Re: Das Western-Genre: Tipps, Kritiken & Diskussionen

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Lawman (Michael Winner, 1971)

Ein ungewohnt steifer und stoischer Burt Lancaster will der Bande von (schon wieder) Lee J. Cobb das Handwerk legen, während Robert Ryan als ausgebrannter Marshal zwischen den beiden Parteien steht. Ebenfalls mit von der Partie: Robert Duvall (der merkwürdigerweise viel älter aussieht als in allen später entstandenen Coppola-Filmen) als Handlanger und Dr. No Joseph Wiseman als Puffbesitzer.

Guter Western - nix Weltbewegendes, aber mit einigen interessanten Ideen. Winner geht figürlich wiederholt unter die Oberfläche und das Ende ist unerwartet derb, nicht nur was die Gewalt angeht, sondern auch in Bezug auf das überraschende Verhalten der Charaktere. Sein volles Potenzial schöpft Lawman aber nicht aus, dafür bleibt er zu holzschnittartig. Auch wenn Winners Inszenierung nicht schlecht ist, hätte ein anderer Regisseur aus dem Stoff wohl doch etwas grosses schaffen können.

Wertung: 6 / 10
We'll always have Marburg

Let the sheep out, kid.

Re: Das Western-Genre: Tipps, Kritiken & Diskussionen

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Butch Cassidy & Sundance Kid (George Roy Hill, 1969)

Eine weitere Lücke ist geschlossen. Und Butch und das Sonnentanzkind ist ein formal gekonnter, mit hübschen inszenatorischen Einfällen gespickter Beitrag zum Genre und zudem einer, der sich deutlich von der Masse abhebt in seiner beschwingten, humorvollen teils new-hollywoodesken Art mit Bacharach-Score und stummfilmartigen Einlagen. Diese Art beisst sich jedoch an Stellen mit den Spätwestern-Motiven um das unausweichliche Scheitern der Protagonisten - Motive, die in diesem luftig-leichten Film ein bisschen aus dem Nichts kommen. Gerade in der zweiten Hälfte gibt es auch den ein oder anderen Hänger, da macht sich die doch sehr überschaubare Story bemerkbar. Prächtige Unterhaltung mit einigen Einschränkungen also, doch immerhin: die abschliessende Actionszene ist phänomenal und Newman und Redford sind ein launiges Duo.

Wertung: 7,5 / 10
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