Welcher ist euer Lieblingsfilm der "Terminator"-Reihe?

Terminator (James Cameron, 1984)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 7 (54%)
Terminator: Tag der Abrechnung (James Cameron, 1991)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (38%)
Terminator: Rebellion der Maschinen (Jonathan Mostow, 2003) (Keine Stimmen)
Terminator: Die Erlösung (Joseph McGinty Nichol, 2009)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (8%)
Terminator: Genisys (Alan Taylor, 2015) (Keine Stimmen)
Terminator: Dark Fate (Tim Miller, 2019) (Keine Stimmen)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 13

Re: Die Terminator-Reihe

706
Agent 009 hat geschrieben:Bei Terminator bin ich mir sicher, das der nicht so große Erfolg nichts mit dem Rating zu tun hat, sondern einfach nur mit der schlechten Presse.
Es liegt nicht am Rating, das stimmt! Es liegt aber auch nicht an der schlechten Presse! Sondern daran, dass die Qualität einfach vorne und hinten nicht stimmt...

Re: Die Terminator-Reihe

710
Terminator Genisys - USA 2015

Eins vorweg: Der Film gliedert sich, was niemanden groß überraschen sollte, in drei Zeitphasen: 1984 / 2017 /2029 ! Darum ist meine Analyse in diese drei Teile unterteilt.



2029

Die Zukunftsszenen sind solide gemacht von der Action her, zudem harmonieren die Hauptdarsteller von John Connor und Kyle Reese gut miteinander! Wir sehen den endgültigen (?) Sieg über Skynet, müssen jedoch auch mitansehen wie ein T-800 (Young Arnie besser rübergebracht als noch in T4) ins Jahr 1984 zurück geschickt wird, als vermeintlich letzter Schachzug von Skynet. Kurz zuvor wird die Einheit noch von einem völlig neuen Terminator-Typ infiltriert, der sich Connor schnappt.


1984

Kyle Reese, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, dass er eigentlich der Vater seines Kampfkameraden Connor ist, folgt dem T-800. Er findet jedoch ein alternatives 1984 vor, in dem Sarah Connor bereits vorbereitet ist. Genauso wie Skynet, die zu diesem Zeitpunkt anscheinend alles wissen und vorsehen können. Reese tappt somit lange im Dunklen. Der Kampf Arnie vs. Arnie ist gut gemacht, leider etwas kurz geraten. Nach einem Disput zwischen Kyle und Sarah reisen sie nicht ins Jahr 1997, sondern doch ins Jahr 2017.

"Remember! Genisys is Skynet!"


- Bis hierher hat sich der Film in etwa 71% verdient, auch wenn in der ersten Hälfte vieles abgekupfert wird aus dem ersten und zweiten Teil der Reihe. Überhaupt sind die alternativen 84er Szenen das Highlight des Films, der leider nach dem halben Film völlig abfällt. Die Zukunftszenen sind routiniert, jedoch in T4 besser umgesetzt.


2017

Ab hier wird alles ein wenig unlogisch und komisch, dadurch entstehen einige Logiklöcher! Leider zieht das den Film, der solide gestartet ist, auch merklich runter. Auch das Ende ist ein ziemlich grotesk, Stichwort Sicherung des Skynethauptkomplexes, mehr sage ich nicht :wink:


Für den zweiten Teil kann ich nicht mehr als 46% geben!



Die Schauspieler sind quer durch alle Qualitätsstufen dabei. Arnie ist stark in seiner alten Rolle drin, wirkt aber wie bereits erwähnt oft wie das fünfte Rad am Wagen. Die anderen Terminatoren sind mit dem T-1000 (deutlich schwächer als Patrick), dem T-5000 als Skynets Gesicht (ziemlich unnötig meiner Meinung nach) und dem T-3000 (no comment!) besetzt. Als eigentliche Hauptrolle aber fungiert Jai Courtney als Kyle Reese. Bisher nirgends wirklich überzeugend liefert er hier eine gute Performance ab, wenn gleich er nicht an die von Biehn rankommt. Im Gegensatz zu Emilia Clarke als Sarah Connor. Im direkten Vergleich zu Linda Hamiltons Interpretation der Rolle in T2 ist sie schwach! Vor allem aber ist die Beziehung zwischen Kyle Reese und Sarah Connor sehr dünn, da knistert nichts! Jason Clarke als John Connor selber ist ein Rückschritt zu Christian Bale, langsam glaube ich ja da wird sich nie mehr ein optimaler JC finden lassen!

Der Härtegrad ist auch deutlich schwächer als früher, man merkt "Ab 12" hinten und vorne. Die enorme Präsenz und die rohe Vorgehensweise aus den früheren Teilen ist weg! Die Effekte jedoch sind gut, vor allem Arnie kommt sehr gut rüber.


Fazit: Der Regisseur Alan Taylor gibt sein Bestes, was vor allem bei den 1984er Szenen deutlich wird. Dennoch kommt er nicht an die Klasse von Cameron ran, was auch an der schwachen zweiten Hälfte liegt. Logiklöcher, bizarre (weil völlig unlogische) Momente und ein unbefriedigendes Ende sowie die vielen mittelprächtigen Rolleninterpretationen diverser Schauspieler (Clarke und co) tragen ihres dazu bei, dass der Film nicht über eine mittlere Bewertung raus kommt. Im Vergleich zu Teil 1 (94%) und 2 (89%) ein herber Rückschritt, sogar der viel gescholtene vierte Teil ist besser. Schade, viel Potenzial verschenkt! Da wäre einiges mehr möglich gewesen! Streitet sich also mit Teil 3 um den letzten Platz.

54 von 100%


Somit bleibt nur noch eins zu sagen:
"Komm mit mir, wenn du dein Hirn ausschalten willst"

Re: Die Terminator-Reihe

712
Logiklöcher ist falsch ausgedrückt, meinte eher unlogische Momente. Das bei einer alternativen Zeitlinie vieles erstmal neuartig und ungewohnt ist, ist klar! Auch das man das nicht mit den Geschehnissen der bisherigen Teile vergleichen kann ist mir klar ABER manche Dinge sind "hart" an der Grenze, z.B:
Spoiler
* Reese kann einfach so einen T-1000 entwaffnen?
* Der T-1000 ist bei der Ankunft von Reese auf alles vorbereitet und top informiert, läuft aber blindlings in die Säurefalle?
* Wieso sollte Skynet JC infiltrieren wenn ein Tod seinerseits viel leichter durch zu führen ist? (Beides führt nämlich zum Erliegen des Widerstands)
* Als es der T-3000 (JC) nicht schafft, Sarah / Reese / Arnie auf seine Seite zu ziehen, warum tötet er sie dann nicht? Die halbherzigen Versuche gerade am Schluss zählen für mich nicht...
* Skynet weiß im Jahr 1984 bereits alles über die Ankunft von Reese, im Jahr 2017 aber schaffen sie es nicht einmal ihren Hauptkomplex ordentlich zu sichern? Obwohl sie davon ausgehen können, das die Connors angreifen werden...
* Arnie hat im Jahr 1984 bereits eine Zeitmaschine, aber Skynet mit deutlich mehr Wissen, Kohle und besserem Material schafft das erst im Jahr 2017?

Re: Die Terminator-Reihe

713
S.P.E.C.T.R.E. hat geschrieben:Logiklöcher ist falsch ausgedrückt, meinte eher unlogische Momente. Das bei einer alternativen Zeitlinie vieles erstmal neuartig und ungewohnt ist, ist klar! Auch das man das nicht mit den Geschehnissen der bisherigen Teile vergleichen kann ist mir klar ABER manche Dinge sind "hart" an der Grenze, z.B:
Spoiler
* Reese kann einfach so einen T-1000 entwaffnen?
* Der T-1000 ist bei der Ankunft von Reese auf alles vorbereitet und top informiert, läuft aber blindlings in die Säurefalle?
* Wieso sollte Skynet JC infiltrieren wenn ein Tod seinerseits viel leichter durch zu führen ist? (Beides führt nämlich zum Erliegen des Widerstands)
* Als es der T-3000 (JC) nicht schafft, Sarah / Reese / Arnie auf seine Seite zu ziehen, warum tötet er sie dann nicht? Die halbherzigen Versuche gerade am Schluss zählen für mich nicht...
* Skynet weiß im Jahr 1984 bereits alles über die Ankunft von Reese, im Jahr 2017 aber schaffen sie es nicht einmal ihren Hauptkomplex ordentlich zu sichern? Obwohl sie davon ausgehen können, das die Connors angreifen werden...
* Arnie hat im Jahr 1984 bereits eine Zeitmaschine, aber Skynet mit deutlich mehr Wissen, Kohle und besserem Material schafft das erst im Jahr 2017?
Ja, da ist was dran. Ich sag ja, von Zeitreisen bekomme ich immer Kopfschmerzen. :D
#Marburg2026

Ho hey ho

Re: Die Terminator-Reihe

715
Da ich es im Kino wohl nicht mehr schaffen werde, schaue ich mir grad Genisys anders an.

Die ersten 30min sind UNFASSBAR GEIL! Ich bin total geflasht! Das ist erstmals DER Terminator Nachfolger den ich immer wollte
"It's been a long time - and finally, here we are"