"