Wir findet ihr DN?

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Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#706
Agent 1770 hat geschrieben:
14. November 2018 23:42
Henrik hat geschrieben:
14. November 2018 13:19
Dass Q nur noch nervt kann ich übrigens nicht bestätigen.
Das meinte ich auch nicht generell, sondern hauptsächlich auf die Brosnan-Ära bezogen. Schon in GE war das einfach zu albern und überzogen, als beispielsweise einer der Mitarbeiter in dieser Telefonzelle eingeklemmt weggeschafft wurde, dann die Explosion. Auf mich wirkte es halt aufgesetzt und krampfhaft ins Skript geschrieben. Die Q-Szenen mit Connery gefielen mir immer recht gut, da sie nicht albern waren. In LTK war es auch mal ganz nett, mehr von Q und vor allem zu sehen, dass ihn und Bond doch eine gewisse Freundschaft und Respekt verbindet, auch wenn sie sich öfters mal kabbeln. Fast schon wie ein altes Ehepaar.
Insoweit kann ich das sogar bestätigen, vieles von der Hintergrundhandlung in Q's Räumlichkeiten in der Brosnan-Ära ist tatsächlich zu viel, vor allem in GE. Die Telefonzelle, ich glaube einen Schleudersitz gab es da auch noch,..
Insgesamt bin ich aber trotzdem froh, dass wir auch in diesen Filmen Q--Szenen haben.
Zuletzt geändert von Henrik am 30. November 2018 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
"Whoever she was, it must have scared the living daylights out of her."

Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#710
Das hat sich bereits erledigt, den die Walther PPK des verstorbenen 'M'-Darstellers Bernard Lee die hätte versteigert werden sollen, wurde "enttarnt". Der Anbieter hatte angegeben, dass es sich dabei um die erste Bond-Waffe auf Leinwand handelt, da dieses Objekt bei den Dreharbeiten zu Dr. No verwendet worden sein soll. Dummerweise sieht man in der besagten Szene aber keine Walther PPK, sondern bloss eine Walther PP. Aufmerksame Bond-Fans haben den Auktionator auf diesen Umstand hingewiesen, wodurch das Angebot zurückgezogen wurde.
Morgenstund' ist aller Laster Anfang

Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#711
So aktuelle Meinung zu Dr. No. Dem alter entsprechend und dem Stellenwert als erstet seiner Art: Wahnsinn! Bis auf die Pts alles da was man kennt und liebt. Sogar zum Teil besser als in vielen der Nachfolger. Honey Rider ist schon mal schwer zu toppen. Aber auch Leiter und Quarrel sind gut dargestellt, Moneypeny, M und Bond sowieso. Professor Dent & Dr. No himself find ich auch toll, nur hätte letzterer bissl mehr Screentime verdient. So richtig schlecht find ich hier tatsächlich nichts. Naja die Autoverfolgung schaut recht mies aus, und der 'Drache' ist auch etwas peinlich. Und schade das nicht Desmond Llewelyn die Walter ausrüstet. Aber wie gesagt, da denk ich halt dran wie alt der Film ist, low budget nebenbei. Aber so viele tolle und prägende Sachen (Gunbarrel, Bond-theme, Honey steigt aus dem Meer, Ken Adam Set's usw..) Und Connery's 'Bond.. James Bond' am Pokertisch.. Besser gehts nicht :-)
„Ich bin hier, um dich zu töten.“
„Und ich dachte, du bist hier, um zu sterben.“

Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#712
Tscheims.Hond hat geschrieben:
13. März 2019 15:03
Aber wie gesagt, da denk ich halt dran wie alt der Film ist, low budget nebenbei.
DN war kein Low-Budget Film, auch wenn er im Bond Kosmos sicherlich der Billigste war.

Warum man die Autoverfolgung überwiegend im Studio gedreht hat, das bleibt ein Rätsel, angesichts ähnlicher Autoszenen im Film die das ganz anders machen.

Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#713
Bequemlichkeit? Faulheit? Budget-Gründe? So richtig direkt einleuchten tut es in der Tat nicht, zumal das 1962 sicher deutlich besser ging (allerdings auch noch mal bedeutend schlechter). Man hätte Connery vielleicht nur sagen müssen, dass man beim Kurvenfahren das Lenkrad nicht achtmal im Kreis drehen muss. :D
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#714
Casino Hille hat geschrieben:
13. März 2019 15:38
Man hätte Connery vielleicht nur sagen müssen, dass man beim Kurvenfahren das Lenkrad nicht achtmal im Kreis drehen muss. :D
Das war aber in den Filmen damals durchaus so üblich. Sah bei Cary Grant ja auch nicht anders aus.

Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

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Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#715
Gestern habe ich aus einer Laune heraus mal wieder DN geschaut, und hatte wieder viel Spass, auch wenn ich ihn womöglich nicht mehr ganz so enthusiastisch bewerten würde wie in meiner Rezension. Als grösste Stärke des Films wird ja gemeinhin genannt, dass er kurz und knackig ist, ich empfand die sehr zügige, pausenlos von einer Szene zur nächsten hüpfende Dramaturgie dieses Mal aber als etwas holprig, es erinnerte fast schon ein wenig an YOLT, bei dem ich dies damals in aller Ausführlichkeit als Negativpunkt geschildert hatte. Nichtsdestotrotz bleiben die Stärken bei DN aber die gleichen wie eh und je:

- Die charmante Atmosphäre der frühen 60er ist toll, es macht einfach Spass, in eine Welt einzutauchen in der sehr oft und sehr formell telefoniert wird, in der die Etikette höher gewertet wird als alles andere und in der alle drei Meter ein Dienstbote herumsteht. Besondere Wirkung entfaltet dieser Zeitgeist, wenn er mit dem exotischen Abenteuerflair Jamaikas gepaart wird. Und viele bondtypische Eigenschaften wirken erst besonders sinnig und passend, wenn sie eben in diesen zeitlichen Kontext eingebettet sind.

- Mein Lieblingsteil des Films sind sämtliche Szenen an den Stränden und in den Sümpfen von Crab Key, da kann ich mich nicht satt sehen, das ist so bunt, verspielt, exotisch, herrlich schön und mit elegantem Kamerablick fotografiert. Atemberaubend anzuschauen.

- In manchen Bondfilmen funktioniert der Bösewicht gerade deshalb so gut, weil er beinahe schon eine MacGuffin-Figur ist, ohne dass auf Teufel komm raus ein besonders komplexer oder ausgearbeiteter Charakter entsteht. OHMSS-Blofeld ist da sicher ein Paradebeispiel und Dr. No schlägt in dieselbe Kerbe. Ob der jetzt mit einem Reaktor Raketen abschiesst oder einen Hamster entführt hat, ob er zu Spectre gehört oder zur Fifa, ob er den Triaden Geld gestohlen oder im Lotto gewonnen hat, all das ist am Ende des Tages gar nicht mal so wichtig. Er ist der Böse, der klassische Bond-Gegenspieler, das wird von Anfang an klargemacht und gleichzeitig mit der herausragenden Dent- und der späteren Schattenszene effektvoll mystifiziert. Und am Ende darf er kultiviert und gefährlich mit Uns 00 dinieren und muss dann um jeden Preis gestoppt werden. Fertig, so einfach, funktioniert wahnsinnig gut. Wer braucht da noch einen aktuell angesagten Oscarpreisträger mit Bruderkomplex?

- Mit Ostermundigen-Ursi, Zena Marshall und Eunice Gayson hat DN mit die beste Erotik-Bilanz aller Bondfilme aufzuweisen.

- Zwar habe ich schon wieder vergessen, wie sich Monty Normans Originalscore anhört, bzw. ob der überhaupt existiert, aber was DN meisterlich beherrscht und auch wunderbar zu seiner einzigartigen Ultra-Oldschool-Ferienflair-Detektivfilm-Atmosphäre passt ist die Einbindung charmanter volkstümlicher Liedl. Three Blind Mice und Underneath the Mango Tree rocken die Bude.

Hoffen wir also mal auf eine gelungene jamaikanische Heimkehr nächstes Jahr.
We'll always have Marburg

Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#716
GoldenProjectile hat geschrieben:
1. April 2019 12:27
Als grösste Stärke des Films wird ja gemeinhin genannt, dass er kurz und knackig ist.
Das hab ich persönlich nie so empfunden. Liegt aber vielleicht auch daran, dass meine Lieblingsfilme vor allem die etwas längeren sind.
GoldenProjectile hat geschrieben:
1. April 2019 12:27
Die charmante Atmosphäre der frühen 60er ist toll, es macht einfach Spass, in eine Welt einzutauchen in der sehr oft und sehr formell telefoniert wird, in der die Etikette höher gewertet wird als alles andere und in der alle drei Meter ein Dienstbote herumsteht.
Dem stimme ich zu und diese Atmosphäre findet man in der Art meiner Meinung nach auch nur in DN. Bereits FRWL ist da irgendwie ganz anders, was vielleicht auch mit den komplett anderen Locations zusammenhängt.
GoldenProjectile hat geschrieben:
1. April 2019 12:27
Mein Lieblingsteil des Films sind sämtliche Szenen an den Stränden und in den Sümpfen von Crab Key, da kann ich mich nicht satt sehen, das ist so bunt, verspielt, exotisch, herrlich schön und mit elegantem Kamerablick fotografiert. Atemberaubend anzuschauen.
Meine Lieblingsszenen in DN sind zum einen die Szenen mit Eunice Gayson und die Ermordung von Professor Dent. Das ist einfach perfekt gemacht und letzteres wurde dann ja sogar in CR wieder aufgegriffen.
GoldenProjectile hat geschrieben:
1. April 2019 12:27
In manchen Bondfilmen funktioniert der Bösewicht gerade deshalb so gut, weil er beinahe schon eine MacGuffin-Figur ist, ohne dass auf Teufel komm raus ein besonders komplexer oder ausgearbeiteter Charakter entsteht. OHMSS-Blofeld ist da sicher ein Paradebeispiel und Dr. No schlägt in dieselbe Kerbe.
Naja, der große Unterschied ist da, dass das OHMSS-Publikum Blofeld ja bereits aus drei Filmen kennt, während Dr. No logischerweise eine ganz neue Figur ist. Außerdem tritt der OHMSS-Blofeld auch viel stärker auf als No, den man ja kaum wirklich zu Gesicht bekommt.
Böser schwarzer Mann

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Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#717
GoldenProjectile hat geschrieben:
1. April 2019 12:27
In manchen Bondfilmen funktioniert der Bösewicht gerade deshalb so gut, weil er beinahe schon eine MacGuffin-Figur ist, ohne dass auf Teufel komm raus ein besonders komplexer oder ausgearbeiteter Charakter entsteht.
Schön gesagt, ich weiß ehrlich gesagt bis heute nicht so wirklich, was der Julius da auf der Insel eigentlich treibt. Gut, er stört die Raketenstarts der Amis, aber: Na und? Warum genau ist das jetzt schlimm? Schon klar, würde ich eine Rakete starten, würde ich auch vollen, dass sie hochgeht und nicht von einem Chinesen in Jamaika woanders hingelenkt wird, aber was kratzt es mich, wo die Raketen der Amis landen, solange sie nicht genau in meinem Gartenteich runtergehen. Und andersrum: Was kratzt es eigentlich den Doctor Nolove (or: How he learned to stop toppling and love the beach), wo die Raketen der Amis landen? :D
GoldenProjectile hat geschrieben:
1. April 2019 12:27
Wer braucht da noch einen aktuell angesagten Oscarpreisträger mit Bruderkomplex?
Sam Mendes.
GoldenProjectile hat geschrieben:
1. April 2019 12:27
Als grösste Stärke des Films wird ja gemeinhin genannt, dass er kurz und knackig ist, ich empfand die sehr zügige, pausenlos von einer Szene zur nächsten hüpfende Dramaturgie dieses Mal aber als etwas holprig
Holprig nicht, eher etwas atemlos, was aber okay ist. Ich mag den Detektiv-Flair von Dr. No, und die recht simple Dramaturgie, die auch gut funktioniert. Und dann ist natürlich hübsch, wie der Film verengt wird, also sich nach zwei Dritteln Inselflair auf Jamaika plötzlich klaustrophobisch in die Indoor-Kulissen von Julius verlegt. Was Young in DN noch etwas fehlt als Regisseur (was ihn in FRWL und TB in meinen Augen dann meisterhaft gelingt), ist das Auge für besondere Szenengestaltung. Die Einführung von Bond ist für mich beispielweise eher schwach (ich weiß, die gilt forenintern als Meisterwerk), die erste Szene des Films ist auch eine eher behäbige Einleitung und selbst den ersten Auftritt von No hätte man mit noch mehr Gravitas handhaben können. Ist aber sicherlich Geschmackssache. Tatsächlich steigen FRWL und TB mit jeder Sichtung mehr in meinem Ansehen (was kaum noch möglich ist), von daher liegt es mir fern, Young abzukanzeln. In DN fällt mir aber zumindest für mich auf, dass seine Regie noch eher zweckdienlich ist, wo sie in FRWL und TB dann schon den halben Spaß für sich allein ausmacht.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#718
Ich werde mir demnächst nochmal die Young-Bonds ansehen, aber aktuell finde ich DN tatsächlich besser als FRWL. Die Einführung von Bond finde ich auch sehr gelungen, wobei "Meisterwerk" wohl die falsche Titulierung wäre. Das beste Auge für besondere Szenengestaltung (um mal auf deine Worte zurückzugreifen) hat Young meiner Meinung nach in TB.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

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Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#719
Früher hat mir Dr No weniger gefallen, zunehmend finde ich aber mehr Gefallen an DN. Um es in den Worten einer meiner Vorredner zu sagen, auch ich mag den Detektiv-Flair von DN und eine gewisse Andersartigkeit im Vergleich zu späteren Filmen.

Es gibt aber auch einige Sachen, die mir gerade deswegen weniger gefallen. Das betrifft insbesondere die Figur Dr No. Mir ist das alles etwas zu mysteriös. Mir ist schon klar, dass DN (lauf Aussage von Kronsteen) der beste Mitarbeiter von SPECTRE oder so ähnlich ist, aber mir ist das etwas zu viel. Blofeld wird ähnlich eingeführt. Der Unterschied ist nur, dass Blofeld über mehrere Filme im Hintergrund bleibt. Wenn man bedenkt, dass hinter Dr No noch eine größere Organisation steht, wirkt Dr No's Ausstrahlung im Film etwas übertrieben.
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Re: Filmbesprechung: "Dr. No (DN)"

#720
Henrik hat geschrieben:
1. April 2019 15:56
Wenn man bedenkt, dass hinter Dr No noch eine größere Organisation steht, wirkt Dr No's Ausstrahlung im Film etwas übertrieben.
Wie genau meinst du das?
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