Bekommt Bond seine Lizenz zurück?

Hier kommen alle Neuigkeiten, Gerüchte und Spekulationen zum 23. Bondfilm (Kinostart November 2012) namens SKYFALL von Regisseur Sam Mendes und Daniel Craig als 007, herein! [LESEFORUM]
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MX87
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17. Juli 2010 13:46

Auf einen Nolan-Bond dürften wir dann aber noch länger warten, für mitte nächsten Jahres steht erstmal der Drehstart für seinen dritten Batman-Film an. Lieber erstmal Sam Mendes einen Bond machen lassen und dann den Nachfolger von Nolan...
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Terence Young
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20. Juli 2010 12:16

Ich denke, dass an dieser News nichts Wahres dran ist. Mendes ist aktuell der nächste Bondregisseur. Nolan wird, wie mein Vorredner es schon richtig erwähnt hat, erstmal Batman 3 drehen. Dieser soll Mitte 2012 in den Kinos erscheinen und somit ist vor diesem Zeitpunkt kein Nolan für Bond verfügbar. Da aber in diesem Jahr spätestens der nächste Bond kommen soll, kann es zeitlich einfach nicht hinhauen. Ich meine auch gelesen zu haben, dass Nolan nach dem nächsten und somit seinem letzten Batman-Film die nächsten Jahre nicht mehr als Regisseur eines großen Franchises zur Verfügung stehen wird.
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Alex No
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21. Juli 2010 12:18

Ich dachte, Mendes wäre bislang nur Berater gewesen? :?
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21. Juli 2010 12:43

Alex No hat geschrieben:Ich dachte, Mendes wäre bislang nur Berater gewesen? :?
Offiziell schon, da es wohl sonst Schiwerigkeiten bzgl. eines Vetrages geben könnte. Eigentlich scheint es aber ein offenes Geheimnis zu sein, dass Mendes für den Regiestuhl vorgesehen ist.

Mich würde interessieren welche Sorte Bond Nolan auf die Leinwand bringen würde. Mehr fantastisch und extravagant á la Goldfinger bzw. TSWLM oder mehr Richtung FRWL. Könnte mir beides bei ihm gut vorstellen...
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30. Juli 2010 14:08

Sein aktueller Film Inception hat eine sehr schöne große Anspielung auf OHMSS zu bieten.

Ein normaler Bond bei Nolan ist nur schwer vorzustellen. Keiner seiner 4 letzten Filme hat eine geradelinige Story. Er mag komplexe Storys, wobei er dies auch ganz gut verständlich in einem Film bringen kann (da hat selbst Spielberg mitunter seine Probleme).
Nolan ist auch ein sehr großer Fan der alten Bondfilme. Was könnten wir also erwarten?

Ich denke ein Bondfilm von ihm könnte etwas GANZ GROSSES werden. Einerseits neu und frisch mit einer anspruchsvollen Story, aber gleichzeitig auch sehr klassisch. Zu Gute muss man ihm halten, dass er Action-Szenen prinzipiell so weit wie möglich ohne Tricks realisiert und auch sonst eher einen traditionellen Stil pflegt.
Einerseits könnte ein Bond von ihm so spektakulär wie GF sein, aber auch so komplex wie FRWL. Ob er nun einen Superschurken antreten lassen würde, oder eher ein Spionagestück á la FRWL oder TLD, da bin ich mir nicht so sicher.

Nolan ist jedenfalls immer sehenswert....
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30. Juli 2010 15:44

Das beste an Nolan (nach dem QOS Desaster): Nolan hat keine second unit! Heißt, er dreht alles selbst und daher sind die Actionszenen elementarer Bestandteil seiner Filme und wirken somit stilistisch absolut stimmig und nicht wie Fremdkörper bei QOS.

Also, inzwischend denke ich auch: Er könnte das. Es wäre aber sicher kein heiterer Comic-Bond wie zur Moore Zeit. Wenn er sich selbst treu bliebe könnte ich mir erstmals eine Bond-Story vorstellen, die in der PTS etwas vorweg nimmt, dessen Entstehung wir dann erst im Verlaufe des Films sehen. Somit würden wir im Showdown eine ganz andere Sichtweise auf das schon zuvor gezeigte bekommen, was die ganze Story drehen könnte. Das kombiniert mit einer Verschwörungs-Story um eine vermeidlich "übergelaufene" M könnte ein Klasse Konzept werden
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30. Juli 2010 21:08

Eine Second Unit gehört heutzutage in fast allen Produktionen dazu, anders lassen sich die meisten großen Projekte zeitlich und wirtschaftlich kaum stemmen. Nolan kann sich als einer der wenigen Regisseure den Verzicht leisten bzw. das Studio lässt ihn alles machen. Überhaupt ist Inception nur auf Grund des großen Vetrauensvorsprungs nach den beiden Batman-Filmen (insbesondere TDK) realisiert worden. Warner möchte ihn unbedingt halten weshalb er mit Inception praktisch völlig freie Hand hatte.
Im Falle von QOS sind die Actionszenen allerdings so geworden wie der Regisseur es wollte, eine Second Unit handelt ohnehin nur im Auftrag des Regisseurs. Was dir an den Szenen nicht gefällt ist -wenn ich mich recht erinnere- der schnelle Schnitt, etwas, das erst im Nachhinein im Schneideraum zu Stande kommt. Interessanterweise sind die Schnitte bei Nolan auch verhältnismäßig kurz, doch durch die besseren Einstellungen (Totale) wirken sie wesentlich nachvollziehbarer.
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30. Juli 2010 22:39

trotz star besetzung und aufwendiger actionszenen sowie weltweiter drehorte war inception sogar deutlich günstiger als QoS. also gehts auch irgendwie ohne dass wie bei bond 2-3 teams parallel filmen. Mich störte an QOS der schnitt, die Kameraarbeit und vor allem aber auch das konzeptlose an einigen Actionszenen (Boot, Flugzeug). Selbst der Cutter war ja bei QOS second unit spezifisch. Also, wenn das alles wirklich aus Fosters Mist gewachsen ist, nun gut. Glaube ich aber nicht. Und selbst wenn bleibt noch für mich, dass die Actionszenen wie Fremdkörper im Film wirken. Das ist bei Nolan nicht so. Weil seine Action eben auch den Film elementar vorantreiben
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30. Juli 2010 23:00

QOS war für Bond produktionstechnisch ziemlich kompliziert.... viele große und komplizierte Actionszenen, viele und wechselnde Drehorte etc
So musste man unter anderem für die Flugzeug-Action in der mexikanischen Pampa drehen und dort u.a. jede Menge Equipment einfliegen um soetwas wie ein Lager für die Crew zu bauen. Die Kosten für jede Actionszene waren immens. Fast überall ist man bis an die Grenze des in Real-Action machbaren gegangen (vor allem bei der Auto-Verfolgung) oder hat die Szenen -pardon- am zensiert der Welt gedreht, was die Kosten weiter hoch treibt.
Bei QOS wird die Second Unit wohl eher den zeitlichen Faktor geschuldet sein. Der Film hatte bekanntlich wie die meisten Bondfilme einen sehr engen Zeitplan.

Bei Inception hat man da sehr kosteneffektiv gedreht: Im schönen erprobten L.A., in England oder in Kanada. Man benutzte z.B. für einen bestimmten Teil (der mit der OHMSS-Hommage) ein altes leerstehendes Ski-Resort in Kanada und fügte nur ein paar eigene Set-Extensions dazu. Die Action findet nicht unbedingt rund um die Welt statt. In Tokyo wurden nur ein paar einzelne Szenen gedreht. Die restlichen Asienszenen wurden in UK (Flughafen Farnborough stand für Tokyo Airport Pate) oder in amerikanischen bzw. britischen Studios gedreht.

Sehr Eindrucksvoll sind natürlich beide Filme, jeder auf seine Art. Bei QOS frage ich mich bis heute welchen Mut die Stuntfahrer in der Eröffnungsequenz gehabt haben mussten,,,
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31. Juli 2010 19:36

In einem Interview zu Inception äußerte sich Chris Nolan auch zu seinem Lieblings-Bondfilm und der entsprechenden Homage in seinem aktuellen Film:
When the interviewer points out that the footage he has seen reminds him of "On Her Majesty's Secret Service," Nolan heartily agrees. "I think, 'Her Majesty' Secret Service' would be my favorite Bond. It's a hell of a movie, it holds up very well. What i liked about it that we've tried to emulate in this film is there's a tremendous balance of action, scale, and romanticism and tragedy and emotion. Of all the Bond films, it's by far the most emotional. There's a love story and Inception is kind of a love story as well as anything else
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21. September 2010 17:47

Ich bin mir sicher, dass Nolan einen hervorragenden Bond-Film produzieren könnte. Inception habe ich zuerst auf Englisch und dann auf Deutsch gesehen, beide Male war ich sehr beeindruckt. Wer bei seinem Filmen mal kurz eine Pinkelpause einlegen will, hat verloren - dafür fesseln sie umso mehr. Es könnte also ein sehr "spezieller" Bond-Film werden, aber im positiven Sinne.
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