Seite 228 von 259

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 3. September 2019 10:30
von craigistheman
Moment. Wer sagt denn, dass die Bilder bei den gleichen Licht-/Wetterverhältnissen geknippst wurden als die Takes im Film? Und vielleicht sind die Fotos ebenfalls nachbearbeitet. Jedenfalls sollte man keine Äpfel mit Birnen vergleichen. Hätte das Grading in SP lediglich Mexiko betroffen, würde niemand etwas sagen. Was ärgerlich wird, ist wenn eine Location anfängt der anderen zu gleichen, aufgrund zu heftiger Filter...

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 3. September 2019 10:41
von Samedi
craigistheman hat geschrieben: 3. September 2019 10:30 Was ärgerlich wird, ist wenn eine Location anfängt der anderen zu gleichen, aufgrund zu heftiger Filter...
Finde nicht, dass sich die Locations deshalb gleichen. Schon alleine wegen den verschiedenen Lichtverhältnissen in Mexiko, Rom und Österreich.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 3. September 2019 10:50
von Casino Hille
Kennt jemand von euch Breaking Bad? Breaking Bad setzt sehr exzessives Color Grading für alle Szenen ein, die in Mexiko spielen und kontrastriert damit die aufregende Welt der Drogenkartelle mit dem biederen Leben der Familie White in Albuquerque. Color Grading ist imo nicht grundsätzlich etwas negatives und darf so auch nicht verstanden werden. Die Bilder da oben sind aber ein ziemlich blödes und unsinniges Argument, weil die kaum einen echten Rückschluss darüber erlauben, wie das Bildmaterial von Spectre unbearbeitet hätte aussehen können. Dafür müsste man diesen visuellen Eingriff versuchen rückgängig zu machen, was meines Wissens bereits auf YouTube geschehen ist (natürlich geht das aber nicht mehr zu 100 Prozent). Und zwar mit verschiedenen Szenen und nicht nur mit dem Opening, denn Spectre ist auch über die ersten 15 Minuten raus ein erstaunlich gelber Film.











So kriegt man einen guten Einblick darin, wie Spectre vielleicht hätte aussehen können und wie sichtbar Mendes künstlerische Entscheidung auf starke Farbfilter zu setzen im Kontrast zum (versucht wiederhergestellten) Originalmaterial ist. Ein spannendes Experiment, unabhängig von der persönlichen Vorliebe.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 3. September 2019 11:30
von Samedi
Ich muss sagen, dass vor allem die finale Szene mit CG viel besser aussieht als ohne.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 8. September 2019 18:26
von Agent 009
Ich hasse den Filter im Film so sehr. Einfach eine Schande, was man gerade aus der PTS gemacht hat. :(

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 9. September 2019 08:56
von ToshTogo
So sehr unterscheiden sich die Meinungen. Ich habe SP am Wochenende nach Kino und BD-Release erst zum vierten Mal angeschaut und war im Gegensatz zu meinen Erinnerungen etwas enttäuscht. Die Optik is meines Erachtens mit die größte Stärke des Filmes, gerade die PTS finde ich wunderschön. Wenn ich mir die Vergleichsvideos mit und ohne CG anschaue bin ich glücklich, dass der Film es letztendlich so auf die Leinwand geschafft hat, wie er jetzt vorliegt.

Insgesamt rutscht der Film jetzt allerdings trotzdem auf den letzten Platz im Craig-Filmranking. Trotz der tollen Atmosphäre, die in meinen Augen vor allem durch die schönen Bilder erschaffen wird gibt es viele Längen und die Geschichte wirkt teilweise etwas holprig, da können leider auch die gelungenen Auftritte von Waltz und Bautista nicht drüber hinweg täuschen.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 15. September 2019 11:24
von craigistheman
Der gesamte Film wirkt mir zu prätentiös, zu gewollt. Die schwülstige und überdramatische TS ist eigentlich stellvertretend für den Film (was sie ja letztlich auch sein soll hehe). An keiner Stelle entsteht diese magische Leichtigkeit, die mir persönlich bei Bond sehr wichtig ist, und trotz der ernsten Stimmung in den unmittelbaren Vorgängern zu finden war. Von der haarsträubenden Story mit ihren sehr praktischen Zufällen, ihrer Auflösung möchte ich lieber nicht anfangen. Mir stößt nur unangenehm auf, dass Mendes und Hodge das Publikum mehrfach zum Narren halten, ein Problem, dass bereits in SF vorhanden war, über das ich jedoch inzwischen aufgrund der tollen Atmosphäre einfach hinwegsehen kann (Silvas Plan, M und die Taschenlampe, etc.). Und ja, wäre SP nicht so eine visuelle wie akustische Einheitsbrühe - da können manche Einstellungen noch so fantastisch sein - hätte ich mit Sicherheit weniger Schwierigkeiten die Vorzüge des Filmes, und die hat er bestimmt, zu würdigen.
Auch bei mir rangiert sich SP bislang hinter allen anderen Craig-Bonds. Mal sehen, was es mit NTTD auf sich hat. ^^

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 17. September 2019 18:26
von Agent 009
Ich finde Craig als Bond hier perfekt. Die Sprüche und das Auftreten generell. Er wirkt richtig angekommen. Hoffe das kriegt man bei NTTD ebenfalls hin, denn ich will nicht wieder sowas wie bei Skyfall oder so haben.

Übrigens auch eine sehr coole Szene mit Bond-Score, auch wenn mir die Version im Film ohne großen Soundtrack ebenfalls super gefällt:


Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 17. September 2019 18:33
von Casino Hille
Einige (bevor gleich wieder jemand ankommt: einige heißt nicht "alle") der besten Kampfszenen bei Bond haben keine Musik. Da gehört die aus Spectre auch dazu, die ein Highlight des Films ist, trotz der banalen Auflösung. Ich brauche bei einem guten Fight nicht immer einen dramatischen Klangteppich zur Untermalung. Ganz schlimmes Negativbeispiel: Der Treppenhaus-Kampf in CR, den Arnold mit einem unsäglich nichtssagenden Lärm unterlegt. Dann lieber so wie in Spectre. Auch wenn ich zugeben muss, dass die Thunderball Musik für die Szene oben erstaunlich gut funktioniert, habe ich solche Momente trotzdem lieber ohne Musik, ohne eine Regel daraus machen zu wollen.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 17. September 2019 18:35
von Agent 009
Natürlich. Ich weiß genau was du meinst. Ich fand es hier halt nur ganz passend, auch wenn das Original schon fast perfekt ist. Sowieso eine sehr gute Szene. Schade, dass man Hinx nicht zurückholt. :D

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 17. September 2019 19:00
von Samedi
Casino Hille hat geschrieben: 17. September 2019 18:33 Ganz schlimmes Negativbeispiel: Der Treppenhaus-Kampf in CR, den Arnold mit einem unsäglich nichtssagenden Lärm unterlegt.
Kann mich da gar nicht an eine Musik erinnern. Da muss ich CR wohl nochmal gucken.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 17. September 2019 19:06
von Casino Hille


Gern geschehen.

Grauenhafte Musikuntermalung zu einer eigentlich ganz gut gemachten Actionszene.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 17. September 2019 19:13
von Samedi
Casino Hille hat geschrieben: 17. September 2019 19:06 Grauenhafte Musikuntermalung zu einer eigentlich ganz gut gemachten Actionszene.
Immerhin der Schluss davon ist meiner Meinung nach ganz gut gemacht. Aber ja, ohne Musik wär die Szene wirkungsvoller.

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 17. September 2019 19:52
von danielcc
Casino Hille hat geschrieben: 17. September 2019 19:06

Gern geschehen.

Grauenhafte Musikuntermalung zu einer eigentlich ganz gut gemachten Actionszene.
Eine der Musiken bei denen man denkt, Arnold habe einfach die Schublade aufgemacht und irgendwas rausgezogen ohne zu wissen für welche Szene. Viele bräsig-quiekende Bläser machen noch keinen Barry

Re: Filmbesprechung: "SPECTRE (SP)"

Verfasst: 29. September 2019 11:20
von vodkamartini
Hab gestern mal wieder SPECTRE mit jemanden gesehen, der ihn nicht kannte und muss sagen, er hat mir wieder erstaunlich gut gefallen. Hate ihn schlechter in Erinnerung. Gut, das war gestern bestimmt schon das 10. Mal, aber hatte ihn für meine Verhältnisse lange nicht gesehen und fand ihn v.a. atmosphärisch stark. Klar bleibt die imo zu blasse Swan und ihre ich nenn es mal bemühte Bezihung zu Bond (weswegen ich auch ihrer Rückkehr sehr skeptisch gegenüber stehe), auch Waltz gefällt mir einfach nicht so recht als Blofeld (für seine Rückkehr gilt dasselbe), aber insgesamt war das schon eine sehr schöne und runde Sache. Die Optik ist eine der Stärken, aber auch das Setdesign und den Ton fand ich richtig gelungen.