Der Batman-Thread

1
Da nun schon von vielen Filmreihen extra Threads erstellt wurden, will ich jetzt mal einen Batman-Thread eröffnen. Wie findet ihr Batman? Ich meine jetzt nicht nur die Filme, sondern den Helden allgemein?
Ich persönlich finde Batman ist mein absouluter Lieblings-Comic Held, da er nämlich praktisch keine Superkräfte und allein durch seine Ausrüstung die Bösewichter bekämpft. Allerdings sind es bei mir mehr die Schurken die ich toll finde: Der Joker, der Riddler,Two-Face und Mr.Freeze sind meine absoluten Lieblingsbösewichter.
Natürlich beschränken wir uns auf diesen Thread besonders auf die Filme.
Von "Batman 1989" von Tim Burton bis zu "The Dark Knight 2008" von Christohper Nolan.
Ich würde gerne versuchen zu den Filmen jetzt eine etwas längere Kritik zu schreiben,andererseit würde ich auch gerne sehen, was die anderen zu über die Filme schreiben. Aber erstmal möchte ich wissen, was ihr von dem Thread überhaupt haltet?
"Verstehen Sie mich nicht falsch es ist nichts persönliches, es ist was rein geschäftliches."

Re: Der Batman-Thread

3
Gute Idee, ein kurzes Kommentar zu jedem Film:

Batman I (Batman)
Actionthriller, USA/UK 1989, FSK: ab 12
Mit Michael Keaton, Jack Nicholson

Der dunkle Ritter von Gotham nimmt den Kampf gegen das Böse in Form des Superschurken Joker auf. Vormals der Gangster Jack Napier und nach dem Sturz in einen Chemikaliencontainer furchtbar entstellt, plant der Schurke die Vergiftung der Bewohner Gothams, während Batman sich in seiner normalen Identität als Bruce Wayne in die Reporterin Vicky Vale verliebt, die Batman ebenfalls auf der Spur ist …
(Quelle: http://www.ofdb.de/plot/1130,1152,Batman)

Der erste Einsatz des wohl bekanntesten und beliebtesten Comichelden aller Zeiten, der einer der wenigen mehrdimensionalen seiner Art ist, ist zugleich sein bester. Die Ursachen dafür sind vielfältig, jedoch der Hauptgrund ist, wie erwartet, Jack Nicholson. Seine Darstellung des Jokers ist die beste Leistung eines Schauspielers der Filmgeschichte. Stetig erwartet man die nächste Szene des hysterisch-diabolischen Psychopathen. Auch Michael Keaton verkörpert den Superhelden glaubhaft, während Kim Basinger geschickt mit ihrem Sexappeal spielt. Außerdem entfaltet Tim Burtons Meisterwerk durch die stummfilmartigen Kulissen eine ganz besondere, düstere Atmosphäre. So kann der extrem spannende Film voll und ganz überzeugen.

90%


Batman II (Batmans Rückkehr)
Actionthriller, USA 1992, FSK: ab 12
Mit Michael Keaton, Danny DeVito

Der korrupte Millionär Max Shreck will in Gotham City unter dem Deckmantel eines Kraftwerks einen gigantischen Kondensator errichten, um der Stadt die Energie abzuziehen. Er stößt mit seinen Plänen sowohl beim Bürgermeister als auch bei Bruce Wayne auf Widerstand. Um seinen Plan doch noch umsetzen zu können, verbündet er sich mit dem Pinguin, einem Mann, der aufgrund eines genetischen Fehlers wie ein Pinguin aussieht. Der Pinguin wurde als Baby damals von seinen reichen Eltern in die Kanalisation der Stadt ausgesetzt, wo er all die Jahre im Untergrund gelebt und eine Verbrecherbande gegründet hat …
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Batmans_R%C3%BCckkehr)

Der zweite Teil ist zwar fast, aber nicht ganz so gut wie der erste. Jedoch kommt Batman an sich in diesem Sequel besser zur Geltung, da sein Gegenspieler nicht ganz so dominant ist. Der Pinguin, Furcht einflößend und trotzdem Mitleid erregend gespielt von Danny DeVito, ist ein genialer Bösewicht, hat allerdings im Vergleich zu Jack Nicholsons Joker das Nachsehen. Auch Walken und Pfeiffer überzeugen. Dazu kommen eine interessante Story mit tollem Ende, welche nur wenige Längen aufweist, und meist recht ansehnliche Actionsequenzen.

80%


Batman III (Batman Forever)
Actionthriller, USA 1995, FSK: ab 12
Mit Val Kilmer, Tommy Lee Jones

Batman und die Polizei von Gotham City werden von dem zweigesichtigen Gangster Two-Face in Atem gehalten, der in der Stadt zahlreiche Überfälle begeht. Unterstützt werden sie in ihrem Kampf von der Psychologin Dr. Chase Meridian, die von Batman geradezu fasziniert ist. Nachdem Batman mal wieder einen von Two-Faces Überfällen vereitelt hat, will sich dieser an ihm rächen. Er stürmt eine Wohltätigkeitszirkusvorstellung und droht alle Anwesenden mit einer Bombe zu töten. Die Bombe kann im letzten Moment von der Akrobatentruppe der Flying Graysons aus dem Zirkus geschafft werden, aber dabei kommt die gesamte Familie bis auf den jüngsten Sohn Dick um. Bruce Wayne fühlt sich schuldig am Tod der Familie und nimmt ihn bei sich auf. Gleichzeitig erschafft sich Wayne aber auch einen weiteren Feind: In seiner Firma arbeitet der verschrobene Edward Nygma an einer Box, die die Gehirnströme von Menschen verstärken kann. Wayne stoppt Edwards Forschungen und dieser wird entlassen. Nygma wird wütend, stellt aber fest, dass er mit seiner Box auch die Gehirnströme von Menschen aufnehmen kann …
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Batman_Forever)

Das etwas zu bunt und poppig geratene Actionspektakel, in dem Val Kilmer die Rolle des Batman übernimmt, löste sich von der düsteren Tradition der Tim Burton Filme, ohne jedoch Batman typische Merkmale, wie zum Beispiel die beiden herrlich psychopathischen Schurken Two-Face und Riddler, komplett zu vernachlässigen. So schuf Joel Schuhmacher eine Mainstreamversion der Abenteuer des dunklen Rächers, welche so, auch durch den absolut nervigen Einsatz von Robin, freilich nicht an die Tiefe der vorherigen Filme herankommt.

80%


Batman IV (Batman & Robin)
Actionthriller, USA 1997, FSK: ab 12
Mit George Clooney, Arnold Schwarzenegger

Batman und Robin stoppen Mr Freezes Raubüberfall, doch Freeze flüchtet. In Südamerika arbeitet Pamela Isley mit Dr. Jason Woodrue an vielen Giften. Sie bekommt mit, wie Woodrue eines der Gifte benutzt, um einen schwächlichen Sträfling in einen mächtigen und monströsen Kerl zu verwandeln. Woodrue nennt ihn Bane. Woodrue und Isley diskutieren über den gefährlichen Einsatz des Giftes, was damit endet, dass Woodrue einen Tisch mit vielen Giften auf Pamela schubst. Die Gifte fallen auf sie und Isley sinkt zu Boden. Sie verwandelt sich in die schöne und verführerische Poison Ivy bevor sie Woodrue mit einem giftigen Kuss tötet. Sie findet heraus, dass Woodrue von Wayne Enterprises finanziert wurde; so nimmt sie Bane mit nach Gotham City …
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Batman_und_Robin)

Der vierte Film der erfolgreichen Actionserie, welcher handwerklich sauber inszeniert ist, versteht sich mehr als seine Parodie seiner selbst, was man an etwas zu albernen Dialogen und zahlreichen Filmzitaten, die unter anderem auf James Bond und Star Trek anspielen, erkennen kann. George Clooney, der für diesen Film die Maske der Fledermaus überzog, enttäuscht auf ganzer Linie. Auch einige Subplots und der erneute Einsatz von Robin stören mehr, als dass sie nutzen. Obwohl zudem das Finale kaum an Lächerlichkeit zu überbieten ist und Batman & Robin sicherlich der schwächste Teil der Reihe ist, ist der Film doch sehenswert.

70%


Batman V (Batman Begins)
Actionthriller, USA 2005, FSK: ab 12
Mit Christian Bale, Liam Neeson

Bruce Wayne muss als kleiner Junge die Ermordung seiner Eltern mit ansehen. Von Schuldgefühlen geplagt, wächst er zu einem unglücklichen jungen Mann heran. Er zieht sich zurück und verbringt eine längere Zeit in Ostasien, wo er als Häftling den geheimnisvollen Ducard kennenlernt. Ducard spricht für einen von Verbrechern gefürchteten Mann namens Ra's al Ghul. Nach seiner Entlassung sucht er Ra's al Ghul in seinem Bergpalast auf. Dort trifft er erneut auf Ducard und unterzieht sich der Ausbildung zum Ninja. Der Aufnahme in die Gemeinschaft der Ninjas widersetzt er sich, da er das Ritual einen Verbrecher zu exekutieren ablehnt. Auch lehnt er den Befehl Ra's al Ghul, seine von Kriminalität durchsetzte Heimatstadt Gotham City mithilfe von Ninjas zu zerstören, ab und zerstört bei seiner Flucht den Bergpalast. Ra's al Ghul stirbt dabei. Doch Bruce schafft es noch mit letzter Kraft, dem bewusstlosen Ducard das Leben zu retten. Er kehrt zurück nach Gotham City, um gegen die Kriminalität zu kämpfen. Bei der Erschaffung der Figur Batman steht ihm dabei sein Butler Alfred zur Seite …
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Batman_Begins)

Mit Batman Begins belebte Christopher Nolan das tot geglaubte Franchise um den dunklen Ritter neu, wobei er den Film ähnlich düster, wie die ersten beiden Teile der Serie, jedoch mehr auf Batman bzw. in Batman Begins auf Bruce Wayne, statt auf die psychopathischen Bösewichte, fokussiert, gestaltete. Jedoch leidet die Spannung unter der enorm gehaltvollen Story, weshalb sich der Film, speziell am Anfang, sehr zieht, woran auch die exzellente Besetzung rund um Christian Bale nichts ändern kann.

70%


Batman VI (The Dark Knight)
Actionthriller, USA 2008, FSK: ab 16
Mit Christian Bale, Heath Ledger

Als Batman und Polizist Jim Gordon erfolgreich beginnen, das Verbrechen in Gotham City zu bekämpfen, erscheint ein geheimnisvoller Krimineller, nur bekannt als Joker. Durch ihn wird eine neue Welle des Chaos in der Stadt verursacht. Batman und Lieutenant Gordon beschließen, den beliebten Bezirksstaatsanwalt Harvey Dent in ihren Kampf gegen das organisierte Verbrechen einzubinden …
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/The_Dark_Knight)

Das Kinojahr 2008 wurde von einem einzigen Film beherrscht: The Dark Knight. Die Vorfreude auf das sechste Abenteuer des dunklen Ritters wandelte sich nach dem tragischen Tod von Heath Ledger, welcher gar nicht erst den unerreichbaren Jack Nicholson zu kopieren versuchte, sondern eine komplette Neuinterpretation des Jokers erschuf und für die Rolle posthum mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde, zum Hype, was der Film auch durchaus verdient hat. Es kommt während der gesamten Spielzeit kein einziges mal Langeweile auf und auch die Action ist über jeden Zweifel erhaben. Des Weiteren vermag The Dark Knight, die düstere Atmosphäre so gut, wie selten ein Batmanfilm vor ihm, auf die Leinwand zu bringen. Batman - The Dark Knight ist ein dunkles, geniales Machwerk, dessen Höhepunkt Heath Ledgers Darstellung als Joker ist - Batman lebt!

90%

So komme ich auf die Reihenfolge:
1. Batman I
2. Batman VI
3. Batman II
4. Batman III
5. Batman V
6. Batman IV

VJ007

Re: Der Batman-Thread

4
Batman ist auch mein Lieblingscomiccharakter. Besonders gut finde ich, dass er nicht über Superkräfte verfügt, sondern seinen Gegnern mit seinen persönlichen Fähigkeiten und Gadgets gegenüber tretet. Dazu kommen noch die ganzen Dämonen die einen Bruce Wayne verfolgen.

Kurz mal die Filme bewertet, allerdings hat VJ007 den ersten Batman-Kinofilm vergessen :wink:

Batman hält die Welt in Atem
Ein Trash-Fest bei dem man sich einfach nur kringelig lachen kann.
7/10


Batman
Tim Burtons erster Batman-Film ist eine sehr schöne Verfilmung. Darsteller und Regie überzeugen ebenso sehr wie das Drehbuch. Dazu kommt noch das grandiose Produktionsdesign und der wunderbare Soundtrack.
8/10

Batmans Rückkehr
Im Vergleich zum Vorgänger fällt der Film deutlich ab. Das Drehbuch ist ziemlich fade und unlogisch, da können auch die guten Leistungen der Darsteller nichts rausreissen. Insgesamt ist der Film um einiges abgedrehter als der noch relativ bodenständige Vorgänger. Die Marschrichtung für die Nachfolger gibt der Film schon langsam vor...
6/10

Batman Forever
Mit Joel Schumacher ging das Franchise den Weg der 60er-Jahre-Gaga-Serie und fuhr de facto damit gegen die Wand. Dementsprechend überzeichnet sind auch die Charaktere und der Film ist insgesamt nicht mehr als eine mittelmäßige Freakshow. Selbst als Selbstparodie ist der Film misslungen.
4/10

Batman & Robin
Es geht noch schlimmer. Im Vergleich zu diesem Film sind MR und DAD (bezogen auf das Bond-Franchise) düstere Film-Noir-Thriller. Scheusslich....
2/10

Batman Begins
Mit diesem Film wurde Batman wiedergeboren. Der Film inklusive seinem Nachfolger ist für mich das beste Beispiel was ein Meisterwerk man aus einem Comic machen kann. Bale ist die Idealbesetzung für den Helden, ebenso wie der Rest des Cast. Ein Meisterwerk.
10/10

The Dark Knight
Die wunderbaren Elemente des ersten Teils ergänzt dieser Film mit weiteren Themen wie z.B. einer besonders scharfen Sozialkritik (die beiden Fähren mit den Bomben). Einer der besten Fortsetzungen der Kinogeschichte. Ein weiteres Meisterwerk.
10/10
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: Der Batman-Thread

6
VJ007 hat geschrieben:@MX87: Den ersten habe ich noch gar nicht gesehen, wusste erlich gesagt nicht einmal, dass er existiert.

VJ007
Na dann mach dich auf was gefasst :mrgreen:

Kostprobe:
"In a Bond film you aren't involved in cinema verite or avant-garde. One is involved in colossal fun."

Terence Young

Re: Der Batman-Thread

7
MX87 hat geschrieben:
VJ007 hat geschrieben:@MX87: Den ersten habe ich noch gar nicht gesehen, wusste erlich gesagt nicht einmal, dass er existiert.

VJ007
Na dann mach dich auf was gefasst :mrgreen:

Kostprobe:
Was für ein geiler Bullshit ... :D ... bin schon gespannt!

VJ007

Re: Der Batman-Thread

8
Batman
mit: Jack Nicholson, Michael Keaton
Um den Thread wieder auf zu wärmen verfasse ich nun hier meine erste etwas längere Kritik zu einem Film. Ich hoffe sie gefällt euch.
Bevor ich jedoch mit der Kritik beginne muss ich erst mal erwähnen, dass ich wahrlich schon ein Batman-Fan bin seit ich warscheinlich 4 Jahre alt war.
Aufgewachsen bin ich mit der Zeichentrickserie aus den 90er und der poppigen Parodie-Serie aus den 60er. Ich muss gestehen ich habe die vier Batman-Filme von Tim Burton und Joel Schumacher, in einer total verschiedenen Reihenfolge gesehen:Zuerst sah ich "Batmans Rückkehr", dann "Forever" schließlich hier den ersten Teil und dann "Batman und Robin", aber dass nur am Rande.
Nun denn, den diese Batman-Streifen hier sah ich als ich glaub ich 9 Jahre alt war. Als ich ihn das erste Mal sah gefiel er mir irgendwie nicht besonders, zudem hatte ich auch vor Jack Nicholsons fiesem Grinsen ziemlich Angst.
Es dauerte glaube ich 6 Jahre bis ich den Film endlich wieder sehen konnte und ich muss sagen, er ist wirklich grandios.
Tim Burton gelang es wirklich hier ein bemerkswertes Fantasie-Spektakel zu schaffen. Gotham City ist in seiner Aufmachung wirklich schön düster und wirkt tatsächlich wie eine Metropole. Es ist ziemlich oft dunkel und man hat wirklich das Gefühl, in dieser Stadt regiert das Verbrechen.

Nun zu den Charakteren:
Der wichtigste Charaktere ist hier wohl doch eher der Joker bzw. Jack Napier, den über ihn erfährt man eigentlich viel mehr als über Batman, was jedoch nicht schlimm ist, denn die Bösewichter sind für mich eigentlich auch viel wichtiger als die Superhelden(ein Grund warum ich die Spider-man-Filme nicht so mag).
Jack Nicholson ist sowohl in der Rolle des Jokers als auch in der von Jack Napier genial. Aber als Joker ist er natürlich viel großartiger. Er spielt den Joker schön boshaft, verrückt und ironisch. Mit seinen verrückten Ideen und seinem schwarzen Humor sorgt er, dafür das trotz der eher düsteren Stimmung noch jede menge Witz aufkommt. So hat sich Tim Burton allerdings mit der Figur auch einige Freiheiten genommen.Hier im Film ist der Joker sprich Jack Napier auch gleichzeitig der Mörder von Bruce Waynes Eltern, was in den Comics wiederum nicht der Fall ist, dort ist der Mörder ein Gangster namens Joel Palmer, was in "Batman Begins" ja korrigiert wird. Als Fehler empfinde ich diese Erfindung von Tim Burton allerdings nicht, im Gegenteil so sieht man den Joker nämlich nicht nur als spaßigen Bösewicht sondern auch gleichzeitig als eiskalten Mörder der einem sowohl zum lachen bringt als auch zum fürchten. Für mich wurde der Joker hier wirklich genial dargestellt, ein sympahtischer wie bedrohlicher Bösewicht, der dem wahren Helden schon fast die Show stiehlt.

Nun kommen wir zu dem Helden des Films Batman/Bruce Wayne. Ich finde Michael Keaton macht sich in der Rolle wirklich gut. Er versteht es die geniale Mischung des eher zurückhaltenden Bruce Waynes und des brutalen Heldens Batman zu verkörpern, der beim verprögeln des Schurken kaum eine Mine verzieht.
Allerdins habe ich das Gefühl, dass sich Keaton als Bruce Wayne ein wenig an Clark Kent, Supermans anderes Ich, hält. So wirkt er als Bruce Wayne etwas schusselig und ein wenig unbeholfen, sodass man gar nicht glauben kann, dass dies der dukle Ritter ist. Aber genau das finde ich macht er so gut, man hat wirklich das Gefühl, dass es zwei verschieden Rollen sind. Als Bruce Wayne wirkt er wie der nette Typ von nebenan, während er als Batman seine Gegner brutal überwältigt, sodass man auch wirklich sieht, dass die nicht mehr der bunte Kasper aus den 60er ist, sondern ein wahrlich gnadenloser Gangsterschreck, der seinen Gegner auch wirklich Angst einjagt.

Der nächste Charakter Vicky Vale ist dank Kim Bassinger nicht zur typischen "Klischen-Helden-Braut" mutiert. Zwar gerät sie oft in Gefahr, muss von dem Helden gerätte werden, kreischt ziemlich viel und wirklich Tiefgang besitzt die Rolle auch nicht, aber dennoch kommt sie nicht so nervig rüber wie Kirsten Dunst in "Spider-man". Sie verleiht ihrer Rolle schon noch das gewisse etwas und ist einem irgendwie sympahtisch.
Auch die restliche Charaktere sind mit Robert Wuhl, Billy Dee Williams, Michael Gough, Pat Hingle und Jack Palence perfekt besetzt.
Schade ist nur das der Charakter von Robert Wuhl Knox in den weiteren Teilen nicht mehr auftaucht, ich hätte gerne gesehen wie über die Geschehennise dort berichtet. Auch tut mir Billy Dee Williams leid, da seine Rolle Harvey Dent durch Tommy Lee Jones ersetzt wurde.

Nun gut, zum Unterhaltunswert kann ich hier ganz klar sagen, dass ich hier wirklich blendet unterhalten wurde. Der Film ist nie langweillig, entweder hat er tolle Actionszenen, Spannung oder Witz und glücklicherweise wird imgegensatz zu den "Spider-man-Filme" nicht allzu viel Wert auf die Liebesbeziehung zwischen Bruce und Vicky gesetzt, sodass sie mehr im Hintergrund bleibt.
Mein einziger Kritikpunkt ist, das Finale im Glockenturm ist etwas zu sehr in die Lägen gezogen und auch die Tatsache, dass sich er Joker viel zu leicht überwältigen lässt. Wenn Batman den Joker verprügelt, kommt einen der Joker irgendwie nicht mehr bedrohlich vor, dass er sich von Batman so leicht vermöbeln lässt und selbst nichts dagegen tun kann. Hier hätte man vielleicht noch einen fairen Kampf machen sollen, sowie es in "The Dark Knight" besser gemacht wurde, dort konnte der Joker auch mal zu lagen und selbst wenn er mal eine eingesteckt bekam konnte er darüber noch lachen.
Trotzdem sorgt das Finale noch für spannende Unterhaltung und das Ende macht einen(falls man wie ich ihn noch nicht gesehen hat) Lust auf einen zweiten Teil.

Insgesamt macht das von mir 9 von 10 Punkten.

So das war meine erste ausführlichere Kritik, sagt mir bitte ob sich euch gefallen hat, was euch nicht gefallen hat und was ich vielleicht besser machen kann. Ich freu mich auf jeden Fall auf eure Kommentare.
"Verstehen Sie mich nicht falsch es ist nichts persönliches, es ist was rein geschäftliches."

Re: Der Batman-Thread

9
Mr.Chrismas Jones hat geschrieben:Batman
mit: Jack Nicholson, Michael Keaton
Um den Thread wieder auf zu wärmen verfasse ich nun hier meine erste etwas längere Kritik zu einem Film. Ich hoffe sie gefällt euch.
Bevor ich jedoch mit der Kritik beginne muss ich erst mal erwähnen, dass ich wahrlich schon ein Batman-Fan bin seit ich warscheinlich 4 Jahre alt war.
Aufgewachsen bin ich mit der Zeichentrickserie aus den 90er und der poppigen Parodie-Serie aus den 60er. Ich muss gestehen ich habe die vier Batman-Filme von Tim Burton und Joel Schumacher, in einer total verschiedenen Reihenfolge gesehen:Zuerst sah ich "Batmans Rückkehr", dann "Forever" schließlich hier den ersten Teil und dann "Batman und Robin", aber dass nur am Rande.
Nun denn, den diese Batman-Streifen hier sah ich als ich glaub ich 9 Jahre alt war. Als ich ihn das erste Mal sah gefiel er mir irgendwie nicht besonders, zudem hatte ich auch vor Jack Nicholsons fiesem Grinsen ziemlich Angst.
Es dauerte glaube ich 6 Jahre bis ich den Film endlich wieder sehen konnte und ich muss sagen, er ist wirklich grandios.
Tim Burton gelang es wirklich hier ein bemerkswertes Fantasie-Spektakel zu schaffen. Gotham City ist in seiner Aufmachung wirklich schön düster und wirkt tatsächlich wie eine Metropole. Es ist ziemlich oft dunkel und man hat wirklich das Gefühl, in dieser Stadt regiert das Verbrechen.

Nun zu den Charakteren:
Der wichtigste Charaktere ist hier wohl doch eher der Joker bzw. Jack Napier, den über ihn erfährt man eigentlich viel mehr als über Batman, was jedoch nicht schlimm ist, denn die Bösewichter sind für mich eigentlich auch viel wichtiger als die Superhelden(ein Grund warum ich die Spider-man-Filme nicht so mag).
Jack Nicholson ist sowohl in der Rolle des Jokers als auch in der von Jack Napier genial. Aber als Joker ist er natürlich viel großartiger. Er spielt den Joker schön boshaft, verrückt und ironisch. Mit seinen verrückten Ideen und seinem schwarzen Humor sorgt er, dafür das trotz der eher düsteren Stimmung noch jede menge Witz aufkommt. So hat sich Tim Burton allerdings mit der Figur auch einige Freiheiten genommen.Hier im Film ist der Joker sprich Jack Napier auch gleichzeitig der Mörder von Bruce Waynes Eltern, was in den Comics wiederum nicht der Fall ist, dort ist der Mörder ein Gangster namens Joel Palmer, was in "Batman Begins" ja korrigiert wird. Als Fehler empfinde ich diese Erfindung von Tim Burton allerdings nicht, im Gegenteil so sieht man den Joker nämlich nicht nur als spaßigen Bösewicht sondern auch gleichzeitig als eiskalten Mörder der einem sowohl zum lachen bringt als auch zum fürchten. Für mich wurde der Joker hier wirklich genial dargestellt, ein sympahtischer wie bedrohlicher Bösewicht, der dem wahren Helden schon fast die Show stiehlt.

Nun kommen wir zu dem Helden des Films Batman/Bruce Wayne. Ich finde Michael Keaton macht sich in der Rolle wirklich gut. Er versteht es die geniale Mischung des eher zurückhaltenden Bruce Waynes und des brutalen Heldens Batman zu verkörpern, der beim verprögeln des Schurken kaum eine Mine verzieht.
Allerdins habe ich das Gefühl, dass sich Keaton als Bruce Wayne ein wenig an Clark Kent, Supermans anderes Ich, hält. So wirkt er als Bruce Wayne etwas schusselig und ein wenig unbeholfen, sodass man gar nicht glauben kann, dass dies der dukle Ritter ist. Aber genau das finde ich macht er so gut, man hat wirklich das Gefühl, dass es zwei verschieden Rollen sind. Als Bruce Wayne wirkt er wie der nette Typ von nebenan, während er als Batman seine Gegner brutal überwältigt, sodass man auch wirklich sieht, dass die nicht mehr der bunte Kasper aus den 60er ist, sondern ein wahrlich gnadenloser Gangsterschreck, der seinen Gegner auch wirklich Angst einjagt.

Der nächste Charakter Vicky Vale ist dank Kim Bassinger nicht zur typischen "Klischen-Helden-Braut" mutiert. Zwar gerät sie oft in Gefahr, muss von dem Helden gerätte werden, kreischt ziemlich viel und wirklich Tiefgang besitzt die Rolle auch nicht, aber dennoch kommt sie nicht so nervig rüber wie Kirsten Dunst in "Spider-man". Sie verleiht ihrer Rolle schon noch das gewisse etwas und ist einem irgendwie sympahtisch.
Auch die restliche Charaktere sind mit Robert Wuhl, Billy Dee Williams, Michael Gough, Pat Hingle und Jack Palence perfekt besetzt.
Schade ist nur das der Charakter von Robert Wuhl Knox in den weiteren Teilen nicht mehr auftaucht, ich hätte gerne gesehen wie über die Geschehennise dort berichtet. Auch tut mir Billy Dee Williams leid, da seine Rolle Harvey Dent durch Tommy Lee Jones ersetzt wurde.

Nun gut, zum Unterhaltunswert kann ich hier ganz klar sagen, dass ich hier wirklich blendet unterhalten wurde. Der Film ist nie langweillig, entweder hat er tolle Actionszenen, Spannung oder Witz und glücklicherweise wird imgegensatz zu den "Spider-man-Filme" nicht allzu viel Wert auf die Liebesbeziehung zwischen Bruce und Vicky gesetzt, sodass sie mehr im Hintergrund bleibt.
Mein einziger Kritikpunkt ist, das Finale im Glockenturm ist etwas zu sehr in die Lägen gezogen und auch die Tatsache, dass sich er Joker viel zu leicht überwältigen lässt. Wenn Batman den Joker verprügelt, kommt einen der Joker irgendwie nicht mehr bedrohlich vor, dass er sich von Batman so leicht vermöbeln lässt und selbst nichts dagegen tun kann. Hier hätte man vielleicht noch einen fairen Kampf machen sollen, sowie es in "The Dark Knight" besser gemacht wurde, dort konnte der Joker auch mal zu lagen und selbst wenn er mal eine eingesteckt bekam konnte er darüber noch lachen.
Trotzdem sorgt das Finale noch für spannende Unterhaltung und das Ende macht einen(falls man wie ich ihn noch nicht gesehen hat) Lust auf einen zweiten Teil.

Insgesamt macht das von mir 9 von 10 Punkten.

So das war meine erste ausführlichere Kritik, sagt mir bitte ob sich euch gefallen hat, was euch nicht gefallen hat und was ich vielleicht besser machen kann. Ich freu mich auf jeden Fall auf eure Kommentare.
Mir gefällt deine Kritik, speziell dafür, dass es deine erste ist (für die du dir einen sehr geschmackvollen Film ausgesucht hast) gut und ich kann dir, wie mein Kurzkommentar ein paar Posts weiter oben zeigt, auch größtenteils zustimmen.

Zwei Verbesserungsvorschläge hätte ich dann aber doch: Versuche dich vielleicht das nächste Mal nicht ganz so sehr auf die Charaktere zu konzentrieren, sondern schenke den anderen Aspekten auch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit. Und schreibe die Kritik vorher im Word, sodass dir weniger grammatikalische Unsicherheiten und Rechtschreibfehler unterlaufen (aber das wirklich nur am Rande).

VJ007

Re: Der Batman-Thread

12
Batmans Rückkehr
mit: Michael Keaton, Danny DeVito
Nun beginne ich weiter mit meinen Batman-Kritiken. Nach dem ersten Teil kommen wir nun zum zweiten Batman-Film, der auch der erste von den Batman-Filmen war den ich gesehen habe. Hierzu muss ich leider sagen, der Film war mein Kindheitstrauma. Als ich ihn das erste Mal sah war ich glaube ich 6 Jahre alt und ich muss sagen, ich hatte damals wirklich Angst vor dem Film. Die Anfangsszene wo die Eltern vom Pinguin ihn als Baby von der Brücke schmeißen und ihn somit in der Kanalisation aussetzen, hat mir wirklich Angst gemacht. Als ich den Film dann 3 Jahre später sah, musste ich feststellen, dass mir die Szene immer noch Angst machte und auch heute muss ich noch zugeben, dass die Szene mir immer noch einen leichten Schauer über den Rücken runter laufen lässt. Daher muss ich hiermit sagen, dass "Batmans Rückkehr" meiner Meinung nach der gruseligste, düsterste und vielleicht auch dramatischte von allen ist. Dieser Film ist eindeutig nichts für Kinder mehr und das totale Genteil zu dem bunten Batman aus den 60er. Genau hier finde ich liegen die Stärken und auch zugleich die Schwächen des Films. Einerseits hat Burton hier wieder gute Arbeit geleistet und Batman weiterhin als den dunklen Helden gezeigt, anderseit finde ich hat er es auch mit der Düsternis ein wenig übertrieben und hat den dunklen Ritter ziemlich in den Hintergrund gerückt.

Aber eins nach dem anderen fangen wir erst mal mit den Charakteren an: Da wäre zunächst einmal der Pinguin. Hierzu muss ich ganz ehrlich sagen, dass der Pinguin für mich zu einem der schwächsten Batman-Gegner aus den Comics zählt. Jeder von Batmans Gegenspieler zeichnet sich durch etwas besonderes aus: Der Joker mit seinem fiesem Grinsen, Two-Face mit seiner gespaltenen Perönlichkeit, der Riddler mit seinen verwirrenden Rätzel usw. Der Pinguin hingegen hat meiner Meinung nach leider nichts besonders erwähnenswertes, was ihn das gewisse etwas verleiht. Hinzukommt noch das Burton dem Pinguin hier eine wirklich dramatische Hintergrundsgeschichte verleiht(die soweit ich weiß nicht aus den Comics ist). Die von mir oben erwähnten grausige Szene, die mir in meiner Kindheit schlaflose Nächte verabreicht hat, bringt in den Zuschauer ohnehin schon ein mitleidiges Gefühl für den Pinguin auf, was sich auch im Laufe des Films immer mehr verstärkt. Es war sicherlich gut von Burton den Bösewichter hier auch eine gewisse Tiefe zu verleihen, was ja dadurch deutlich zeigt, nicht jeder Batman-Bösewicht war von Anfang an böse, viele wurden erst durch einen Unfall oder ein schreckliches Ereignis zu dem was sie jetzt sind. Leider hat es Tim Burton mit dem Schicksal vom Pinguin etwas übertrieben. Ich finde ein Bösewicht muss natürlich sympahtisch sein und er kann auch Tiefgang besitzen und einem etwas leid tun, aber man muss auch eine gewisse Boshaft für ihn empfinden,sodass man ihn auch als wahren Bösewicht anerkennt. Der Pinguin hingegen tut einem einfach nur, aufgrund seines Schicksals und seiner Entstelltheit leid, auch wenn er schon mal eiskalt einen seiner Diener aus einer schlechten Laune heraus erschießt und auch vor Kindesentführung nicht zurückschreckt, kann ich ihn einfach nicht als das total Böse sehen, weil seine Geschichte einfach zu mitleidseregend ist.
Das gleiche gilt auch für Catwomen, wobei man hier sowieso nicht genau sagen kann ob sie böse ist oder nicht, dass sie ja sowieso mehr von beidem etwas ist. Bei Catwomen kann man auf jeden Fall das großartige Spiel von Michelle Pfeifer loben, da sie nämlich in ihrer Wandlung von der schusseligen Sekräterin zur schönen wie bedrohlichen Catwomen wahrlich erste Sahne ist. Allerdings wirft ihre Verwandlung auch viele Fragen auf: Woher hat sie die ganzen Leben? Da hätte man gerne eine Erklärung bekommen.
Kurz um lässt sich jedoch sich zu beiden Charakteren sagen, dass sie in meinen Augen einfach nicht als wirkliche Bösewichter durchgehen, weil viel zu viel Mitleid(vor allem für den Pinguin) in einem hervorrbringen. Der einzige wahre Bösewicht in diesem Teil ist in meinen Augen Max Schreck, da er nicht aus Rache sondern einfach nur aus Gier Gotham ins Chaos stürzen will. Die Rolle von Max Schreck wird übrigens ebenfalls genial von Christopher Walken verkörpert, der wirklich perfekt die Mischung aus glatten Geschäftsman und eiskalten Killer hervorbringt.
Und unter all dem Bösewichtern kommt die Hauptfigur nämlich Batman/Bruce Wayne selbst viel zu kurz, was ich auch sehr schade finde. Klar finde ich die Bösen am wichtigsten, aber den Helden will man auch mal etwas öfters zu Gesicht kriegen. Am Anfang werden erst einmal all die Bösewichter und Nebenfiguren dargestellt bevor Batman überhaupt in Aktion tritt, dann als er endlich aufkreuzt vergehen glaube ich fast 30 Minuten bis er wieder auftaucht, dann ist er zum Glück wieder etwas länger zu sehen und es wird sogar mit der Beziehung zwischen Selina und Bruce versucht für beide eine Charakterzeichnung zu schaffen, die zeigt wie schwierig es für beide ist ihr Heldenleben vom Privatenleben zu trennen. Was meiner Meinung nach auch blendet funktioniert, da die Chemie zwischen Michael Keaton und Michelle Pfeiffer wirklich perfekt ist. Zudem gibt die Beziehung dem Film noch was packendes, man fragt sich was würden sie wohl voneinander halten, wen sie wüssten wer der andere ist?
Leider gerät die Beziehung am Ende aus den Fugen und man erfährt nun nicht wirklich nicht wie es mit den beiden weitergeht.
Was ich in diesem Teil leider auch vermisse ist die gewisse Ironie, klar ist es gut, dass der Film ernst ist, aber ein klein wenig mehr Humor hätte die ganze depresive Stimmung sicherlich etwas mehr aufgeheitert(schließlich sorgte selbst in "The Dark Knight" Heath Ledger als Joker mit seinen Sarkasmuss noch für die ein oder andere witzige Szene), einzigallein Michael Gough als Alfred bringt mit seinen trockenen Sprüche "Ich glaub ich nehm lieber die Treppe", vielleicht noch hin und wieder ein Lächeln in die Gesichter der Zuschauer, aber ansonsten empfinde ich den Film als komplett humorlos.
Gut hat Tim Burton natürlich wieder Gotham City in Szene gesetzt, wieder als düstere Metropole. Vor allem die Tatsache, dass Weihnachten ist lässt Gotham City noch so zwiespältig werden, auf der einen Seite sieht vor der Presse alles so nach heile Welt aus, während andereseit im Untergrund totale Finsternis herrscht.
Nachträglich muss ich hier noch erwähnen, dass vom Unterhaltungswert "Batmans Rückkehr" leider weniger bittet als sein Vorgänger. Richtig spannend im Film fand ich nur die erste Auseinandersetzung von Batman und Catwomen und das Finale. Wobei ich es im Finale auch wirklich fies finde, dass der Pinguin sterben muss, da wäre es besser gewessen, wenn man es lieber so beendet hätte, dass Batman den Pinguin in eine psychatrische Klinik gebracht hätte, wo man ihm endlich mit der Liebe behandelt die er so lange gebraucht hat, damit hätte man dem Pinguin noch ein glückliches Schicksal gegeben. So finde ich den Tod des Pinguins wirklich dramatisch und ungerecht. Auch ist es etwas blöd, dass Batman im Finale kaum noch was zu tun hat, sondern nur dumm rum steht, dadurch geriet er total in den Hintergrund.

Alles in einem kann ich sagen, dass "Batmans Rückkehr" sicherlich kein schlechter Film ist, für mich ist er aber von allen Batman-Filmen, der schwächste, da die Bösewichter hier einfach zu bemitleidenswert sind und Batman zur totalen Nebenfigur gerät.
Insgesamt macht das von mir 6 von 10 Punkten.
"Verstehen Sie mich nicht falsch es ist nichts persönliches, es ist was rein geschäftliches."

Re: Der Batman-Thread

14
Mr.Chrismas Jones hat geschrieben:[Aber eins nach dem anderen fangen wir erst mal mit den Charakteren an: Da wäre zunächst einmal der Pinguin. Hierzu muss ich ganz ehrlich sagen, dass der Pinguin für mich zu einem der schwächsten Batman-Gegner aus den Comics zählt. Jeder von Batmans Gegenspieler zeichnet sich durch etwas besonderes aus: Der Joker mit seinem fiesem Grinsen, Two-Face mit seiner gespaltenen Perönlichkeit, der Riddler mit seinen verwirrenden Rätzel usw. Der Pinguin hingegen hat meiner Meinung nach leider nichts besonders erwähnenswertes, was ihn das gewisse etwas verleiht. Hinzukommt noch das Burton dem Pinguin hier eine wirklich dramatische Hintergrundsgeschichte verleiht(die soweit ich weiß nicht aus den Comics ist). Die von mir oben erwähnten grausige Szene, die mir in meiner Kindheit schlaflose Nächte verabreicht hat, bringt in den Zuschauer ohnehin schon ein mitleidiges Gefühl für den Pinguin auf, was sich auch im Laufe des Films immer mehr verstärkt. Es war sicherlich gut von Burton den Bösewichter hier auch eine gewisse Tiefe zu verleihen, was ja dadurch deutlich zeigt, nicht jeder Batman-Bösewicht war von Anfang an böse, viele wurden erst durch einen Unfall oder ein schreckliches Ereignis zu dem was sie jetzt sind. Leider hat es Tim Burton mit dem Schicksal vom Pinguin etwas übertrieben. Ich finde ein Bösewicht muss natürlich sympahtisch sein und er kann auch Tiefgang besitzen und einem etwas leid tun, aber man muss auch eine gewisse Boshaft für ihn empfinden,sodass man ihn auch als wahren Bösewicht anerkennt. Der Pinguin hingegen tut einem einfach nur, aufgrund seines Schicksals und seiner Entstelltheit leid, auch wenn er schon mal eiskalt einen seiner Diener aus einer schlechten Laune heraus erschießt und auch vor Kindesentführung nicht zurückschreckt, kann ich ihn einfach nicht als das total Böse sehen, weil seine Geschichte einfach zu mitleidseregend ist.
Deiner zweiten Kritik kann ich nicht so uneingeschränkt zustimmen, wie das bei dem ersten Batmanteil der Fall war.

Abgesehen von einigen sprachlichen Unsicherheiten, widersprichst du dir zudem selbst in dem von mir zitierten Teil laufend und bringst schlichtweg falsche Aussagen. Ein paar Beispiele:
Der Pinguin kein besondere Gegner? - Der Pinguin ist ein Mensch, der äußerlich einem Tier ähnelt, jedoch eigentlich eine höchst intelligente Person ist. Das sorgt bei ihm für innere Zerissenheit, welche schließlich zu seinen bösen Taten führt. Somit zählt er sicherlich zu den ganz besonderen Gegnern Batmans.
Man muss Sympathie für den Bösewicht empfinden? - Nein! Der Bösewicht muss so fies, so gemein, so psychopathisch, so menschenverachtend ... wie möglich sein, damit der Held wirklich strahlen kann (abgesehen davon, dass der Bösewicht meist dann dennoch mehr überzeugt). Man sagt nicht umsonst, dass der Held nur so gut, wie sein Gegner, ist. Falls man allzu viel Sympathie für den Bösewicht empfindet, ähnelt er schon wieder mehr einem Antiheld - Ausnahmen gibt es natürlich auch, aber die bestätigen bekanntlich nur die Regel :wink: .
Die Sache mit der Hintergrundgeschichte verstehe ich icht. Einerseits findest du es gut, wenn man viel über den Bösewicht weiß, seine Taten verstehen kann (Sympathie?!) und er mehrdimmensionaler Natur ist. Doch andererseits magst du den Pinguin genau deswegen nicht, obwohl doch das Resultat, ihn als eine Art Antiheld anzusehen, durch seine grausamen, nicht durch seine Vergangenheit gerechtfertigten, Taten verhindert wird.

Auch stimme ich dir nicht bei der Aussage, Batman/Bruce Wayne würde zu wenig in Erscheinung treten, zu. Durch den weniger dominanten Bösewicht (denn trotz meiner Begeisterung für den Charakter des Pinguins, reicht dieser natrülich nicht an den Joker heran) wird Batman bzw. Bruce Wayne und der Konflikt zwischen den beiden, auch durch die von dir zurecht lobend hervorgehobene Liebesgeschichte, viel mehr vertieft, als dass noch im ersten Teil der Batmanfilmreihe der Fall war.

In Sachen Atmosphäre und Spannung kann ich dir dafür voll und ganz zustimmen.

Zu der Äußerung von Agent 009: Batmans Rückkehr unter Batman und Robin einzusortieren, finde ich tatsächlich auch eher merkwürdig. Batman Forever dagegen halte ich für unterschätzt.

VJ007

Re: Der Batman-Thread

15
Ich dachte mir schon, dass meine Kritik für etwas verwirrung sorgt. Es ist nur so, bei "Batmans Rückkehr" bin ich mir sehr unschlüssig: Einerseit finde ich ihn aufgrund seiner Düsternis fazinierend, aber andererseits fand ich hat es Burton mit der Düsternis auch etwas übertrieben. Ebenso wie beim Pinguin, einerseits verleiht ihm seine traurige Vorgeschichte Tiefe, andereseits hat man einfach zu viel Mitleid mit ihm, dadurch erinnert er einem mehr "Der Glöckner von Notre-Dame". Ihn am Ende so dramatisch sterben zu lassen finde ich schon hart, man hätte es lieber noch etwas netter für ihn enden lassen sollen, so wie ich es in meiner Kritik vorgeschlagen habe.
Es war mir auch klar, dass es viele wundern wird, dass ich den Film schlechter finde als "Batman und Robin", aber es ist nun mal meine Meinung. Vom Unterhaltungswert finde da nun mal "Batman und Robin" besser, ich empfinde es einfach so und "Batman Forever" halte ich auch für unterschätz.
"Verstehen Sie mich nicht falsch es ist nichts persönliches, es ist was rein geschäftliches."
cron