(Wers ausführlicher will: https://ssl.ofdb.de/review/296673,727952,Atomic-Blonde)
Bei McAvoy sehe ich auch einen gewissen Chargierungs-Reflex, den er inzwischen ein wenig zu stark kultiviert hat. Hier passt er aber mal wieder.
Die Action war nicht selbstzweckhaft? Na na na ...vodkamartini hat geschrieben:Mir hat Atomic Blonde benfalls sehr gut gefallen, nicht nur der Score.Theron trägt den Film wunderbar, das Setting war toll und die Action nicht selbtszweckhaft. Im Unterschied zu Wick hat der Film eine Seele und bleibt länger im Gedächtnis.
Ähm, inwiefern? Also, du fandest ihn gut, aber deine Begleitung nicht oder wie darf man das verstehen?Maibaum hat geschrieben:Leider war der Maibaum Fanclub von dem Film etwas angepisst.
Sag ich ja seit immer. Habe mir sogar mittlerweile Fast & Furious 8 angesehen, hauptsächlich ihretwegen.Maibaum hat geschrieben:Theron ist einfach eine Wucht. Was für ein Gesicht
Ja, leider, und etwas angepisst ist noch eine ziemlich vorsichtige Umschreibung, und das hat wohl auch leider einen kleinen Schatten auf den Rest des Abends gelegt, von dem ich mir etwas anderes erhofft hatte. Ich hatte kurz vorher sogar noch kurzfristig Western als Alternative zum Vorschlag gebracht, weil, obwohl die Auswahl von Atomic Blonde vom Fanclub kam, mir schon die Idee gekommen war, daß das auf Unwissen darüber basierte wie derb der Film sein könnte, und dann ja auch war. Na ja, hinterher ist man ja immer schlauer ...Casino Hille hat geschrieben:Ähm, inwiefern? Also, du fandest ihn gut, aber deine Begleitung nicht oder wie darf man das verstehen?Maibaum hat geschrieben:Leider war der Maibaum Fanclub von dem Film etwas angepisst.
Direkt nach Kinobesuch auf jeden Fall. Mit der Zeit hat das aber ein wenig nachgelassen. Hab nicht so recht Lust auf wiederholte Sichtungen, höchstens im "Party-Rahmen". Beim zweiten ging es noch etwas schneller, den fand ich im Kino auch gut. Gut, "nicht selbstweckhaft" bei Atomic Blonde ist vielleicht ein wenig euphemistisch.Maibaum hat geschrieben:Die Action war nicht selbstzweckhaft? Na na na ...vodkamartini hat geschrieben:Mir hat Atomic Blonde benfalls sehr gut gefallen, nicht nur der Score.Theron trägt den Film wunderbar, das Setting war toll und die Action nicht selbtszweckhaft. Im Unterschied zu Wick hat der Film eine Seele und bleibt länger im Gedächtnis.
Und ich dachte Wick sei einer deiner Favoriten der letzten Jahre?
Ich find ihn gerade so "verstörend", weil er eben wie du sagst einfach platt war. Da ist der junge Typ, der sich ab und zu mal nen Joint dreht oder ne Tablette einwirft und dank seinem Kumpel die Chance bekommt eine Drogenkarriere zu starten, in dem sie Koks strecken. Harry driftet ab, wird zum Junkie, macht seine Freundin zum Junkie und weil sowas NATÜRLICH nie auf Dauer gut geht bekommen sie Geldprobleme. Und so weiter. Wirklich "interessant" fand ich nur die Drogenkarriere seiner Mutter.Casino Hille hat geschrieben:Fand den immer enttäuschend platt und banal. "Drugs are bad, mkay" ist mir als Aussage schlicht zu wenig für den Aufwand und ob man das ganze so manipulativ erzählen und inszenieren muss... eigentlich nicht. Als Schulfilm bestimmt gut geeignet, aber aus empathischer Sicht für mich zu leer und bedeutungslos. Was wohl auch daran liegt, dass die Charaktere allesamt austauschbare Stereotypen, leblose Klischees sind, und Aronofsky sich gar nicht die Zeit nimmt, ihre Psyche abseits der Einwirkung der Drogen auf ihren Körper zu erforschen. Er nimmt sie und ihre Drogensucht nicht ernst, er hat kein Verständnis dafür, alles läuft auf den Fall hinaus. In jeder Hinsicht ist "Trainspotting" von Danny Boyle der um Welten bessere und befriedigendere, weil reifere und authentischere Film, der WIRKLICH die nackte Realität einfängt, wo "Requiem for a dream" nur belehren will.
Den Titel hab ich schon mal gehört, aber ich könnte dir jetzt nicht sagen um was es geht. Werd mir gleich mal den Trailer anschauen.Casino Hille hat geschrieben:Eine vernünftige Ansicht. Kennst du "Trainspotting"?
Zurück zu „Cinema- Das Filmforum“