danielcc hat geschrieben:
Der siebte Kinofilm und erste mit Picard auf dem Kommandosessel fühlt sich ganz anders an als die Vorgänger und der Grund dafür ist nicht die eigentliche Qualität, sondern die Tatsache, dass er sich eigentlich viel „bekannter“ anfühlt. Der nahtlose Übergang vom TV zum Kino, und die viel längere Laufzeit der TND Serie im TV sind vollkommen andere Voraussetzungen für Generations. De facto kennt der Star Trek Zuschauer die neue Crew viel viel besser als das jemals bei der TOS Mannschaft der Fall war.
Alles richtig, nur sind TV- und Kinopublikum selten identisch. Damit funktioniert der Film bei normalen SF-Fans mindestens anders, vermutlich schlechter.
danielcc hat geschrieben:
Star Trek Generations fühlt sich wohl für viele wie eine aufgeblasene TV Episode der späteren TNG Staffeln an (die teilweise auch schon sehr aufwendig waren). Anders als bei Kirk gibt es keine neue Enterprise, keine neuen Uniformen, keine neuen Kulissen. Was damals absolut notwendig war um den „ärmlichen“ Eindruck der Low Budget TV Serie vergessen zu lassen, bleibt nun aus, da schon die neue Serie auf viel höherem Niveau war.
Ja, aber das ist imo nicht der Grund für die TV-Atmophäre. Die liegt eher am etwas unentschlossenen Skript bzw. der erkennbar bemühten ANstrengung die beiden Captains irgendwie zusammen zu bringen.
danielcc hat geschrieben:
Überhaupt sieht der Film abgesehen von den bekannten Sets viel höhewertig aus als es die mickrigen 35 Mio Budget vermuten lassen. Nie wirkten die Raumschiffe majestätischer und flüssiger, die große Verkettung von Actionszenen in der Mitte des Films ist ebenfalls beachtlich umgesetzt, auch die digitalen Effekte sind fantasievoll und top, und mit der stellaren Kartographie zeigt uns TV-Regisseur David Carson ein faszinierendes Setting mit tollen Tricks. Zudem gibt es viele Außenaufnahmen und überhaupt viel Abwechslung.
Ja, nur die Bond-Vergleiche würde ich hier nicht ziehen. Das ist schon eine Etage höher (also unser James).
danielcc hat geschrieben:
Überhaupt halte ich die Geschichte für überraschend durchdacht und eigentlich deutlich raffinierter als die vorherigen Filme der Serie. Die Story überspannt dabei – wie der Titel sagt – zwei Generationen. Die PTS-artige Exposition mit Einbindung von Kirk, Scotty und Tchekov ist absolut stimmig, witzig und dramatisch. Der damals geäußerte Vorwurf, die beiden Letzteren seihen reine Staffage ist natürlich Quatsch und geht am Ziel der Szene vorbei.
Letzteres ja, das passt. Raffiniert finde ich den Plot allerdings nicht, eher schon bemüht und gedehnt. Die Nexus-Idee trägt imo nicht einen ganzen Kinofilm.
danielcc hat geschrieben:
Ob Kirks Tod am Ende heroisch genug ist oder man es nicht besser beim Ende von Teil 6 hätte belassen sollen, ist eine andere Frage.
Hätte nicht sein müssen.
danielcc hat geschrieben:
Star Trek Generations ist deutlich stärker eine Fortführung der Serie als es die ersten 6 Filme jemals waren.
Ja, nur hat man hier eben ein anderes Format mit einem anderen Publikum.
danielcc hat geschrieben:
Er funktioniert aber wohl nicht so universell wie der doch recht eindimensionale Teil 2 oder der fast nur auf Situationskomik ausgelegte Teil 4.
Das würde ich den beiden genannten nicht negativ auslegen, im Gegenteil
