Re: Regie für BOND26+

91
Das selbe Bondgirl unter zwei verschiedenen Hauptdarstellern? Das finde ich schon wieder etwas kompliziert, auch wenn es natürlich der selbe James Bond bleibt :D

Wichtig ist aber meiner Meinung nach, dass man trotzdem am jetzigen Haupt-Bondgirl festhält. Würden immer nur die selben Bondgirls auftauchen, wird es langweilig.

Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen? Anya Amasova statt Pola Ivanova, damit wäre ich einverstanden, damit hätte man den Bogen zu TSWLM gespannt, ohne AVTAK damit zu 'beschädigen'. Langweilig würde es aber etwa werden, wenn etwa Amasova oder Wai Lin wieder das Haupt-Bondgirl geworden wäre (also etwa anstelle von Stacey). Amasova hätte sich also mit einem Kurzauftritten begnügen müssen.
Spoiler
Henrik hat geschrieben: 25. Oktober 2021 07:24
Nico hat geschrieben: 24. Oktober 2021 22:21 Und auch die Logik, dass alles, was in einem Film erzählt wird, schon mal hätte gezeigt werden müssen, versteh ich absolut nicht. Der Logik folgend dürfte ja auf nichts Bezug genommen werden, was nicht schon 1:1 mal gezeigt wurde. Bond ist keine Serie wie Harry Potter, wo die Filme nahezu nahtlos aneinander anschließen. Natürlich leben alle Figuren auch während der gezeigten Episoden ihr Leben weiter. Oder willst du sehen, wie Bond frühstücken geht, danach zum Schwimmen geht und dann 3 Stunden Bürodienst macht? Muss ja alles gezeigt werden, sonst kann man ja nicht glauben, dass es passiert ist. ;)
Die Idee muss man nicht mögen, ich hätte das gerne gesegen.

Ich meinte das aber auch eher anders herum. Ich sage nicht "TND ist Quatsch, weil Paris Carver nie zuvor aufgetaucht ist". Vielmehr ist es so, dass Filme wie OP, AVTAK, TND oder auch der Beginn von LALD in Bonds Wohnung (mit der französischen Agentin) mein Interesse wecken, mehr über die jeweilige Background-Story zu erfahren.

Drei der genannten Filme, OP, AVTAK und TND gehörten tatsächlich zu den ersten, die ich gesehen habe. Von da an war ich bei jedem weiteren, älteren Bond, den ich gesehen habe, immer sehr gespannt, wann wir endlich die jeweilige Background-Story zu Pola Ivanova oder Paris Carver zu sehen bekommen. Als ich irgendwann realisiert habe, dass das in den Filmen vorher noch nie thematisiert wurde, war ich ehrlich gesagt schon ziemlich enttäuscht.
GoldenProjectile hat geschrieben: 24. Oktober 2021 22:30 Solche Dinge fände ich gut, umgekehrt leiden die Filme aber auch nullkommanull drunter, dass es eben nicht so ist.
Genauso meinte ich das. Es schadet den Filmen nicht, dass man es nicht so gemacht hätte. Es wäre aber ein netter Fanservice gewesen, wo ich auf jeden Fall mit einem Lächeln im Kino gesessen hätte, wenn dort auf einmal Barbara Bach gestanden hätte (vorausgesetzt, ich härre 1985 ins Kino gehen können...). Wie gesagt, die Filme werden dadurch nicht schlecht gewesen, es wäre aber ein kurzer Moment der Freude gewesen.

Und besser als die author-of-all-yor-pain-Story wäre das auf jeden Fall gewesen, oder nicht ;)

Ich will es mal so formulieren: Ob z.B. Anya Amasova zurückkehrt, ist mir erst einmal reichlich wurscht. Es wäre ja auch langweilig, wenn in jedem Film immer nur bekannte Gesichter auftauchen würden. Wenn Bond aber schon auf alte Bekanntschaften trifft (und so wird es in AVTAK und TND dargestellt, die Rolle von Robbie Coltrane (wie hiess der noch mal?) kannte Bond ja auch schon vorher), dann wäre es meiner Meinung nach besser, auch solche zu nehmen, die wir schon kennen. Ansonsten sollte man es lieber gleich ganz lassen. Wenn es die in Rede stehenden Szenen in AVTAK und TND nicht geben würde, gäbe es diese Diskussion nicht.

Auch die Idee, Sylvia Trench zurückzuholen, finde ich grundsätzlich gut, wobei sie mich zugegebenermaßen deutlich weniger überzeugen kann als im Vorgängerfilm.
Zuletzt geändert von Henrik am 6. Januar 2022 09:51, insgesamt 2-mal geändert.

Re: Regie für BOND26+

93
Henrik hat geschrieben: 28. Oktober 2021 16:24 Das selbe Bondgirl unter zwei verschiedenen Hauptdarstellern? Das finde ich schon wieder etwas kompliziert
Du hast auch dieselben Ms, Qs und Frederick Grays mit verschiedenen Hauptdarstellern. Von daher hättest du es ganz bestimmt verkraftet.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Regie für BOND26+

94
Um mal aufs Thema zurückzukommen: Wäre schon toll, wenn Edgar Wright mit seinen Ideen auf die Produzenten zugehen könnte. Ich kenne zwar noch erstaunlich wenig Filme von ihm, aber er würde den Stil wohl klar in eine andere Richtung bringen und könnte dem nächsten Darsteller einen frischen Neustart bescheren. Oder ist sein Stil derart exzentrisch, dass er wohl kaum mit Bond vereinbar wäre?
Das wären ja auch meine Vorbehalte gegenüber Guy Ritchie als Bondregisseur.

Re: Regie für BOND26+

95
Martin007 hat geschrieben: 28. Oktober 2021 17:34 Um mal aufs Thema zurückzukommen: Wäre schon toll, wenn Edgar Wright mit seinen Ideen auf die Produzenten zugehen könnte. Ich kenne zwar noch erstaunlich wenig Filme von ihm, aber er würde den Stil wohl klar in eine andere Richtung bringen und könnte dem nächsten Darsteller einen frischen Neustart bescheren. Oder ist sein Stil derart exzentrisch, dass er wohl kaum mit Bond vereinbar wäre?
Das wären ja auch meine Vorbehalte gegenüber Guy Ritchie als Bondregisseur.
Er hat leider auch noch gar nicht so viele gemacht.

Wright hat gegenüber Ritchie eher eine noch klarere Alleinstellung als Filmemacher, für mich ist er als solcher konsequenter, intelligenter und auch filmwissenschaftlich schon wesentlich besser anerkennt als Ritchie. Über Bond habe ich ihn bisher noch kaum sprechen hören, aber Wright ist einer mit einem sehr breit gefassten Filmwissen, das von Nischenwissen wie sein Kumpel Tarantino bis hin zu den verschiedensten Filmen generell reicht. Gefühlt würde ich sagen, dass Wright Respekt und Wertschätzung für die Bondreihe hätte, die ein Nolan oder Villeneuve auf dem Papier womöglich auch haben, die aber wahrscheinlich auch gar nicht merken würden, dass ihr Stil nicht wirklich mit Bond kompatibel ist - aus meiner subjektiven Sicht zumindest.
We'll always have Marburg

Re: Regie für BOND26+

96
GoldenProjectile hat geschrieben: 28. Oktober 2021 17:42
Martin007 hat geschrieben: 28. Oktober 2021 17:34 Um mal aufs Thema zurückzukommen: Wäre schon toll, wenn Edgar Wright mit seinen Ideen auf die Produzenten zugehen könnte. Ich kenne zwar noch erstaunlich wenig Filme von ihm, aber er würde den Stil wohl klar in eine andere Richtung bringen und könnte dem nächsten Darsteller einen frischen Neustart bescheren. Oder ist sein Stil derart exzentrisch, dass er wohl kaum mit Bond vereinbar wäre?
Das wären ja auch meine Vorbehalte gegenüber Guy Ritchie als Bondregisseur.
Er hat leider auch noch gar nicht so viele gemacht.
Also sieben Kinospielfilme sind es bereits, und sein achter Film geht bald in Produktion.

1995: A Fistful of Fingers
2004: Shaun of the Dead
2007: Hot Fuzz (mit Timothy Dalton)
2010: Scott Pilgrim vs. the World
2013: The World's End (mit Pierce Brosnan)
2017: Baby Driver
2021: Last Night in Soho (mit Diana Rigg)

Dazu hat er viel fürs Fernsehen gearbeitet.

Soviele Kinofilme hatten Martin Campbell, Roger Spottiswoode, Lee Tamohori, Marc Forster und Sam Mendes nicht geseht, bevor sie an Bond gelassen wurden.

Um auf deine Frage, Martin007 zu kommen: nein, exzentrisch ist sein Stil nicht. Er hat nur eindeutig ein Faible für Horror-Elemente - und das gepaart mit schwarzem Humor, dazu ab und zu eine Prise Slapstik.

Re: Regie für BOND26+

97
Interessant, danke @GP und Invincible! Ich merke gerade, dass ich doch immerhin schon 3 Filme von ihm kenne, auch wenn es teilweise schon ziemlich lange her ist. Ok, ein Stil wie bei "Scott Pilgrim" wäre inszenatorisch dann doch zu weit weg für Bond, aber zum Beispiel ein "Baby Driver" war doch optisch durchaus wieder "traditioneller" angelegt (zumindest meiner Erinnerung nach). Und wenn er viel Wertschätzung der Reihe entgegenbringt, könnte das ja schon passen.
Wes Andersons Filme mag ich ja auch, aber seinen Stil fände ich für Bond dann doch zu speziell. :wink:

Re: Regie für BOND26+

98
@Martin: Als du ein paar Posts weiter oben den Namen Edgar Wright genannt hast hatte ich überhaupt keinen Plan was er bisher alles gemacht hat. 😁

Aber bei Shaun of the dead, Hot Fuzz und Baby Driver fiel dann der Groschen... Baby Driver fand ich damals im Kino sehr okay und unterhaltsam.
"Bond! Ich will sie zurückhaben." - "Ich war nie weg."

Quantum of Solace (2008)

Re: Regie für BOND26+

100
Invincible1958 hat geschrieben: 28. Oktober 2021 17:54 Also sieben Kinospielfilme sind es bereits, und sein achter Film geht bald in Produktion.

1995: A Fistful of Fingers
2004: Shaun of the Dead
2007: Hot Fuzz (mit Timothy Dalton)
2010: Scott Pilgrim vs. the World
2013: The World's End (mit Pierce Brosnan)
2017: Baby Driver
2021: Last Night in Soho (mit Diana Rigg)

Dazu hat er viel fürs Fernsehen gearbeitet.

Soviele Kinofilme hatten Martin Campbell, Roger Spottiswoode, Lee Tamohori, Marc Forster und Sam Mendes nicht geseht, bevor sie an Bond gelassen wurden.
Mein "er hat leider noch nicht so viele gemacht" bezog sich darauf, dass Martin sagt er habe nur wenige gesehen. Wenn er drei Edgar-Wright-Filme gesehen hat, dann ist das für mich nicht wirklich ein "nur", weil die Gesamtmenge überschaubar ist.

Fistful of Fingers ist eher eine Jugendspielerei, die mit Müh und Not noch auf eine längere Laufzeit gestreckt wurde und in ganz wenigen Kinos lief. Da würde ich eher noch Spaced oder Sparks Brothers aufzählen.

Und ich weiss auch wer da mitspielt. :wink:

Was ich aber nicht weiss, ist welcher Film bald in Produktion gehen soll. Wright kündigt seit Jahren immer wieder haufenweise potentielle Projekte an, davon vier in den letzten anderthalb Jahren.
We'll always have Marburg

Re: Regie für BOND26+

102
Ach, Babydriver war auch von dem? Dann ja bitte 😁.

PS: die 2te Hälfte von Baby Driver fand ich zwar etwas holprig vom Drehbuch, aber das kann er bei Bond dann ja auf Purvis & Wade schieben.
„When I was beaten up, suddenly I liked the idea of being alive.“ - James Bond

Re: Regie für BOND26+

105
Also sehe ich das richtig, dass hier bislang niemand vehement gegen eine Verpflichtung von Wright protestieren würde? So viel Einigkeit ist doch auch mal schön. :wink:

Nur der Haken an der Sache (mal abgesehen davon, dass es wahrscheinlich ohnehin unrealistisch ist - ich vermute ja eher, dass man weiter in Richtung Nolan/Villeneuve geht): Leute, die öffentlich Interesse bekundet haben, wurden bisher doch nie für die Mitarbeit an der Bondreihe ausgewählt.