Maibaum hat geschrieben:Ich sehe da wenig bis nichts von einem typischen Biopic (die ich in der Regel nicht mag), weiß auch nicht inwiefern der Film überhaupt auf dem realen Zuckerberg beruht, jedenfalls hatte ich nie das Gefühl daß dies ein Film über reale Personen sei.
Im Prinzip ist das eine Screwball Comedy mit viel, viel Tempo und sich überschlagenden Dialogen die man so in der Wirklichkeit selten bis nie antrifft. Schon gar nicht bei einem Haufen blasser Computer Nerds.
ich hatte gefühlt 100min das Gefühl "ja das ist ein typisches Biopic nach allen Regeln des Bio-Pic Handbuchs" wobei ich aber auch jetzt gar nicht sagen könnten an welche Filme konkret mich das erinnert hat.
Dieses Stilmittel, dass eine Rahmenhandlung in der Gegenwarte genutzt wird um wieder zu Episoden in der Vergangenheit zu springen kommt mir auf jeden Fall sehr bekannt vor.
Auch ansonsten gibt es eine Reihe von "Mechanismen" die wie aus einem Lehrbuch für Drehbuchschreiber wirken. So etwa die Anfangsszene die dann später wieder in einem emotionalen Moment aufgefriffen wird.
Es gibt übrigens eine wirklich starke Szene im Film und das ist die allerletzte Einstellung. Hier kommt alles zusammen was der Film aussagen will, über Zuckerberg, über Facebook, über die Gesellschaft an sich. Wenn Zuckernberg grade die "reale" Fraue hat gehen lassen, um sie dann bei FB zu kontaktieren, und emotionslos wie ein Zombie permanent sein "social network" updatend auf eine Antwort wartet. Das ist großes Kino! Ich fand für diese Einstellung hat es sich gelohnt den Film zu gucken