Mega Flops - Das Blockbuster Kino geht den Bach runter

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Mr.Chrismas Jones
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danielcc hat geschrieben: 17. November 2025 15:21 Tja, also Glen Powell wird dann doch vorerst nicht der nächste Tom Cruise.
Hoffentlich stimmt das auch.
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vodkamartini
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danielcc hat geschrieben: 17. November 2025 15:21 Puh, der Running Man start ist ja weltweit noch katastrophaler als ich gedacht hatte. 28 Mio weltweit nach dem ersten Wochenende.
Schafft der dann überhaupt die 100??
Dagegen waren die 370 Mio von Powells Twisters ja noch enorm.

Tja, also Glen Powell wird dann doch vorerst nicht der nächste Tom Cruise.
Ah ja, und warum nicht? Weil mal ein Film nicht so gut läuft? Das dürfte viel eher der Karriere von Edgar Wright schaden. Ach ja, Legend kam 1986 praktisch zeitgleich mit Top Gun raus und war ein großer Flop. Aus Cruise wurde dennoch Cruise.
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Invincible1958
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Das Star-System ist doch seit Jahren tot.
Es gibt keinen Filmstar mehr, dessen Name alleine reicht, um die Massen ins Kino zu locken.

Es wird immer an die Qualität bzw. vielmehr die Aufmerksamkeit gekoppelt sein, die ein neuer Film mitbringt.

Die Art Star (wie z.B. Tom Hanks in den 90ern), der einmal ein Aids-Drama zum Hit macht, im nächsten Jahr Forrest Gump spielt, dann auf Mondmission geht, mal im 2. Weltkrieg kämpft, oder auf einer einsamen Insel strandet, und zwischendurch Romantic Comedies mit Meg Ryan dreht - und ALLES wird zum Superhit - diesen Star gibt es nicht mehr.
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vodkamartini
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Auch das ist richtig, so wie die 90er das letzte Jahrzehnt waren, indem noch sehr viele Genres im mittelteuren Sektor bedient wurden und Erfolg hatten.

Ich hatte gestern mal wieder nach Ewigkeiten Sneakers - Die Lautlosen gesehen, ein Film der 1992 sehr erfolgreich war und heute nicht nur in der Kinowüste Deutschland gnadenlos abschmieren würde.
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danielcc
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Es ist aber Quatsch, das au Deutschland zu begrenzen. Alle Flops die ich tracke oder hier erwähne floppen weltweit. Dass mn in D insgesamt noch seltener ins Kino geht als in manch anderen Ländern kommt noch hinzu. Ist aber so.

Mein Kommentar bzgl Powell war natürlich nur halb ernst. Ich kenne alleridngs Legend nicht und weiss nicht, ob der vergleichbar als Blockbuster gedacht war.
Zuletzt geändert von danielcc am 17. November 2025 17:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Fantasy Film von Ridley Scott.

Ich hab nix auf D beschränkt, sondern mur erwähnt, dass es da besonders duster ist.
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Glen Powell ist 37, hat nun in drei veritablen Blockbustern hintereinander gespielt (Top Gun, Twisters, Running Man) und immer noch ist sein Name eher Eingeweihten ein Begriff - nein, an eine Superstar-Karriere glaube ich auch nicht mehr.
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danielcc
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Das ist krass. Ich habe noch nie von doesem Film gehört. Läuft der je im TV?
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Gilt als einer der größten Flops von Cruise, ja der lief auch schon mehrfach im TV, gibt´s auch auf Blu.
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danielcc
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Nur mal zum Vergleich (soweit ich das sehe)
Cruise hatte seinen ersten Auftritt 1981 mit 19. Ab 1983 (Risky Business) war er wohl bekannt, 1986 hatte er den absoluten Durchbruch mit Top Gun (der lief wohl übrigens NACH Legend wenn ich das richtig sehe).
Er war da dann 24.

Powell ist 37 und seit 2003 in TV und Kino unterwegs.

Der Vergleich ist aber auch fies. Erstens mag ich den Typen echt (zumindest in Maverick war er cool), und zweitens - ja - Star-Karrieren gibt es einfach wohl nicht mehr.

Was ich aber echt schade finde, denn man hat irgendwie das Gefühl, als bemühe sich Hollywood gar nicht mehr darum Stars aufzubauen oder auch nur Filme zu einem Kinoerfolg zu machen! Ich wette, 98 von 100 Leuten auf der Straße haben nicht mitbekommen, dass jetzt Running Man im Kino ist. Alles versandet irgendwie in mittelmäßigen Marketing Bemühungen zwischen Social Media, Plakaten, und - völlig nutzlos - in-Kino Werbung.
Die einzig maßgebliche Werbung ist heute: Ein neuer Film poppt im Streaming ganz oben auf.

Eigentlich müsste man es fast umgekehrt machen: Die Kinofilme müssten in den Streaming Portalen beworben werden (zumindest wenn sie von Amazon, Disney oder Prime sind). Nach dem Motto: "Bond 26 - JETZT im Kino"
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danielcc hat geschrieben: 17. November 2025 18:34 Ich wette, 98 von 100 Leuten auf der Straße haben nicht mitbekommen, dass jetzt Running Man im Kino ist.
Es ist ihnen vor allem egal. Wer sich fürs Kinoprogramm nicht groß interessiert, den kriegt man mit einem Remake irgendeines halb vergessenen 80s "Kultfilms" auch nicht vom Sofa weg.
danielcc hat geschrieben: 17. November 2025 18:34 Die Kinofilme müssten in den Streaming Portalen beworben werden (zumindest wenn sie von Amazon, Disney oder Prime sind)
Genau das macht man. Disney macht das beispielsweise bei jedem Marvel- oder Animationsfilm.
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Bei Prime kriege ich manchmal auch Werbung von aktuellen Kinofilmen zu sehen.
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Casino Hille hat geschrieben: 17. November 2025 18:40
danielcc hat geschrieben: 17. November 2025 18:34 Ich wette, 98 von 100 Leuten auf der Straße haben nicht mitbekommen, dass jetzt Running Man im Kino ist.
Es ist ihnen vor allem egal. Wer sich fürs Kinoprogramm nicht groß interessiert, den kriegt man mit einem Remake irgendeines halb vergessenen 80s "Kultfilms" auch nicht vom Sofa weg.

Da lese ich wieder ein grundsätzliches Missverständnis von Wirtschaft heraus (wie er manchmal hier im Forum ausgeprägt ist :-) )

Also: Die Bevölkerung muss gar nichts. Die potenziellen Kinozuschauer haben keine Holschuld - im Sinne von: Ich muss mich informieren was gerade läuft.
Es gibt eine Bringschuld der Kinobetreiber und der Filmbranche. Zumindest wenn die WOLLEN, dass Filme im Kino wirklich erfolgreich werden, muss man etwas dafür tun, was erkennbar immer weniger funktioniert. Man kann nicht immer das Gleiche tun, und hoffen, dass sich das Ergebnis ändert (nicht von mir).

Dass Running Man ein Remake ist, ist hier auch wirklich egal. Dass man damit niemanden ins Kino lockt ist klar. Die Message muss doch sein: Großer Blockbuster mit einem charismatischen Star, lustig und actionreich; müssen alle rein!
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Klar muss man mehr tun, wen man Leute ins Kino locken will, da ist man v.a. in D viel zu schlafmützig.

Aber, ich habe es schon öfter geschrieben, hierzulande fehlt einfach eine ausgeprägte Kinokultur, die eben auch von Generation zu Generation weiter gegeben wird. Die aktuelle Elterngeneration, so zwischen 35 und 45 geht oder ging selbst kaum ins Kino, das wird dann den Kindern weiter vermittelt, die dann dasselbe bei ihren tun usw. Für meine gehört das Kinogehen fest zum Freizeitverhalten, aber das habe ich so vorgelebt.

In den USA wird nicht umsonst immer noch von vielen mit Filmzitaten um sich geworfen und Wiederaufführungen von Klassikern locken viele Familien ins Kino. In D gibt es keine popkulturellen Klassiker, die heute noch Thema sind.
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danielcc hat geschrieben: 17. November 2025 19:25 Also: Die Bevölkerung muss gar nichts. Die potenziellen Kinozuschauer haben keine Holschuld - im Sinne von: Ich muss mich informieren was gerade läuft.
Es gibt eine Bringschuld der Kinobetreiber und der Filmbranche. Zumindest wenn die WOLLEN, dass Filme im Kino wirklich erfolgreich werden, muss man etwas dafür tun, was erkennbar immer weniger funktioniert.
Niemand hat was anderes behauptet. Ich sehe überall Werbung für Running Man: bei Social Media, in den U-Bahnen, an den Plakatwänden in der Stadt, im Fernsehen, bei YouTube. Ich hab dieselben 2-3 Bilder von Glen Powell und dieselben fünf Sekunden aus dem Film, die am Anfang des Trailers kommen, mittlerweile über hundert Mal gesehen. Trotzdem war der Kinosaal in Hamburg am Wochenende weitgehend leer, als ich drin war.

So ist es halt: Wenn Kino nicht mehr zu den "erstrebenswerten Freizeitbeschäftigungen" gehört, und in die Richtung geht der Trend, dann kommen die Leute auch nicht, egal wie sehr man sie mit Reklame und Marketing belästigt.

In meinem privaten, so gar nicht kino-affinen Umfeld gibt es drei Leute, die sich wahnsinnig auf den Running Man freuen und ihn unbedingt schauen möchten - sobald er im Streaming verfügbar ist. Ins Kino bekommt man die nicht, es sei denn, ein Film wird so groß, dass er gesellschaftlich Thema ist und es wichtig wird, ihn schnell zu sehen (wir reden von "Barbie"-Dimensionen). Aber es kann halt nicht jedes Jahr 30 Event-Filme geben.
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