Re: Daniel Craigs Nachfolger

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AnatolGogol hat geschrieben:Wobei sich die Frage stellt, ob der gemeinhin als "schlechter Humor" bezeichnete Humor tatsächlich schlecht ist oder einfach nur abseitig und damit nicht unbedingt massenkompatibel (was bei DAF aber auch nicht zutreffend ist, da der Film zu seiner Zeit ja beim Publikum prima ankam, gerade auch wegen seines lockeren Humors). Für mich ist der wunderbare Humor in DAF eigentlich so ziemlich der einzige Faktor, der den Film richtig sehenswert macht - gerade in der deutschen Fassung, die den Film und seinen Humor so liebevoll und einfallsreich in den deutschen Sprachraum holt. Wenn man Spass am Spiel mit Sprache hat ist DAF die reinste Goldgrube.

Ich denke man sollte dabei auch bedenken das nicht alle die die Bond-Filme gesehen haben auch den selben Humor gut finden, und dadurch die Filme sowieso unterschiedlich bewerten. Kein Mensch der Welt findet zu 100 % die selben Dinge lustig wie ein anderer Mensch. Es gibt zwar welche die eine sehr ähnlichen Humor haben, aber niemals ganz genau den selben. So kann es z.b. bei "Diamantenfieber" sein das manche den Film Urkomisch finden, und manche wiederum finden den Film gar nicht oder nur Teilweise zum lachen. Mir persönlich ist der Film an vielen Stellen einfach viel zu Albern, und entspricht leider sehr oft nicht meiner Art von Humor.
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

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Franky007 hat geschrieben:So kann es z.b. bei "Diamantenfieber" sein das manche den Film Urkomisch finden, und manche wiederum finden den Film gar nicht oder nur Teilweise zum lachen. Mir persönlich ist der Film an vielen Stellen einfach viel zu Albern, und entspricht leider sehr oft nicht meiner Art von Humor.
Das ist ja auch ok, wie du schon schriebst kann ja nicht jeder Film oder jeder Humor allen gefallen. Ein entscheidender Punkt ist hierbei aber halt auch immer, dass ein Film wie DAF nie den Anspruch hatte den Humor eines Publikums aus dem Jahre 2015 zwingend zu treffen. Der Anspruch des Films war es den Humor eines möglichst breiten Publikums aus dem Jahre 1971 zu treffen - und das gelang wie die Einspielergebnisse zeigen ja sehr eindrucksvoll, gerade auch gegenüber dem diesbezüglich nicht besonders wohlwollend aufgenommenen Vorgängerfilm. Heutzutage wird gern das Wort "zeitlos" benutzt, um damit zum Ausruck zu bringen, dass ältere Filme heute noch genauso gut funktionieren wie zu ihrer Entstehungszeit. Genaugenommen ist dies aber kein wirkliches Qualitätskriterium, sondern lediglich ein Abfallprodukt, da Filme nie im Hinblick auf eine möglichst lange "Lebensdauer" gemacht werden, sondern immer um ein möglichst breites aktuelles Publikum zu erreichen (in Ausnahmefällen haben Filme noch nicht einmal dieses Ziel), alles andere wäre erstens Glaskugelleserei (wer weiss schon, was in 10, 20 oder 50 Jahren noch ankommt) und zweitens wirtschaftlich unvernünftig (z.B. hätten Cubby & Co. sicherlich 1969 lieber ein höheres Boxoffice gehabt anstelle eines Films, der sich im Laufe der Jahrzehnte mehr und mehr zu einem Höhepunkt der Serie herauskristallisieren sollte). Was ich eigentlich sagen möchte: man sollte immer auch im Hinterkopf behalten, dass aktuelle Seh- und Humorgewohnheiten nicht zwangsläufig der Weisheit letzter Schluss sein müssen. Das ändert zwar letztlich nichts am persönlichen Geschmack, aber zumindest in einer historischen Einschätzung von Filmen sollte man dies immer auch bedenken, denn der Publikumsgeschmack ändert sich im Laufe der Jahrzehnte teilweise eben sehr stark und man kann einem Film von vor 40 Jahren heute schwer vorwerfen, dass er heutige "Standards" diesbezüglich nicht mehr erfüllt.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Daniel Craigs Nachfolger

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Maibaum hat geschrieben:Ich sehe die Filme aber heute, und auch wenn ich weiß wie die damals gedacht waren oder aufgefasst wurden, ändert das wenig daran daß ich sie mit meinem heutigen Geschmack betrachte. Und dann ist es letztendlich doch nur noch wichtig wie er heute auf mich wirkt.
Uuund danke. Denke, Casio Hille sieht es ähnlich
It's the BIGGEST... It's the BEST
It's BOND

AND BEYOND

Re: Daniel Craigs Nachfolger

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Mir ging es in meinem Post nicht um persönliche Meinung oder Geschmack, deshalb hatte ich da ja auch nochmal am Ende des Post bewusst angemerkt. Mir ging es um eine historische Einordnung der Filme und gerade wenn man sich mit einer Materie intensiver befasst wie es - das unterstelle ich hier jetzt einfach mal - vermutlich die meisten hier im Forum aktiven User tun, dann sollte man auch diesen Gesichtspunkt zumindest nicht gänzlich unberücksichtigt lassen. Das hat nichts damit zu tun, dass einem deshalb ein Film besser gefallen "muss" oder "soll", sondern lediglich damit ein Verständnis dafür zu schaffen, warum manche Dinge so sind wie sie sind. Es ist immer leicht aus einem zeitgenössischen Blickwinkel etwas als unpassend oder schlecht einzustufen, das aktuellen Sehgewohnheiten nicht entspricht. Das mag aus subjektiver Sicht auch durchaus zutreffen, aus filmhistorischer Sicht tut es das beim Beispiel DAF aber sicherlich nicht. :wink:
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

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Franky007 hat geschrieben:Man kann es ja so ausdrücken das der Film so wie er nun mal im Jahr 1971 entstanden ist durchaus seine Daseinsberechtigung hat. Aber halt aus Heutiger Sicht leider nicht mehr so sehr den Humor der Zuschauer trifft wie er es damals zu seiner Entstehungszeit getan hat.
Ich weiß nicht, ob der Humor heute wirklich nicht mehr oder weniger als der von anderen alten Bondfilmen zieht. Dass DAF in einem Bondforum nicht besonders populär ist, das ist eigentlich klar angesichts seiner Defizite (ich mag ihn als "Film" auch nicht so übermäßig), aber ob der DAF-Humor jetzt beim Bondunbedarften Gelegenheitszuschauer so arg viel weniger ankommt als zB der von GF oder TB bezweifle ich ein bisschen. Ich denke, für viele sind die Filme eh antiquiert, da kommt es auf die "Nuancen" im Humor dann auch nicht mehr an.
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

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Thunderball1965 hat geschrieben:
Maibaum hat geschrieben:Ich sehe die Filme aber heute, und auch wenn ich weiß wie die damals gedacht waren oder aufgefasst wurden, ändert das wenig daran daß ich sie mit meinem heutigen Geschmack betrachte. Und dann ist es letztendlich doch nur noch wichtig wie er heute auf mich wirkt.
Uuund danke. Denke, Casio Hille sieht es ähnlich
Nicht unbedingt. Klar, für meine persönliche Meinung ist das völlig unerheblich, wann ein Film mit Blick auf welche Zielgruppe produziert wurde und bei einer Beurteilung würde das auch nie eine Rolle spielen, aber Anatol wollte doch eher auf etwas vollständig anderes hinaus, wie er später ja auch noch darlegte und da stimme ich ihm eindeutig zu. Man muss den Humor von DAF oder den Moore-Filmen nicht mögen, aber man sollte schon in der Lage sein zu verstehen, warum dieser in der Form vorhanden ist, wie er es ist und sollte das zumindest durchaus vor Augen haben, bevor man von Fehlentscheidungen und Fehlbesetzungen spricht. Und ich denke auch, dass DAF heute nicht weniger "lustig" auf einen neutralen Zuschauer wirken würde als ein TB oder OHMSS. Da gibt es sicher ein paar Feinheiten, die die Unterschiede im Humor ausmachen, aber wenn heute noch Generationen über Spencer/Hill lachen können, dann auch über den humoristisch ähnlich veranlagten DAF. Ich konnte über DAF aber noch nie so richtig lachen (nicht zuletzt daher ist es auch einer der schlechtesten Bonds für mich, denn ohne herzhaftes Lachen gibt es für mich keinen 007), was allerdings immer daran lag, dass der ganze Film sich selbst so furchtbar bieder verkauft, dass alle Dialoge und Witze völlig an mir abprallen, was angesichts einiger köstlicher Ideen wirklich schade ist.
dernamenlose hat geschrieben:Das eine schließt das andere nicht aus, das ist dir schon klar, oder?
Das eine muss das andere auch gar nicht ausschließen, damit trotzdem etwas ausgeschlossen wird, was das eine beeinträchtigt.
NickRivers hat geschrieben:ich habe mir gerade "Shades of Grey" reingezogen. Jamie Dorman wäre der Ultra-Bond.
Ich hoffe, du hast keine bleibenden Schäden davon getragen. Und ja, Dorman wäre wirklich ein großartiger Bond. Also, in ein paar Jahren. Mit etwas mehr Erfahrung. In einem Paralleluniversum.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Daniel Craigs Nachfolger

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Denke ich da an frühere Craig Auftritte als Lover von Lara Croft oder in diesem deutschen Autorenfilm (!!) -Name momentan entfallen, da war er wesentlich farbloser als wie Dornan in SOG -aber Farblosigkeit zeichnet alle Action-Helden aus. Der einzige, dem dies Unrecht tut, ist Sly Stallone -er leidet an einer Fazialislähmung (er begann seine Karriere übrigens als Pornostar!)
"There is sauerkraut in my lederhosen."
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

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NickRivers hat geschrieben: (er begann seine Karriere übrigens als Pornostar!)
Nein, nicht wirklich. The Party at Kitty and Stud's ist kein Porno im eigentlichen Sinn des Wortes, sondern lediglich ein langweiliges, harmloses Sexfilmchen vom Kaliber eines Schulmädchen-Reports.
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