Zuletzt gesehener Film

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Samedi
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Zuletzt gesehen: Der Henker (USA, 1959)

Ein sehr merkwürdiger Film. Für mich ein Film, bei dem die Hauptfigur (vermutlich unfreiwillig) viel unsympathischer ist als fast alle anderen Charaktere.

Auch wenn die "McCarthy-Ära" schon wieder vorbei war, so hab ich doch den Eindruck, dass der Film stark von dieser Zeit geprägt wurde.

Hauptdarsteller Robert Taylor war ja Gründungsmitglied der MPA und auch bei vielen anderen antikommunistischen Agitationen gerne an vorderster Front dabei.

Als Hauptthema des Films wurde daher gewählt, dass man niemandem trauen könne, auch wenn er (oder sie) noch so unschuldig scheint und dass die Gesetzeshüter bestimmt das richtige tun.

Trotz dieses Pathos konnte der Film meiner Meinung nach durch die schauspielerischen Leistungen von Fess Parker (den Kerl muss man einfach mögen) und Jack "Felix Leiter" Lord gerettet werden und aus heutiger Sicht betrachtet, ist eine nicht wirklich sympathische Titelfigur ja auch keine so große Seltenheit mehr. :wink:

Außerdem ist mir in dem Film Shirley Harmer positiv aufgefallen. Schade, dass sie nicht mehr Filme gemacht hat.

„Der Henker“ - Erstsichtung – 6/10 Punkte.
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NickRivers
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Bis dass der Tod sie scheidet aka Careful what you wish for

Guter Beziehungs-Thriller von der Stange mit durchaus plausiblen Turns. Leider etwas glatt und ein bisschen zu schnell inszeniert.
Wäre mehr drinnen gewesen.
Dennoch netter kurzweiliger Heimkinoabend
6/10 Punkte
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Casino Hille
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Samedi hat geschrieben: 20. November 2018 22:32aus heutiger Sicht betrachtet, ist eine nicht wirklich sympathische Titelfigur ja auch keine so große Seltenheit mehr
Auf was genau spielst du da an?
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Samedi
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Casino Hille hat geschrieben: 21. November 2018 14:18
Samedi hat geschrieben: 20. November 2018 22:32aus heutiger Sicht betrachtet, ist eine nicht wirklich sympathische Titelfigur ja auch keine so große Seltenheit mehr
Auf was genau spielst du da an?
Auf keinen speziellen Film. Aber man ist eben heute nicht mehr so stark darum bemüht, die Titelfigur in einem guten Licht dastehen zu lassen als früher.
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vodkamartini
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Du meinst nicht mehr so wie bei Hitcher - Der Highwaykiller.
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Samedi
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vodkamartini hat geschrieben: 21. November 2018 15:35 Du meinst nicht mehr so wie bei Hitcher - Der Highwaykiller.
Der Hitcher ist aus dem Jahr 1986, der Henker wurde 1959 gedreht. Das war schon noch eine etwas andere Zeit. :wink:
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Maibaum
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In Wahrheit ist der Protagonist aus der Henker auch gar nicht wirklich unsympathisch, der Film tut am Anfang ein wenig so, aber auch das ist schon wenig konsequent gemacht. Überhaupt ist das ein reichlich unentschlossener Western.
Die Zeichnung Taylors ist für einen 50er Jahre Film insgesamt nichts besonderes, und am Ende ist er nicht untypisch dann doch ein ganz Netter.

Mal abgesehen davon glaube ich nicht daß da moderne Mainstreamfilme sich mehr trauen als ältere Filme.
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Samedi
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Maibaum hat geschrieben: 21. November 2018 16:35 Mal abgesehen davon glaube ich nicht daß da moderne Mainstreamfilme sich mehr trauen als ältere Filme.
Ich habe auch nicht geschrieben, dass sich "Der Henker" in der Hinsicht was "trauen" würde, sondern dass die Figur von Taylor vermutlich unfreiwillig unsympathisch wirkt.

Und auf die heutige Zeit (bzw. auf die Zeit, die seit den 50ern ins Land gezogen ist) bezogen, habe ich auch nicht von "Mainstreamfilmen" gesprochen, sondern von der Filmlandschaft im allgemeinen.
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vodkamartini
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Mal gelungenes Genre-Kino aus deutschen Landen von jemand dem man in diesen gewfilden nicht vermutet hätte:

Im Kino: Ballon (2018)

„The Fugitives“ - Auf der Landesflucht

Irgendwie ist es fast schon wieder in Vergessenheit geraten, dass direkt vor unserer Haustür Familien und Freunde durch Mauer, Stacheldraht und systemische Gegensätze getrennt waren. Dass ein Teil des deutschen Vokes von einer Unterdrückungsdiktatur in die nächste schlitterte, einfach weil man plötzlich auf der „falschen“ Seite des Landes lebte. Und vor allem , dass es nicht wenige gab, die in ihrer Verzweiflung über ihre Unfreiheit Leib und Leben riskierten, um in den Westen zu gelangen ...


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Samedi
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Maibaum hat geschrieben: 21. November 2018 16:35 Überhaupt ist das ein reichlich unentschlossener Western.
Ich vermute, dass das Drehbuch des Films noch überarbeitet wurde, als sich das politische Klima des Landes etwas gewandelt hatte. Die eigentliche Intention merkt man dem Henker aber trotzdem noch an und führt wohl auch zur erkennbaren Unentschlossenheit.
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DonRedhorse hat geschrieben: 20. November 2018 15:05
Hi nami, klingt interessant!

Schön von Dir zu lesen!
Ich war nie weg ;)

Danke für die netten Worte.
vodkamartini hat geschrieben: 21. November 2018 17:55 Mal gelungenes Genre-Kino aus deutschen Landen von jemand dem man in diesen gewfilden nicht vermutet hätte:

Im Kino: Ballon (2018)
Jetzt ärgere ich mich so richtig den verpasst zu haben. Hatte ihn eigentlich auch auf der Rechnung, kam aber nicht dazu ihn mir anzuschauen.
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Casino Hille
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dernamenlose hat geschrieben: 22. November 2018 16:25Ich war nie weg ;)
Richtig so! :D

Leider kann ich dir bei Terminal nicht zustimmen, obwohl ich es wirklich gerne würde, da ich mir doch einiges davon versprochen hatte. Der Spaß war jedoch von kurzer Dauer, der Film selbst eigentlich durchgängig nur drüber, aber trotzdem weder Fisch noch Fleisch und merkwürdig unentschlossen - also genauso schwach und belanglos wie ein gewisser anderer Film mit demselben Titel (der aber bis auf diesen Titel und dieselbe Punktzahl auf dem Hille-Spaßometer nichts mit deinem Terminal gemeinsam hat). :D
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Maibaum
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Samedi hat geschrieben: 21. November 2018 18:02

Ich vermute, dass das Drehbuch des Films noch überarbeitet wurde, als sich das politische Klima des Landes etwas gewandelt hatte. Die eigentliche Intention merkt man dem Henker aber trotzdem noch an und führt wohl auch zur erkennbaren Unentschlossenheit.
Daß des Films Intention gewesen sein soll eine Aussage hinsichtlich der McCarthy Ära zu treffen, das halte ich allerdings für sehr weit hergeholt. Ich habe da jedenfalls nichts von bemerkt.
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Vielleicht war das auch nur Zufall und das Drehbuch war von vornherein schlecht geschrieben.
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Samedi hat geschrieben: 21. November 2018 16:55
Maibaum hat geschrieben: 21. November 2018 16:35 Mal abgesehen davon glaube ich nicht daß da moderne Mainstreamfilme sich mehr trauen als ältere Filme.
Ich habe auch nicht geschrieben, dass sich "Der Henker" in der Hinsicht was "trauen" würde, sondern dass die Figur von Taylor vermutlich unfreiwillig unsympathisch wirkt.
Auf mich wirkte er weder freiwillig noch unfreiwillig unsympathisch. Nicht mal am Anfang des Films, als noch so getan wurde als sei Taylor ein harter Hund.
Und auf die heutige Zeit (bzw. auf die Zeit, die seit den 50ern ins Land gezogen ist) bezogen, habe ich auch nicht von "Mainstreamfilmen" gesprochen, sondern von der Filmlandschaft im allgemeinen.
Nun du sprachst nur von einer "anderen Zeit", aber wenn überhaupt dann hätte die Aussage auch nur in Bezug auf Mainstreamfilme irgend einen Sinn gemacht. Schon weil der Henker am Ende auch nichts weiter ist als ein kleiner Mainstreamwestern.
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