Re: Daniel Craigs Nachfolger

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Agent 009 hat geschrieben:Das mit Statham stimmt so nicht. Da wurden X- Sachen in seine Aussagen hineininterpretiert. JEDER wäre doch gerne Bond, oder nicht? Da ist nichts realistisches dran. :)
Meine Quelle war Kino.de: http://www.kino.de/news/jason-statham-t ... ond/395238
Das las sich schon recht eindeutig. Da muss man ihm aber schon ziemlich was verdret oder in den Mund gelegt haben. Aber das gibt es ja.
Schade, ich hatte schon gespannt gewartet, ob "Bunte" oder die Bahnhofs-Newsscreens Staham als Craigs feststehenden Nachfolger ankündigen.

Waren Idris Elbas Interssensbekundungen denn echt?

Re: Daniel Craigs Nachfolger

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dernamenlose hat geschrieben:Du (Hille) wärst wohl der einzige den ich kenne, der der These "Craig hat die Rolle neu definiert" nicht zustimmt.
Vielmehr als mit Craig wurden die Filme ohnehin mit Brosnan in die Moderne geholt. Nach sage und schreibe 6 Jahren Pause für 007 holte er Bond mit GoldenEye ind Zeitalter der Computer (Hacking ist in GE allgegenwärtig) und die Post-Kalter Krieg-Ära (atmosphärisch beeindruckend umgesetzt). Sein 2. und 3. Film würde auch heutzutage noch wunderbar funktionieren, für mich in etwa das, was am ehesten als "zeitlos" betitelt werden könnte. Nach den vergleichsweise erfolglosen AVTAK, TLD und LTK wurde Bond in den 90ern zusätzlich wieder marktfähig.
(Wobei LTK auch ein typisches Produkt seiner Zeit ist (Drogenbaron, Kamen-Soundtrack, Stil der Action).)
It's the BIGGEST... It's the BEST
It's BOND

AND BEYOND

Re: Daniel Craigs Nachfolger

800
Mir geht es nicht darum, dass Bond in die Moderne geholt wurde. Das geschah sowohl bei Brosnan als auch bei Craig. Ich meine wirkliche das charakterliche, bei dem die Schwerpunkte jetzt anders sind als früher. Da würden auch die Nicht-Craig-Fans die ich kenne zustimmen. Die sehen das halt nicht positiv, und sagen, dass damit die Bondrolle verraten wurde aber von der Sache selbst würden die alle zustimmen!
Ich habe ja nie gesagt, dass man das positiv oder negativ sehen muss.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Daniel Craigs Nachfolger

801
Naja, also Computer und Post-Kalter Krieg sind einfach nur Entwicklungen gemäß dessen was die Realität diktiert hat. Da sehe ich keine bewusste Entwicklung oder Veränderung.
Kalter Krieg ist sowieso nur in den allerwenigsten Bondfilmen ein Thema, so dass auch da sich wenig geändert hat. Genau genommen ist GE sogar der rückschrittlichste Bondfilm, weil erstmals (neben OP) auf Russen als Bösewichte zurückgegriffen wird.
Zeitlos sind Brosnans Filme nicht mehr oder weniger als andere. Seine hellbeigen Sackos in TWINE oder die eher naive Sicht auf Medienkonzerne in TND sind jetzt auch nicht wirklich zeitlos.
Nimmt man noch hinzu, dass es zwischen LTK und GE die längste Pause gab, ist es zwar logisch, dass einem damals alles moderner vorkam, aber das ist eben einfach der ZEit geschuldet.

Moore hat Bond schon stark geprägt und vor allem war ja LALD eine BEWUSSTE Abgrenzung von Connerys Bond. Man hat damals wirklich bewusst Dinge anders gemacht (kein Vodka Martini sondern Whiskey und Champagner, keine Bond-James Bond Vorstellung, kein SPECTRE, ein eher realistisches Szenarion anstatt Weltbedrohung aus dem Vulkan heraus, ...)
Das hat man dann ein stückweit zurückgedreht aber Moores Bond ist dennoch heiterer und stärker auf Pointen aus.

Bei Brosnan sehe ich am wenigsten Prägung. Er war eine gute und beliebte Melange aus Moore und Connery, bei minimal an den Zeitgeist angepassten Szenarien. Mehr wollte man nicht und er hat das super gemacht.

Craigs Beitrag - oder den seiner Filme - sehe ich dagegen schon stärker. Es gibt grundsätzliche andere Bedrohungsszenarien, andere Bösewichte. Die Stories sind viel persönlicher und Bond ist menschlich und kein Superheld. Seine Emotionen werden zum Teil der Stories gemacht! Das ist auf eine grundsäzliche Neuausrichtung die es so noch nie gab, und nicht nur eine Abgrenzung zum direkten Vorgänger.
Alles was hinter der Kamera abläuft würde ich auch als deutlich ambitionierter bezeichnen (Stories, Kamera, Schnitt,...) aber das ist was anderes uns teilweise subjektiv.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Daniel Craigs Nachfolger

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danielcc hat geschrieben:Craigs Beitrag - oder den seiner Filme - sehe ich dagegen schon stärker [..] aber das ist was anderes uns teilweise subjektiv.
Subjektiv wird das Ganze hier wahrscheinlich ohnehin bleiben. Wieso bin ich nur in diese Diskussion eingestiegen ;)
It's the BIGGEST... It's the BEST
It's BOND

AND BEYOND

Re: Daniel Craigs Nachfolger

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Wenn ich mir jetzt DAD anschaue und dannach CR, dann kann ich nicht feststellen, was an den Brosnan Filmen so modern für die damalige Zeit gewesen sein soll. Für mich sind die meisten Brosnans (außer GE) klassische Bonds im Stil von Roger Moore (von der Handlung) mit modernen Gadgets, mehr sicher nicht.

Re: Daniel Craigs Nachfolger

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Modern ist auch das vollkommen falsche Wort bzw. darum geht es doch nicht.
Modern ist im Normalfall jeder Film zum Zeitpunkt seines Erscheinens. Zeitlos nicht jeder aber da muss man fragen, was man damit meint (Thema, Stil, Ausstattung...).

Hier ging es aber doch darum, wer die Rolle wie stark geprägt oder umgeprägt hat. Abgesehen davon, dass das alles im falschen Thread diskutiert wird, würde ich voten für:
Connery, Moore, Craig
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Daniel Craigs Nachfolger

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Modern ist auch das vollkommen falsche Wort bzw. darum geht es doch nicht.
Modern ist im Normalfall jeder Film zum Zeitpunkt seines Erscheinens. Zeitlos nicht jeder aber da muss man fragen, was man damit meint (Thema, Stil, Ausstattung...).

Hier ging es aber doch darum, wer die Rolle wie stark geprägt oder umgeprägt hat. Abgesehen davon, dass das alles im falschen Thread diskutiert wird, würde ich voten für:
Connery (Definition des Charakters), Moore (Ausweitung des Charakters stärker in Richtung savoire vivre, Gentleman und Humor), Craig (Emotionalisierung der Figur)
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Daniel Craigs Nachfolger

808
Craig ist aber schon Supermann, und zwar durch und durch.
Nur im Gegensatz zu den alten Bonds ein Supermann der sich auch mal ein wenig hinterfragen darf, der auch mal eine persönliche Krise haben kann. Das macht ihn menschlicher, während die alten Bonds vergleichsweise unnahbar waren in ihrer unerschütterlichen Überlegenheit. Übrigens auch ein Grund warum die Film Bonds nicht wirklich viel mit dem Fleming Bond zu tun hatten.

Re: Daniel Craigs Nachfolger

810
Ich finde ebenfalls, man setzt mit den Moore-Filmen fort, was m.E. schon mit TB begann: der locker-lässige Agent und Womanizer auf Urlaub, der im Alleingang und nebenbei die Welt rettet. Dabei kamen einige wahnsinnig unterhaltsame, aber letztlich spannungsarme Filme heraus. Auch das versucht man erfolgreich bei Craig anders zu lösen.
"Schnickschnack! Tabasco!"