Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#661
Ich bin mir nich sicher, dass QoS aufgrund des Zeitgeistes so hektisch geraten ist. Auch sehe ich Bournes Einflüsse wo anders - eher in den brutaleren Kampfchoreografien und in der Art und Weise, wie Bond durch sein Intellekt, seiner Technik, seiner Skrupellosigkeit und seiner Geschwindigkeit in gefährlichen Situationen die Oberhand gewinnt, denn durch Gadgets z.B.. Hinzu kommt eine gewisse Fehlbarkeit, die man auch bei Bourne findet. Damit hat es sich aber auch schon. Die Montage von QoS mit den Greengrass-Schnittgewittern gleichzustellen, wird meiner Ansicht nach der Sache nicht gerecht. Wenn QoS hektisch ist, dann viel eher, weil es der Hauptprotagonist ist und die Welt, in der er agiert. Der Film zeigt eigentlich ganz gut, wie kurzlebig doch alles ist und wie schnell man heute von A nach B kommt. CR war ja ein teils sehr entschleunigter Film, ich schätze einfach, dass sich Marc Forster stilistisch vom Vorgänger emanzipieren wollte, um nicht in die Nachahmer-Falle zu geraten. Ob das einem gefällt oder nicht, ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich verstehe halt die Leute nicht, die behaupten, QoS sei technisch missraten. Es ist alles da, aber der Film setzt an der einen oder anderen Stelle voraus, dass sich das Publikum selbst seinen Teil zum Geschehen denkt, was ich sehr erfrischend finde. Klar, wer es vorzieht, sich auf Nolansche Manier mit Informationen und Hinweisen berieseln zu lassen - was völlig legitim ist und Spaß macht - der könnte mit Forsters Inszenierungsstil Schwierigkeiten bekommen.
Um das abzuschließen - Forster hat einfach die sehr undankbare Aufgabe erhalten, einen extrem beliebten Film fortzusetzen. Im Moment selbst kann man nur daran scheitern. Ich finde, er hat das beste daraus gemacht und einen sehr eigenen intimen Film abgeliefert, der den Vorgänger wunderbar ergänzt, gleichzeitig aber wieder etwas komplett neues schafft. Und mit den Jahren kommt auch der Erfolg, der ihm gebührt, wird QoS ja inzwischen weitaus wohlwollender aufgenommen. Mag sein, dass der Film thematisch und ästhetisch seiner Zeit einfach voraus war.

Zur Zukunft des Franchises:

Ich gehe derzeit von einem Nolan-Film oder einer Nolan-Trilogie aus, das passt jetzt einfach sehr gut. Es wird sicherlich auch ein Stück weit davon abhängen, wie Tenet ankommt. Wobei eigentlich jetzt schon klar ist, dass der Film nur ein Erfolg werden kann. Gut möglich, dass Robert Pattinson als Bond in Betracht gezogen wird. Er ist Brite, talentiert und könnte 2023 aufwärts in die Rolle passen.

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#662
craigistheman hat geschrieben:
3. Juni 2020 16:42
Ich gehe derzeit von einem Nolan-Film oder einer Nolan-Trilogie aus, das passt jetzt einfach sehr gut. Es wird sicherlich auch ein Stück weit davon abhängen, wie Tenet ankommt. Wobei eigentlich jetzt schon klar ist, dass der Film nur ein Erfolg werden kann. Gut möglich, dass Robert Pattinson als Bond in Betracht gezogen wird. Er ist Brite, talentiert und könnte 2023 aufwärts in die Rolle passen.
Sorry, aber warum ist jetzt schon klar, dass TENET ein Erfolg wird? Und wie definiert sich in Corona-Zeiten überhaupt ein Erfolg? Klar, er dürfte sehr lange auf Platz 1 der Charts sein, aber das ist bei der Konkurrenz ja auch kein Kunststück.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#663
craigistheman hat geschrieben:
3. Juni 2020 16:42
Ich gehe derzeit von einem Nolan-Film oder einer Nolan-Trilogie aus, das passt jetzt einfach sehr gut. Es wird sicherlich auch ein Stück weit davon abhängen, wie Tenet ankommt. Wobei eigentlich jetzt schon klar ist, dass der Film nur ein Erfolg werden kann. Gut möglich, dass Robert Pattinson als Bond in Betracht gezogen wird. Er ist Brite, talentiert und könnte 2023 aufwärts in die Rolle passen.
also ich gehe jetzt zwar noch nicht davon aus, aber dass ich von einem Nolan-Bond nicht abgeneigt wäre, ist eh bekannt. Und da es ja schon bestätigt wurde, dass er bereits Kontakt mit EON hatte, ist es offensichtlich ja auch nicht ein ganz unrealistisches Szenario. Wäre toll, wenn es wirklich dazu kommen würde, aber dafür müssen ja leider sehr viele Dinge mitspielen. Von außerhalb betrachtet wäre jetzt jedenfalls ein sehr günstiger Zeitpunkt, um die Planung dafür zu beginnen.

Ob man das bei EON auch so sieht, da wäre ich mir nicht so sicher. Bis sich die mit B26+ beschäftigen, hat er wahrscheinlich schon wieder 2 weitere Projekte in Planung...
Bond... JamesBond.de

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#665
Gernot hat geschrieben:
3. Juni 2020 17:25
Ob man das bei EON auch so sieht, da wäre ich mir nicht so sicher. Bis sich die mit B26+ beschäftigen, hat er wahrscheinlich schon wieder 2 weitere Projekte in Planung...
Wenn bei EON nicht alle komplett auf den Kopf gefallen sind, wissen sie, dass der Laden in Zukunft reibungsloser laufen muss. Sonst werden sie eines Tages einfach gefressen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie gerade Urlaub machen und die Füße hochlegen. Die werden sich genau überlegen, wie sie sich in Zukunft aufstellen, um ein weiteres Chaos wie die Produktionsgeschichte zu NTTD zu verhindern. Das bleibt zumindest zu hoffen!

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#666
craigistheman hat geschrieben:
3. Juni 2020 22:26
Samedi hat geschrieben:
3. Juni 2020 17:06
Sorry, aber warum ist jetzt schon klar, dass TENET ein Erfolg wird? Und wie definiert sich in Corona-Zeiten überhaupt ein Erfolg? Klar, er dürfte sehr lange auf Platz 1 der Charts sein, aber das ist bei der Konkurrenz ja auch kein Kunststück.
Na dann hast du deine Frage ja selbst beantwortet.
Ich wollte damit nur sagen, dass ein Quasi-Erfolg in Corona-Zeiten wohl kaum den Ausschlag geben wird, wer die Regie von Bond 26 übernehmen wird.

Wenn man Nolan haben will und wenn Nolan auch Lust und Zeit hat, dann wird es einen Nolan-Bond geben. Wenn nicht, dann nicht.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

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Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#667
Samedi hat geschrieben:
3. Juni 2020 17:06
craigistheman hat geschrieben:
3. Juni 2020 16:42
Ich gehe derzeit von einem Nolan-Film oder einer Nolan-Trilogie aus, das passt jetzt einfach sehr gut. Es wird sicherlich auch ein Stück weit davon abhängen, wie Tenet ankommt. Wobei eigentlich jetzt schon klar ist, dass der Film nur ein Erfolg werden kann. Gut möglich, dass Robert Pattinson als Bond in Betracht gezogen wird. Er ist Brite, talentiert und könnte 2023 aufwärts in die Rolle passen.
Sorry, aber warum ist jetzt schon klar, dass TENET ein Erfolg wird? Und wie definiert sich in Corona-Zeiten überhaupt ein Erfolg? Klar, er dürfte sehr lange auf Platz 1 der Charts sein, aber das ist bei der Konkurrenz ja auch kein Kunststück.
Also WENN "Tenet" wie bislang geplant Mitte Juli in die Kinos kommt, dann wird er genau EINE Woche auf Platz 1 der Charts sein.
Denn bereits eine Woche später startet "Mulan". Und der wird ebenso sicher Platz 1 erobern. Und dann kommt auch schon "Wonder Woman 1984".

Ob diese Filme (WENN sie nicht verschoben werden) ein Erfolg werden, dann kann man diesen Sommer nicht nach ein, zwei Wochen sehen - denn der Lauf eines Kinofilms muss ja zwangsweise in die Länge gezogen werden. Sprich: was ein "Hit" sonst in zwei Wochen an Besuchern angezogen hat, muss er jetzt in 2 Monaten anlocken. Wenn "Tenet" Mitte September ein erfolgreiches Einspielergebnis zusammenhat, dann ist das Experiment geglückt. Wenn die Kinogänger allerdings schon drei Wochen nach Kinostart das Interesse verloren haben, und die wöchentlichen Umsatz-Rückgänge genauso verlaufen wie in Vor-Corona-Zeiten, dann Gute Nacht. Die Filme brauchen von Wochenende zu Wochenende starke Holds.

Daher denke ich, dass EON/MGM/Universal sich diesen Sommer ansehen werden, und dann Mitte/Ende September mit der zweiten Marketing-Kampagne für NTTD starten, oder sich entscheiden den Film weiter auf unbestimmte Zeit zu verschieben.
Bevor die drei von mir genannten Filme nicht im Kino sind, wäre für EON alles andere nur Hellseherei.

Jetzt gerade werden sie wohl die Kampagne für den Herbst vorbereiten, aber nicht an Bond 26 denken.

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#668
Invincible1958 hat geschrieben:
3. Juni 2020 23:47
Wenn die Kinogänger allerdings schon drei Wochen nach Kinostart das Interesse verloren haben, und die wöchentlichen Umsatz-Rückgänge genauso verlaufen wie in Vor-Corona-Zeiten, dann Gute Nacht.
Wenn die Zahlen der Corona-Infizierten weiter sinken, dann glaube ich, dass das Interesse eher zu- als abnehmen wird. Je entspannter die Lage ist, umso mehr Potential haben auch die Kinos.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#669
Samedi hat geschrieben:
4. Juni 2020 00:00
Invincible1958 hat geschrieben:
3. Juni 2020 23:47
Wenn die Kinogänger allerdings schon drei Wochen nach Kinostart das Interesse verloren haben, und die wöchentlichen Umsatz-Rückgänge genauso verlaufen wie in Vor-Corona-Zeiten, dann Gute Nacht.
Wenn die Zahlen der Corona-Infizierten weiter sinken, dann glaube ich, dass das Interesse eher zu- als abnehmen wird. Je entspannter die Lage ist, umso mehr Potential haben auch die Kinos.
Ich hoffe es.
Obwohl: viel weiter sinken können sie (zumindest hier in Hamburg) nicht mehr. Ist ja fast schon auf Null.

Ich selbst war in den letzten 2,5 Wochen bereits dreimal im Kino (Autokinobesuche nicht mitgerechnet).
In der ersten Vorstellung waren wir zu zweit ohne andere Gäste (Pixar's Outward),
in der zweiten waren 26 Zuschauer im Saal (Der Herr der Ringe 1), beim dritten Mal waren es 25 (Rettet den Zoo / aktueller Neustart).

Ich kann nur für mich sprechen: sobald der Film startet, habe ich das gleiche Kinofeeling wie vor der Schließung Mitte März.
Der einzige Unterschied ist das Maskentragen im Foyer, und dass man immer seinen Kontaktdaten-Zettel mitbringen und abgeben muss.

Für Samstag ist der vierte Kinobesuch seit Wiedereröffnung der Kinos geplant - und so langsam habe ich mich ans Prozedere gewöhnt - so dass dann, wenn Tenet und Co. starten nicht mehr dieses "besondere/mulmige" Gefühl da ist. Ich würde nicht wollen, dass Tenet dann mein erster Kinobesuch seit März ist - das könnte ich nicht so genießen.

Den größten Sprung werden die Kinos aber ab dem Moment machen, wo die Abstandsregel aufgehoben wird. Und ich wette, das wird noch VOR Zulassung eines Impfstoffs passieren, und noch VOR Ende dieses Jahres.

Daher bin ich auch weiter optimistisch, dass NTTD ab November eine gute Chance hat gutes Geld an der Kinokasse zu machen.

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#670
Invincible1958 hat geschrieben:
4. Juni 2020 00:21
viel weiter sinken können sie (zumindest hier in Hamburg) nicht mehr. Ist ja fast schon auf Null.
Tja, ich wohne in Bayern. Da ist die Lage leider noch anders. :wink:

Und in den USA ist die Lage ja auch noch dramatisch, obwohl aktuell alles von #blacklivesmatter überschattet wird.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

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Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#671
Samedi hat geschrieben:
4. Juni 2020 00:38
Invincible1958 hat geschrieben:
4. Juni 2020 00:21
viel weiter sinken können sie (zumindest hier in Hamburg) nicht mehr. Ist ja fast schon auf Null.
Tja, ich wohne in Bayern. Da ist die Lage leider noch anders. :wink:

Und in den USA ist die Lage ja auch noch dramatisch, obwohl aktuell alles von #blacklivesmatter überschattet wird.
Ja, natürlich bestimmt die Lage in den USA den weltweiten Kinomarkt.
Warner Bros. und Christopher Nolan haben ja gesagt, dass 80% der weltweiten Kinos geöffnet sein müssen, damit sie "Tenet" rausbringen.
Und dafür müssen der nordamerikanische Markt, der asiatische Markt und der europäische Markt laufen.
Aus wirtschaftlicher Sicht kann fehlende Einspielergebnisse aus Ozeanien, Afrika und Südamerika anscheinend verkraften.

Bis Mitte November sind noch 5,5 Monate. Wenn man mal 5,5 Monate zurückdenkt, dann sind wir bei Mitte Januar. Was alles in dieser Zeit passieren kann, ist echt erstaunlich. Von daher bin ich optimistisch was Bond angeht - auch bzgl. der USA.

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#672
Also für mich wäre ein Nolan Bond ein Traum.

Ich meine ich will meine erwartungen ja nicht zu hoch schrauben, aber wenn mein Lieblingsregisseur auf mein Lienblingsfranchise trifft, ertwarte ich nicht mehr und nicht weniger als den besten Film allerzeiten!

Und wie ihr schon sagtet, jetzt, nach NTTD wäre doch der perfekte Zeitpunkt für einen Nolan Bond!

Und ich bin mir sicher, Nolan weiß was zu tun ist. Er hat einen Plan und eine Vision. Er weiß was zu tun ist und man sollte ihm freie Hand lassen.
"Sie haben Ihr Hemd gewechselt Mr. Bond, ich hoffe unser Spielchen bringt Sie nicht zum transpirieren"
"Doch etwas, aber ich bin vollkommen unbesorgt, solange ich kein Blut weine"

Casino Royale

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#673
Und ich wiederum möchte lieber keinen Nolan-Bond sehen. Ich kann mir seinen düsteren, langsamen, visuell spartanischen und musikalisch überladenen Stil so gar nicht bei einem Bondfilm vorstellen. Wobei, ein bisschen schon, es wäre dann halt stark in Richtung Mendes, mit grau statt gelb...
We'll always have Marburg

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#674
So ähnlich geht es mir auch. Grundsätzlich kann ich mich mit Nolan als Bond-Regisseur schon vorstellen, aber noch in zeitlicher Nähe zu SF und SP brauche ich keinen ähnlichen Film. Obwohl ich die Mendes-Filme schon mag.
"Whoever she was, it must have scared the living daylights out of her."

Re: Die Zukunft des James Bond Franchises

#675
Ich wäre mir da nicht so sicher. Wenn Nolan wirklich so ein Fan ist, wie er behauptet, dann müsste er eigentlich wissen, was zu Bond passt und was nicht. Außerdem kann er ja auch anders als überladen, wenn er es denn möchte. Das, was mich eher skeptisch stimmt, ist folgender Punkt: Nolan ist so bekannt und populär, dass er schlicht und einfach Bond die Show stehlen könnte.