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Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 00:16
von Casino Hille
Aber Amadeus, ich habe lieber alle zwei Jahre einen QOS als alle vier Jahre einen SF. Und es sollte möglich sein, auch bei einem 2 Jahres Rhythmus gute Drehbücher zu schreiben. Die Pause vor SF hatte ohnehin noch ganz andere Hintergründe als nur die Arbeit am Script. Was aber nicht heißt, dass ich unbedingt einen 2 Jahres Rhythmus haben will.
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 00:17
von dernamenlose
Wer sagt eigentlich, dass jeder Dreh im Dezember beginnt? Sie könnten doch auch mal im Sommerhalbjahr drehen, oder nicht?
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 00:22
von Invincible1958
dernamenlose hat geschrieben:Wer sagt eigentlich, dass jeder Dreh im Dezember beginnt? Sie könnten doch auch mal im Sommerhalbjahr drehen, oder nicht?
Haben sie bei YOLT, LALD, TSWLM, MR, FYEO, OP, AVTAK, TLD und LTK ja auch gemacht.
Das würde dann auch einen Start im Sommer mit sich bringen.
Denn die Gesamtzeit der Produktion muss so kurz wie möglich gehalten werden, da die Kosten sonst noch mehr explodieren würden. Je länger Gehälter bezahlt werden müssen, je länger ein Film in der Produktion ist, desto teurer wird er.
Wenn sie also einen Sommerstart anpeilen, dann macht es Sinn, im Sommer zuvor zu drehen. Sonst nicht.
Da Europa weiterhin der Hauptmarkt für James Bond ist, macht ein Herbststart momentan aber noch mehr Sinn. Hier gehen halt mehr Leute im Winterhalbjahr ins Kino als im Sommer.
In den USA ist das anders. Aber solange 007 in Großbritannien, Deutschland und Co. noch so abgeht, wird man es nicht riskieren gehen die US-Sommerblockbuster in den USA unterzugehen, und gleichzeitig eine Menge Zuschauer in Europa zu verschenken, weil man nicht in der Kino-Hauptsaison läuft.
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 00:33
von dernamenlose
Invincible1958 hat geschrieben:Wenn sie also einen Sommerstart anpeilen, dann macht es Sinn, im Sommer zuvor zu drehen. Sonst nicht.
Als Produzent würde ich es umgekehrt machen: Wenn ich im Sommer drehen will peile ich einen Sommerstart an.
Aber wenn die Kinosaison in Europa der Herbst/Winter ist...
Wie ist das in China?
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 00:40
von Amadeus
Casino Hille hat geschrieben:Aber Amadeus, ich habe lieber alle zwei Jahre einen QOS als alle vier Jahre einen SF. Und es sollte möglich sein, auch bei einem 2 Jahres Rhythmus gute Drehbücher zu schreiben. Die Pause vor SF hatte ohnehin noch ganz andere Hintergründe als nur die Arbeit am Script. Was aber nicht heißt, dass ich unbedingt einen 2 Jahres Rhythmus haben will.
Klar kann man ein sehr sehr gutes Drehbuch in deutlich kürzerer Zeit schreiben, aber wenn man bedenkt, das Grundkonzepte und Spezielles, wie Actionszenen, bei solchen Filmen in großer Runde diskutiert, begrübelt, neu-diskutiert und schließlich oft erbrochen werden, dann zieht sich das ganz schön in die Länge, wenn die Beteiligten nebenbei noch einen Mega-Blockbuster drehen.
Dann muss auch noch zwischendurch abgeklärt werden, ob das geschriebene überhaupt möglich zu realisieren ist.
Dann wiederum gefällt irgendeinem Bankhalter die utopische Actionszene A nicht, weil zu teuer oder sonst was, oder Broccolie gefällt Szene B oder das ganze letzte Drittel und Craig Figur F nicht usw/usf.
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 00:46
von dernamenlose
Amadeus hat geschrieben:und schließlich oft erbrochen werden
Ich wusste gar nicht, dass Drehbücher derart ungenießbar sein können

Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 01:25
von Invincible1958
dernamenlose hat geschrieben:Invincible1958 hat geschrieben:Wenn sie also einen Sommerstart anpeilen, dann macht es Sinn, im Sommer zuvor zu drehen. Sonst nicht.
Als Produzent würde ich es umgekehrt machen: Wenn ich im Sommer drehen will peile ich einen Sommerstart an.
Also Produzent musst du das Geld wieder reinbekommen. Da planst du den optimalen Kinostart und richtest die Dreharbeiten danach aus, nicht umgekehrt.
Bei großen Filmen gibt es ne Menge Experten, die genau ausrechnen, welches Wochenende das beste für den Film wäre. Man veröffentlicht einen Film nicht einfach "irgendwann".
dernamenlose hat geschrieben:Aber wenn die Kinosaison in Europa der Herbst/Winter ist...
Wie ist das in China?
Auf China kann man in dieser Hinsicht wenig Rücksicht nehmen,
da man nie mit einem China-Start rechnen bzw. planen kann.
Das Land lässt ja nur ca. 10 ausländische Produktionen pro Jahr ins Land.
Da muss man Glück haben, das man mit seinem Film dabei ist.
Und selbst, wenn der Film in China gezeigt werden darf, heisst das nicht, dass er zeitnah zur restlichen Welt ins Kino kommt.
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 07:10
von ProfessorDent
Bond mit Mendes im Sommer?
London im Herbst wie er es bisher dargestellt hat und das dann im Sommer? Gott bewahre!
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 12:38
von Hannes007
Casino Hille hat geschrieben:Aber Amadeus, ich habe lieber alle zwei Jahre einen QOS als alle vier Jahre einen SF. Und es sollte möglich sein, auch bei einem 2 Jahres Rhythmus gute Drehbücher zu schreiben. Die Pause vor SF hatte ohnehin noch ganz andere Hintergründe als nur die Arbeit am Script. Was aber nicht heißt, dass ich unbedingt einen 2 Jahres Rhythmus haben will.
So sehe ich das auch. Wenig überraschend, oder Hille?

Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 13:41
von danielcc
und die schwache Qualität von QOS hat ganz andere Gründe als der "kurze" Zweijahresrhythmus
Ergo: Bei Bond gab es eigentlich noch nie einen schlüssigen Zusammenhang zwischen Pausenzeit und Qualität des Films. DAD hatte ja auch eine längere Pause
Man hat es aber dennoch heute schwerer als in den 60ern oder 70ern. Es gibt keine Fleming Bücher mehr, eine Story muss sich nunmehr von über 20 Bonds unterscheiden, nicht nur von 1-5, man wartet stärker ab welche Einflüsse es von anderen Filmen oder dem gesamt Umfeld gibt, man braucht mehr Zeit für die Post Production, man will einen optimalen Cast & Crew präsentieren und hat keine Stamm-Crew mehr.
Außerdem glaube ich, dass die längeren Pausen dem Franchise gut tun. Alle Zweijahre einen Bond wird nach 4-5 Filmen zu Überdrüssigkeit führen.
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 15:37
von Casino Hille
Hannes007 hat geschrieben:So sehe ich das auch. Wenig überraschend, oder Hille?

Absolut. Aber dennoch nicht unerfreulich.

Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 16:13
von Invincible1958
Die Produktionen werden auch immer aufwändiger.
7 Monate Drehzeit auf 3 Kontinenten in 5 Ländern.
Wenn man das mit Dr. No vergleicht, wo es neben den Studiokulissen in Pinewood nur die Außenaufnahmen in der Karibik gab. Und alles wurde in 2 Monaten runtergekurbelt.
Jetzt ist alles mindestens 3 mal so lang und 3 mal so aufwendig.
Selbst LTK hatte "nur" 4 Monate Drehzeit im Sommer und Herbst 1988.
Das heisst, in den letzten 25 Jahren hat sich alles nochmal verdoppelt, was den Aufwand angeht.
Wenn man das mit anderen heutigen Filmen vergleicht: "Jurassic World" hatte nur 3,5 Monate Drehzeit, "Avengers: Age of Ultron" hatte 5,5 Monate.
Es gibt vom Aufwand her eigentlich keine vergleichbaren Filmproduktionen wie James Bond.
Natürlich könnte man auch alles in Pinewood drehen und Craig und Co die meiste Zeit vorm BlueScreen agieren lassen. Dann kann man am Ende vielleicht den gleichen Film in 3 Monaten hinbekommen. Nur hätte das nicht denselben Charme wie wenn alles, was möglich ist, auch wirklich on Location in den verschiedenen Ländern gedreht wurde.
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 18:56
von Strangways
Es wäre mal interessant, wie ein Bond-Film, dessen Handlung überwiegend an einem Ort stattfindet, in der heutigen Zeit ankommen würde?
Die dichte Atmosphäre von DN oder TB begeistern mich heute noch. Ich würde so etwas ähnliches gerne mal wieder sehen. Das könnte auch die Drehzeit erheblich verkürzen.
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 19:33
von Franky007
Und die Reisekosten der Filmcrew sparen....
Re: Daniel Craigs Nachfolger
Verfasst: 29. Juni 2015 19:40
von danielcc
So etwas wäre ohne jeden Zweifel möglich und käme vermutlich sogar eher gut an als schlecht.
Es ist ja auch so, dass es gar nicht immer so war, dass man in einem Film mehrmals um die Welt gejettet ist. Dies ist genauo genommen nur ein Phänomen der späteren Gilbert Filme, also angefangen mit TSWLM. Weil man dem Publikum immer mehr bieten wollte, steigerte man sich Location mäßig immer weiter. Der Overkill ist dann eigentlich MR, später erst von QOS übertroffen.