Der beste Roman Ian Flemings

Casino Royale
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (23%)
Leben und sterben lassen
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (8%)
Moonraker
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (38%)
Diamantenfieber (Keine Stimmen)
Liebesgrüße aus Moskau
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (8%)
Dr. No (Keine Stimmen)
Goldfinger
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (8%)
Im Angesicht des Todes (Kurzgeschichte) (Keine Stimmen)
In tödlicher Mission (Kurzgeschichte) (Keine Stimmen)
Ein Quantum Trost (Kurzgesichte) (Keine Stimmen)
Risiko (Kurzgeschichte) (Keine Stimmen)
Die Hildebrand-Rarität (Kurzgeschichte) (Keine Stimmen)
Feuerball
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (8%)
Der Spion, der mich liebte (Keine Stimmen)
Im Geheimdienst ihrer Majestät
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (8%)
Man lebt nur zweimal (Keine Stimmen)
Der Mann mit dem goldenen Colt (Keine Stimmen)
Octopussy (Kurzgeschichte) (Keine Stimmen)
Die Vorzüge einer Frau (Kurzgeschichte) (Keine Stimmen)
Der Hauch des Todes (Kurzgeschichte) (Keine Stimmen)
007 in New York (Kurzgeschichte) (Keine Stimmen)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 13

Re: Die Romane Ian Flemings

#16
Ja er hat extrem geschwankt. Auch die Stories an sich. TMWTGG und DAF sind echt pures Schlafmittel.
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And you know I‘m going straight for your heart

Re: Die Romane Ian Flemings

#17
Casino Hille hat geschrieben:
25. Juli 2018 12:59
Fleming war kein guter Autor, auch wenn er im späteren Verlauf der Romane etwas besser geworden ist.
Ist mir eigentlich ziemlich egal, ob Fleming ein guter Autor war. Wichtig ist, dass er den Grundstein für die von uns allen (oder zumindest von den meisten) geliebte Filmreihe gelegt hat. Ähnlilches gilt auch für Edgar Wallace und Karl May.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Die Romane Ian Flemings

#18
Ich habe in den letzten Wochen nach sehr langer Zeit wieder MR und DAF gelesen.

MR hat mir viel besser gefallen, als ich das Buch in Erinnerung hatte. Es ist schön kompakt und simpel (ich glaube, es ist der einzige Fleming-Roman der ausschliesslich in England spielt) und trotzdem wirkt die Idee fantastisch und die richtige Portion Larger-than-Life, inklusive drohender Atomrakete und grössenwahnsinnigem Nazi-Bösewicht. Der sehr ausführliche Bridge-Teil dauert mir zwar immer noch ein bisschen zu lang, aber die zweite Hälfte, die ich als langweiligen Krimi auf einem Raketentestgelände in schwammiger Erinnerung hatte, war durchgehend spannend und für die Verhältnisse der Fleming-Romane (die im Vergleich zu den Filmen, sogar den frühen, oft deutlich kleiner in "Scope und Scale" waren) auffallend stark das, was man als Bondtypisch bezeichnen würde. Hugo Drax, der mit seinem filmischen Pendant gar nichts gemein hat, dürfte eine von Flemings stärksten Schöpfungen sein und ein richtig interessant gestalteter Schurke. Hier hat sich jemand um eine passende Illustration bemüht.

DAF dagegen ist ein bisschen... Naja. Irgendwie geht es im ganzen Buch nicht um wirklich viel. Fleming will Bond und dem Leser eindrucksvoll weismachen, dass es da um mehr geht als um, wie von Bond anfangs angenommen, "Spielzeug- und Spaghetti-Gangster" und trotzdem ist dies genau das, was am Ende hängenbleibt. Auffällig ist, dass fast die Hälfte der doch recht langen Seitenzahl mit der Beschaffung der Bezahlung in Form der Saratoga-Pferderennen und Schlammbad-Szenen beschäftigt sind, andauernd eiert Bond als Schmuggler getarnt irgendwo umher ohne wirklich weiterzukommen. Tiffany Case ist zumindest viel besser als ihr Filmpendant und durch ihre Vergangenheit inklusive Traumatisierung durch Vergewaltigung stark charakterisiert, was Fleming vor allem in ihrem teils widersprüchlichen Verhalten zur Geltung kommen lässt. Des Weiteren hat DAF mit die besten Leiterszenen an Bord, mir macht ein gut gemachter Felix halt immer Spass und in DAF kommt sein Witz besonders gut zum Spiel ("Ich dachte mir dass Mr. Spang einen Ochsen brät und wollte fragen, ob ich dabei sein darf"). Die übrigen Charaktere sind alle ziemlich blass, der Oberbösewicht ist ein Witz, dünn wie Pappe und taucht nur drei Mal ganz kurz auf, einmal ohne auf Bond zu treffen, einmal am Telefon unter Tarnung ohne auf Bond zu treffen und einmal unter Tarnung gegenüber Bond, aber ohne mit diesem zu reden. Gelungen sind noch die Klammerszenen mit dem Zahnarzt und dem Skorpion, die im Film eine gewisse Würdigung erfahren, auch der ganze Teil in der Wüstenstadt mit dem Saloon, dem "Cowboy" und dem Dampfzug ist eine nette und ziemlich schräge Idee, ansonsten aber gibt es wenig am Buch, was begeistert.
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Re: Die Romane Ian Flemings

#19
Ich finde die Bücher nehmen Qualitativ schon beinahe in ihrer Entstehungsfolge ab.
Ab YOLT habe ich den Eindruck, der Autor schreibt meist volltrunken ohne seine Werke selber noch ernst zu nehmen und alles was durchdacht und originell wirkt, ist nur noch ein Ergebnis aus vermutlich alter Ideen, Zufall und der fehlenden Möglichkeit, gerade das ganze Geld durch den Verfilmungserfolg in Casinos, Bordellen oder Restaurants zu verprassen. Pardon my french.

Re: Die Romane Ian Flemings

#20
SMERSH hat geschrieben:
12. Mai 2019 20:35
Ich finde die Bücher nehmen Qualitativ schon beinahe in ihrer Entstehungsfolge ab.
Ab YOLT habe ich den Eindruck, der Autor schreibt meist volltrunken ohne seine Werke selber noch ernst zu nehmen
Na ja, YOLT war aber der vorletzte Roman, alos bleibt nur noch TMWTGG übrig für den großen "volltrunkenen" Abstieg. Einem Roman bei dem auch das Gerücht geht, daß ein anderer ihn nach Flemings Tod zu Ende geschrieben hat.

Im Übrigen gelten für viele, und auch für mich, die YOLT Vorgänger TB und OHMSS als seine besten Bücher.

Re: Die Romane Ian Flemings

#21
War jetzt auch nicht als gradueller Abstieg gemeint. Dann er Absturz.
Ab TB sind die Szenarien sehr filmisch gehalten, also übersichtlich, wenig oder gar nicht komplex.
Davor waren es noch Agentenkrimis mit teilweise komischen ausreissern = DAF
TSWLM ist da ein Ausreisser. Kann mir vorstellen die Idee dazu lag schon länger vor.
Interessant ist, daß Fleming sich für TMWTGG etwas aus dem GF Drehbuch wohl stibitzt hat: Das Mafiosi Treffen.

Re: Die Romane Ian Flemings

#22
Hat einer von euch noch präsent, ob die PTS in Mexiko von Goldfinger so oder so ähnlich auch im Roman ist?

Ich glaube nicht, bin mir aber auch nicht sicher.

Warum ich das wissen will? Lese aktuell Risico und dort erwähnt M, dass Bond einen (Drogen-) Pflanzer in Mexiko erledigt hat. Da kam mir der Gedanke, ob auf Basis dieses Satzes eventuell die PTS vom GF-Drehbuch entwickelt wurde.
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Re: Die Romane Ian Flemings

#23
Revoked hat geschrieben:
1. Juli 2020 08:08
Hat einer von euch noch präsent, ob die PTS in Mexiko von Goldfinger so oder so ähnlich auch im Roman ist?

Ich glaube nicht, bin mir aber auch nicht sicher.

Warum ich das wissen will? Lese aktuell Risico und dort erwähnt M, dass Bond einen (Drogen-) Pflanzer in Mexiko erledigt hat. Da kam mir der Gedanke, ob auf Basis dieses Satzes eventuell die PTS vom GF-Drehbuch entwickelt wurde.
Im ganz weiten Sinne ja. Bond operiert wegen Drogen in Mexiko (oder irgendwo in Lateinamerika) und ersticht einen relativ jungen Typen aus Notwehr. Zu Beginn des Romans sitzt er am Flughafen für den Urlaub in Miami und bläst Trübsal über den jungen Mann, den er töten musste. Dort beginnen dann Roman und Handlung, als Bond von Du Pont angequatscht wird, einem alten Tischgenossen aus dem Casino Royale, der von Goldfinger beim Spiel betrogen wird und Bond um Hilfe bittet.

Das sagt mir alles zumindest mein müdes, rostiges Hirn, das sich entfernt an den Goldfinger-Roman erinnert. Ich müsste das noch mal nachprüfen.
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Re: Die Romane Ian Flemings

#25
Risico hat mir gut gefallen - habe ich sicher vor 20 Jahren das letzte mal gelesen.

Im Zuge von MeeToo würde das sicher zerrissen werden. Da gibt Colombo neben Tabak, Gold und Diamanten-Schmuggel auch noch ganz offen Menschenhandel zwecks Prostitution zu. Was „natürlich“ nicht so schlimm ist wie Drogen nach England zu schmuggeln. Interessantes Weltbild hatte unser lieber Ian (oder war es gar der Zeitgeist?).
Zuletzt geändert von Revoked am 1. Juli 2020 21:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Romane Ian Flemings

#27
GoldenProjectile hat geschrieben:
1. Juli 2020 21:12
Ist das die Geschichte die auf deutsch ja richtig "007 James Bond jagt Verbrecher und feindliche Agenten" heisst? :lol:

Der Brüller, wäre was für Anatol.
Nein, Risico heißt in meiner Ausgabe „Riskante Geschäfte“.
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Re: Die Romane Ian Flemings

#28
Ich lese aktuell random einige der Fleming-Kurzgeschichten, die mir kaum noch präsent waren/sind.

Nach Risico und QoS habe ich FAVTAK gelesen. Unglaublich, außer dem Anschlag auf den Motorradfahrer hatte ich nichts mehr in Erinnerung.

Ferner recht verwunderlich, dass wirklich nichts (außer dem abgeänderten Titel) aus der Geschichte es in irgendein Drehbuch geschafft hat. Das ist eigentlich ein ganz klassischer Aufhänger gewesen, der praktisch in jeden Bond gepasst hätte. (Wobei ich beim lesen eigenartigerweise immer an den NSNA Connery denken musste...).
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