Romanbesprechung: Nobody Lives Forever (Gardner)

Dieses Forum ist für die detailierte Diskussion und Userkritiken/Reviews über/zu den einzelnen James-Bond-Romanen gedacht.
Antworten
Benutzeravatar
Revoked
Agent
Beiträge: 4389
Registriert: 5. Januar 2016 21:06
Lieblings-Bondfilm?: Lizenz zum Töten
Lieblings-Bond-Darsteller?: Timothy Dalton
Wohnort: bei Paderboring

25. November 2018 10:13

Buchreview zu „Niemand Lebt Für Immer - Nobody Lives Forever"
Als Medien habe ich zwischen der deutschen Erstausgabe von 1987 und dem englischen Hörbuch hin und her gewechselt oder simultan genutzt.

"A face on a lover with a fire in his heart
A man under cover but you tore me apart
Now, I've found a real love you'll never fool me again"
Wham!

Hauptschauplätze: Strasbourg, Lago Maggiore, Salzburg, Key West

Wichtige Charaktere (neben Bond): Sukie Tempesta, Tamil Rahani

Worum geht es in „Nobody Lives Forever“ ?:
Bond wird Zeuge einiger Morde und Anschläge, die ihn auf seinem Weg (im privaten Bentley) von London über Ostende, Strasbourg, Lago Maggiore "begleiten". Er nimmt die die gestrandete Sukie mit Richtung Rom.
SPECTRE ist (mal wieder am Start), aber wer ist der neue Chef….?
Bond ist selber im Mittelpunkt des reichlich blöden Plots…. Der vermeintlich totgeglaubte "neue" SPECTRE Chef Tamil Rahani möchte vor seinem eignen Tod Bonds Kopf auf dem Silbertablett serviert bekommen (ja, ist wortwörtlich gemeint).
May und Moneypenny werden als Geiseln genutzt, um Bond zu ködern. Action gibt es nur in sehr geringem Umfang - eher teils metzelnde Gewalt.

Was halte ich davon ? "Nobody Lives Forever“ bekommt von mir auf der 007er-Skala 000/007 Punkte
SPECTRE will Bonds Kopf einem Silbertablett - wäre ich Glidrose gewesen, hätte ich Gardner für den Mist um den selbigen kürzer gemacht.


Ich finde Gardner gibt Bond in diesem Roman sehr viele Eigenschaften, die er laut Fleming nicht hat (dünnhäutig, leichtsinnig, egozentrisch). Auch dass May und Moneypenny so große Rollen spielen und als Geiseln genutzt werden ist mir eigentlich zu blöd.

Entweder Bond ist ein Promispion, den jeder Geheimdienst und jede Verbrecherorganisation kennt. Dann ist es aber kein Problem ihn eben in London zu erledigen. Oder aber Bond ist ein Geheimagent dessen Sekretärin und dessen Haushälterin niemand kennt.

Gardner beweist, dass er keine konstante Leistung bringen kann, es wäre Aufgabe des Verlegers gewesen das Buch nicht zu veröffentlichen. Wie hat er es geschafft Brokenclaw sogar noch zu unterbieten?

Im 10er-System würde ich das ganze auf 0,5/10 bewerten.
You‘ve got to hide your blood away
Antworten