Die Filme des Quentin Tarantino

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Welcher ist der beste Film von Tarantino?

Reservoir Dogs
2
7%
Pulp Fiction
8
28%
Jackie Brown
2
7%
Kill Bill: Volume 1
2
7%
Kill Bill: Volume 2
0
Keine Stimmen
Death Proof: Todsicher
0
Keine Stimmen
Inglourious Basterds
6
21%
Django Unchained
6
21%
The Hateful Eight
3
10%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 29
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HCN007
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15. August 2019 14:30

Ach und was ich noch vergessen habe zu schreiben ist, dass sich Quentin hier zu einem Meta-Kommentar über sich selbst als Regisseur hat hinreißen lassen, indem er sich selbst als Dalton und Booth versteht, die in der neuen, modernen Welt als Stars der Vergangenheit ihren neuen Platz suchen und dabei ihren alten Status wiedererlangen und erhalten möchten.

Es geht bei "Once Upon A Time In ... Hollywood" ja auch nicht wirklich um einen stringenten roten Faden. Gerade die vielen Sequenzen und die ausufernde Parallelmontage der unterschiedlichen Arbeitstage von Rick und Cliff geben einen atmosphärisch dichten Blick in die damalige Zeit und bieten gerade weil Tarantinos Dialoge auch zwischen den Zeilen sehr viel Inhalt liefern einen mit vielen Details und Anspielungen gespickten Film. Die Worte in Tarantinos Filmen sind auch als Waffe zu verstehen und da ist der trockene und derbe Humor dann doch eine gute Alternative zu den visuell ausufernden Gewaltexzessen früherer Werke.
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Samedi
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15. August 2019 15:05

HCN007 hat geschrieben:
15. August 2019 14:30
Ach und was ich noch vergessen habe zu schreiben ist, dass sich Quentin hier zu einem Meta-Kommentar über sich selbst als Regisseur hat hinreißen lassen, indem er sich selbst als Dalton und Booth versteht, die in der neuen, modernen Welt als Stars der Vergangenheit ihren neuen Platz suchen und dabei ihren alten Status wiedererlangen und erhalten möchten.
Hier noch etwas über die Hintergründe von Dalton und Booth:



HCN007 hat geschrieben:
15. August 2019 14:30
Es geht bei "Once Upon A Time In ... Hollywood" ja auch nicht wirklich um einen stringenten roten Faden. Gerade die vielen Sequenzen und die ausufernde Parallelmontage der unterschiedlichen Arbeitstage von Rick und Cliff geben einen atmosphärisch dichten Blick in die damalige Zeit und bieten gerade weil Tarantinos Dialoge auch zwischen den Zeilen sehr viel Inhalt liefern einen mit vielen Details und Anspielungen gespickten Film.
Und gerade deshalb waren die Manson-Morde als Aufhänger der Geschichte auch gar nicht nötig. Ist zwar (um es mal etwas sarkastisch zu formulieren) aktuell durch das "Jubiläum" ein guter Werbegag, aber ohne diesen Aspekt hätte dem Film meiner Meinung nach nichts gefehlt.
HCN007 hat geschrieben:
15. August 2019 14:30
Die Worte in Tarantinos Filmen sind auch als Waffe zu verstehen und da ist der trockene und derbe Humor dann doch eine gute Alternative zu den visuell ausufernden Gewaltexzessen früherer Werke.
Naja, auf die muss man ja auch in diesem Film nicht verzichten. Nur haben sie hier eben nicht so viel Screentime bekommen wie sonst.
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Casino Hille
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15. August 2019 16:02

Samedi hat geschrieben:
15. August 2019 15:05
Und gerade deshalb waren die Manson-Morde als Aufhänger der Geschichte auch gar nicht nötig.
Du hast den Film fürchte ich nur so halb verstanden. Ohne Sharon Tate und Charles Manson kann diese Geschichte gar nicht funktionieren, und beide sind auch kein Aufhänger, denn es ist nur am Ende kurz wichtig, aber dort muss es dann eben auch stattfinden. Sharon Tate verkörpert in diesem Film die pure Reinheit und Unschuld des Kinos, sie steht für alles, was das alte Hollywood (bzw. jenes Fake-Hollywood, welches QT sich hier zusammen spinnt) ausmacht. Sie repräsentiert etwas, und ihr Tod / ihre Ermordung ist deshalb im Kontext von Once Upon... nicht nur eine persönliche Tragödie, sondern auch eine Tragödie des Kinos, auch ihr Tod (und der Umgang des Films damit) repräsentiert etwas, dass weitaus größer ist als die tatsächliche Historie. Auch Manson ist hier nicht einfach nur Manson, er ist zugleich historische Figur und uramerikanischer Mythos. Er ist ein Schreckgespenst, der das Kino bedroht. Dafür muss man aber tiefer in den Film und in QTs Filmografie generell eintauchen. Wenn man den Film nur als Star-Vehikel mit coolen Sprüchen und Gewalt sieht, dann geht das verloren.
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Samedi
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15. August 2019 16:26

Casino Hille hat geschrieben:
15. August 2019 16:02
Wenn man den Film nur als Star-Vehikel mit coolen Sprüchen und Gewalt sieht, dann geht das verloren.
Wer tut das deiner Meinung nach?
Casino Hille hat geschrieben:
15. August 2019 16:02
Ohne Sharon Tate und Charles Manson kann diese Geschichte gar nicht funktionieren.
Um das mal mit den anderen Tarantino-Filmen zu vergleichen.

Pulp Fiction würde nicht ohne die Figur von Uma Thurman funktionieren.

Inglourious Basterds würde nicht ohne Hans Landa funktionieren.

OuatiH würde aber sehr wohl ohne Sharon Tate funktionieren bzw. funktioniert er ja auch mit ihr nicht so richtig. Es wäre zwar auch möglich gewesen, die Rolle von Tate im Film noch mehr auszubauen und noch stärker mit Dalton interagieren zu lassen, aber genauso gut hätte man den ganzen Komplex aus dem Film streichen können.

Tarantino selbst hat übrigens gesagt, dass es im Film nicht um Manson geht, sondern um das Jahr 1969.
Casino Hille hat geschrieben:
15. August 2019 16:02
Sharon Tate verkörpert in diesem Film die pure Reinheit und Unschuld des Kinos, sie steht für alles, was das alte Hollywood (bzw. jenes Fake-Hollywood, welches QT sich hier zusammen spinnt) ausmacht.
Nur zeigt der Film auch gleichzeitig, dass das "alte Hollywood" diese Unschuld auch zu der Zeit, in der der Film spielt, längst verloren hat. Wenn es diese "Unschuld" überhaupt mal gab.
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Invincible1958
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15. August 2019 20:38

Ich sehe kein "unschuldiges" Hollywood.

Schon in den 20ern und 30ern war Hollywood ein Hexenkessel, in dem man ums überleben kämpfen musste.
Egal, ob man Teil der Studio-Struktur war oder unabhängig wie z.B. Chaplin.

Sharon Tate kann in Tarantinos Film auch gar nicht für das "alte" Hollywood stehen.
Wenn, dann für das "New Hollywood". Sie gehört zu den aufstrebenen Stars wie Polanski, Dennis Hopper etc. - später Scorsese, Lucas, Spielberg ...

Tarantinos Film erinnerte mich über weite Strecken lustigerweise eher an einen Jim Jarmusch Film als an Tarantino.
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vodkamartini
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15. August 2019 22:30

Für Review hab ich momentan keine Zeit. Kurz: Film hat mir gut gefallen. Ein typischer Tarantino, was hier positiv gemeint ist. Wieder zeichnet er sein ganz persönliches Bild einer seiner Leidenschaften. Es gibt Ahnlichkeiten zu einigen seiner früheren Filme. Einer handelsüblichen Dramaturgie entzieht er sich hier.
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Invincible1958
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15. August 2019 23:04

vodkamartini hat geschrieben:
15. August 2019 22:30
Einer handelsüblichen Dramaturgie entzieht er sich hier.
Was ist denn "handelsüblich"?

Ich finde, dass der Film ab dem Moment, wo Rick Dalton Roman Polanski im Auto nebenan erkennt, jeder Zuschauer schnallt, dass der Film irgendwann am Abend des 8. August enden wird.
Und dass das Hippie-Mädchen, welches Cliff Booth nach mehreren Blicken, aufgabelt, zur Manson-Bande gehört, das ist den Zuschauern auch klar, bevor er sie mitnimmt.

Das Einzige, was die "handelsübliche" Dramaturgie durchbricht, sind die immer wieder eingeschobenen Dreharbeiten und Szenen mit Rick Dalton am Set.
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Casino Hille
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16. August 2019 00:21

Samedi hat geschrieben:
15. August 2019 16:26
Tarantino selbst hat übrigens gesagt, dass es im Film nicht um Manson geht, sondern um das Jahr 1969.
Exakt. Und trotzdem braucht der Film Charles Manson und er braucht Sharon Tate. Ihr Tod ist das Ende der Märchenwelt Hollywood, die QT für das Jahr 1969 imaginiert. Der Einwurf, Hollywood sei nie unschuldig gewesen, geht völlig am Film vorbei, denn QT erzählt nicht von einer vermeintlichen Realität, er erzählt ein Märchen über ein besseres Hollywood, über ein echtes Ideal, es ist eine Fantasiewelt und in dieser ist Sharon Tate essentiell und ihr Tod das Damoklesschwert, weshalb der Film auch endet wie er es tut. Dass Hollywood je wirklich unschuldig war, habe ich ausdrücklich nicht geschrieben, das wurde in meinen Post hinein interpretiert.
Invincible1958 hat geschrieben:
15. August 2019 20:38
Sharon Tate kann in Tarantinos Film auch gar nicht für das "alte" Hollywood stehen.
Wenn, dann für das "New Hollywood". Sie gehört zu den aufstrebenen Stars wie Polanski, Dennis Hopper etc. - später Scorsese, Lucas, Spielberg ...
Nein, das ist die Realität, aber das ist nicht Tarantinos Märchenwelt. Doch steht Sharon Tate für die kindliche (deshalb unschuldige) Freude und Reinheit des Kinos, für den unbedingten Unterhaltungswillen und die echte Begeisterungsfähigkeit für Filme. Genau deshalb zeigt er sie wie eine Heilige den Film über, genau deshalb wirkt sie wie ein glückliches Kind am Geburtstag als sie sich selbst im Kino betrachtet... Wenn man den Film als halbwegs um die Realität bemüht betrachtet, passt vieles nur oberflächlich, aber so sollte man einen Film, der "Once Upon A Time" heißt nicht betrachten.
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GoldenProjectile
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16. August 2019 00:45

vodkamartini hat geschrieben:
15. August 2019 22:30
Für Review hab ich momentan keine Zeit. Kurz: Film hat mir gut gefallen. Ein typischer Tarantino, was hier positiv gemeint ist. Wieder zeichnet er sein ganz persönliches Bild einer seiner Leidenschaften. Es gibt Ahnlichkeiten zu einigen seiner früheren Filme. Einer handelsüblichen Dramaturgie entzieht er sich hier.
Ähnlich. Inglourious Basterds wird nicht erreicht, erwarte ich aber auch nie (bei den meisten dürfte auch ähnliches mit Pulp Fiction zutreffen). Besser als Django, möglicherweise auch besser als die Eight. Kurz: Meine neunköpfige Rasselbande und ich hatten Spass an den derben Spässen, an der böse-befriedigenden Umkehr historischer Gräueltaten (so was ähnliches war bei Tarantino zu erwarten, siehe IB und DU), an den Meta-Scherzen mit der Popkultur der 1960er (die Auftritte von Lee, McQueen, Polanski und co), an der Musik, am Zusammenspiel von Pitt und DiCaprio und der locker-losen Dramaturgie, die bis kurz vor dem Ende eher aus dem Nähkästchen plaudert als eine gezielte Handlung zu erzählen. Viel Spass, aber auch nicht viel mehr als das.
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Invincible1958
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16. August 2019 02:22

Invincible1958 hat geschrieben:
15. August 2019 20:38
Sharon Tate kann in Tarantinos Film auch gar nicht für das "alte" Hollywood stehen.
Wenn, dann für das "New Hollywood". Sie gehört zu den aufstrebenen Stars wie Polanski, Dennis Hopper etc. - später Scorsese, Lucas, Spielberg ...
Nein, das ist die Realität, aber das ist nicht Tarantinos Märchenwelt. Doch steht Sharon Tate für die kindliche (deshalb unschuldige) Freude und Reinheit des Kinos, für den unbedingten Unterhaltungswillen und die echte Begeisterungsfähigkeit für Filme. Genau deshalb zeigt er sie wie eine Heilige den Film über, genau deshalb wirkt sie wie ein glückliches Kind am Geburtstag als sie sich selbst im Kino betrachtet... Wenn man den Film als halbwegs um die Realität bemüht betrachtet, passt vieles nur oberflächlich, aber so sollte man einen Film, der "Once Upon A Time" heißt nicht betrachten.
[/quote]

Klar. In Tarantinos Welt steht sie dafür.
Die Frage wäre, warum er sie für sein Märchen ausgewählt hat? Nur weil der Peak ihres Fames 1969 war?

Er hätte ja auch jemanden wie Marylin Monroe nehmen können, und den Film 1962 spielen lassen - ähnlich zu George Lucas' American Graffiti. Der ist ja auch eine verklärte Kindheits-/Jugend-Fantasie des Regisseurs - auch ein Märchen, welches das Kaliforien 1962 feiert.

Ich muss gestehen, dass ich das Ende genauso erwartet habe, mir insgeheim aber erhofft hatte, dass Tarantino einen anderen Pfeil im Köcher hat. Hatter er aber nicht. Auch ein Märchen ist unterhaltsamer, wenn es nicht alte Ideen aufwärmt.

Dennoch ist es als Cineast natürlich schön, wenn man so optimistisch aus dem Kinosaal entlassen wird, und man einen echten "Traum" aus der Traumfabrik genießen kann.
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Samedi
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16. August 2019 09:32

Casino Hille hat geschrieben:
16. August 2019 00:21
trotzdem braucht der Film Charles Manson und er braucht Sharon Tate. Ihr Tod ist das Ende der Märchenwelt Hollywood, die QT für das Jahr 1969 imaginiert.
Ich sehe da auch in OuatiH keine "Märchenwelt" mehr. Zumindest nicht für Rick Dalton, der seine "Märchenwelt", die er mit "Bounty Law" vielleicht mal hatte, längst hinter sich gelassen hat. Jetzt ist er auf dem absteigenden Ast und hat Angst davor, irgendwo in Italien zu versauern.
Invincible1958 hat geschrieben:
15. August 2019 23:04

Ich finde, dass der Film ab dem Moment, wo Rick Dalton Roman Polanski im Auto nebenan erkennt, jeder Zuschauer schnallt, dass der Film irgendwann am Abend des 8. August enden wird.
Wenn man es nicht schon vorher wusste.
Spoiler
Show
Und das mit dem Flammenwerfer war auch irgendwie vorhersehbar.
Invincible1958 hat geschrieben:
16. August 2019 02:22

Ich muss gestehen, dass ich das Ende genauso erwartet habe, mir insgeheim aber erhofft hatte, dass Tarantino einen anderen Pfeil im Köcher hat. Hatter er aber nicht.
Ging mir genauso. Auch im Vergleich zu seinen anderen Filmen ist das hier vermutlich das schwächste Ende. Das beste ist meiner Meinung nach das von IB. Vor allem auch wegen der Musik dazu.
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17. August 2019 13:33

Invincible1958 hat geschrieben:
16. August 2019 02:22
Klar. In Tarantinos Welt steht sie dafür.
Die Frage wäre, warum er sie für sein Märchen ausgewählt hat? Nur weil der Peak ihres Fames 1969 war?
Das musst du ihn fragen. Ich zweifel keine Sekunde daran, dass OUATIH ein sehr persönlicher Film ist, wie auch alle anderen seiner Werke. Vielleicht hat er auch eine besondere Faszination für The Wrecking Crew oder Sharon Tate. Vielleicht liegt es an seiner Begeisterung für Burt Reynolds, der eindeutig das historische Vorbild für Rick Dalton ist - und der ursprünglich die Rolle von Bruce Dern spielen sollte, wäre er nicht kurz vor Beginn der Dreharbeiten verstorben.
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17. August 2019 14:14

Casino Hille hat geschrieben:
17. August 2019 13:33
Invincible1958 hat geschrieben:
16. August 2019 02:22
Klar. In Tarantinos Welt steht sie dafür.
Die Frage wäre, warum er sie für sein Märchen ausgewählt hat? Nur weil der Peak ihres Fames 1969 war?
Das musst du ihn fragen. Ich zweifel keine Sekunde daran, dass OUATIH ein sehr persönlicher Film ist, wie auch alle anderen seiner Werke. Vielleicht hat er auch eine besondere Faszination für The Wrecking Crew oder Sharon Tate. Vielleicht liegt es an seiner Begeisterung für Burt Reynolds, der eindeutig das historische Vorbild für Rick Dalton ist - und der ursprünglich die Rolle von Bruce Dern spielen sollte, wäre er nicht kurz vor Beginn der Dreharbeiten verstorben.
Im Gegensatz zu Rick Dalton hat Burt Reynolds es aber geschafft nach der TV-Karriere ein erfolgreicher Kino-Star zu werden.
Ich meine mich zu erinnern, dass Rick Dalton die Mischung aus drei 50er-TV-Schauspielern sein soll, dessen Namen Tarantino aber nicht genannt hat.

Bis auf die Erfolglosigkeit als Filmstar gibt es bei Rick Dalton aber natürlich auch eine große Parallele zu Clint Eastwood, der in den 50ern der Star von "Rawhide" (Tausend Meilen Staub) im TV war, bevor er Mitte der 60er nach Italien ging.
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Casino Hille
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17. August 2019 15:12

Mal unabhängig von dem was QT sagt: Burt Reynolds und sein Stuntdouble Hal Needham sind überdeutlich eine wichtige Inspiration/Vorlage für Rick Dalton und Cliff Booth. Und auch Dalton schafft am Ende eindeutig den Sprung zum Kinohelden 1969 - eine andere Inspiration lässt die Schlussszene des Films kaum zu, wenn sich für Rick nicht nur sprichwörtlich eine neue Tür öffnet und er den Sprung hinter den Zaun geschafft hat, von dem er träumt.
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17. August 2019 15:29

Casino Hille hat geschrieben:
17. August 2019 15:12
Mal unabhängig von dem was QT sagt: Burt Reynolds und sein Stuntdouble Hal Needham sind überdeutlich eine wichtige Inspiration/Vorlage für Rick Dalton und Cliff Booth. Und auch Dalton schafft am Ende eindeutig den Sprung zum Kinohelden 1969 - eine andere Inspiration lässt die Schlussszene des Films kaum zu, wenn sich für Rick nicht nur sprichwörtlich eine neue Tur öffnet und er den Sprung hinter den Zaun geschafft hat, von dem er träumt.
Ja, da hast du Recht.
Das Ende ist schon so zu deuten, dass sich das Blatt für Dalton zum Positiven wendet.

Übrigens finde ich zimlich lustig wie im Film Sergio Corbucci immer als der zweitbeste Italo-Western Regisseur bezeichnet wird, und jeder im Kinosaal weiß, dass Tarantino damit natürlich Sergio Leone huldigt, ohne seinen Namen fallen zu lassen.
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