WIe bewertet ihr mit etwas Abstand CR?

1 - miesester Film aller Zeiten
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (1%)
2
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (3%)
3
Insgesamt abgegebene Stimmen: 6 (4%)
4
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (1%)
5 - durchschnittlicher Film
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (3%)
6
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (3%)
7
Insgesamt abgegebene Stimmen: 10 (6%)
8
Insgesamt abgegebene Stimmen: 20 (13%)
9
Insgesamt abgegebene Stimmen: 31 (20%)
10 - perfekter Film
Insgesamt abgegebene Stimmen: 74 (47%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 156

Re: Filmbesprechung: "Casino Royale (CR)"

751
Aber vor Madagaskar muss doch schon etwas anderes passiert sein.

"Wir wollen rausfinden, wie sich ein ganzes Netzwerk von terroristischen Organisationen finanziert und sie liefern uns einen Bombenleger" passt sonst kaum. Der Satz legt nahe, dass Bond bereits vorher in der Sache ermittelt hat (man muss so ein Bombenlegerchen ja auch erstmal aufspüren, der hat anders als Patrice nämlich was drauf).
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Filmbesprechung: "Casino Royale (CR)"

752
Natürlich. Ich sage ja auch nicht, dass es gleich am nächsten Tag gewesen sein muss. Aber doch recht zeitnah, und vermutlich die erste Mission. Da können natürlich ein paar Tage oder Wochen Recherche noch dazwischen sein, aber vermutlich war es der erste größere Außeneinsatz. Bzw. der erste, den 007 quasi geleitet hat.
Oder Bond wurde zu den Ermittlungen hinzugezogen und der Fall war schon länger am Laufen, schon bevor er zum 00-Agenten wurde.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Filmbesprechung: "Casino Royale (CR)"

754
ich glaube die Filmmacher haben damals sogar selbst gesagt, dass es seine erste Mission ist. Das ist natürlich mal wieder nicht richtig durchdacht.
Wir sollten aber auch nicht dem Irrtum verfallen, dass Bond mal so aus dem Nichts 00 Agent geworden ist. Ich bin immer davon ausgegangen, dass er einige Jahre Agent war, bevor ihm nun der 00 Status verliehen wurde. Das heißt, es ist natürlich nicht seine ERSTE Mission
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Filmbesprechung: "Casino Royale (CR)"

756
Habe mir gestern auch CR angeschaut. Sehe es immer noch anders. ;-)

Aber was ich wieder einmal erstaunlich fand, der Film geht knappe 2,5 Stunden und ist gefühlt ruckzuck rum, trotz der ein oder anderen ruhigeren Szene. Es passiert einfach immer etwas und jede einzelne Szene treibt die Handlung voran oder zeigt eine Entwicklung zwischen den Charakteren (Bond-M, Bond-Vesper).
Selbst die ganze Dimitrios Geschichte plus die Flughafen-Szenen, die ich immer ein wenig störend empfand, fügen sich mittlerweile für mich gut ein.
"Everybody needs a hobby.” -- “What’s yours?” -- “Resurrection."

Re: Filmbesprechung: "Casino Royale (CR)"

757
danielcc hat geschrieben:ich glaube die Filmmacher haben damals sogar selbst gesagt, dass es seine erste Mission ist. Das ist natürlich mal wieder nicht richtig durchdacht.
Wir sollten aber auch nicht dem Irrtum verfallen, dass Bond mal so aus dem Nichts 00 Agent geworden ist. Ich bin immer davon ausgegangen, dass er einige Jahre Agent war, bevor ihm nun der 00 Status verliehen wurde. Das heißt, es ist natürlich nicht seine ERSTE Mission
Nein, natürlich nicht seine erste Mission. Aber seine erste als 00-Agent.
"You only need to hang mean bastards, but mean bastards you need to hang."

Re: Filmbesprechung: "Casino Royale (CR)"

758
Filmkritik: James Bond 007: Casino Royale

Mein Marathon begibt sich jetzt in die finale Phase, deren Beginn für mich Casino Royale aus dem Jahre 2006 darstellt, der Film den ich heute gesichtet habe. Viel Spaß mit meiner Kritik!

Bond, der gerade erst zum Doppelnullagenten befördert worden ist, soll herausfinden wie sich ein Netz von Terrorgruppen finanziert. In Madagaskar tötet er einen Bombenleger und vernichtet eine Botschaft. M ist nicht „amused“ und schickt ihn in den Urlaub. Bond aber ermittelt weiter und kommt über einen Hintermann des Bombenlegers auf Le Chiffre, einem Börsenspekulation, dem 007 prompt in die Quere kommt. Le Chiffre verliert durch das von Bond vereitelte Attentat viel Geld und möchte ein Pokerspiel auf die Beine stellen um das Geld seiner Kunden zurückzubekommen. Bond bekommt den Auftrag gegen Le Chiffre zu gewinnen und bekommt das nötige Geld von Vesper Lynd, einer Mitarbeiterin des Schatzamtes. 007 und Vesper gewinnen, werden aber von Le Chiffre entführt und gefoltert. Am Ende stirbt aber Le Chiffre, der von einem seiner Kunden ermordet wird. Bond und Vesper kommen schließlich frei und verlieben sich. Bond ist drauf und dran seinen Dienst zu quittieren, erfährt aber, dass Vesper ihn verraten hat. Als Bond Vesper mit seinen Vorwürfen konfrontieren will, begeht sie Selbstmord. „Der Job ist erledigt, die Schlampe ist tot!“

Nach dem Iren Pierce Brosnan ist der neue Bond mal wieder ein Engländer, aber wer sich jetzt an den Gentlemen Roger Moore erinnert fühlt, der wird enttäuscht sein, denn Daniel Craig ist mehr ein Trampeltier als ein Gentlemen. Ich habe früher nie verstanden warum der Hype/Entsetzen über Craigs Härte so groß war, aber wenn man ihn mit dem wirklich sehr smarten Brosnan vergleicht, dann wird mir einiges klar ;) Daniel Craig spielt Bond mit einer wirklich nie dagewesenen Härte und Kaltblütigkeit, wie sie kein anderer Darsteller vorher an den Tag gelegt hat. 007 ist ein ausgebildeter Killer, was man an seiner guten Reaktionsfähigkeit sehen kann und Daniel Craig ist dafür die zu 120% passende Besetzung, ich würde sogar so weit gehen und ihm in CR die beste Darstellung Bonds seit Sean Connery attestieren.

Bisher gab es oft Bösewichte die über eine besondere Stärke verfügten, in Casino Royale heult der Bösewicht…..er heult Blut, auch eine Form der Verängstigung. Le Chiffre ist der Name der von Mads Mikkelsen dargestellten Figur. Mikkelsen ist zwar nicht das erste Gesicht das mir als Bondbösewicht einfallen würde, aber so wie er hier spielt kann er locker mit Goldfinger und Konsorten mithalten. Was es bisher bei Bösewichten auch nicht gab ist, dass der böse einen Angriffspunkt hat und eigentlich ab der Hälfte aus reinem Frust handelt, das gefällt mir gut!

Eva Green spielt Vesper Lynd, das Bondgirl des Films. Vesper ist sicherlich ein Bondgirl welches man nicht so einfach vergessen wird und dazu trägt Eva Green sicherlich den größten Teil bei. Eva Green verleiht Vesper das was die Figur braucht, nämlich eine kühle Fassade hinter der sich ein sehr zerbrechliches Wesen versteckt, das natürlich nur darauf wartet von Bond entdeckt zu werden :). Volle Punktzahl für Green!

Martin Champell leitet schon zum 2ten mal den Einstand für einen neuen Bonddarsteller und wie man CR erkennen kann: Übung macht den Meister. Er macht Bond härter als je zuvor, was auch durch die Maintitles erkennbar wird, denn nackte Frauen mit einer Walter sind hier nicht zu finden, stattdessen beobachtet man einen sich prügelten Bond bei der Arbeit. Humor ist fast gar nicht mehr erkennbar und wurde durch Brutalität ersetzt, sprich: Bond wurde der Realität ein Stück näher gebracht. Das Drehbuch, geschrieben von Neal Purvis, Robert Wade und Paul Haggis, ist erfreulich nahe am Roman, was ich persönlich nicht erwartet hätte und wirkt sehr realistisch. Natürlich wurde der vorhandene Stoff an das Jahr 2006 angepasst, aber die Grundidee ist immer noch dieselbe! Das Ende des Films wird lange in Erinnerung bleiben, denn so viel Drama gab es seit OHMSS nicht mehr. Allerdings sind Bonds Reaktionen auf den Tod der Geliebten total anders, in OHMSS ist Bond den Tränen nahe, in Casino Royal lässt er sich nur zu einem bösen Kommentar hinreißen: „Der Job ist erledigt, die Schlampe ist tot“.

Viele Leute mögen den Film nicht, weil er der „Re-start“ der Reihe ist. Ich, für meinen Teil kann nicht erkennen warum das ein Problem sein sollte, denn Bond Beförderung wird nur in der PTS und in einigen (austauschbaren) Dialogen zwischen M und Villiers behandelt. Vielleicht kann man das fehlende Vertrauen Ms in Bond noch als Folge seiner erst kurzzeitigen Tätigkeit als Doppelnullagent deuten, aber auch das lässt sich durch Bonds Auftritt in der Botschaft erklären.
Trotz des „Re-starts“ verfügt der Movie über alles was einen guten Bondfilm bisher ausgemacht hat: exotische Locations, eine spannende Handlung, ein faszinierendes Bondgirl, gut gemachte Action und last but not least einen überzeugenden Bonddarsteller.

Über fehlende exotische Locations kann sich bei diesem Film keiner bescheren, zwar sind die Bahamas bei weitem keine unbekannten Schauplätze in der Bondreihe, aber so viel „Urlaubsfeeling“ hat nicht einmal Terence Young in Thunderball zu Stande gebracht. Die in Uganda spielenden Szenen sind so wie ich sie mir in DAD für Nordkorea gewünscht hätte und die in Montenegro spielenden Sequenzen sind selbstverständlich auch große klasse.

In diesem Streifen sind einige der spektakulärsten und spannendsten Actionsequenzen zu finden. Mir gefällt die Verfolgungsjagd in Madagaskar besonders, da man so etwas nie zuvor sehen konnte. Natürlich ist auch der Weltrekord in Sachen Überschläge nicht zu unterschlagen, denn hier fährt Bond seinen Aston Martin, das einzige Gadget des Films. Also, tolle Action, knackig inszeniert und mit David Arnolds wunderbare Musik unterlegt. Der Soundtrack gehört zu Arnolds besten Arbeiten und gefällt mir vollends gut. Er verfügt über ein Leitmotiv und übernimmt auch Elemente aus dem Titelsong.

Fazit:

Bond 21, oder Daniel Craigs Nummer 1 überzeigt zu 97% und gehört deshalb zu den besten Bondfilmen überhaupt. 10 von 10 Punkten. Ich hoffe meine Kritik hat euch gefallen, wenn nicht, dann bin ich für Anregungen und Aufregungen offen! :).

Re: Filmbesprechung: "Casino Royale (CR)"

761
ProfessorDent hat geschrieben:Das Ende des Films wird lange in Erinnerung bleiben, denn so viel Drama gab es seit OHMSS nicht mehr. Allerdings sind Bonds Reaktionen auf den Tod der Geliebten total anders, in OHMSS ist Bond den Tränen nahe, in Casino Royal lässt er sich nur zu einem bösen Kommentar hinreißen: „Der Job ist erledigt, die Schlampe ist tot“.
Das ist mMn nicht ganz richtig. Zuerst ist natürlich die Grundsituation in OHMSS eine andere. Der Tod von Tracey wird nicht von einem Verrat überschattet. Aber ich denke, er vergisst trotzdem direkt nach Vespers Tod auf dem Dach ein paar Tränen. Nur sieht man es nicht so richtig, weil es aus einiger Entfernung gefilmt wurde, aber die Körperhaltung von Bond lässt dies vermuten.
"Everybody needs a hobby.” -- “What’s yours?” -- “Resurrection."

Re: Filmbesprechung: "Casino Royale (CR)"

762
Review zu Casino Royale (2006)

Casino Royale befindet sich auf meiner Bondrangliste auf Platz 1 von derzeit 25 Plätzen.

Casino Royale ist im Ranking der Craig-Bonds auf Platz 1.


Einordnung in den Craig-Bonds:
1. CR
2. SF
3. QOS

James Bond: Casino Royale ist der Einundzwanzigste von derzeit 25 veröffentlichten Kinofilmen (ich berücksichtige hier auch die außerhalb der Bondreihe gestarteten „Casino Royale“ von 1967 und das Feuerball-Remake „Sag Niemals Nie“ von 1983, die TV-Version von Casino Royale und den zum 01.11.15 noch nicht in Deutschland veröffentlichten SPECTRE sind hiervon noch ausgeschlossen) und Daniel Craigs erster Kinoauftritt als James Bond.

Worum geht es in Casino Royale ?

James Bond wird durch 2 Tötungen in den 007-Status berufen. Kurze Zeit später kommt er durch vagen Hinweisen einem Bombenattentat auf eine Fluglinie auf die Spur. Das Bombenattentat ist von Le Chiffre fingiert, um durch Leerverkäufe der Fluglinienaktien enorm viel Gewinn zu machen. Das Bombenattentat schlägt fehl und Le Chiffre veranstaltet im Casino Royale in Montenegro ein Pokerspiel, um diesen Verlust auszugleichen. Bond wird als bester Spieler des britischen Geheimdienstes auf Le Chiffre angesetzt und findet sich in einem Pokerspiel mit extrem hohen Einsatz wieder, bei dem nichts so ist, wie es scheint.

Was halte ich davon ?

Ich liebe diesen Film – nennt mich ein wenig „Casino-Royale-fixiert“, aber CR ist nicht nur mein Lieblingsbond, sondern auch mein Lieblingsfilm und mein Lieblingsbuch allgemein. Der Titelsong ist einer meiner Lieblingssongs, der mich schon seit Ewigkeiten weckt oder mich auf einen eingehenden Anruf aufmerksam macht. Das Buch von Casino Royale ist mein Lieblingsbuch. Da ich das Buch erst nach Filmsichtung gelesen habe, kann ich nicht sagen, dass ich mich gefreut habe, das endlich das erste Buch von Fleming verfilmt wird. So konnte ich nach 4 Jahren Wartezeit nach DAD mich unvoreingenommen auf die wohl für mich prägendste Filmerfahrung meines Lebens einlassen.

Rückblickend betrachtet muss ich sagen, dass Daniel Craig als Bond nie besser war als hier in Casino Royale, und vor allem die Szenen im Badezimmer des Hotel Splendide mit Vesper (mit den Klamotten, das Abwaschen des Blutes, mit Vesper unter der Dusche), am Pokertisch, bei der Folter, Beim Tod von Vesper, usw. … sind in meinen Augen auch das erste und einzige Mal, indem ein Bonddarsteller für die Darstellung James Bonds einen Oscar verdient hätte. Daniel Craig bringt hier eine gewisse Frische, Unverbrauchtheit und ungewohnte Kälte und Brutalität mit. In den geeigneten Momenten ist sogar noch Platz für ein paar Witze. Was Timothy Dalton 87 und 89 noch krampfhaft versucht hatte, ist Daniel Craig gelungen – den Charakter James Bond aus den Romanen salonfähig zu machen und die Masse damit anzusprechen.

Die Story ist für einen Bondfilm in seiner Struktur im Vergleich zu den anderen 20 Vorgängern einzigartig. Wir bekommen 3 Akte serviert, die nicht nur perfekt ineinander übergehen, sondern auch für sich selbst großartig sind. In Akt 1 sehen wir einen James Bond, der mit der Bürde des 00-Status erst zurechtkommen muss und auch mal ein paar „Fehler“ macht, auch wenn auf seinen Instinkt vertraut und dabei seinen Vorgesetzten ein Dorn im Auge ist. Die Action in Akt 1 ist durch seine handgemachten Stunts und super gefilmten Action ein Augenschmauß. Ein Hoch auf den Einsatz von Daniel Craig. Die PTS in schwarzweiß ist kurz, kompakt und ein genialer Einstieg in den Film. Nach dem 1. Akt kommen wir zu Akt 2 – dem Pokerspiel – mir fehlen zwar irgendwelche filmischen Referenzen, aber das Pokerspiel aus Casino Royale ist bedingt durch sein Nebenschauplätze und dem Fakt, das immer was los ist, auf und abseits des Spieltisches, so unglaublich spannend und interessant – so dass keine Langeweile aufkommt. Nach dem Pokerspiel kommt der 3. Akt – das „Nachspiel“ - hier bekommen wir in einem Take das wohl krasseste, rekordbrechende Überschlagsmanöver eines Aston Martin geboten. Die Foltersequenz ist eine der intensivsten und besten Dialog- und Foltersequenzen der ganzen Reihe. Nach der Foltersequenz kommt die Geschichte um Liebe und Verrat zwischen Bond und Vesper, das ebenfalls sehr interessant und spannend gefilmt wurde.

Mit diesem Film wurden auch rückwirkend betrachtet neben Daniel Craig 2 weitere Lieblingsdarsteller von mir geboren – Mads Mikkelsen und Eva Green.

Mads Mikkelsen, der bodenständige Däne, spielt hier einen bodenständigen, verzweifelten Geschäftsmann, der durch Fehlspekulationen sein ganzes Geld verloren hat und hier am Rande des vollständigen Verlusts ist. Ich merke ihm in jedem Atemzug an, dass es für ihn auf dem Spieltisch um alles geht. Mads Mikkelsens Erscheinung und dessen Mimik setzt dem ganzen die Krone auf – und sorgt dafür, dass Le Chiffre zwar einer der gewöhnlichsten Bondgegner ist, aber durch die Ausgangslage auch einer der Gefährlichsten und Besten der Reihe. Für mich der beste Bondgegner.

Eva Green, die erste von vier französischstämmigen Bondgirls aus der Craig-Ära (vor Kurylenko, Marlohe und Seydoux) spielt hier mit Vesper Lynd ein Bondgirl, das nicht krampfhaft versucht, durch Agententechnik auf Teufel komm raus Bond ebenbürtig zu sein (XXX, Wai Lin, Jinx), sondern durch intelligent geschriebene Dialoge, einer gewissen naiven Portion Weiblichkeit und Intelligenz damit, auf der psychologischen Ebene mit Bond mithalten zu können und ihn manchmal auch Schachmatt zu setzen. Sie ist mein Lieblingsbondgirl, da Vesper Lynd noch vor Tracy Bond die größte charakterliche Entwicklung von Bond zu verantworten hat. Die Liebesgeschichte ist zwar etwas distanziert, aber glaubwürdig und zu keinem Augenblick penetrant aufdringlich.

Wie auch schon bei Goldeneye ist Martin Campbell zum 2. Mal für die Einführung eines neuen Bonddarstellers verantwortlich – und sein 2. Mal ist eindeutig höher in meinem Ranking.

David Arnold ist hier zum 4. Mal für die Musik verantwortlich und vor allem mit „African Rundown“ und „Miami International“ hat er mir für Ewigkeiten absolute Filmmusik-Favoriten geschaffen. Chris Cornells „You Know My Name“ ist wie bereits eingangs erwähnt einer meiner Lieblingssongs und Weck- und Klingelton. Der Sound und der Text passen wie die Faust aufs Auge zu Bond und der Story, die in Casino Royale erzählt wird. Die Main-Title-Sequenz von Daniel Kleinman ist ein Meisterwerk und hebt sich so sehr gut von seinen Vorgängersequenzen ab.

Aber genug von den Superlativen. Da Casino Royale auf meiner Top-Position ist, ist dies auch der einzige Beitrag zur gesamten Reihe, der von mir die Höchstpunktzahl auch auf der 10er-Skala bekommt.

Das Rating von Casino Royale beträgt 007/007 !

10/10
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "