Die Bond Songs - Rezensionen

#1
Soweit ich sehe, gibt es keinen thread in dem die Bond Songs so richtig besprochen werden.
Da ich zuletzt die CD "Best of Bond - James Bond 50 years 50 tracks" geschenkt bekommen habe und mir beim mehrmaligen Anhören viele Dinge aufgefallen sind, denke ich es ist an der richtigen Zeit mal etwas zu den eigentlichen Titelsongs zu schreiben.
Ich bin weder Musikexperte noch kenne ich die genauen Hintergründe der Entstehung der Songs aber das macht ja nichts.

Vorab/Zusammenfassung:
Es ist interessant zu sehen, wie die Titelsongs natürlich ihre jeweilige Entstehungszeit wiederspiegeln. Viel interessanter ist aber zu sehen, welche Songs eher in ausgetretenen Pfaden gehen, und welche dagegen innerhalb der Serie einen Bruch darstellten. Auch wenn ich fast alle Songs mag, gibt es dennoch letztlich nur wenige, die eigentlich innerhalb der Serie herausstechen durch Kreativität oder weil sie nachgeahmt wurden. Als da wären das James Bond Theme, Goldfinger, Live And Let Die, The Living Daylights, GoldenEye. Mit diesen möchte ich anfangen:


James Bond Theme (From Dr. No):
Hier muss man wenig zu sagen. Obwohl ich niemand bin, der etwas allein aufgrund des "Kultstatus" hoch bewertet, so muss ich doch sagen, dass dieser Track einfach eine irrsinnige Klasse hat. Sowohl Melodie als auch Arrangement sind absolut erstklassig und hätten besser nicht sein können. Vor allem wenn man sich den Rest des DN Soundtracks anhört, weiß man erst wie viel Bedeutung Barrys Arrangement beizumessen ist. Der Song ist so aufregend, dass er auch ohne Film funktioniert, aber jede herausragende Szene der Bondreihe funktioniert bis heute meist besser mit dem James Bond Thema.

10/10

From Russia With Love:
Ich kenne die Hintergründe aus jener Zeit zu wenig, aber aus heutiger Sicht würde ich sagen: Sinnvolle Entscheidung, diesen Song nicht als Titelsong zu den Titles zu spielen. Aber vielleicht stand das Ganze so damals gar nicht zur Debatte, weil es ja das Format des typischen Bond Songs zur Titelsequenz noch gar nicht gab.

Matt Monros Nummer ist zwar eine schön gesungene Ballade, in der zumindest irgendwie der Name des Films vorkommt, aber ansonsten ist es einer der Songs der Reihe, der am wenigsten als Filmsong daher kommt, oder zumindest wenig als Bond Song. Das Stück könnte ich mir so auch zu anderen Filmen der Zeit vorstellen. Das Stück scheint in jedem Fall wenig auf den Film angepasst zu sein, weder textlich noch was das Arrangement angeht. Wenn überhaupt soll der Song wohl russisch klingen, während der Film ja viel mehr orientalisch ist – siehe auch das letztlich in den Titles verwendete Medley.
Zudem erinnert mich Monros Stimme immer ein wenig an Sinatra für Arme.

6/10

Goldfinger:
Ein Song, der zurecht mit und ohne Film ein Erfolg war. Eine relativ einfache Komposition, die hier vor allem von Basseys großartiger Stimme lebt. An einigen Stellen sind hier schon die Akkorde des Bond Themas geschickt eingearbeitet – ein Trick, mit dem 50 Jahre später Adele bei ihrem Skyfall wieder gearbeitet hat. Herausragend auch der akzentuierte Bläsereinsatz und das Aufbäumen des Songs gegen Ende. GF definiert in mancherlei Hinsicht schon "den typischen Bondsong" obwohl es den eigentlich gar nicht gibt. Aber was das Arrangement aus Bläser und Streichern angeht, gemischt mit Akkorden des Bondthemas und einer starken Stimme, so wird hier schon eine gewisse Vorgabe gemacht. Was ich auch typisch finde, ist das der Song doch recht auf den Film zugeschnitten ist. Er funktioniert zwar auch ohne Film, aber dennoch ist es kein typischer Popsong – weder heute noch damals wie ich vermute. Es ist schon eine spezielle filmische Musik.

9/10

Thunderball:
Was für den Film gilt, trifft wohl auch so auf den Song zu. Mit Goldfinger war man so erfolgreich, dass man vieles direkt kopieren oder steigern wollte. Bloß kein Risiko eingehen.
Für den Song verpflichtete man also Tiger Tom Jones und der brüllte mit voller Inbrunst eine laute, wenn auch textlich ziemlich naive Goldfinger-Variante ein Vom Intro über die Instrumente bis hin zum Arrangement schreit das Stück nach Goldfinger.
Das ist aber weiter gar nicht schlimm, passt das Ganze doch wunderbar auch zum pompösen und verspielten Film.
Bemerkenswert ist, wie der Song auch das steigende Selbstbewusstsein der Serie widerspiegelt. Wie es im Film Stellen gibt, in denen Fiona Volpe über den berühmten Spion James Bond spricht, so ist auch der Song der Erste, der von Bond handelt und ihn als Über-Figur in den Mittelpunkt stellt.

7/10

You Only Live Twice:
YOLT ist keiner meiner Lieblingsfilme aber was ich dem Film zuschreibe, ist die wohl stimmungsvollste Score Arbeit von Barry für die Serie. Kein anderer Film vermittelt eine so dichte Atmosphäre und entführt einen für zwei Stunden so sehr in eine andere Welt.
Dies trifft auch so für den Titelsong zu. Dieser ist vordergründig eine wundervolle, langsame Ballade mit recht raffinierter Einbindung des Filmtitels. Überhaupt sind die Lyrics hier Lichtjahre besser als beim Vorgänger.
Dazu kommt eine Instrumentalisierung, die auf starke Streicher setzt, aber im Hintergrund auch ein paar für die Serie damals innovative E-Gitarren Akkorde bereithält, was einen spannenden Sound ergibt.

Mir ist das Ganze aber dann doch zu träge und wird der Action des Films nicht gerecht.

6/10

We Have all the Time in the World:
Mit Louis Armstrongs Song zum Ausnahmen Film OHMSS verhält es sich ähnlich wie mit Matt Monros From Russia With Love, zumindest als das der Song im Film und vor allem während des Abspanns gespielt wird, und nicht als klassischer Bond Song während des Vorspanns.
Dies hat aber hier andere Gründe, zumal die übliche Formel nach FRWL ja etabliert wurde, so dass es hier wohl eine bewusste Entscheidung war, die gefühlvolle Ballade nicht zu Beginn zu spielen. Dies ist auch gut so, denn der Song spielt natürlich sentimental mit dem tragischen Ende des Films und entfaltet so seine Wirkung auch dort am Besten. OHMSS ist im Grunde der einzige Bondfilm ohne Happy End (ja, selbst CR endet letztlich noch mit einem triumphalen Moment), und Armstrongs gefühlvoll gesungener Song passt hierzu perfekt, nicht aber zum Beginn des Films, in dem es ja erstmal um Tempo und Action geht.
Musikalisch und inhaltlich empfinde ich den Song als sehr gelungen mit seinen bittersüßen Streichern im Vordergrund und Armstrongs mit letzter Kraft vorgetragenen sentimentalen Lyrics.

8/10

On Her Majesty's Secret Service:
Für mich stellt dieses Titelthema aus OHMSS Barrys Versuch dar, das nicht wirklich von ihm komponierte Bondthema abzulösen, was natürlich – wenn es so gedacht war – eine zum Scheitern verurteilte Idee war. Wenn es nicht so gedacht war, dann sind zumindest die Parallelen in den Arrangements erstaunlich, beginnt doch Barrys Instrumentalstück ebenfalls mit einem knalligen Intro, wie es das Bondthema zur Gunbarrel einleitet bevor dann die eigentliche Melodie beginnt. Auch die weitere Struktur des Songs ist irgendwie ähnlich, wenn man zumindest ein wenig abstrahiert.

An und für sich gefällt mir das Stück sehr gut, vor allem die Parts mit den Bläsern. Was mir nicht gefällt, sind die auf das Intro folgenden und im Hintergrund spielenden abfallenden Akkorde (Orgel? E-Gitarre?), während die dann prägenden Trompeten wiederum ein episches, sehr gut zum Film passendes Flair vermitteln.

Das Thema leidet für mich ein wenig darunter, dass es sehr stark im Film eingesetzt wird und ich es unweigerlich immer mit den ausufernden Skisequenzen des Films in Verbindung bringen. Dadurch wirkt es auch weniger universell als das Normans Bondtheme.

7/10

Diamonds Are Forever:
Nach dem filmischen Experiment von OHMSS wollte man mit der Rückkehr von Connery wohl auch musikalisch eine Rückkehr zu alten Zeiten andeuten, so kam Bassey zu ihrem zweiten Einsatz.
Dieses Mal ist der Song mehr melodisch und mehr Ballade als Goldfinger es war. Dafür ist das Ganze aber auch etwas weniger kraftvoll.
Auf musikalische Art versucht Barry hier das Diamanten Thema des Films widerzuspiegeln, und das gelingt auch schon durch das Intro des Stücks sehr schön. Die Musik deutet das Funkeln der Steine an, ähnlich wie die Triangel in MR später zum Funkeln der Sterne passt. Bemerkenswert ist noch der angedeutete Tempowechsel im späteren Verlauf des Stücks. Ansonsten ist das ganze typisch Barry, Streicher und Bläser, sehr harmonisch.
Der Text dazu ist recht verspielt und in gewisser Weise raffiniert aus Sicht der Frau erzählt. Passt dazu aber besser zur ersten Hälfte des Films, in der Tiffany noch als toughe und unabhängige Frau auftritt. Zum albernen Rest des Films passt der getragene Song eher weniger

7/10

Live And Let Die:
Der erste mutige Song der Bondreihe stellt einen krassen Bruch zu den Songs dar, die nach dem Highlights Goldfinger produziert wurden. Während TB noch eine Kopie von Goldfinger war, wurden mit YOLT, We Have All The Time in the World und DAF drei Balladen verwendet, die allesamt eigentlich nicht den Spaß und das Ausmaß dieser Bombast Bondfilme vermitteln.
Ausgerechnet mit der Einführung des sanften, humorvollen Gentleman-Bonds Roger Moore legte Paul McCartney mit LALD den vielleicht rockigsten Bondsong hin. Hier hat man erstmals wieder das Gefühl, dass Bondsongs wohl wieder auf der Höhe der Zeit waren anstatt sich nur selbst zu Wiederholen.
Was als ruhige Ballade beginnt, wandelt sich schlagartig in einen befremdlich wirkenden, Sound-Orgasmus aus Drums, E-Gitarre, Flöte aber auch atmosphärischen Streichern. Der Song hat zudem ganz unterschiedliche Motive. So wechseln sich immer wieder Balladen-Passagen mit Rock-Passagen ab.
Der Song mag nicht so recht zu Moore passen (zumindest nicht zu dem was nach LALD aus ihm wurde in der Rolle) aber er passt sehr gut zum Voodoo Thema es Films. Fast wirkt er wie eine musikalische Umsetzung des Voodoo und passt damit auch hervorragend zur Titelsequenz.
Kein Wunder, dass man mit TMWTGG versuchte, den Weg weiterzugehen, allerdings mit deutlich weniger Talent als McCartneys.

10/10

The Man With The Golden Gun:
Mir ist eigentlich jetzt erst so richtig aufgefallen, dass TMWTGG durchaus versucht, den mutigen aber erfolgreichen Weg von McCartneys LALD weiter zu beschreiten. Allerdings ist dies weder im Hinblick auf die Lyrics noch auf die Komposition in gleicher Qualität gelungen.
Lulu gibt sich zwar allerlei Mühe, doch das ändert nichts daran, dass der Songtext seltsam naiv und kindlich wirkt, gefüllt mit simplen Schüttelreimen, ohne jeder Raffinesse. Nach Goldfinger ist es erstmals wieder ein Song, der klar den Antagonisten des Films zum Thema macht, was sich ja auch beim Filmtitel anbot.

Was mich an dem Song besonders nervt, ist die vollkommen unkontrollierte und konzeptlose E-Gitarre im Hintergrund. Während die vordergründigen Instrumente durchaus gefallen können, wird man nahezu verrückt, wenn man einmal versucht dem Gitarren-Part zu folgen! Aber auch die ständig wiederkehrenden 3 Noten der Bläser (bläää bläää bläääääää) können einen zur Verzweiflung bringen.

Mit zweieinhalb Minuten handelt es sich wohl um den kürzesten Song der Reihe und man merkt förmlich, wie der Song überhastet abbricht, weil man keine Ideen mehr hatte. Schwer vorzustellen, dass Barry viel mit dem Song zu tun hatte.

TMWTGG ist also nicht nur filmisch ein schwächerer Beitrag zum Franchise.

5/10

The Spy Who Loved Me:
Nach LALD und TMWTGG wollte man es wieder ruhiger angehen lassen. Mit TSWLM, MR und All Time High folgen drei Balladen.

Die erste in der Reihe ist wieder klar Bond-bezogen. Der Song hat im Grunde so wenig mit dem Film zu tun. Eher noch scheint es, als beziehe sich Carole Bayer Sager in ihren Lyrics auf den Roman, der wiederum nichts mit dem Film zu tun hat. Im Grunde war das aber auch damals wohl egal, denn letztlich waren die Titel der Filme sowie die Inhalte kaum noch wichtig. Moore war etabliert als Bond und der Song lässt in dieser Hinsicht schon eine gewisse Routine erkennen.

Instrumentell ist TSWLM der erste Song, der vornehmlich vom Piano dominiert wird. Vor allem das Intro weiß zu gefallen, da es gut zum Asgard Sprung aus der PTS passt, bevor es dann in etwas beliebige Komposition übergeht, bei der Streicher und Schlagzeug (oder programmierte Drums?) bloß nicht auffallen wollen. Irgendwie ist mir der Song zu gefällig, zu konturlos. Sicher nicht schlecht aber irgendwie unauffällig und nicht mutig und damit am ehesten in Kontinuität zu YOLT.

7/10

Moonraker:
Nach dem experimentellen LALD, dem immer noch dynamischen TMWTGG und dem etwas faden TSWLM kehrte das Dreamteam Barry/Bassey zurück und so klingt Moonraker auch in vierleich Hinsicht wie eine Fortführung von deren DAF Track. Gemessen an dem bunten, spektakulären und phantasievollen Film wirkt der Song etwas altbacken. Dennoch ist das Stück wunderbar melodisch und lädt irgendwie zum Träumen ein.
Das Ganze Arrangement scheint irgendwie auf das Weltraum Thema des Films angelegt zu sein, etwa mit der permanenten Triangel (?), die irgendwie das Funkeln der Sterne im All wiederspiegelt.

Daneben fordert der Song recht wenig von Basseys Können, weniger als GF und DAF und dudelt etwas unmotiviert vor sich hin. Ein Song, in dem man sich für 2 Minuten vergessen kann, eine nette Begleitung zu den Titles, aber kein großer Hit.

7/10

For Your Eyes Only:
Die dritte Ballade in Reihe erinnert mich wiederum an den Vor-Vorgänger TSWLM. Dies liegt nicht nur an der Frauenstimme sondern auch an der Pianobegleitung und den langsamen Strophen im Vergleich zur deutlich prägnanterem Refrain. Auch dieses Mal geht es inhaltlich eher nicht um den Film sondern eher vague um eine Romanze.
Nach einem sehr sphärischen, etwas elektronisch klingenden Intro wird der Song schnell dynamischer und kommt auf Touren. Mehr als die zweifache Abfolge von kurzer, atmosphärischer Strophe und dynamischem Refrain hat das Stück, welches ohne Beteiligung von Barry entstanden ist, dann aber auch schon nicht zu bieten. Kein Song ist wohl so simpel aufgebaut wie dieser und auch das „Vorbild“ TSWLM ist da etwas raffinierter. Durch die spährischen Klänge passt der Film gut zu den vielen Unterwasserszenen des Films und spiegelt ein wenig die doch gediegenere Beziehung zwischen Bond und Bondgirl in diesem Film wider.
Geprägt wird der Song vor allem durch die schöne, klare Stimme von Sheena Easton, die bis heute die einzige Künstlerin eines Bondsongs ist, die auch in der Titelsequenz auftaucht.

6/10

All Time High:
Oh je, was sagt man zu diesem Stück. Zunächst mal ist All Time High wohl der Song der am wenigsten Beachtung von Fans findet und ähnlich deutlich wie DAF und DAD bei den Filmen weit hinten in der Beliebtheit liegt. Zurecht, denn das Stück wirkt von vorne bis hinten belanglos und vollkommen am Film und an der ganzen Serie vorbei komponiert. Dazu kommt das Fremdschämen erzeugende Soft-Porno Intro mit Saxophon. Erschreckend, dass diese fatale Denkrichtung noch durch die ersten Textzeilen forciert wird. Diese haben bis zum Schluss nichts mit dem Film zu tun und auch nichts mit der Serie.
Musikalisch schienen hier auch Barry die Ideen auszugehen so dass das Ganze jenseits vom Porno-Saxophon wie eine Verwurstung von Akkorden aus FYEO und TSLWM wirkt, inklusive ähnlicher Drums. Ein paar unmotivierte Streicher beigemischt und ein Rita Coolidge im Halbschlafmodus die am Ende auch nicht mehr weiß wo sie mit ihrer Stimme hin soll, machen den schlechtesten Bondsong komplett.

4/10

A View to a Kill:
TMWTGG eine schwache Kopie von LALD, Nobody Does It Better eine nette aber belanglose Ballade ohne Bezug zum Film, MR eine sehr harmonischer Song aber eigentlich ein zu später Rückgriff auf Basseys angestaube DAF Nummer, FYEO und vor allem der Softporno Track All Time High die wohl schwächsten Nummern der Serie… Was sich unter der Regie von Glen erst etwas versetzt bei den Filmen zeigen sollte, kam bei den Songs schon früher zum Vorschein: Eine gewisse Planlosigkeit und das Abdriften ins Belanglose.
Auftritt von Duran Duran. Ich war lange Zeit gar kein Fan von diesem etwas befremdlich wirkenden Stück doch ich erkenne nun mehr und mehr die Klasse. Wie bei Moores erstem Stück gilt aber auch hier, dass es eine eigentlich für ihn unpassende Nummer war. Der gealterte Moore wurde auch dadurch nicht jünger, dass man ihm eine solch moderne 80er Jahre Syntie-Rockpop Nummer komponierte. Im Gegenteil. Geradezu grausam aus heutiger Sicht ist die Schwarzlicht-Neonbändchen Titelsequenz von Binder dazu, aber lassen wir das.

Der Song ist genial, aufregend anders. Er unterscheidet sich deutlich von allem zuvor gewesenen. Keine Streicher, keine Bläser, kein Piano, stattdessen E-Gitarren Riffs, Drums und viel Synthesizer. Immer wieder wird die Melodie unterbrochen und der Song klingt dadurch überraschend. Im Gegensatz zum stilistisch ähnlichen Nachfolger TLD erkenne ich diesem Song die Barry Mitwirkung nicht an.

Kleine Randnotiz: Ich finde es witzig, dass der Song erst am Ende und nur ein einziges Mal den Refrain "durchspielt" um so den Titel preiszugeben.

8/10

The Living Daylights:
Sicherlich steht The Living Daylights in direkter Fortsetzung des mit AVTAK eingeschlagenen Weges. Anders als dem Vorgänger merkt man A-ha’s Song aber doch eine gewisse Mitwirkung von Barry an und so wirkt der Song jenseits der ungewohnten Stimmen durchaus vertrauter und gewöhnlicher. Die Synthesizer wurden zu Gunsten eines etwas traditionelleren, aber nicht langweiligen Arrangements zurückgedrängt. Streicher und Flöten ähnliche Klänge erzeugen zusammen mit den dominaten Drums einen interessanten Soundteppich. Prägnant ist daneben vor allem die hohe A-ha Stimme. Ähnlich wie beim Vorgänger habe ich Text-seitig keine Ahnung, worum es im Song geht. Macht aber nichts.
Was mir aber wie schon bei FYEO auffällt ist die recht simple Struktur des Songs: Strophe – Bridge – Refrain, Strophe – Bridge – Refrain. Durch die permanent pulsierenden Drums wirkt das Ganze etwas hypnotisch.
Zu Daltons rauhem aber auch gefühlvollen Erstfilm passt das Ganze eigentlich sehr gut, und die Beteiligung von Barry schlägt sich auch in einer Wiederverwendung der Melodie im Soundtrack wieder.

7/10

Licence to Kill:
Nach den peppigen Rock-Pop Songs erscheint die RnB/Soul Nummer von Gladys Knight ein wenig altbacken und deplatziert im Bond Universum. Sicher hat Knight eine tolle Stimme aber irgendwie kann ich mir bei dem Song nicht dem Eindruck verwehren, dass man lieber besser gleich wieder auf Bassey oder schon auf Tina Turner hätte setzen sollen.
Ich finde die Lyrics des Stücks ähnlich naiv wie die von TMWTGG und das ständige Wiederholen der gleichen Strophen sowie der überproduzierte Sound machen es nicht besser. Trotz oder auch weil Knight versucht immer noch einen draufzusetzen, wirkt das Stück ohne klare Linie und bleibt letztlich nichtssagend.

5/10

Es ist schade, dass die beiden starken Rock-Pop Songs nicht beide passend zur Dalton Ära verwendet wurden. Irgendwie denke ich immer, warum ausgerechnet den flotten Duran Duran Track für den alternden Moore und warum ausgerechnet die total angestaubte und überflüssige Retro Nummer von Gladis Knight für Dalton? Wir können es nicht ändern…

GoldenEye:
Niemand ist ja vor Nostalgie gefeit und ich gebe zu, bei mir schlägt das bei GE voll durch – bezogen auf den Film und eben den Titelsong.
Ich denke aber, das ist was den Song angeht nicht nur Nostalgie, sondern da steckt auch eine Menge echter Klasse hinter.
Das von den U2 Stars Bono und The Edge komponierte und von Tina Turner unvergesslich stark eingesungene Stück ist schon ein absolutes Highlight und sticht auch musikalisch heraus. Ähnlich wie wohl damals Basseys Goldfinger ist GoldenEye kein typischer Popsong seiner Zeit. Ich kenne keinen Song, der so klingt wie GoldenEye. Das macht ihn zu einem besonders filmischen Song. Auch heute noch läuft mir schon bei den ersten Tönen ein schauer über den Rücken. Der einmalige Einsatz des Kontrabasses (?), der den ganzen Song bestimmt, die geheimnisvollen Streicher, dann das Einsetzen des coolen Rhythmus und die Fanfarenartige Trompete , wie am Ende ähnlich wie damals bei Goldfinger alles in einem fulminanten Crescendo kumuliert – grandios!

9/10

Tomorrow Never Dies:
Nach dem phänomenalen GoldenEye, welches sich trotz seiner Andersartigkeit weltweit (außer den USA) gut in den Charts platzieren konnte, wählte man Sheryl Crow wohl vor allem aufgrund ihrer Popularität in den USA. Schließlich war den Bondfilmen der große Erfolg in den USA immer verwehrt. Ein parallel von Komponist Arnold und Bond Song Texter Urgestein Don Black entwickelter Song wurde verworfen bzw. Für das Ende des Films genutzt, wohl aufgrund der geringeren Popularität des Künstlers. Dies ist schade, denn der Song Surrender zeigt eine deutlich stärkere Einbindung in den restlichen Score, wie es auch später bei Arnolds No good About Goodbye (QOS).
Ich habe es schon gesagt, so richtig begeistern kann mich TND nicht, dies liegt an der furchtbaren Schlafzimmer Stimme von Crow, aber auch an dem (dazu passenden) leiernden Sound. Dieser leiernder Klang kommt hauptsächlich durch die spärlich eingesetzte E-Gitarre im Refrain. Abgesehen davon ist das Arrangement eigentlich recht ansprechend. Vor allem diese sphärischen Klänge, die schon im Intro zu hören sind verleihen dem Song etwas spaciges, passend zu den Titles von Daniel Kleinman.
Allerdings scheint sich Crow nicht wirklich an die vermutlichen Vorgaben der Produzenten gehalten zu haben, denn im Original ist der Song viel zu lang. Dies führt dazu, dass er im Film wohl leicht schneller abgespielt wird aber vor allem das Ende massiv eingekürzt werden müsste, wodurch er wiederum abgeschnitten wirkt.
Die Lyrics finde ich recht interessant, nicht zu naiv, viel Abwechslung, es wird eine interessante Story erzählt. Wie TSWLM wird dieser Song wohl aus Sicht eines Bondgirls erzählt.

6/10

The World Is Not Enough:
Es ist so witzig. Einen David Arnold Song riecht man 100 Meter gegen den Wind. Die gleichen Instrumente, die gleichen Akkorde, der gleiche Aufbau… Das ist alles nicht weiter schlimm aber auffällig.
Was Arnold zumindest geschafft hat, ist ein konsistenter Sound für einen Film vom Titelsong über den Score. Dazu Daniel Kleinman Titelsequenz und man hat einen absolut stimmiges Bild, welches den folgenden Film gut repräsentiert.
Was mir aber an der Komposition und der Produktion nicht gefällt ist dies betont Gewollte. Der Song SOLL wie ein Bond Song klingen und dafür zieht Arnold alle Register und Garbage Frontfrau Shirley Manson macht mit. Der Song ist mir in Summe etwas zu dick aufgetragen, zu pompös und kumuliert in ein zu episches Finale.

6/10

Die Another Day:
Der am meisten diskutierte und von vielen verhasste Bond Song, was wohl schon an der Auswahl der Künstlerin und dazu noch an ihrem Auftritt im Film selbst liegt. Aber auch der Song an sich hat genügend Potenzial zum Provozieren stellt er doch ein einmalige Experiment innerhalb der Serie dar. Kein Song ist so konsequent anders, so techno-lastig, so unorthodox.
Um mit dem Positiven anzufangen: Wenige Songs passen so gut zum jeweiligen Bondfilm wie dieser. Das schnelle Hektische, der Stakkato Sound, die vielen Brüche, das alles passt recht gut zum Film und noch viel besser hat Daniel Kleinman seine ebenfalls ungewöhnliche Titelsequenz darauf abgestimmt. Erstmals wird die Handlung der PTS zumindest stilisiert in der Titelsequenz fortgeführt.
Das Intro (20 Sekunden) ist toll und erzeugt richtig Spannung mit seinen fast Flamenco-artigen Kastagnetten. Die folgende kurze Strophe mit den leicht verzerrten Streichern finde ich auch noch faszinierend doch leider ist der sich viel zu oft wiederholende, extrem simple und stark verzerrte Refrain ein Dorn im Auge – zumindest was die Lyrics angeht. Im Hintergrund faszinieren weiterhin die Streichinstrumente.
A propos Lyrics: Madonnas Song ist wohl der Einzige, der eine gewisse Selbst-Reflexion mit sich bringt. "I'm gonna avoid the cliche" – damit meint sie wohl ihre Herangehensweise an den Song selbst.
DAD steht mit LALD und AVTAK in einer Linie der "mutigen" Bond Songs, doch der Fan-Zuspruch blieb DAD verwehrt, wenn auch kaum ein Bond Song so gute Chartplatzierungen erzielte.

6/10

You Know My Name:
Jetzt mache ich mich wohl (besonders) unbeliebt aber je häufiger ich Chris Cornells Rocksong zum brillanten CR höre, desto weniger begeistert er mich.
In erster Linie ist dies ein eingebrüllter, flacher Rocksong, der – so nehme ich an – erst durch Arnolds Produktion in Richtung "Bondability" aufgepimt wurde. Die Bläser und Streicher nehme ich Cornell irgendwie nicht richtig ab, und grade das bondige Intro passt so gar nicht zu den dann flach arrangierten Strophen und Refrains. Im Refrain habe ich sogar – abgesehen von den Bläsern – echte Probleme überhaupt eine klare Linie zu erkennen oder Instrumente zu identifizieren.
Cornells Stimme mag zu Rocksongs passen aber hier funktioniert sie für mich nicht so recht. Ich habe auch das Gefühl, dass der gute Daniel Kleinman seine liebe Mühe hatte, seine Ideen auf diesen Song anzupassen, denn irgendwie schreit seine tolle Titelsequenz doch irgendwie nach langsamerer Retromusik.

6/10

Another Way To Die:
Nach Tomorrow Never Dies und Die Another Day nun also Another Way To Die. Alles klar?
Sicherlich nach Madonnas DAD der unter Fans umstrittenste Bond Song. Zunächst mal die Fakten: Es handelt sich um das erste Duett innerhalb der Serie und mit Alicia Keys ist sicher eine der hochkarätigsten Sängerinen an Bord.
In jedem Fall passt der Song zum Film wie die Faust aufs Auge. Er ist schnell, er ist bewusst chaotisch, er scheint verwirren zu wollen, er ist wie eine Achterbahnfahrt mit garantiertem Adrenalinausstoß.
Auch scheint das ineinandergreifen der beiden Stimmen die Begegnungen von Bond und Camille im Film widerzuspiegeln.
Musikalisch erscheint mir der Song extrem komplex mit einem dem Genie von Multiinstrumentalisten White würdigen mix von Drums, E-Gitarren und Klavier. Durch deren Stakkato haften Akkorde erzeugen White/Keys einen faszinierenden Sound, der auch wiederum sehr gut zum schnellen Schnitt des Films passt.
Später werden noch ein paar Bläsereinsätze beigemischt und es gibt eine Reminiszenz an OHMSS sowie Teile des Bondthemes.
Ich kann verstehen, warum der komplexe und nicht so gefällige Sound einige verwirrt oder überfordert, auch kann ich verstehen dass die starken Gegensätze der Klangfarben von White und Keys im Refrain verwirren. Aber für mich ist AWTD eine faszinierende musikalische Berg- und Talbahn Fahrt und mit der Song, der am besten zum Film passt.
Sorry Chris Cornell, aber so geht das!

7/10

Skyfall:
Der neueste Song der Reihe schlug ein wie eine Bombe. Nach dem ungewöhnlich rockigen YKMN und dem sehr kontroversen AWTD erschien Adeles etwas düstere aber pompöse Ballade wie Balsam auf die geschundenen Seelen der Fans der eher traditionellen Bond Songs. Auch dank Adeles Popularität dürfte dies gefühlt der am häufigsten gespielte Bond Song der letzten 20 Jahre sein. Ich war zunächst gar nich so begeistert, erschien mir der Song doch etwas platt und zu sehr retro und gewollt. Ich habe meine Meinung inzwischen geändert sehe den Song aber immer noch nicht in der Topliga der Reihe.
Geprägt wird der Song lange Zeit nur vom Piano und Adeles Stimme, wobei unzählige Akkorde im Stück immerwieder das Bond Thema assoziieren. Dies gilt auch für die später einsetzenden Bläser. Dies ist geschickt, wenn man einen "typischen" Bond-Sound kreiieren will, es wirkt aber eben auf mich etwas gewollt.
Um voll auf die "epische Karte" zu spielen, steigen dann später auch noch die Streicher ein. Mir ist das alles etwas zu viel, zumal Adele mehr mals im Song die Stimme ändert und diese ihr teilweise zu brechen scheint - als wisse sie nicht so recht wohin damit. Auch hinterlassen die späteren Background Vocals einen schalen Beigeschmack. Mir ist das zu gewollt.
Was bleibt ist eine schöne Melodie und Lyrics sowie Arrangements, die sehr gut zum Film passen.

7/10

EDIT: Ich habe alle meine Posts mal zusammengefügt....
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Die Bond Songs - Rezensionen

#3
Hm, ich kann's auch mal versuchen. Allerdings habe ich nicht das Hintergrundwissen bezüglich zeitgenössischer Musik um hier wirklich fundiert zu schreiben. Für ein paar persönliche Eindrücke sollte es allerdings reichen. :wink:

Dazu muss ich noch anmerken dass mir eigentlich jeder Titelsong mehr oder minder gut gefällt, zumindest höre ich die Compilation relativ oft und habe bei praktisch keinem Song das Bedürfnis zum Skippen.

Muss ich das JB-Theme jetzt echt noch beurteilen? "Kultige" Titelmelodie / Leitmotiv eben, das sich über 50 Jahre gut gehalten hat. Absolut klassisch Bond. 10/10, falls die Wertung sein muss. :wink:

Jetzt aber los.

From Russia with Love
Eindeutig eines der schwächeren Lieder. Irgendwie hat es etwas entspannendes an sich, allerdings wiederholen sich die Melodie und Monroes langgezogenes Gejaule ziemlich oft wodurch sich der ganze Song in Summe einfach zu eintönig für mich anhört.
4/10

Goldfinger
Mit dieser Meinung stehe ich zwar allein auf weiter Flur, aber ich konnte da nie etwas besonders faszinierendes darin hören und habe eher Ohrenkrebs bekommen durch das überlaute Tuba-Geblase (?) und Basseys Art, die ersten Zeilen zu singen (wobei sie sich wie ich finde total verkrampft und verspannt anhört). Allerdings habe ich kürzlich herausgefunden, dass es durchaus möglich ist das gesamte Lied durchzuhören und dass es noch ein paar nette Variationen von Instrumental und Gesang gibt.
5,5/10

Thunderball
Der Song hat etwas, vor allem durch Jones' Art jeweils in den Liedtitel zu "springen". Höre ich eigentlich sehr gerne, obwohl er instrumentalistsich wenig eigenständig ist, wie ich finde.
7/10

You only live Twice
Ich mag die fernöstliche Klänge im Instrumental, aber Nancy scheint ebenfalls das ganze Lied über das gleiche zu singen. Teilweise klingt das arg nach einem Song in Zeitlupe und auf jeden Fall ziemlich schlaftablettenmässig.
5/10

On her Majesty's Secret Service
Mal etwas Neues; mir gefällt es. Das Instrumentalstück nimmt Anleihen ans Haupt-Theme, hat aber auch eine ganz eigenständige Melodie, die ins Ohr geht. Auf Dauer sicher auch etwas eintönig, aber bei Instrumentals ist das etwas anderes.
7,5/10

We have all the Time in the World
Armstrong ist grossartig. Meiner Meinung nach hatte er eine tolle, markante Stimme und war damit prädestiniert für ergreifende Lieder, die ins Herz gehen. Der ruhige, friedliche Ansatz passt auch zu Bonds grosser Liebe und verstärkt dann gewissermassen die Betroffenheit und Tragik nach Tracys Tod, sowohl musikalisch als auch textlich.
8,5/10

Diamonds are Forever
Gefällt mir irgendwie besser als Goldfinger, auch wenn ich nicht wirklich sagen kann weshalb. Ist in Summe aber nicht wirklich mein Fall. Nicht überragend, nicht wirklich schlecht.
6/10

Live and let Die
Ein unglaublich markantes Stück, das rasant zwischen verschiedenen Motiven und Meldoien hin und her springt ohne einen Stilbruch zu machen. Diese Vielseitigkeit wirkt sogar zu jeder Sekunde konsequent und fliessend, passt auch zum exotischen Flair des Films.
10/10

The Man with the Golden Gun
Ich muss danielcc fast exakt in seinen Worten zitieren: niemand ist vor Nostalgie geschützt, bei mir bezieht sich das auf Film & Song TMWTGG. Nur soviel: Der Film profitiert wie wohl kein zweiter von seiner Melodie, die vielleicht sogar häufiger angespielt wird als das Bond-Theme. Das gehört für mich zu der Atmosphäre und genau wie dann beim filmischen Einsatz wechselt auch der Titelsong zwischen rassig und ruhig/mystisch/geheimnisvoll. I fuckin' love it.
9,5/10

The Spy who loved me
Das geile an dem Stück ist ja, dass es sich textlich sehr stark auf die Romanvorlage bezieht, aber kaum auf den Film (der ja nix mit dem Buch zu tun hat). Achtet mal darauf! Musikalisch spielt da auch ein bisschen Nostalgie mit, wie vom "Baby, you're the beeeest" langsam stimmlich und musikalisch aufgebaut wird gefällt mir gar nicht mal so schlecht.
6,5/10

Moonraker
Die Oberschlaftablette. Dass man hier die Weite und die Unergründlichkeit des Weltalls in den Song einfliessen lässt ändert nichts daran, dass ich das Stück eher langweilig finde, und irgendwie auch nicht so konsequent.
4/10

For your eyes only
Das finde ich hingegen etwas besser, auf eine gewisse Art sogar richtig schön. Zumindest im Refrain. Der Rest ist weniger mein Ding.
6,5/10

All Time High
Sehr friedlich und zum Film gar nicht mal so unpassend. Ganz im Ernst; der Song hat etwas. Und damit meine ich eine dezente Aussagekraft, Power, Stärke. Genauso sehr hat er aber auch Längen und in Summe dann einfach zu viele Wiederholungen.
6/10

A View to a Kill
Wenn man davon absieht dass es nicht zum Film passt haben wir hier vielleicht das beste Titellied eines Bondfilms. Kraftvoll und stark, aber doch in gewissen Passagen eher ruhig. Prägnant aber nicht aufdringlich. Ausserdem eine feine Gesangsstimme von Simon Le Bon.
10/10

The Living Daylights
Vieles was ich zu AVTAK gesagt habe könnte ich hier wiederholen - und doch sind die Lieder so unterschiedlich. Auf jeden Fall eine gute, variantenreiche Stimme, ein starkes und edles Instrumental, eingängige Melodien und ein prägnanter Chorus. Das perfekte Bond-Lied für den perfekten Bond-Film.
10/10

Licence to Kill
Nicht so markant und packend für mich wie die beiden Vorgänger aber doch sehr schön durch seinen friedlichen Ansatz, den es verfolgt ohne in Schalftabletten-Gejammere abzurutschen. Auch finde ich den Refrain sehr eingängig und schön gelungen.
8/10

GoldenEye
Noch Fragen? Siehe letzter Satz im Kommentar zu TLD.
10/10

Tomorrow never Dies
Ich kann das Stück einfach nicht wirklich schlecht finden, obwohl ich eigentlich möchte. Das kommt wohl raus, wenn man Schlaftabletten-Gejammere mit Nostalgie verbindet.
6,5/10

Surrender
Hat mir schon immer etwas besser gefallen als Crows Version. Bei Lang ist halt einfach mehr Power drin.
7/10

The World is not enough
Klingt nett, vor allem wie der Refrain gewissermassen "herausbricht".
7,5/10

Die Another Day
Besser, als uns viele weismachen wollen. Der eigenständige Ansatz, Madonnas Art gewisse Dinge zu betonen und das gute Zusammenspiel mit den Bildern der Eröffnungssequenz sprechen für diesen Song. Irgendwie finde ich, dass die Thematik und der Stil des Films hier verpackt sind, könnte aber auch die Gewöhnung sein.
8/10

You know my Name
Etwas eigenes, eine tolle Rockballade, dramatisch und aggressiv, kraftvoll und passend. Ich kann den Song nicht nur rauf und runter hören sondern assoziiere mit ihm auch so vieles aus dem Film, obgleich dieser so vielschichtig ist.
10/10

Another Way to Die
Einfallsreich und unabhängig. FRüher habe ich den nicht wirklich gemocht, mittlerweile geht er aber auch mir irgendwie ins Ohr.
7/10

Skyfall
Vielleicht ist es wirklich zu früh aber mir macht der Song Gänsehaut. Ich geb dem mal...
9,5/10
Zuletzt geändert von GoldenProjectile am 27. Mai 2013 23:01, insgesamt 1-mal geändert.
We'll always have Marburg

Re: Die Bond Songs - Rezensionen

#5
GoldenProjectile hat geschrieben:LicenCe to Kill!

LicenCe to Kill!!!!

Bitte...

:cry:
ja ja...

aber:
"Der Film bekam bis zu drei verschiedene Logoschriftarten und zwei Schreibweisen (License to kill und Licence to Kill)." siehe wiki
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Die Bond Songs - Rezensionen

#12
Ich mag den Song zu Dr. No überhaupt nicht. Ich will ihn gar nicht mehr hören. (Als ich den Film das zweite mal gesehen habe, hab ich den Song übersprungen.
Das hochgelobte "Goldfinger" zählt für mich auch nicht zu den Favoriten. Allerdings hat die immer wiederkehrende Melodie im Film irgendwie was. Ich glaube, mir liegt GF vor allem wegen den Vocals nicht.

FYEO (was ich heute zum ersten mal gesehen und gehört habe), gefällt mir sehr gut. Für mich einer der besten "alten" Bond-Songs. 8/10

DAD: Tja, von meiner Abneigung gegenüber Madonna mal abgesehen, ist der Refrain einfach grauenvoll. Hat eigentlich nur 1/10 Sternen verdient, weil überhaupt Töne verwendet wurden (Wobei, Schweigen wäre eigentlich besser gewesen). Die Strophen waren wohl nicht ganz so schlimm, aber ich hab den Song verdrängt ( Wertung vllt. 2/10)

You Know my Name: Anfnags einer meiner Lieblingsbond-Songs. Nach häufigem Hören hat er etwas an seiner Faszinazion verloren. 8/10

Another way to die: Ich hab grundsätzlich nix gegen ein Duett, aber auf die Stimme von Jack White hätte ich verzichten können. Qualitativ der von Allica Key komplett unterlegen und zieht damit die Qualität des Songs runter.
7/10

Skyfall: Endlich auch mal wieder ein Song der nach dem Titel benannt ist. Ein absoluter Gänsehaut-Song mit Bondfeeling, selbst wenn er nur im Radio kommt (Und ich bin kein Adele-Fan, ich habe keine Ahnung, was die sonst noch für Musik macht)
Auch ohne die sensationelle visuelle Untermalung der vielleicht beste Bond-Song: 10/10
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."