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Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

Verfasst: 20. Januar 2025 13:19
von AnatolGogol
Von Flop sprach ich ja nicht, ich habe den Begriff bewusst in Anführungszeichen und mit dem Adjektiv relativ benutzt. Und genau das war er nach den fetten Jahren bis 1967 und auch gemessen am wesentlich erfolgreicher laufenden DAF. Zur Wahrheit gehört auch, dass von den 82 Millionen Einspiel fast 20 Millionen erst aus den Wiederaufführungen kamen. Das passt auch zu der EON-Aussage (ich meine es war MGW), dass OHMSS als einziger der frühen Filme vergleichsweise lange gebraucht hat, um profitabel zu werden. Von daher: OHMSS war kein Flop, aber eine wirtschaftliche Enttäuschung.

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

Verfasst: 20. Januar 2025 13:46
von Nico
AnatolGogol hat geschrieben: 20. Januar 2025 12:14 Ich glaube daher, dass die heutige Ablehnung von DAF zu einem nicht unerheblichen Teil an den stark veränderten Sehgewohnheiten liegt.
Auf jeden Fall! natürlich passt das alles ganz famos in die 70er.

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

Verfasst: 3. April 2026 13:18
von Berni
DAF erhält zum 55-jährigen Jubiläum erstmals den kompletten Score und verbesserter Klangqualität. Und erstmals die italienische Version von Diamonds are Forever von Shirley Bassey

https://lalalandrecords.com/diamonds-ar ... -2-cd-set/

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

Verfasst: 29. April 2026 14:11
von UNIVERSAL EXPORTS
von Casino Hille » Do Jan 16, 2025 14:11
"Nichts desto trotz: Ich mag den Film und breche gerne eine Lanze für ihn - zumal ich immer wieder mitbekomme, dass er gerade (wenn auch nicht nur) unter nicht-heterosexuellen Fans der Reihe sehr beliebt ist und Kultstatus genießt, was meine eigene Lesart auch entschieden prägt.
Unlike men, the diamonds linger ..."

Nun gehöre ich zu diesem Teil der ähm, Community (irgendwie mag ich dieses Sippenhaftwort nicht), und muss gestehen, dass mir ein Rewatch alle 1-2 Jahre ganz guttut, trotz der offensichtlichen Macken des Films. Connery wirkt entspannt bis müde, die Locations reißen sich kein Bein aus, die ganze Geschichte wirkt komplett undurchdacht. Spannend ist das alles auch nicht. Aber Indoor-Locations wie Blofelds Penthouse im Wolkenkratzer, die Hochzeitssuite, alles in der PTS oder auch Willard Whytes moderne Villa reißen es raus, auch die Musik finde ich große Klasse, es ist also offensichtlich nicht die Geschichte, die mich reizt. Die miesen Visuals, besonders Explosionen, verzeihe ich.
Der ganze homophile Subtext ist da und sagt mir eigentlich nur, dass man diesen Film auf keinen Fall ernst nehmen soll. Blofeld im Drag, das ist so beknackt, dass der Film wie eine Parodie wirkt. Allerdings: Vor allem mit Wynt und Kidd traut sich der Film für die damaligen Verhältnisse schon was, sowas wurde ja damals im Mainstream-Kino und TV praktisch komplett totgeschwiegen.