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Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 31. Juli 2023 19:49
von Samedi
Danke, auf dich ist Verlass!

Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 6. August 2023 12:57
von danielcc
packe das mal hier rein
Komme soeben aus Oppenheimer.
Zunächst zu den "Umständen": Kino zum Abgewöhnen!!!
Cinerstar (war ich ewig nicht), Sitze viel zu schmal, teilweise kaputt, fehlende Getränkehalter, alles viel zu voll. Links neben mir ein 50er der einen 5liter Eimer Popcorn in einer sich ohne Unterbrechung wiederholenden Schaufelbewegung reingezogen hat. Rechts neben mir - kein Wirtz! - eine junge Familie mit einem ca. 10 jährigen Kind. Die sollte man verklagen! Dem Kind wurde natürlich jede Sekunde des Films erklärt (Atome,...). Das ganze Kino war so voll, dass die Schlangen an den Verkaufsständen 50m lang waren, womit sowohl zu Beginn als auch nach der Pause (Gott sei Dank gab es eine!) die Hälte der Leute mit Verspätung ihren Platz einnahmen. Nach der Pause saß ich dann in der zweiten Reihe alleine und konnte den Film genießen - theoretisch zumindest. Wie das Kind die weiteren Sexszenen, die Explosion, die alptraumhaften Sequenzen überstanden hat, konnte ich nicht mehr miterleben.
Ich bin da jetzt in einem Dilemma: Gehe ich ins lokale Cinemaxx zahle ich exobitante Summen fürs Parken aber habe tolle Sessel.
Gehe ich ins lokale Cinestar parke ich kostenlos aber das Ambiete und die Sitze sind eher traurig.
Übrigens, ich finde es ja einigermaßen absurd, dass die Leute scheinbar nach immer größeren Leinwänden fragen (Imax....) aber in jedem Sall dann die HINTEREN Reihen teurer und begehrter sind. Meine Wahl ist inzwischen eindeutig: ich sitze gerne weit vorne im Kino. Dann habe ich "Imax Feeling" und der Pöbel mit Nachos, Popcorn, Colaschlürfen sitz weit hinter mir

Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 6. August 2023 14:27
von Samedi
danielcc hat geschrieben: 6. August 2023 12:57
Übrigens, ich finde es ja einigermaßen absurd, dass die Leute scheinbar nich immer größeren Leinwänden fragen (Imax....) aber in jedem Sall dann die HINTEREN Reihen teurer und begehrter sind. Meine Wahl ist inzwischen eindeutig: ich sitze gerne weit vorne im Kino. Dann habe ich "Imax Feeling" und der Pöbel mit Nachos, Popcorn, Colaschlürfen sitz weit hinter mir
Kommt immer auf den jeweiligen Kinosaal an, wo man am besten sitzt. Und den Nacho-Pöbel hab ich lieber vor als hinter mir. Da stören sie mich weniger.

Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 6. August 2023 14:57
von danielcc
Ich kann zumindest sagen, dass ich zum ersten Mal seit... eh... wahrscheinlich den 90ern 5 mal im Kino war diesen Sommer (2 mal Indy, 2 mal MI, 1 mal Öde-heimer).
Fast würde ich behaupten, Indy hat mich am meisten zufriedengestellt wobei auch MI ganz großartig war
Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 6. August 2023 17:37
von Samedi
Indy hat mir auf jeden Fall um einiges besser gefallen als M:I. Oppenheimer gönne ich mir am Dienstag.
Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 15. Februar 2024 12:18
von danielcc
Interessante Statistiken zum Kino in Deutschland. Der 3D Anteil hält sich besser als ich gedacht hätte mit 12% aller Ticketverkäufe.
Die Filmförderungsanstalt gab die offiziellen Ergebnisse des Jahres 2023 bekannt:
Demnach gingen im vergangenen Jahr 95,7 Mio. Deutsche ins Kino, 22,7 % bzw. 17,7 Mio. mehr als im Vorjahr (78,0 Mio. Besucher).
Der Umsatz stieg um 28,7 % von €722,0 Mio. auf €929,1 Mio..
Der durchschnittliche Eintrittspreis stieg um 4,9 % von €9,26 auf €9,71.
Der deutsche Marktanteil sank von 27,0 % im Vorjahr (20,5 Mio.) auf 24,3 % (22,4 Mio.).
Der Anteil der Besucherzahlen der 3D-Filme stieg von 11,1 % (8,5 Mio.) auf 12,0 % (11,0 Mio.)
Die Anzahl der Kinosäle sank um 10 auf 4.901, die Anzahl der Standorte stieg um 8 auf 947.
https://insidekino.de/News.htm
Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 22. Februar 2024 18:02
von StanleyBeamish
HM? Das erste mal in meinem Leben war ich im Kino so um 1969 als 5 jähriger Bub im Matrosenanzug in der Tiroler Provinz. Der Film war -echt kein Witz - "Tschitti tschitti Bäng Bäng". Meine Mutter kaufte uns danach noch originale Toot Sweets, die damals zum Merchandising dieses Films produziert wurden.
Danach besuchte ich das Kino - wieder im Matrosenanzug- wegen einer Kasperle - Theater Aufführung.
Als ich paar Wochen später meine Mutter nochmal bat, ins Kino gehen zu dürfen, sagte sie mir mit bedauernswerter Stimme: Das Kino hat zugesperrt. Der ganze Plafond war -sei's gedankt - über Nacht eingestürzt
Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 24. Februar 2024 12:35
von Samedi
danielcc hat geschrieben: 15. Februar 2024 12:18
Der 3D Anteil hält sich besser als ich gedacht hätte mit 12% aller Ticketverkäufe.
Was aber auch daran liegt, dass viele Filme in vielen Kinos auch nur in 3D angeboten werden. Darunter vor alllem die, die dann auch ein gutes BO-Ergebnis erzielen.
Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 5. Mai 2024 10:11
von Henrik
Ich bin kein total häufiger Kinogänger. Hin und wieder schaue ich mir mal vereinzelt einen Film an. Aber das will ich sagen: Mei ersten Bondfilm im Kino was SF und seitdem habe ich deutlich mehr als nur drei Filmes angeschaut.
Gefällt mir ein leerer oder ein voller Kinosaal besser? Wenn sich alle zu benehmen wissen (hier sollen doch einige beim Forentreffen 2015 schlechter Erfahrungen gemacht haben, habe ich mal gelesen) isr es gar nicht so verkehrt, wenn nicht allzu wenig los ist. Im Falle von SF war am Startwochenedne echt nicht wenig los und die Stimmung war wirklich gut. Ich habe richtig gemerkt, dass der Film bei den meisten gezündet hat.
Insbesondere zu Corona-Zeiten war das doch anders. Wenn ich mal im Kino war, habe ich mir bewusst ruhigere Tage ausgesucht (wobei damals wohl zu jeder Zeit relativ wenig los gewesen sein dürfte) und da kam einfach kein richtiges Kino-Feeling auf.
Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 3. Februar 2026 22:02
von Gernot
Aktuelle Filmstudenten in den USA schaffen es nicht, dass sie sich ungestört einen Film vollständig ansehen. Sie hätten kein Interesse oder wären sofort wieder am Handy. Sie wissen dann auch gar nicht, worum‘s im jeweiligen Film geht. Die Professoren schlagen Alarm. Filmklassiker in B/W gehen sowieso nicht (mehr).
Und das sind diejenigen, die eigentlich filmbegeistert sein sollten. Das ist besorgniserregend.
https://www.theatlantic.com/ideas/2026/ ... an/685812/ Via
https://www.worldofreel.com/blog/2026/1 ... ugh-movies
Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 3. Februar 2026 22:48
von Invincible1958
Hab ich auch gelesen.
Und dann hab ich mich daran erinnert, dass wir früher in der Schule drei Stunden Schindlers Liste auf einem kleinen Fernseher in einem Schrank auf Rollen geschaut haben. Selbst wenn man weiter hinten im Klassenzimmer saß, konnte man sich über mehrere Schulstunden auf einen Film konzentrieren, der auf einem kleinen Screen in VHS-Qualität gezeigt wurde.
Und das alles, ohne dass wir Film studiert haben.
Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen
Verfasst: 4. Februar 2026 01:32
von Casino Hille
Sorry, aber der Atlantic Artikel ist aufgeblasener Alte-Männer-Geschwätz über die ach-so unaufmerksame junge Generation, und steht auf sehr wackeligen Beinen. Das weiß sogar der Autor, weshalb er in einem der Absätze zugibt:
A handful of professors told me they hadn’t noticed any change. Some students have always found old movies to be slow, Lynn Spigel, a professor of screen cultures at Northwestern University, told me. “But the ones who are really dedicated to learning film always were into it, and they still are.”
Filmschulen waren schon immer auch voll mit Leuten, die es nie wirklich in der Industrie zu was gebracht hätten, die eigentlich auf Hollywood-Kram stehen und dann schnell von dem Zeug, dass ihnen dort gezeigt wurde abgeschreckt oder angeödet wurden. So wie in jedem Studiengang - außer vielleicht Medizin - immer Leute rumsitzen, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Heute hängen die am Handy, früher haben die jede zweite Vorlesung geschwänzt. So what? Die, die ihrer Leidenschaft wegen da sind und wirklich Film lieben und dazu lernen wollen, lassen das Handy in der Tasche und machen ordentlich mit.
Es gab an Filmschulen auch schon immer Leute, die vor allem am Kreativen Prozess interessiert waren, die ins Machen und Tun kommen wollten, sich aber für die Historie und das Filmschauen gar nicht interessierte. Es gibt x-Filmemacher und Kreative in der Filmbranche, die wenig bis keine Filme schauen, so wie es auch Autoren gibt, die so gut wie keine Bücher lesen usw. Es gibt einen jahrzehntealten Running Gag um Musikstudenten darum, dass Musikstudenten in der Regel Musik eigentlich hassen und so gut wie nie welche anhören. Das ist alles eine alte Leier und der Verweis auf "Handysucht", come on, bitte, als ob. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, und es jetzt so reißerisch und polemisch mit Filmstudenten zu verknüpfen ein bisschen peinlich. Was der Atlantic Artikel da schreibt ist langweiliger Rage Bait, und noch nicht mal besonders guter.