Gernot hat geschrieben:Invincible1958 hat geschrieben:In diesem Jahr hätte man auch Steve McQueen den Regie-Oscar geben können, da Alfonso Cuarón ja bereits den Schnitt-Oscar gewonnen hat.
was heißt hätte geben können? es stimmten halt alle mitglieder irgendwie ab und am schluss kommen für den einen halt die meisten stimmen heraus? hoffen wir halt, dass es so funktioniert...

Ja, aber die kundigen Academy-Mitglieder denken schon in diese Richtung. Auch der einzelne denkt: "Ich möchte, dass alle 3 Regisseure einen Oscar bekommen, also kreuze ich hier den einen an, da den zweiten und hier den dritten."
Und viele Academy-Mitglieder sind ja auch nicht abgeschottet von der Außenwelt. Wenn sie dann sehen, dass dieser oder jener bei jeder Preisverleihung den Drehbuchpreis bekommen hat, dann stimmen sie auch bei den Oscars dafür ab. Jedenfalls gibt es eine Masse, die groß genug ist, damit am Ende dieses vorhersehbare Ergebnis zustande kommt.
Maibaum hat geschrieben:Trailer lügen häufig genug.
Das unterschreibe ich so.
Außerdem ist nicht "Betroffenheitsfilm" gleich "Betroffenheitsfilm".
Diesselbe Geschichte kann auf viele verschiedene Arten erzählt werden.
Ich mag im Grunde auch keine Filme, die eine Botschaft mit "erhobenem Zeigefinger" übermitteln wollen, damit es auch der letzte noch versteht. Aber wenn es gut inszeniert ist.
Allerdings gibt es auch Leute, die mit solchen Stoffen einfach nicht fertig werden bzw. sowas einfach ausblenden, weil sie das Kino in erster Linie nur als reines Unterhaltungsmedium sehen.
Was Steve McQueen angeht, würde ich ihm aber nie vorwerfen, dass er Filme mit dem Kalkül dreht, um damit dann Preise zu gewinnen. Dafür kommt der einfach aus einem ganz anderen künstlerischen Background.
Und jeder weiß, dass es sowieso nicht so einfach ist, für die Oscars nominiert zu werden.
Es gab letztes Jahr bestimmt 50 Bio-Pics, von denen die meisten nichtmal eine Nominierung bekamen. Also der Gedanke, dass man nur das Leben einer interessanten Persönlichkeit verfilmen muss, und dann automatisch die Aufmerksamkeit der Academy erhält, trifft überhaupt nicht zu. Man denke nur an Niki Lauda, Prinzession Diana, Nelson Mandela und Co.