Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#616
danielcc hat geschrieben:
26. März 2020 20:15
Craig wirkte schon immer verlebter als Brosnan oder Moore, aber das ist eben sein Typ. In den vielen Jahren als Bond (er ist jetzt länger in der Rolle als jeder zuvor!) ist er eher am besten gealtert. Brosnan und Moore starteten beiden fast als Baby Face und wenige Jahre später wirkten sie sehr alt. Schlimmer noch, man nahm ihnen die Rolle einfach körperlich kaum mehr ab. Craig wirkte immer verlebt, aber er ist körperlich fit wie zu Beginn.
Volle Zustimmung. Obwohl Moore in LALD sogar 5 Jahre älter ist als Connery in DAF, wirkt Bond in LALD deutlich jünger als in DAF. Spätestens in FYEO war's das aber für Moore.

Noch kurioser ist es bei Brosnan. In GE wirkt er sehr jung, bald zu jung. Kaum zu glauben, dass er schon für OP (?), aber zumindest für TLD im Gespräch war. In den wenigen Jahren, die er Bond gespielt hat, ist er aber extrem gealtert. Am besten passt er in die Rolle mMn in TWINE. Zum Glück waren die Pausen in der Brosnan-Ära noch sehr kurz. Wer weiss, was wir sonst gesehen hätten.

Man stelle sich das mal vor: Ein fast 60-jähriger Opa in AVTAK, der zudem älter aussieht als er ist, zwei Jahre später ein Mitte 30-jähriger Jungspund in TLD.
"Whoever she was, it must have scared the living daylights out of her."

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#617
Craig macht(e) seinen Job gut. Er zeigte stets vollen Körpereinsatz und ist sicher der athletischste Bond-Darsteller. Außerdem hatte er das Glück mit guten Drehbüchern und Regisseuren zu arbeiten. Sogar Quantum gefällt mir heute besser als zu seiner Veröffentlichung.
Ich selbst konnte mich jedoch nie wirklich mit seinem Aussehen arrangieren. Ich schließe mich da vielen Fans an, die ihn eher als russischen Bösewicht als einen britischen Gentleman-Spion sehen.
Erstaunlich finde ich auch, daß ich in meinem Freudes/Bekanntenkreis kein Mädel kenne, das Craig attraktiv/sexy findet. (Nicht repräsentativ !)

Außerdem glaube ich, dass man auch in paar Dekaden von Sean Connery als den berühmtesten und besten Bond-Darsteller sprechen wird. Ob nun berechtigt oder nicht.

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#618
Saunders hat geschrieben:
27. März 2020 13:37
Ich schließe mich da vielen Fans an, die ihn eher als russischen Bösewicht als einen britischen Gentleman-Spion sehen.
Wie die "vielen Fans" Craig sehen, da sprechen seine Filme und die BO-Ergebnisse eine klare Sprache. Craig ist nicht nur der am längsten amtierende Bond, sondern auch noch der erfolgreichste.

Und wie bereits geschrieben, denkt die Mehrheit der Zuschauer inzwischen an Craig, wenn der Name Bond fällt.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#619
Ich finde das interessante ja vor allem, dass er eben als Bond überzeugen konnte/kann, obwohl er die bis dahin für einen Bonddarsteller geltenden optischen Eigenschaften nicht so ganz erfüllt hat.

Ging mir in CR im Kino genauso: nach DAD hatte ich quasi gar keine Erwartungen an Bond. Als Craig nominiert wurde dachte ich: ist das ein Witz? Und während des Films hat mich Craig überzeugt, dass er Bond ist.

Er ist eben mehr „Typ“ als „klassischer Schönling“ als alle Bonddarsteller vor ihm.

Craig kommt bei den Damen nicht so gut an, weil er so ein hübsches Gesicht hat oder so groß gewachsen ist, sondern weil er Leidenschaft ausstrahlt, Kraft, Willen, Passion, Emotionen.

(PS: nicht falsch verstehen, Timoorey Rogalton bleibt mein Liebling).
Vorspiel ist das schönste Spiel

#Marburg2020

Zum Glück musste Moore das nicht mehr erleben.
Revoked

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#620
Kann das mit den Frauen gar nicht bestätigen. eigentlich alle Frauen die ich kenne finden Craig sexy, und noch mehr: Erst du seine Filme gucken Sie Bondfilme. Das liegt auch aber nicht nur an Craig. Vor allem aber auch an den Drehbüchern, die Bond stark vermenschlicht haben, und das spielt aus meiner Sicht Craig zudem viel besser als es Dalton oder gar Brosnan versucht haben
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#621
Es ist einfach der cineastische Zeitgeist, dass ein aalglatter, oberflächlicher, gefühlsloser Dressmanbond a la Brosnan nicht mehr en Vogue ist.

Dalton hätte sicher mit links das liefern können, was wir von Craig bekommen haben. Aber ohne jegliche Romantik in den Drehbüchern und fehlender Chemie zwischen den Hauptdarstellern, konnte Tim als Lover nie so recht überzeugen (außer der Bromance mit Sanchez ;)).
Vorspiel ist das schönste Spiel

#Marburg2020

Zum Glück musste Moore das nicht mehr erleben.
Revoked

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#622
Als Craig damals als neuer 007 vorgestellt wurde war ich total baff. Dieser kleine Typ mit dem verknautschten Gesicht, Segelohren und Knubbelnase? Ich war so verblüfft, daß ich dachte: wer so häßlich ist, muß andere gute Argumente haben! Also hab ich mir nen Film mit ihm besorgt und hatte Glück, „Layer Cake“ zu erwischen. Danach war ich begeistert.
Man erinnere sich an die Geschichte, das Saltzmann und Brokkoli sich ehedem für Connery entschieden haben, als sie ihm Nach einem Gespräch beim Überqueren einer Strasse nachsahen. Ausstrahlung hat nichts mit Aussehen zu tun und die enorme Selbstsicherheit, die der Erfolg von CR Craig gebracht hat, die sprüht schier von der Leinwand. Der Mann bringt eine Energie rüber, wie selbst Connery nicht (Sorry, Sean! Ich lieb dich trotzdem!)

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#623
Craig hat vor allen Dingen eine Verletzlichkeit in die Rolle gebracht, die es in dieser Form vor ihm noch nicht gab. Auch nicht bei Dalton und schon gar nicht bei Lazenby; für all diejenigen, die mir jetzt mit OHMSS kommen werden - toller Film. Kann sein, dass dieser Aspekt ihn für viele "menschlicher" und zugänglicher macht. Seine Verletzlichkeit bezieht sich nicht nur auf Frauen, sondern auch auf seinen Stolz, sein Ego, seinen Körper. Trotzdem sollte da nicht zuviel reininterpretiert werden, denn am Ende des Tages überlebt Bond alles, auch seinen eigenen Tod.
Ich denke man wird sich nach Craig nach einem optisch anderen Typen umsehen, um einem ganz direkten oberflächlichen Vergleich aus dem Weg zu gehen. Ich denke an der emotional glaubwürdigeren Auslegung Bonds wird sich erst einmal nicht soviel ändern. Der nächste wird vielleicht wieder häufiger seinen Charme und seinen Verstand als seine Muskeln spielen lassen. Mehr Espionage und Rätsel, etwas weniger Rambo. Was nicht heißt, dass die Filme dadurch Action-arm werden könnten. Handgemachte, spektakuläre Stunts, eiskalte und brutale Kämpfe in Maßen, dafür richtig wenn's dann mal knallt. Vom reinen Action-Maß her gefällt mir von den Craigern CR bislang am besten. 3 große, ausgewogen über den Film verteilt angelegte Sequenzen und 2 kürzere, dafür umso härtere Faustkämpfe. Mehr brauche ich persönlich nicht, obwohl QoS ebenfalls in meinen Top 5 ist.

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#624
Samedi hat geschrieben:
27. März 2020 13:54

Wie die "vielen Fans" Craig sehen, da sprechen seine Filme und die BO-Ergebnisse eine klare Sprache. Craig ist nicht nur der am längsten amtierende Bond, sondern auch noch der erfolgreichste.
Naja... In heutigen Zeiten, wo der einzige Film in der Liste der 20 erfolgreichsten Filme aller Zeiten, der nicht aus den 2009/2010er-Jahren stammt, Titanic ist und selbst so ein Schrott wie Transformers über eine 1 Milliarde Euro einspielt, sollte man auch so fair sein und solche BO-Ergebnisse nicht überbewerten. Finanziell gesehen waren QOS und SP auch nicht die wirklichen Burner. Craig profiziert zudem von vergleichsweise hoher Qualität der Drehbücher, selbst der von vielen als misslungen empfunde SP dürfte im allgemeinen Schnitt noch gut wegkommen.

Viel fairer ist es, mal zu gucken, welche der Filme in den jeweiligen Jahren am erfolgreichsten waren. Und da sticht der liebe Sean heraus, drei seiner Filme waren im Veröffentlichungsjahr auch die erfolgreichsten Filme des Jahres. Moore kann übrigens lustigerweise mit MR (ausgerechnet!) ebenfalls einen solchen vorweisen.
Samedi hat geschrieben:
27. März 2020 13:54
Und wie bereits geschrieben, denkt die Mehrheit der Zuschauer inzwischen an Craig, wenn der Name Bond fällt.
Das dürfte generationenabhängig sein. Wenn ich Gelegenheitsschauer zwischen 50 und 60 frage, wird oft Moore genannt, viele in meinem Alter (um 25) nennen Brosnan.
danielcc hat geschrieben:
27. März 2020 15:01
Kann das mit den Frauen gar nicht bestätigen. eigentlich alle Frauen die ich kenne finden Craig sexy, und noch mehr: Erst du seine Filme gucken Sie Bondfilme. Das liegt auch aber nicht nur an Craig. Vor allem aber auch an den Drehbüchern, die Bond stark vermenschlicht haben, und das spielt aus meiner Sicht Craig zudem viel besser als es Dalton oder gar Brosnan versucht haben
So unterscheiden sich halt Freundeskreise. Die meisten die ich kenne finden Craig nicht sonderlich attraktiv. Ist halt eben aber nicht repräsentativ.

Fairerweise muss man aber auch sagen, dass Dalton sowie Brosnan auch aufgrund der Gestaltung der Drehbücher weniger Möglichkeiten hatten, vermenschlicht zu werden.

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#625
Zuschauer hat geschrieben:
29. März 2020 01:56
Moore kann übrigens lustigerweise mit MR (ausgerechnet!) ebenfalls einen solchen vorweisen.
Das ist eigentlich gar nicht so verwunderlich. Heute man der Film nicht mehr so gut ankommen. Damals hatte man den Film aber bewusst zu dem Zeitpunkt veröffentlicht (und FYEO dafür um zwei Jahre verschoben), nachdem Krieg der Sterne zwei Jahre zuvor sehr erfolgreich war. Der Film dürfte also den Puls der Zeit perfekt getroffen haben.
"Whoever she was, it must have scared the living daylights out of her."

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#626
Zuschauer hat geschrieben:
29. März 2020 01:56
Naja... In heutigen Zeiten, wo der einzige Film in der Liste der 20 erfolgreichsten Filme aller Zeiten, der nicht aus den 2009/2010er-Jahren stammt, Titanic ist und selbst so ein Schrott wie Transformers über eine 1 Milliarde Euro einspielt, sollte man auch so fair sein und solche BO-Ergebnisse nicht überbewerten.
Keine Sorge, das mach ich auch nicht. Die BO-Ergebnisse sind mir persönlich sowieso ziemlich egal.

Trotzdem kann man übers BO erkennen, welche Filme und welche Stars "ziehen" und welche eher nicht.

Craig hat mit CR einen der beliebtesten Bondfilme und mit SF den erfolgreichsten Bondfilm abgeliefert.

Zudem hat Craig mit seinen Filmen Publikumsschichten angezogen, die sich sonst wohl nie einen Bondfilm angesehen hätten.

Das gleiche gilt auch für das Team vor und hinter den Kulissen der Bondfilme.

Diesen Effekt sollte man nicht unterschätzen und der wird auch für die Zukunft der Reihe noch sehr wichtig sein.
Zuschauer hat geschrieben:
29. März 2020 01:56
Craig profiziert zudem von vergleichsweise hoher Qualität der Drehbücher.
Auch dieses Argument kann man meiner Meinung nach schlecht gegen Craig verwenden, denn hier ist es ja ein Geben und Nehmen.

Diese (in vielerlei Augen) guten Drehbücher gibt es ja nicht zuletzt wegen Craig. Auch für NTTD hat er ja PWB an Land gezogen.
Zuschauer hat geschrieben:
29. März 2020 01:56
Samedi hat geschrieben:
27. März 2020 13:54
Und wie bereits geschrieben, denkt die Mehrheit der Zuschauer inzwischen an Craig, wenn der Name Bond fällt.
Das dürfte generationenabhängig sein. Wenn ich Gelegenheitsschauer zwischen 50 und 60 frage, wird oft Moore genannt, viele in meinem Alter (um 25) nennen Brosnan.
Dass das total unterschiedlich ist, hab ich ja geschrieben. Aktuell denkt die Mehrheit der Zuschauer eben an Craig. In den 90ern war es Brosnan, davor Moore oder Connery.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#627
Es ist gerade zu zynisch, dass ausgerechnet SF, der am BO erfolgreichste Bond mit Craig, meiner Ansicht nach eines der schwächsten Scripts der Reihe hat (Wiederholung des GE-Plots, wenn auch mit anderem Hauptmotiv - Cyberterror/Hacking spielen dennoch tragende Rollen, unglaubwürdiges Motiv des Antagonisten - da hat man Javier Bardem als hochintelligenten und brillianten shakespearianischen Schurken und gibt ihm eine derart flache, pseudo-ödipale Rachekiste als Motiv, die immensen Logiklöcher, Ungereimtheiten und glücklichen Zufälle in Silvas Planung, himmelschreiend dumme Plotdevices um die Handlung voran zu treiben - M, Head of MI6 wohlgemerkt, fuchtelt mit einer Taschenlampe in einer dunklen Kapelle herum, und und und...). SP toppt dann das ganze leider noch.

Ich würde Craigs Erfolg nicht bloß auf die Scripte der Filme zurückführen, sondern auf seine allgemeine Haltung und Entwicklung innerhalb der Rolle. Brosnan z.B. ist kein schlechter Schauspieler - wenn auch bei weitem nicht so versiert wie Daniel Craig, der ja in erster Linie ein Theaterschauspieler ist, aber man merkt ihm leider zu oft das Korsett der Bondrolle und den Druck "alles richtig" machen zu wollen an. Meine Meinung, darf jeder so sehen, wie er möchte. In TWINE schafft es Brosnan am ehesten eine persönliche Note in die Rolle zu bringen. Leider kippt das ganze mit der Formelhaftigkeit des Filmes, hier hätte EON mehr wagen können.

Ein sehr großer Irrtum ist es übrigens anzunehmen, dass EON im Jahre 2005 mit der Neuausrichtung Bonds, in irgendeiner Weise "Mut" oder "Wille zur Innovation" bewiesen hätte. Zu dieser Zeit war die große Entmystifizierungs- und Neuerzählungswelle sämtlicher Superhelden-Mythen bereits voll im Gange. Bourne hat das Espionage- und Actionkino vielleicht nicht neu erfunden oder revolutioniert, aber ganz ordentlich entstaubt und von überflüssigem Balast und Pathos befreit (zumindest die ersten beiden Ableger). Es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis EON nachjustiert, wie sie es immer gemacht haben und auch machen werden. Da sollte man sich nichts vormachen.
Das, was jedoch gezündet hat, ist meinen Augen eine gewisse Form von Radikalität und Rohheit in der Umsetzung des Vorhabens, was aber für mich nicht heißt, dass nicht minutiös kalkuliert wurde, wohin die Reise führen soll. Ich meine, was hätte man noch groß nach DAD tun können? Bond auf Zeitreise schicken, ihn gegen Aliens antreten lassen?

So wie ich das sehe, geht die Auslegung des Craig-Bonds ganz auf ihn als Schauspieler und seinem Comittment zurück. Er ist ein wenig so wie Russland. Es dauert zwar ewig, bis er in die Gänge kommt, wenn es aber soweit ist, macht er keine halben Sachen, sondern geht wirklich bis ans Ende seiner Möglichkeiten.

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#628
craigistheman hat geschrieben:
29. März 2020 14:20
Es ist gerade zu zynisch, dass ausgerechnet SF, der am BO erfolgreichste Bond mit Craig, meiner Ansicht nach eines der schwächsten Scripts der Reihe hat (Wiederholung des GE-Plots, wenn auch mit anderem Hauptmotiv - Cyberterror/Hacking spielen dennoch tragende Rollen, unglaubwürdiges Motiv des Antagonisten - da hat man Javier Bardem als hochintelligenten und brillianten shakespearianischen Schurken und gibt ihm eine derart flache, pseudo-ödipale Rachekiste als Motiv, die immensen Logiklöcher, Ungereimtheiten und glücklichen Zufälle in Silvas Planung, himmelschreiend dumme Plotdevices um die Handlung voran zu treiben - M, Head of MI6 wohlgemerkt, fuchtelt mit einer Taschenlampe in einer dunklen Kapelle herum, und und und...). SP toppt dann das ganze leider noch.
[...]
Das, was jedoch gezündet hat, ist meinen Augen eine gewisse Form von Radikalität und Rohheit in der Umsetzung des Vorhabens, was aber für mich nicht heißt, dass nicht minutiös kalkuliert wurde, wohin die Reise führen soll. Ich meine, was hätte man noch groß nach DAD tun können? Bond auf Zeitreise schicken, ihn gegen Aliens antreten lassen?
Angesichts dessen eine lustige Beobachtung: Die "Bullshit-Plots" scheinen trotz allem die Kassenschlager zu sein, denn inflationsbereinigt haben DAD (und TWINE) am meisten Geld von den Brosnan-Bonds eingespielt, während die mit besseren Storys (jedenfalls nach IMDB-Wertung) gesegneten GE und TND schlechter abschnitten...

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#629
Zuschauer hat geschrieben:
29. März 2020 22:54
Die "Bullshit-Plots" scheinen trotz allem die Kassenschlager zu sein, denn inflationsbereinigt haben DAD (und TWINE) am meisten Geld von den Brosnan-Bonds eingespielt, während die mit besseren Storys (jedenfalls nach IMDB-Wertung) gesegneten GE und TND schlechter abschnitten...
Was ein "Bullshit-Plot" ist, das entscheidet ja jeder für sich. Und aus der IMDB-Wertung kann man die Qualität des Drehbuchs auch nicht herauslesen.

MR z. B. hat meiner Meinung nach ein sehr gutes Drehbuch, schneidet bei mir im Vergleich mit den anderen Bonds aber eher schlecht ab.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#630
Ich bin mir nicht mal sicher ob der einfältige MR überhaupt ein Drehbuch hatte ( ;) ), und der totale Routine-Bond TND hat in der Hinsicht auch nichts zu bieten, was auf viel Mühe beim Erstellen des Plots hindeutet, der könnte auch von einem Schreibroboter erstellt worden sein. Da wirkt DAD doch eher etwas cleverer auf mich, allerdings hat er auch so einige recht gruselige Dialoge. Jedenfalls würde ich TWINE noch als den Besten Brosnan Bond bezeichnen was Plot und Dialoge betrifft, nur daß GE das alles mühelos übertrumpft, weil er über die Inszenierung eine Qualität erreicht, die alle anderen Brosnans alt aussehen lässt.