Zukunft von Bond

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Ich denke die Bondfilme werden sich nicht mehr ganz so lange halten können.
Ich denke Craig wird vielleicht noch so 3 Filme machen, vielleicht auch 4 wenn sie es endlich wieder schaffen den 2-Jahres-Rhytmus hinzubekommen.
Und nach Craig werden wir vielleicht noch einen weiteren Darsteller haben der dan nochmal 3 Filme macht und dan ist Schluss mit der Serie.
Ich denke einfach das dan Niemand mehr Bond sehen will.
Hätte man 2006 den Neustart nicht gemacht denke ich wäre die Serie vielleicht schon in 5 Jahren zu Ende.
Könnte mir auch vorstellen das so in 15 Jahren die Rechte der Bondfilme an andere weitergegeben werden, auch wenn es bestimmt immer in der Familie bleiben wird, die dan nochmals ein Reboot produzieren.
Auch für möglich halte ich es das man irgendwann einen Film oder eine Trilogie über die Jugend von Bond macht oder wie er zum Geheimdienst gekommen ist.
Ich behaupte Bond 23 wird der erfolgreichste Film werden von allen die noch folgen und dan gehts leicht Berg ab wie in den 80ern, nur immer wieder wird sich die Serie nicht neu erfinden können.
Was meint ihr ?
Ohne Top ? Onatopp !

Re: Zukunft von Bond

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Ich sehe nicht den geringsten Anlass für die hier geäußerte Spekulation. Die Bondfilme sind eine der erfolgreichsten Filmserien der Welt, sie versprechen den Produzenten kontinuierliche, sichere Einnahmen. Die jüngere Geschichte seit 1995 zeigt, dass sich der Erfolg der Filme auf einem guten Niveau stabilisiert hat. Der Restart der Serie mit CR zeigt, dass sogar noch Luft nach oben ist. Qualitativ waren die Filme eigentlich nie so gut wie die letzten beiden (auch wenn ich QOS in vielerlei Hinsicht für schwach halte). Es interessieren sich immer mehr hochklassige Regisseure, Kameramänner und Darsteller für Bond. Nie wurde ein Film so hoch gelobt wie CR.

Es gibt aktuelle nicht ein einziges Anzeichen dafür, dass das Interesse an der Serie nachlässt und mit jedem neuen Medium (aktuell Blue Ray) werden die Filme wieder x-milion mal verkauft. Spekulationen für jeden Bondfilm beginnen schon Jahre vor dem Start der Dreharbeiten...

und last but not least: Warum sollten die Kinofans aufhören, gute Unterhaltungsfilme sehen zu wollen??? Man darf nur nicht zulassen, dass die Serie verwässert wird, in dem man zu viele Filme schnell hintereinander dreht, in dem man TV Filme autorisiert oder die Darsteller zu schnell wechselt. Eine gewisse Kontinuität -auch bei der Qualität - ist wichtig
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Re: Zukunft von Bond

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Was ich an deinen Gedankenspielen ein bisschen vermisse sind die Gründe für den von dir prognostizierten Niedergang. Warum will niemand mehr Bond sehen? Warum erst nach 6 weiteren Filmen? Warum ohne Reboot bereits früher?

Ich versuche mich mal daran das ganze etwas argumentativ anzugehen: Fakt ist, wie Daniel schon sagte, dass die Bondserie als extrem erfolgreiche und vor allem extrem langlebige Filmserie etabliert ist. Seit Craigs Rollenübernahme und dem damit einhergehenden Reboot sogar noch in bisschen erfolgreicher. Tatsache ist aber auch, dass auch die Brosnan-Filme Umsätze auf kontinuierlich hohem Niveau einspielten, von daher entbehrt die oft gehörte Aussage, dass eine Fortführung dieser Linie zum unweigerlichen kurzfristigen Ende der Serie führen würde jeglicher Grundlage. Mag sein dass ein CR mit Brosnan im Stile eines spassigen und überdrehten Actionspektakels nicht ganz den Umsatz erzielt hätte wie der „neuwertigere“ Craig-Film, aber wenn das Ding auch „nur“ 350-400 Millionen Boxoffice erzielt hätte könnte man sicherlich auch nicht wirklich von beginnendem Niedergang sprechen.

Das bringt mich zum nächsten Punkt: die Filme der Bondserie waren über 40 Jahre in ihrem Aufbau, ihrem Stil und ihrem Anspruch nahezu unverändert und blieben dennoch aufgrund ihres kontinuierlich hohem Niveau extrem Erfolgreich. Seit 2006 wurden diese Punkte teilweise recht drastisch verändert mit dem Resultat dass der Erfolg sogar noch zunahm. Dies ist zwar ein toller Erfolg, es muss sich aber erst zeigen, ob dieser Ansatz auch mittel- bis langfristig beim Publikum Anklang findet. Film-Serien, die mit einem Neuansatz große Erfolge feiern sind ja nun wirklich keine Seltenheit, eine Serie die mit nahezu unverändertem Ansatz jahrzehntelangen Erfolg hat ist aber einmalig. Aus diesem Grund denke ich nicht, dass der „neue“ ernstere und anspruchsvollere Ansatz auf Dauer so erfolgreich laufen wird wie der „alte“ Ansatz, ganz einfach weil es eine beispiellose Erfolgsgeschichte ist und der Normalfall so aussieht, dass eine Film-Serie nach ein paar Filmen sich aus Umsatzsicht totläuft.

Also doch unausweichlicher Niedergang? Nicht zwingend. Es bleibt ja immer noch die Option wieder zum alten Stil zurückzukehren. Allerdings ist natürlich auch bei dieser Option ein Szenario denkbar, dass nach einem Jahrzehnt des Stilwechsels das Publikum den alten Stil nicht mehr in dem Maße annimmt wie früher. Der „alte“ Stil war 40 Jahre kontinuierlich präsent im Kino, es gab nur kosmetische Korrekturen. Das Publikum wechselte in dieser Zeit (der Großteil der Kinogänger rekrutiert sich ja erfahrungsgemäß aus der jüngeren Zielgruppe), da Bond aber immer unverändert da war wurde das jeweils nachwachsende Publikum auch immer gleich an ihn gewöhnt. Von daher bin ich auch skeptisch, ob eine Rückkehr so nahtlos funktionieren würde. Ich bin da auch eher pessimistisch und denke, das eine „Systemwiederherstellung“ statt des Reboots zwar vermutlich aufgrund des „Neuheits-Faktors“ (bzw in diesem Falle eher „Altheits-Faktor“) im ersten Film erfolgreich laufen würde, dass mittelfristig die Umsatzzahlen aber weit hinter denen der letzten 50 Jahre zurückbleiben würden weil die Wurzeln der Serie nicht mehr wirklich vorhanden wären.

Auch wenn ich jetzt vielleicht gesteinigt werde: für mich sind die Bondfilme bereits seit mehr als 20 Jahren hirntot und werden künstlich weiter am Leben gehalten. Die Figur Bond wie auch die Filme passen meiner Meinung nach nicht mehr in die aktuelle Kinolandschaft und auch nicht mehr in unsere aktuelle, politisch korrekte Gesellschaft. Der Erfolg ist da, sicherlich, aber die Filme haben längst ihre Ausnahmestellung verloren wie auch die Figur Bond und sind zu einem unter vielen anderen geworden. Alle aktuellen Versuche, die Serie und die Figur „neuzuerfinden“ sind Symptome dafür, dass das Ding nicht mehr läuft und man die Serie eben irgendwie am Leben halten möchte. Wie oben ausgeführt halte ich es jedoch nicht für realistisch, dass sich mittels eines neuen Ansatzes ein ähnlich langlebiger Erfolg erzielen lässt.
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Re: Zukunft von Bond

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Ich setze zu AnatolGogol's geäußerter These noch eins drauf, und behaupte die Bond-Serie wird bereits seit 40 Jahren künstlich am Leben gehalten.
Die sarkastisch-ironischen Brechungen von fast jeglichem ernsthaften Ansatz des Franchise in DAF, ist ein deutliches Indiz dafür, das sich die Reihe bereits zu diesem, aus heutiger Sicht recht frühen Zeitpunkt, schon selbst überlebt hatte.
Und schon damals wurden Thesen über den baldigen Untergang der Serie aufgestellt, die vermutlich äußerst plausibel und wahrscheinlich wirkten.
Welcher Realist hätte Anfang der 70er voraussehen können, das sich das Franchise bis ins 21. Jahrhundert halten würde ?

Ein Phänomen das die Bond-Reihe schon lange begleitet, ist das kontinuierliche Interesse des Konkurrenz-Business am Pop-Phänomen Bond.
Die großen 90er Jahre-Erfolge von zeitweise im Smoking auftretenden Superagenten (True Lies, Mission Impossible) und das Durchstarten einer Film-Figur wie Austin Powers waren schon vor 15 Jahren ein die Reihe begleitendes Indiz, das das Bond-'Genre' immernoch auf ein breites Publikumsinteresse stößt. Und das die beiden 00er-Serien, die mit der Craig-Ära von Kritikern am meisten in Zusammenhang gebracht werden, sich bei der Namensgebung ihres Titelhelden (Jack Bauer, Jason Bourne) auf recht unverschämte Weise an einem großen Vorbild orientierten, dürfte mehr als offensichtlich sein.

Wie hier in der Thread-Eröffnung schon richtig angemerkt wurde, ist die Bond-Reihe heute ein Franchise unter vielen. Jedoch verleiht die immense popkulturelle Status der Serie eine so extrem ungewöhnliche Aura, das ich mir sicher bin, das die Reihe das Ende des Mediums Kino noch miterleben wird. Auch wenn sowohl die Besetzung als auch der Stil der Craig-Filme polarisiert, ändert dies nichts daran das das Label 'James Bond' fest eingraviert ist, in das mediale Selbstverständnis des westlichen Kulturkreises. Das die Reihe ihr vertrautes Grundszenario stets in erster Linie von einem längst vergangenen Bezugsrahmen in die jeweilige Gegenwart transferiert, ist meiner Meinung mittlerweile eigentlich sogar Teil des Selbstverständnisses des Franchise geworden.

Nicht destotrotz besteht die Möglichkeit das gravierende Fehlentscheidungen der Serie langfristig Schaden zufügen können. Die hier bereits zur Sprache gebrachte Möglichkeit einer TV-Auswertung halte ich für ein passendes Negativ-Beispiel. Von daher empfinde ich es auch so, das die Unterbrechung des 2-Jahres-Rhythmus der Reihe eher zum Vorteil gereicht, als zu schaden - so sehr dies die Fan-Gemeinde auch ärgern mag.

Wirft man einen vergleichenden Blick auf STAR TREK, dieses andere aussergewöhnliche Franchise-Phänomen, das es geschafft hat seine 60er-Jahre-Phase über ganze Dekaden zu überleben, kann man deutlich erkennen, mit welchen Entscheidungen die verantwortlichen Produzenten und Studio-Bosse dem Publikumsinteresse langfristig beträchtlichen Schaden zufügten. Zuviel Produktionen innerhalb viel zu kurzer Zeit führten unweigerlich zur 'Franchise-Ermüdung', ein Begriff der von diversen Verantwortlichen im Nachhinein sogar selbst in den Raum geworfen wurde. Erst mit dem Beschränken auf ein nur alle 3 Jahre wiederkehrendes Groß-Event (wie das 2012 erscheinende Sequel des Kino-Reboots), ist zu beobachten wie das Publikumsinteresse an diesem Popkultur-Phänomen wieder zu wachsen scheint.

Es spricht für die Macher der Bondreihe solche Fehler bisher vermieden zu haben...
Zuletzt geändert von Dr. moVe am 1. Juni 2011 12:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zukunft von Bond

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Dr. moVe hat geschrieben:Ich setze zu AnatolGogol's geäußerter These noch eins drauf, und behaupte die Bond-Serie wird bereits seit 40 Jahren künstlich am Leben gehalten....
Dein Ansatz leuchtet ein und ist absolut plausibel. Andererseits stellt sich in diesem Zusammenhang natürlich die Frage, in wie weit die Bondfilme als wie du es so treffend formuliert hast „fest eingraviertes Label“ zu Selbstläufern geworden sind. Ist der Inhalt und die Herangehensweise der Filme also tatsächlich völlig irrelevant solange man das Endprodukt als James-Bond-Film verkauft (immer natürlich eine gleich bleibend hohe handwerkliche Qualität vorausgesetzt)? Wenn dem so ist, dann braucht man sich vermutlich über die Zukunft der Serie wirklich keine Gedanken zu machen. Allerdings glaube ich nach wie vor nicht wirklich, dass es sich so verhält. Du nanntest die Beeinflussung des Konkurrenz-Business als Indiz für die Bedeutung und den gleich bleibenden Erfolg der Bondfilme. Auch hier gebe ich dir recht, allerdings hat sich genau hier meiner Meinung nach das Blatt gedreht. Dass sich Bondfilme derart an Stil, Optik und Ansatz an der Konkurrenz orientiert haben wie CR und QOS an Bourne, Batman und Konsorten hat es zuvor nie gegeben. Der Erfolg gibt den Machern recht, allerdings sollte man dabei nicht übersehen dass genau dadurch die „Marke Bond“ gleichzeitig auch an Eigenständigkeit und damit letztlich auch an Wert verliert. Das meinte ich mit „einer unter vielen“ und dies ist auch einer der Gründe warum ich davon ausgehe, dass mit dem Reboot die Karten neu gemischt worden sind und die Selbstläufer-These eventuell doch nicht zutrifft.
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Re: Zukunft von Bond

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Die von Dir skizzierte Problematik sollte man aufjedenfall in seine Reflexionen über die Zukunft der Reihe einbeziehen. Allerdings empfinde ich die Anbiederung an den aktuellen Publikumstrend und den damit drohenden Idenditätsverlust der Reihe im Verhältnis zu früheren Bondepochen nicht so dramatisch, wie das von vielen Zeitgenossen wahrgenommen wird.

Das plakativste Beispiel, wie relativ unbeschadet die Reihe einen stilistischen Identitätsverlust verkraftet hat, ist für mich LTK. Nicht nur die Brutalität, die Musik, der Charakter gewisser Nebenfiguren und das grobe Handlungsszenario wurden den gerade erfolgreichen Konkurrenz-Produktionen angeglichen, es war auch die Bondfigur selber, die in ihrer sadistischen Gnadenlosigkeit (man denke nur an die Milton Krest-Szene) ziemlich heikle Symphatie-Grenzen überschritt, welche die Ansätze des Craig-Bond-Typus im direkten Vergleich gar nicht so extrem gewagt erscheinen lassen, wie es oft dargestellt wird. Und abgesehen davon finden sich in allen Bond-Filmen die seit LTK entstanden sind, viele postmoderne Ansätze die erst mit diesem Film ins Franchise Einzug hielten.

Immerwieder wurde von Bewertungs-Fraktionen die CR zerrissen der Bourne-Plagiat-Vorwurf vorgebracht - aber auch wenn der erste Bourne-Film das Genre unter vielen Gesichtspunkten revolutionierte, entpuppte sich Martin Campbell's Bondfilm von 2006 im nachhinein gesamtmedial betrachtet als wesentlich eindringlicheres popkulturelles Zugpferd als besagter Bourne-Film. Das gilt vorallem für die Bourne-Sequels, die meiner Meinung nach, selbst nicht eigenständig und revolutionierend neuartig genug sind, um als unantastbare, sprudelnde Ideen-Quelle honoriert zu werden - geschweige denn als vom Massen-Zuschauer potenter wahrgenommenes Franchise dieser Dekade. Ich stufe die Wahrscheinlichkeit höher ein, das es weniger Bourne Nr. 2 und 3 sein werden, die sich in 15 Jahren ins Langzeit-Gedächtnis des Massen-Publikums eingraviert haben, als die Nachfolgefilme von CR - vorausgesetzt die Bondmacher schaffen es mal wieder, ein paar plakative Erinnerungs-Momente (wie die Kran-Szene in CR oder der Panzer in GE) in die Filme zu integrieren... Bei aller Liebe zu QOS muß ich zugeben, das das künftige Fehlen solcher Momente sich problematisch für die Reihe auswirken könnte.

Womit wir wieder beim Punkt 'Beliebigkeit' angekommen wären...
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Re: Zukunft von Bond

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Ich denke der LTK-Vergleich hinkt in sofern, als dass der Film eine einmalige Abweichung zum Standard darstellt (die ich persönlich zB als weit weniger einschneidend empfinde wie den 2006er Reboot) wie beispielsweise auch OHMSS. Bereits im nächsten „Teil“ ging es ja wieder munter weiter, als ob es LTK nie gegeben hätte. Dies ist in der Ära Craig aber so nicht zu erwarten. Ich glaube nicht, dass man sich besonders weit aus dem Fenster lehnt wenn man behauptet dass alle weiteren Filme mit Craig sich an der Marschroute seiner beiden Erstlinge orientieren werden.

Ich halte CR als Film für deutlich gelungener als Bourne I und Batman Begins, aber dennoch lässt sich nicht abstreiten dass der Film sich großzügig bei der erfolgreichen Konkurrenz bedient hat. Mag sein, dass man in Zukunft CR weit mehr in Erinnerung behalten wird als die beiden Vorbilder, das macht ihn aber trotzdem nicht innovativer. Ich halte es schon für bedenklich, wenn man seine eigene filmische Identität zu Gunsten derer der gerade massenkompatiblen Konkurrenz aufgibt. CR hat in meinen Augen letztlich eben doch wesentlich mehr gemein mit Bourne und Batman als mit GF und TSWLM.

BTW: findest du die Bondfigur in LTK tatsächlich sadistischer/gnadenloser als in anderen Filmen? Mal abgesehen davon dass er auf Rache aus ist sehe ich da auch kein skrupelloseres Handeln als sonst. Die expliziteren Gewaltszenen lassen evtl. diesen Eindruck entstehen, aber das Explodieren in einer Druckkammer oder das Gefressenwerden von einem Hai ist als Todesart vermutlich auch nicht unangenehmer als von einer Druckluftpatrone zerfetzt oder von Piranhas goutiert zu werden :wink: .
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Re: Zukunft von Bond

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Bezüglich der Innovation muß ich dir vollkommen recht geben. Dafür verdient wirklich keiner der letzten 6 Bondfilme einen Preis.

Den Bourne-Vergleich zog ich genau deswegen heran, weil es meiner Meinung nach für den erfolgreichen Fortbestand der Bondreihe gar nicht darauf ankommt, das sie innovative Akzente setzt, sondern vielmehr wie perfekt sie aktuelle Trends für sich selbst zu nutzen weiß.

Fokusiert man seinen Blick auf Bondfilme wie TMWTGG, MR, LTK und DAD, dann besitzt das Bondfranchise schon ziemlich lange Tendenzen zur Ideen-Piraterie. Das ist in meinen Augen jedoch immer dann bewundernswert wenn so eine Dreistigkeit auch noch souverän funktioniert. Im Falle von CR finde ich es schon erstaunlich wie großartig man hier von anderen erdachte, neue Ideen mit einem alten Fleming-Roman kombinierte das ein echter Publikumsknaller entstehen konnte. Und es wäre meines Erachtens ein Fehler so einen Vorgang als cineastischen Werteverfall anzusehen. Nicht nur die Film-, sondern die gesamte Weltkulturgeschichte ist ja voll von Plakiaten. Sie sichert deren vorbestehen genauso wie echte Innovationen. Und das Bondfranchise selbst, ist ja seit seinem Erscheinen ein Crossover unterschiedlichster 'geklauter' Ideen. Auf unzählige andere Serien-Konzepte wie 'Star Wars' trifft das selbe zu. Die Frage ist eben jeweils stets nur wie hochwertig und attraktiv bzw. interessant das Zusammenfügen der entsprechenden 'geklauten' Ideen am Ende wirkt.

Ein veranschaulichendes Beispiel ist die Hubschrauber-Sequenz in FRWL,
die sich ziemlich plakativ bei Alfred Hitchcock bedient, und die dennoch nicht verhindern konnte, das der Film bis heute als einer der stärksten Beiträge des Franchise gilt...
AnatolGogol hat geschrieben: BTW: findest du die Bondfigur in LTK tatsächlich sadistischer/gnadenloser als in anderen Filmen?
Sadismus gibt es in der Bond-Reihe eigentlich in jedem Film. Es ist allerdings der Leistung der Filmemacher zu verdanken, das dieser meist so verpackt wurde, das Bond weiterhin für die breite Masse ein Symphatie-Träger blieb.

Diesen Pfad verläßt LTK für mich: Er läßt Milton Krest mit geplantem Kalkül blindlings in die Falle tappen und wird dann auch noch zum genüßlichen Zuschauer des bestialischen Resultats seiner intriganten Machenschaften. Hier sehe ich einen deutlichen Unterschied zu einem Zweikampf auf Leben und Tod bei dem Bond auf brutale Weise als Sieger hervorgeht. Selbst bei den meisten Exekutionen Bonds die ohne Zweikampf ablaufen, wurde er kurz vorher noch von den entsprechenden Protagonisten mit dem Leben bedroht: siehe Stromberg, Drax, Carver und Co...
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Re: Zukunft von Bond

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Dr. moVe hat geschrieben: Fokusiert man seinen Blick auf Bondfilme wie TMWTGG, MR, LTK und DAD, dann besitzt das Bondfranchise schon ziemlich lange Tendenzen zur Ideen-Piraterie. Das ist in meinen Augen jedoch immer dann bewundernswert wenn so eine Dreistigkeit auch noch souverän funktioniert. Im Falle von CR finde ich es schon erstaunlich wie großartig man hier von anderen erdachte, neue Ideen mit einem alten Fleming-Roman kombinierte das ein echter Publikumsknaller entstehen konnte. Und es wäre meines Erachtens ein Fehler so einen Vorgang als cineastischen Werteverfall anzusehen. Nicht nur die Film-, sondern die gesamte Weltkulturgeschichte ist ja voll von Plakiaten. Sie sichert deren vorbestehen genauso wie echte Innovationen. Und das Bondfranchise selbst, ist ja seit seinem Erscheinen ein Crossover unterschiedlichster 'geklauter' Ideen. Auf unzählige andere Serien-Konzepte wie 'Star Wars' trifft das selbe zu. Die Frage ist eben jeweils stets nur wie hochwertig und attraktiv bzw. interessant das Zusammenfügen der entsprechenden 'geklauten' Ideen am Ende wirkt.

Ein veranschaulichendes Beispiel ist die Hubschrauber-Sequenz in FRWL,
die sich ziemlich plakativ bei Alfred Hitchcock bedient, und die dennoch nicht verhindern konnte, das der Film bis heute als einer der stärksten Beiträge des Franchise gilt...
Es geht mir weniger um das „Ausborgen“ einzelner Ideen als um die Übernahme des gesamten Konzeptes. MR unterscheidet sich trotz der Star Wars-Anlehnungen kaum von Filmen wie YOLT oder TSWLM. LALD ist trotz der Blaxploitation-Anleihen ein typischer Serienbeitrag. CR setzt aber ganz andere Schwerpunkte und entfernt sich bewusst vom früheren Ansatz. Hier dienen Bourne & Batman nicht als Vorlage um den gewohnten Ansatz etwas an die gängigen Kinotrends anzugleichen sondern als Blaupause für einen ganz neuen Ansatz. Die Macher wollen, dass ihre Filme jetzt ernst genommen werden, nicht umsonst bemüht man sich mittlerweile um möglichst „künstlerisch beleckte“ Regisseure und Autoren. Ich halte dies als dauerhaften Ansatz für den falschen Weg im Hinblick auf einen erfolgreichen Fortbestand der Serie.
Dr. moVe hat geschrieben: Sadismus gibt es in der Bond-Reihe eigentlich in jedem Film. Es ist allerdings der Leistung der Filmemacher zu verdanken, das dieser meist so verpackt wurde, das Bond weiterhin für die breite Masse ein Symphatie-Träger blieb.

Diesen Pfad verläßt LTK für mich: Er läßt Milton Krest mit geplantem Kalkül blindlings in die Falle tappen und wird dann auch noch zum genüßlichen Zuschauer des bestialischen Resultats seiner intriganten Machenschaften. Hier sehe ich einen deutlichen Unterschied zu einem Zweikampf auf Leben und Tod bei dem Bond auf brutale Weise als Sieger hervorgeht. Selbst bei den meisten Exekutionen Bonds die ohne Zweikampf ablaufen, wurde er kurz vorher noch von den entsprechenden Protagonisten mit dem Leben bedroht: siehe Stromberg, Drax, Carver und Co...
Auch Krest hat zuvor Bonds Leben bedroht (bei dessen erstem Ausflug auf die Wavecrest). Natürlich stimmt es, dass Bond Krests Tod billigend in Kauf nimmt um sich in Sanchez Organisation einzuschleichen. Aber das ganze wird ja dadurch „legitimiert“, dass es nur Leute trifft, die ordentlich Dreck am Stecken haben. Krest ist kein zufälliges Opfer. Er wird nicht umsonst gleich zu Beginn als versoffener, lüsterner Möchtegernvergewaltiger eingeführt. Ich empfinde Bonds Charakter in LTK auch nicht dunkler als zB in den „lustigen“ Roger Moore-Vehikeln LALD oder TSWLM, in denen Bond zu Gunsten seines Auftrags Gewalt gegen Frauen und sogar ihren Tod billigend in Kauf nimmt. Es fehlt halt lediglich der abmildernde Humor.
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Re: Zukunft von Bond

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Also, ich bin doch sehr überrascht über die Diskussion.

Reden wir von der Bedeutung der Filmreihe? Reden wir von der Innovationskraft oder reden wir schlicht vom Erfolg und baldigen Ende der Reihe???

Bedeutung: Bond hat nach wie vor eine vollkommen andere Bedeutung im pop-kulturellen Sinne als jede andere Filmreihe. Sei dies nun rein historisch begründet oder nicht. Es ist so! Und zwar weltweit und in vielen Ländern noch nicht mals auf dem Höhepunkt angekommen. Bond-Plagiate in Werbungen, Musik Videos à la Bond, Bond Merchandising und und und.

Innovationskraft: Die Serie hat sich immer weiter entwickelt und teilweise sogar heftigst auf den Zug der Zeit aufgesprungen (MR, LALD...). Gleichzeitig ist vollkommen klar, dass eine Serie wie diese inhaltlich nicht mit jedem Film vollkommen innovatives bieten kann. Aber stört dass jemanden bei 10.000 Folgen einer Telenovela? Bei 500 Folgen Star Trek... (übrigend der Vergleich von oben hinkt, da Star Trek Filme nie wirklich große Erfolge waren... die Langlebigkeit hängt einzig und allein am TV Phänomen)

Erfolg und baldiges Ende: Wie schon am Anfang von mir beschrieben gibt es keinen Grund für ein baldiges Ende. Der Erfolg ist stabil seit 1995 und teilweise sogar steigend mit Veränderungen. Bond überlebt Veränderungen, Bond überlebt Darstellerwechsel, Bond überlebt Trends und Generationen. Bond ist also erwiesenermaßen zukunftssicher. Dass die Serie sich seit den späten 60ern nicht mehr selbst ernst nimmt, ist umso besser!

Last but not least: Deutlich erfolgreichere Ausnahme-Filme gab es zu jeder Zeit (vielleicht nur nicht 1965). Diese wird es auch immer geben. Auch wenn ich mir natürlich auch wünsche würde, dass Bond mal so erfolgreich ist wie ein Potter Film. Aber DAS sind eben die großen Phänomene eine begrenzten Zeit. Sozusagen die Sprinter im Vergleich zum Marathon-Bond
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Die Zukunft der Bond-Reihe

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Hinweis: Dieser Beitrag steht außerhalb der gerade laufenden Dikussion




Der Beginn - der Innovationsschub durch die Bond-Filmreihe in den Sechzigern

Die von EON Productions Limited produzierten James Bond-Filme stellen in meinen Augen nicht nur innerhalb der Filmbranche einen etablierten brand name dar, sondern präsentieren ein popkulturelles Phänomen auch über diese Grenzen hinaus. Man erinnere sich beispielweise daran welchen Auftrieb das Spiel "Poker" nach dem Start von "Casino Royale" (2006) in unseren Landen bekommen hat oder etwa das Unverständnis erst einmal hinsichtlich der deutschen Formulierung zu "Ein Quantum Trost" und wie dieses Ausnahmewort heute gerne süffisant im ironisch gebrochen Kontext von Journalisten in anderen Themenbereichen als Überschriftenaufhänger gerne genutzt wird.

Loteten die ersten fünf Folgen die spezifischen Kennmerkmale der Serie aus - wie etwa den signifikanten Pre-Title, den einprägsamen Titelsong, die innovativen Gagdets, das visual beeindruckende Schurkenversteck, u.a. - so machten die anschließende Beiträge noch von einfallsreichen Ideen innerhalb gelungener Actioneinlagen Furore.
Während Regisseur Peter Hunt mit seinem Ausnahmefilm"On her Majesty's Secret Service" (1969) so gut wie jeglichen Aspekt zeitgeschichtlichen Geschehens ignorierte, integrierten die Bond-Filme mit Beginn der Siebzigern auch mal mehr oder auch mal weniger intensiv Einflüsse anderer frisch entstandener Filmbeiträge und woben deren Genre bestimmenden Eigenheiten mal mehr oder weniger auffällig in den eigenen aktuell gerade entstehenden Filmbeitrag mit ein.


Die Produktionsgesellschaft

Neben der einmaligen Situation, die zur Zeit längste erfolgreichste Kino-Reihe der Welt zu sein, stellt der Tatbestand, dass ein von der Filmbranche unabhängig agierendes Familienunternehmen für die Fertigung der Beiträge verantwortlich ist, einen Ausnahmezustand innerhalb Hollywoods dar. Hier ist und bleibt es Hauptaufgabe der Filmschaffenden den Zeitgeschmack einer jeweiligen Generation immer wieder geschickt neu einzufangen, der dafür sorgt, dass die Filme von der jeweils gerade heranwachsenden gleichen Altersgruppe der 12- bis 16-Jährigen als Hauptzielgruppe jedes Mal wieder als frisch und hipp erlebt werden.
Hier ergibt sich nun der Punkt, dass sich innerhalb des Unternehmens EON Productions Limited in nächster Zeit ein Stafelwechsel ergeben muss, da Michael G. Wilson auf Grund seines Alters nicht mehr der Jüngste ist und man nur hoffen kann, dass die Produzenteam aus den Fehlern der eigenen Vergangenheit gelernt zu haben, welche Gründervater Albert R. Broccoli seiner Zeit noch begangen hat, in dem er Teilverantwortung erst in den Achtzigern innerhalb des Familienkonzerns für die Herstellung der Filme an angehende Erben abgegeben hat. Im Vorfeld der Produktion von BOND XXIII ist jedenfalls erstmalig ein Sohn von Michael G. Wilson in Erscheinung getreten, so dass Hoffnung besteht, den Nachwuchs etwas früher an den Familienkonzern heranzuführen, so dass ein kontinuierlicher Ablauf eher gewährleistet als in der Phase der John Glen-Filme.

Die Geldgeber

Im Gegensatz zu EON Productions Limited hat die Historie gezeigt, dass ein einzelner verlässlicher Dauerpartner für die Finanzierung der Filme nicht zur Verfügung stand, sondern dass finanzielle Unwägbarkeiten innerhalb der Geschäftsbereiche immer wieder zu Wechseln innerhalb der US-amerikanischen Filmbranche und deren Hauptanteilseignern geführt haben. Der jeweils gerade agierende Finanzier legt innerhalb seiner zu produzierenden Angebotspalette fest, welche Wertigkeit er den Bond-Filmen zugesteht und welchen monetären Aufwandsspielraum er der anstehenden Produktion zukommen lassen möchte.
Da sich die Budgetierung von Blockbusterproduktionen innerhalb des letzten halben Jahrhunderts überproportional zu den erwartenden Gewinnen verteuert hat, hat sich der Spielraum um ein vielfaches reduziert, so dass neben den weltweiten Einspielergebnissen an den Kinokassen heute auch Pay-TV-Nutzungsrechte, DVD- und blu-ray-Verkäufe als auch die Verwertungsrechte im Fernsehen miteinkalkuliert werden um ein Plus zu erwirtschaften.


Bestandssituation

Während zu Mitte der Sechziger die Bond-Filme Marktführer in ihrem Genre hinsichtlich Ideengebung und Einspielergebnissen waren, hatten sie in den Siebzigern das Glück ohne wirklich nennenswerte Konkurrenz agieren zu können, welche mit den Achtzigern schlagartig verebbte und die Erfolgskurve des Franchises gewaltig ins Truddeln brachte.
Mit der Zwangspause Anfang der Neunziger, hervorgerufen durch den Streit mit Paretti, hatte der Verleihkonzern mit dem Start von "GoldenEye" 1995 das große Glück weit außerhalb des Blockbustersommers sein Produkt in die Kinos zu lancieren, so dass am Ende ein veritabler Erfolg im Raum stand. Seitdem haben sich die Filme - auch aufgrund sich neu öffnender Märkte - ihren Ergebnissstand mit dem Einstandsfilm eines neu antretenden Hauptdarstellers halten könnnen, während die Nachfolgeproduktionen etwas unter oder über pari lagen. Ist man sich darüber im klaren dass der jährliche Inflationswert in den Vereinigten Staaten von Amerika im Durchschnitt einiges höher als in der Bundesrepublik Deutschland liegt, erweist sich das Ergebnis von "Casino Royale" (2006) zum elf Jahre zurückliegenden "GoldenEye" gar nicht als so sensationell, wie der Wert im ersten Augenblick scheinen will. Schon bei einem Durchschnittsinflationswert von gerade Mal jährlichen fünf Prozent hätte Craigs Einstands-Bond-Film etwas weniger gemacht als Brosnans Einstiegsfilm als Bond-Darsteller.


Zukunftsvariablen

Betrachtet man die Zahlen der vergangenen Bond-Filme in marktanalytischer Hinsicht so ergab sich nach dem vierten Auftritt eines Bond-Darstellers immer ein Zuschauerschwund beim Massenpublikum, so dass ich persönliche damit rechne, dass für Daniel Craig nach BOND XXIV Schluß ist. Während man zu Zeiten von Pierce Brosnans Einstand noch das mediale Gefühl vermittelt bekam, dass es keinen anderen Mimen für die Rolle des berühmten Agenten geben könnte, war dieses Vorstellungsspektrum bei der Verpflichtung des sechsten Darstellers für die Kinoreihe ad acta gelegt worden, so dass man sich heute nicht mehr so schwer damit tut nur einen bestimmten Darsteller in dieser Lifetime-Rolle akzeptieren zu können.

Sicherlich wird es auch in Zukunft immer wieder Stolpersteine geben, die das Franchise in dem einen oder anderen Moment in der Erfolgskurve zurückwerfen und zu verlängerten Auszeiten führen werden, solange man jedoch den gerade aktuellen Zeitgeschmack der Masse trifft und man auf lange Sicht gewinnorientiert operiert, wird die Serie am Markt bestand haben. Dabei gilt aber zu berücksichtigen: Als Globalplayer in der konkurrierenden Marktschlacht von Big Bugdetproduktionen im amerikanischen Kinosommer hat die Serie heute keine Garantie mehr sich automatisch erfolgreich zu behaupten. Ihren jetzigen Marktnischen-Startplatz im Spätherbst/Frühwinter ermöglicht ihr dagegen noch den medialen Aufmerksamkeitshype der Medien und das gewaltige Zuschauerinteresse, da artverwandte Genrebeiträge nicht direkt in Konkurrenz (bisher) angetreten sind.


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Re: Zukunft von Bond

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danielcc hat geschrieben: Erfolg und baldiges Ende: Wie schon am Anfang von mir beschrieben gibt es keinen Grund für ein baldiges Ende. Der Erfolg ist stabil seit 1995 und teilweise sogar steigend mit Veränderungen. Bond überlebt Veränderungen, Bond überlebt Darstellerwechsel, Bond überlebt Trends und Generationen. Bond ist also erwiesenermaßen zukunftssicher.
Und genau das sehe ich anders. Du bewertest die Zukunftssicherheit der Serie auf Basis der letzten 22 Filme, da du die Veränderungen seit CR als nicht gravierender ansiehst als andere in der Vergangenheit der Serie. Ich bewerte die Zukunftssicherheit auf Basis der letzten beiden Filme, da meines Erachtens der Ansatz der Filme hier ein komplett anderer ist und daher meiner Meinung nach nicht wirklich eine Vergleichbarkeit mit dem kontinuierlichen Erfolg der 20 Filme Filme davor gegeben ist. Letztlich maßen wir hier ja alle nur kräftig mut und natürlich ist mir die Zugkraft des Produktes Bond unabhängig von filmischen Ansätzen welcher Art auch immer durchaus bewusst. Ich rechne auch nicht wirklich mit dem Ende der Serie in den nächsten 10 Jahren. Allerdings sollte man auch nicht glauben, dass nur weil etwas 50 Jahre lang erfolgreich lief das immer so von alleine weiter laufen wird, unabhängig davon welche Änderungen am Produkt man vornimmt. Die Zeit wird es zeigen, ob der "neue Ansatz" sich mittelfristig etablieren wird und den gleichen Erfolg haben wird wie die sich nicht ernstnehmenden Spektakel alter Prägung.
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Re: Zukunft von Bond

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Noch mal: Die Serie hat diverse Veränderungen überlebt, nicht zuletzt den Ersatz des für unersetzlich gehaltenen Connerys.
OHMSS war eine RADIKALE Abkehr von den Prämissen der vorherigen Filme und dennoch erfolgreich. FYEO war eine radikale Abkehr von den direkten Vorgängern und dennoch erfolgreich. Wir hatten Sci-Fi und Bodenständiges usw.
Wer sagt, dass der mit CR eingeschlagene Weg überhaupt fortgesetzt werden soll?

Craig wiederum ist ein vollkommen anderer Typ, seine beiden Filme vollkommen anders als alle bisherigen. Dennoch mindestens genauso erfolgreich. Natürlich kann man jetzt mutmaßen, dass sich die Zuschauer in 10 Jahren an Craig und dem Stil sattesehen haben werdne (das wird wohl seit DN der Serie immer wieder prophezeit) aber so what? Man kann den Stil mit Craig ändern und sagen:
- "back to the fun" und schon kommen wieder mehr Zuschauer
- man kann Craig austauschen und sagen: "back to tall, dark haired Bonds" und wieder kommen mehr Zuschauer

Bond ist der Inbegriff von Kinounterhaltung und zudem noch so akzeptiert, dass er veränderungs-sicher ist. Zu meinem eigenen Erstaunen stelle ich immer wieder fest, dass Kinder scheinbar die Bond-Begeisterung mit der Muttermilch aufsaugen.

Solange mir keiner sagt, dass das Alter der Bond-Kinozuschauer von Film zu Film steigt, bleibe ich dabei: es gibt KEINERLEI Anzeichen für die hier geäußerte These.

Übrigens auch ein wichtiger Unterschied zu einer Reihe wie Mission Impossible: Diese würde ohne Cruise jede Anziehung verlieren. Demgegenüber ist "Bond" inzwischen größer als jeder seiner Darsteller.

Wie gesagt: Probleme kann es nur geben, wenn gravierende Veränderungen beim Publikum gar nicht ankommen, und daraufhin hektische Veränderungen vorgenommen werden. Doch auch dann: Notfalls führt eine Rückkehr im alten Stil nach 5 Jahren Pause nur zu einem größeren Erfolg
Zuletzt geändert von danielcc am 1. Juni 2011 22:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zukunft von Bond

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@photographer:

woher zauberst du eigentlich immer diese netten Beiträge?

Aber diesen Satz finde ich dann doch witzig: "...da Michael G. Wilson auf Grund seines Alters nicht mehr der Jüngste ist"
"It's been a long time - and finally, here we are"