Was wäre wenn... Regisseure die fast 007 gemacht hätten!

Hier könnt ihr allgemein über die unvergesslichen 007-Filme, Darsteller, Dreharbeiten, Lifestyle, Skurriles und alles andere diskutieren, was auf irgendeine Art und Weise etwas mit dem berühmtesten Geheimagenten der Kinogeschichte zu tun hat! Viel Spaß! Gezielte Reviews und Filmdiskussionen bitte in das entsprechende Unterforum - danke!
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Gernot
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6. Februar 2012 15:11

aus gegebenem anlass:

GoldenEye, Renny Harlin - wollte aber Dalton als Bond nicht haben, der Anfang der 90er noch als Bond galt.



in jüngster vergangenheit fallen mir noch spontan paul haggis und roger michell für QOS ein, danny boyle wurde einmal für BOND 23 gemunkelt. lee tamahori war damals angeblich nach DAD auch für B21 im gespräch.

diese liste können wir wohl für jeden bondfilm lange weiterführen. schwierig wird sein, zwischen erfundenen gerüchten und gerüchten mit wahrheitsgehalt bzw. bestätigten absagen zu unterscheiden.
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AnatolGogol
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6. Februar 2012 15:20

In seiner Biographie „My Word is my Bond“ berichtet Roger Moore davon, dass er Cubby Broccoli Steven Spielberg als Regisseur des nächsten Bondfilms (=FYEO) vorgeschlagen hat. Broccoli war jedoch dagegen, da er keinen Regisseur prozentual am Einspiel beteiligen wollte (was bei Spielberg bekanntlich usus war und ist). Kurioserweise drehte Spielberg just in dieser Zeit seine Antwort auf die Bondfilme in Form von Raiders of the lost Ark (welcher ihm der Legende nach ja bei der gemeinsamen Projektentwicklung von George Lucas mit den Worten "das ist besser als ein Bondfilm" schmackhaft gemacht wurde).
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danielcc
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6. Februar 2012 15:49

Renny Harlin: Ausgehend vom vorliegendne GE würde ich sagen: Macht nix, dass er es nicht geworden ist. In Anbetracht von Filmen wie "Deep Blue Sea" von Harlin erst recht nicht

Aber er hat schon ein gutes Gespür was Schauspieler angeht ;-)


Spielberg in seiner "prime-time" hätte mich schon interessiert. Zumal die Zeit perfekt gepasst hätte, da man mit den Glen Filmen doch ziemlich durchhing.
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Maibaum
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6. Februar 2012 15:58

Ich halte Harlin für einen begabten Action Regisseur. Ein guter Action Handwerker.

Für mich hätte das Sinn gemacht
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AnatolGogol
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6. Februar 2012 16:00

danielcc hat geschrieben:Renny Harlin: Ausgehend vom vorliegendne GE würde ich sagen: Macht nix, dass er es nicht geworden ist. In Anbetracht von Filmen wie "Deep Blue Sea" von Harlin erst recht nicht

Aber er hat schon ein gutes Gespür was Schauspieler angeht ;-)


Spielberg in seiner "prime-time" hätte mich schon interessiert. Zumal die Zeit perfekt gepasst hätte, da man mit den Glen Filmen doch ziemlich durchhing.
Jetzt überrascht du mich aber, sag bloss du magst die Glen-Filme nicht? :mrgreen: Spielberg bei EON wäre wohl nicht gut gegangen, da wären zwei Philosophien aufeinander geprallt und es hatte ja schon seine Gründe warum Cubby das nicht wollte (und die Beteiligung am Einspiel war sicherlich nicht der einzige). Spielberg ist ein Machtmensch, der seine Projekte völlig kontrollieren will. Bei EON galt immer das Wort des bzw der Produzenten über dem ihrer Regisseure, hier hätte Spielberg nie den kreativen Freiraum bekommen, den er immer gesucht und in seinen Projekten bekommen hat. Daher glaube ich nicht, dass Spielberg das überhaupt gewollt hätte. Und wenn es doch dazu gekommen wäre, dann wäre der fertige Film wohl ein Kompromiss geworden und diese sind bekanntlich selten wirklich überzeugend. Ach ja, ich weiss nicht ob ich es schon mal irgendwo erwähnt habe: ich mag FYEO eigentlich ganz gern so wie er ist.

Deep Blue Sea fand ich prima, nach Die Harder und Cliffhanger Harlins bester. Aber seither kam von ihm auch nur noch Grütze. In den 90ern lieferte er aber fast immer gute Qualität ab.
Bei nem Bondfilm kann und möchte ich ihn mir aber trotzdem nicht vorstellen, ich will meine Bondfilme nicht als reine Actionfeuerwerke. Allerdings hätte er so gesehen eigentlich ganz gut in die Brosnan-Ära reingepasst.
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danielcc
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6. Februar 2012 16:06

Naja, ich finde auch Die Harder nicht unbedingt den überzeugensten der Reihe... Auch ein Film wie Cliffhanger, den ich gerne sehe, hat etwas amerikanisch reißbrettartiges. Den Stil mag ich nicht für Bond.

Aber in der Tat: Anstelle von Glen oder auch für TND oder DAD wäre er denkbar gewesen - aber nicht unbedingt eine Steigerung.

Spielberg: Leider überlässt der ja ausgerechnet bei den Indian Jones Filmen auch sehr viel Macht an Lucas :-(
Seit CR ändert sich die Einstellung von eon ja etwas. Aber Spielberg ist undenkbar inzwischen, dann schon eher Nolan - wenn er es aus Spaß an der Freud mach (ohne Erfolgsbeteiligung)
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AnatolGogol
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6. Februar 2012 16:15

danielcc hat geschrieben: Spielberg: Leider überlässt der ja ausgerechnet bei den Indian Jones Filmen auch sehr viel Macht an Lucas :-(
Schaue ich mir an was dabei bei Teil 1 und 3 rausgekommen ist kann von "leider" aber nicht wirklich die Rede sein. :wink: Man darf auch nicht vergessen, dass Indiana Jones als Spassprojekt von Lucas und Spielberg bei einem gemeinsamen Urlaub konzipiert wurde (wobei Lucas schon länger damit schwanger ging und Spielberg eher seine James Bond-Ambitionen verwirklichen wollte). Spielberg war also von Anfang an mit im Boot, da lässt sich die Verantwortlichkeit leichter teilen als bei einem Projekt, bei dem man sich einer jahrzehntelangen hierarchischen Tradition unterordnen muss. Es hatte ja schon seinen Grund, dass Broccoli und davor Saltzman bei der Auswahl ihrer Regisseure immer penibel darauf achteten, dass man zuvor schon zusammengearbeitet hatte. Das hatte etwas von der Bundestrainerwahl beim DFB in früheren Zeiten.
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6. Februar 2012 16:18

Ich meinte eigentlich auch ausgerechnet die schlechten Parts von Teil 4, die stark auf Lucas' Engagement zurückzuführen sind (Aliens, CGI Tiere)
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6. Februar 2012 19:26

Hab irgendwo mal gelesen dass Peter Jackson in den 90ern für einen Brosnan-Bond im Gespräch war, habe allerdings keine Ahnung mehr wo...
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7. Februar 2012 21:32

Und ich las, nein, habe keine Quellen, daß auch Tarantino mal Interesse äußerte, aber nur wenn Uma Thurman dann ein Bond-Girl sein durfte.

Diese meinte sie würde nur Bond-Girl sein wollen, wenn sie dafür Bond mit Schmackes in die Eier treten dürfte.

Da war auf jeden Fall noch Brosnan Bond.

Aber irgendwie kam das dann doch alles nicht zustande...
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7. Februar 2012 21:49

ArtMalik hat geschrieben:Und ich las, nein, habe keine Quellen, daß auch Tarantino mal Interesse äußerte, aber nur wenn Uma Thurman dann ein Bond-Girl sein durfte.
Ich glaube, es war recht öffentlich kommunizeirt worden von ihm, dass er gerne CR machen wollte (also er wollte es vor CR machen, aber es wurde hinterher veröffentlicht).
Brosnan wollte ja auch immer CR machen und ich bin mir nicht sicher, aber war er es nicht auch, der dafür Tarantino ins Spiel gebracht hat?
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7. Februar 2012 22:15

danielcc hat geschrieben:
ArtMalik hat geschrieben:Und ich las, nein, habe keine Quellen, daß auch Tarantino mal Interesse äußerte, aber nur wenn Uma Thurman dann ein Bond-Girl sein durfte.
Ich glaube, es war recht öffentlich kommunizeirt worden von ihm, dass er gerne CR machen wollte (also er wollte es vor CR machen, aber es wurde hinterher veröffentlicht).
Brosnan wollte ja auch immer CR machen und ich bin mir nicht sicher, aber war er es nicht auch, der dafür Tarantino ins Spiel gebracht hat?
Tarantino hatte seit etwa um DAD für sich selbst Werbung und seine CR-Verfilmung Werbung gemacht. Er sprach davon, dass er Kontakt mit den Fleming-Nachkommen gehabt habe und mit ihnen gemeinsam an der Sache gearbeitet haben. Brosnan sollte der Bond sein, das Ganze sollte sehr nah am Buch sein inklusive, dass der Film 1951 spielen würde!
Von Uma Thurman als Bondgirl hat er meines Wissens nach nichts gesagt, aber die Medien hatten das angesichts des damaligen Kill Bill Hype hinzugedichtet...

Barbara Broccoli gab zu der Sache ein Statement ab was in etwa auf folgendes hinauslief: "Ich halte Quentin für einen super Regisseur aber für Bond nicht passend."

Ich persönlich fände es aber mal interessant wenn man Tarantino vielleicht die Dialoge polieren lassen würde. Er war gerade in den 90ern oftmals als Ghostwriter oder für Drehbuch-/Dialogüberarbeitungen mit von der Partie. Zwei Filme die mir jetzt auf anhieb einfallen sind "Crimson Tide" und "The Rock"
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8. Februar 2012 00:57

Also einen Dialo a la Tarantino zwaischen Bond und Le Chiffre wäre sicher ein spannender Talk geworden, aber ansonsten muss ich auch zugeben daß ich ihn, also Quentin, für einen Bond-Regisseur völlig deplaziert halte.

Aber bin eh kein 180%iger Fan seiner Filme, kenne nicht alle, will auch nicht alle kennen, aber kenne einige sehr gute von ihm.

Aber andererseits... für mich ist Bond nun eh tot, wieso sollte nicht er noch den letzten Rest des Empires amerikanisieren?

Werde Zitat morgen weitersuchen, bekomme grad keine passenden Treffer, aber oki, wer weiß ob es nicht trotzdem typisches Hollywood-Gewäsch gewesen ist.
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8. Februar 2012 08:31

Als NSNA Ende der 70er konkretere Formen annahm wurde Richard Attenborough als Regisseur ins Gespräch gebracht. Anfang der 80er wurde der Regiesessel Richard Donner angeboten, welcher jedoch ablehnte - woraufhin Irvin Kershner den Job bekam.
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8. Februar 2012 23:17

Ein Nolan oder Scorsese Bond wäre interessant :D
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