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Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

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Berni hat geschrieben: 22. Oktober 2021 22:57 Es liegen echt Welten zwischen Connery und Craigs-Abschiedsvorstellung als Bond
DAF ist ja auch nicht Connerys Abschiedsvorstellung al Bond (Ich werde noch zum NSNA-Lobbyisten).
Berni hat geschrieben: 22. Oktober 2021 22:57 Was ich nicht verstehe, wieso lässt sich Willard Whyte eigentlich freiwillig 6 Jahre in ein Haus einsperren?
Ich habe die Details gerade nicht mehr so auf dem Schirm, aber wieso freiwillig eingesperrt? Willard Whyte basiert ja auf Howard Hughes, der auch bekannt dafür war sich jahrelang in seinem Haus eingebunkert zu haben. Soviel ich noch weiss wurde Whyte durch seinen Assistenten Saxby gefangengenommen und durch Blofeld ersetzt und weil er eh dafür bekannt war, nie rauszugehen (genau wie Hughes) hat das niemand gemerkt, aber das wäre ja auch nicht freiwillig.
We'll always have Marburg

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

857
Im Film wird gesagt, Whyte habe das Whyte House seit 6 Jahren nicht verlassen. Ich hatte das bisher auch immer so verstanden, dass er stattdessen die ganze Zeit in seiner Villa eingesperrt war. Deine Theorie macht aber auch Sinn. Wobei ich mich allerdings auch schon immer gewundert habe, wieso er nicht aus dem Haus entkommen konnte. Seine weiblichen Mitbewohnerinnen kannte er ja und Bond und Felix konnten von Außen leicht in die Villa eindringen und auf die Beiden treffen, beim Pool gab es nicht einmal so etwas wie eine Tür. Whyte hätte also abhauen können, hätte er gewollt.

Charles Gray würde ich nicht unbedingt als Fehelbesetzung bezeichnen, aber die Rolle ist in diesem Film eine Katastrophe. Blofeld als Transvestit? Soll das lustig sein? Auch Tiffany Case wird Richtung Ende zu einer Katastrophe.

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

859
Berni hat geschrieben: 22. Oktober 2021 22:57 Es liegen echt Welten zwischen Connery und Craigs-Abschiedsvorstellung als Bond
Richtig. Connery hat mit DAF den Ton für die Moore-Ära gesetzt und damit den Boden für eine komplikationslose Weitergabe des Staffelstabs bereitet.
Craig hat sich mit NTTD unter gütiger Mithilfe von EON ein melodramatisches Denkmal gesetzt, von dem völlig unklar ist, wie sich diese Hinterlassenschaft auf die Zukunft der Reihe auswirken wird.

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

860
Berni hat geschrieben: 22. Oktober 2021 22:57
Die 1. Hälfte ist ja eigentlich noch ganz gut, als Mr. Wint und Kidd quasi aufräumen und alle die mit dem Schmuggeln was zu tun haben eliminieren.
ABER, ab dem Part als Tiffany die Diamanten im Zirkus sucht gehts nur noch bergab.
Ja genau, die Zirkusszene ist der endgültige Schwank ins absurde.. Im Prinzip gehts Tiffany´s Carakter gleich wie dem Film, die startet auch als recht interessantes starkes Bondgirl, und wird in der zweiten Hälfte zu Mary Goodnight..
Berni hat geschrieben: 22. Oktober 2021 22:57 Es liegen echt Welten zwischen Connery und Craigs-Abschiedsvorstellung als Bond
Eigentlich lässt sich mein Resümee - starke erste Hälfte, bescheuerte zweite Hälfte auf beide Filme anwenden. Aber du hast schon recht, einer endet als dämlicher harmloser Eskapismus der den Übergang in die 70er Jahre vorgibt, der andere als überlanger bedrückender ultra-kitsch bei dem ich mir nicht sicher bin wie die Zukunft für Bond aussehen wird.
Did you ever expect me to die? No Mr. Bond, but some assholes must have thought it was a good idea..

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

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Ganz ehrlich, ich habe mir da nie Gedanken drüber gemacht weil es so völlig egal ist. Der Film ist übel und einfallslos, der Showdown ist eine Frechheit, und ob da der Tunten-Blofeld überlebt oder nicht war für mich nie wichtig. Sowas war mir aber auch generell egal solange die Filme eh keine konsistente Chronologie hatten.
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

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Samedi hat geschrieben: 6. Januar 2022 16:20 Glaubt hier (neben Revoked) eigentlich noch jemand, dass Blofeld DAF überlebt hat?
Ich denke, das Ende von DAF kann Blofeld eigentlich nicht wirklich überlebt haben. Aber sie haben es auch längst nicht so eindeutig inszeniert, wie es möglich gewesen wäre (bspw: das Mini-U-Boot explodiert on screen), so dass die Hintertür für eine Rückkehr offen blieb. Ihnen war klar: Wenn sie Blofeld einmal umbringen, können sie ihn nicht einfach so wieder zurückholen. Also haben sie sich für den Mittelweg entschieden.

Ich bin aber froh, dass sie in der Moore-Ära bis auf die PTS von FYEO nie auf Blofeld zurückgegriffen haben und wir stattdessen eher viele neue Schurken bekommen haben. Mir ist das auf jeden Fall lieber, als einen Schurken durch zig Filme zu schleifen.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

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Das sehe ich ganz genauso. Auch wenn ich an anderer Stelle geschrieben habe, dass ich gerne mehr Verknüpfungen über mehrere Filme haben würde, der selbe Villain in sämtlichen Filmen ist dann doch too much. Das wird irgendwann langweilig, egal ob der Typ nun schon immer Ernst Stavro Blofeld hiess oder als Franz Oberhauser auf die Welt kam.

Die Moore-Ära ist in diesem Punkt deutlich abwechslungsreicher. Dennoch fínde ich aber auch gut, dass man in der Connery-Ära Blofeld mehrmals zurückgeholt hat. Ich denke, hätten wir nur FRWL, ggf. auch noch TB, gehabt und ihn danach für immer verschwinden lassen, dann hätte der Film auch zu viele offene Fragen gelassen. Die Filme wecken jedenfalls Interesse daran, endlich mehr von diesem mysteriösen Mann zu sehen. Aber der Idee, Blofeld nie zu zeigen, wie es dann in YOLT passiert ist und ihn für immer im Verborgenen zu lassen (FRWL, TB) und das SPECTRE-Kapitel ohne Auflösung zu beenden, stehen einige sicherlich auch nicht abgeneigt gegenüber.

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

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Casino Hille hat geschrieben: 10. Januar 2022 13:54 Ich denke, das Ende von DAF kann Blofeld eigentlich nicht wirklich überlebt haben. Aber sie haben es auch längst nicht so eindeutig inszeniert, wie es möglich gewesen wäre (bspw: das Mini-U-Boot explodiert on screen), so dass die Hintertür für eine Rückkehr offen blieb. Ihnen war klar: Wenn sie Blofeld einmal umbringen, können sie ihn nicht einfach so wieder zurückholen. Also haben sie sich für den Mittelweg entschieden.
Aber gerade weil sie es so vage gelassen haben ist das doch ein deutlicher Fingerzeig, dass Blo die schwimmende Tankstelle halt doch irgendwie überlebt hat. Fällt dir irgendein anderer Film ein, wo das Ende des Antagonisten so offen gelassen wird, also der mögliche Tod so in den Raum gestellt bleibt? Ich meine damit nicht, dass der Tod nicht explizit gezeigt wird (der wird zB in GF ja auch letztlich nicht gezeigt), sondern dass das Schicksal des Schurken einfach offen gelassen wird bzw. einfach nicht zu Ende erzählt wird.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

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AnatolGogol hat geschrieben: 10. Januar 2022 15:12 Aber gerade weil sie es so vage gelassen haben ist das doch ein deutlicher Fingerzeig, dass Blo die schwimmende Tankstelle halt doch irgendwie überlebt hat. Fällt dir irgendein anderer Film ein, wo das Ende des Antagonisten so offen gelassen wird, also der mögliche Tod so in den Raum gestellt bleibt?
Ich denke auch, dass man immer mit Blofelds Rückkehr kokettiert hat, und ihn deshalb bewusst nicht sterben zeigt. Andersrum finde ich aber auch: Der Typ hängt in einem depperten Mini-U-Boot auf einer kurz darauf explodierenden Bohrinsel herum, allzu lebendig kann er eigentlich nicht mehr sein. Ich hätte kein Problem damit gehabt, wäre er im nächsten Film einfach wieder aufgetaucht, aber ich kann sein Ende in DAF auch bequem als seinen Tod sehen, und es ist okay für mich. Die "dramaturgische Abrechnung" mit dem Schurken erfolgt ja, wenn Bond das U-Boot mehrfach gegen verschiedene Bohrinsel-Teile kloppt, in dem Sinne finde ich den Umgang mit Ernstl befriedigend.

Aber ich gebe dir recht, es ist in DAF schon sehr ungewöhnlich, wie vage mit Blofeld umgegangen wird.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

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Ja, das es nicht direkter gezeigt wird, lässt eine Hintertür offen, genau wie übrigens nach NTTD eine ähnliche Hintertür auch noch offen genug ist, aber da Blo danach nicht mehr auftauchte, und er selbst nach Bond Maßstäben das kaum überlebt haben könnte, geschweige denn dann noch entkomme zu sein, war er für mich damals Tod.
Und diese (Schein-) Wiederkehr in FYEO fand ich damals einfach nur dämlich. Und für so eine überlebensgroße Figur auch nicht angemessen. Deswegen bleibt er für mich auch bis heute verstorben in DAF.

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

869
Da man McClory noch ärgern wollte und ihm Blofeld "wegtöten" musste, ging man wohl davon aus, Blofeld sei nicht tot. Sonst wäre dieser Seitenhieb nicht unbedingt erforderlich gewesen.

Ich bin eigentlich auch immer davon ausgegangen, dass Blofeld nicht tot war, weil man seinen Tod eben nicht so deutlich sieht, wie bei vielen anderen Villains. Viele sieht man on screen sterben, sie werden erschossen, erstickt, gehäckselt,... Dagegen finde ich Blofelds "Tod" in DAF weniger deutlich. Ich finde die Szene auch etwas zu belanglos, um den Main-Villain des Filmes zu töten, erst recht vor dem Hintergrund, dass er ja schon in den vorherigen 5 von 6 Filmen im Hintergrund die Fäden gezogen hat. Die Szene als Blofelds Tod, in der er mehr oder weniger am Rande getötet wird und das nicht einmal direkt gezeigt wird, wäre einem Bond-Villain nicht würdig, schon gar nicht Ernst Stavro Blofeld.

Ich muss aber auch sagen, dass ich FYEO schon vorher kannte (das müsste wohl der erste Film mit Blofeld gewesen sein, den ich gesehen habe. Und da ich bei DAF später schon wusste, dass Blofeld in FYEO noch lebt, bin ich auch immer davon ausgegangen, Blofeld habe in DAF überlebt. Sein "Tod" in DAF ist ja keineswegs so deutlich zu sehen wie bei vielen anderen Villains.
Zuletzt geändert von Henrik am 10. Januar 2022 20:17, insgesamt 5-mal geändert.

Re: Filmbesprechung: "Diamonds Are Forever (DAF)"

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Blofeld ist in DIAMONDS ARE FOREVER in jeglicher Hinsicht ein Kuriusom.
Am Ende des Pre-Titles kommt er (scheinbar) um. In Vegas ist er dann von den Toten wieder auferstanden oder war doch einer seiner umoperierten Klone, der in der Schönheitsklinik ums Leben kam, wobei man dann die Frage stellen muss, warum der Umoperierte auf einmal auch wie Ernst Str. tickt und denkt.
Der Film suggeriert dem Zuschauer später, dass kaum jemand in Las Vegas den Milliardär Williard Whyte groß zu Gesicht bekommen hat und dies schon über Jahre hinweg. Das bedeutet, dass Vegas-Blofie schon seit längerem sich in der Spielermetropole aufhält und seine "Diamantenspielchen spielt". Um so erstaunlicher wenn er mal eben nach Südamerika jettet um sich auf Stand hinsichtlich seiner Doppelgänger zu halten.
Wahrscheinlich handelt es sich einfach um das sogenante "Blofeld"-Paradoxon (abgeleitet vom "Großvater"-Paradoxon).


Die "Nummer" in FOR YOUR EYES LONLY werte ich persönlich nur als Giftspritze EONs gegenüber dem damals letztendlich sich immer mehr abzeichnenden Remake von THUNDERBALL, welches Kevin McClory seit 1975 angegangen ist. Aus rechtlichen Gründen war die Rolle von John Hollis daher wohl im Abspann auch nicht aufgeführt.

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