Ich beobachte Emmerich jetzt schon sehr lange, bereits seit den späten 80ern als er mit für deutsche Verhältnisse sehr aufwändigen, "amerikanisch" wirkenden Filmen auf sich aufmerksam machte, die alle wesentlich teurer aussahen als sie waren. Emmerich war damals in der deutschen Kinoszene ein Aussenseiter, weil er bewusst sich am amerikanischen Kino orientierte. Der Spitzname "Schwaben-Spielbergle" entstand in diesem Zusammenhang und war nicht immer nur positiv gemeint. Emmerich betonte aber von Anfang an und betont es auch heute noch, dass er sich deshalb immer am US-Kino orientierte, weil es für ihn das Nonplus-Ultra darstellte und er immer schon in erster Linie an großen, aufwändigen FIlmen interessiert war. Nun kann man dazu stehen wie man will, aber der Mann ist sich bis heute treu geblieben und macht genau das, was ihn begeistert. Und diese Begeisterung eines Filmemachers, der sich um viele kleine Details in seinen Mamutprojekten selber kümmert bzw. sie überwacht finde ich ist in vielen seiner FIlmen zu spüren. Das unterscheidet seine Filme in meinen Augen auch von denen seines ebenfalls extrem erfolgreichen Kollegen Bay, die für mich wesentlich emotionsloser und eben auch reissbrettartiger wirken. Mit Ausnahme von Anonymus sehe ich keinen von Emmerichs Filmen als sehr gut an, aber gute Unterhaltung waren sie für mich fast alle, etwas was ich persönlich beileibe nicht von allen aktuellen Blockbustern behaupten kann (eigentlich sind es sogar nur sehr wenige).danielcc hat geschrieben:Das ist jetzt wirklich selbst innerhalb unseres OTs noch OT
Aber grade weil Emmerich das Business und die Zuschauer so gut verstanden hat, mag ich ihn nicht besonders. Seine Filme (außer eben der gefloppte Anonymous) zeigen allzu deutlich eine Reißbrettartige Herangehensweise, die nur auf weichgespülte Massenkompatibilität abzielt. Ob er dumm ist oder ein Stümper, kann ich natürlich nicht sagen. Ich kanns auch gerne zurücknehmen
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