Re: Regie für BOND26+

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craigistheman hat geschrieben: 4. Juli 2022 13:30 Ich würde eine Rückbesinnung auf mehr Eskapismus und Spaß wirklich nicht ausschließen. Nach DAD gab es aus finanzieller Sicht ebenfalls nicht den geringsten Anlass vom eingeschlagenen Kurs abzuweichen, und sie sind abgewichen.
Das ist zumindest diskutabel. Es kursierten vor einigen Jahren ja recht plausibel erscheindende Ergebniszahlen zu den Bondfilmen und da war DAD deutlich rot aufgrund der hohen Produktions- und Marketingskosten. Unabhänig davon lässt sich in jedem Fall belegen, dass sie in der Brosnan-Ära halbwegs gleichbleibende Umsätze mit immer höheren Budgets erkauft haben. Von daher würde ich schon sagen, dass es aus finanzieller Sicht zumindest Grund gab mal über die bisherige Vorgehensweise nachzudenken. Jedenfalls ist Umsatz letztlich nicht alles, auch wenn die Filme zumindest indirekt immer noch profitabel waren (aber eben nicht so profitabel, wie es sich vor allem das geldgebende Studio vermutlich gewünscht hätte).

craigistheman hat geschrieben: 4. Juli 2022 13:30In einer ähnlichen Situation befinden sie sich jetzt auch wieder, die Origin-Story wurde einfach bis zum buchstäblichen Tod der Figur ausgereizt.

Der Nerv der Zeit spielt da die tragende Rolle, und zurzeit erleben wir ja im Blockbusterkino einen Weggang vom Psychologisierungs-/Grittiness-/Originzwang der post 9/11-Ära. Im Moment halte ich wirklich alles für möglich, allen voran jedoch die Fun-Route. Politische Statements sind von Bond im größeren Umfang nicht zu erwarten, auch kein Umdenken in der Repräsentationspolitik, da nicht vereinbar mit dem Erfolgsrezept der Filme.
Das mag alles sein, ich würde dennoch dagegenhalten, dass Barbara und Mike die Bondfilme nicht zuletzt auch als Verwirklichung ihrer eigenen Vorstellungen ansehen und da fällt es mir schwer zu glauben, dass sie nach all dem Erfolg mit den Craigfilmen und der damit einhergehenden Verwirklichung ihrer eigenen Vorstellungen, wie die Figur James Bond und die Filme sein sollten (welche zurückgehen bis mindestens Anfang der 80er) jetzt wieder wieviel Schritte auch immer rückwärts machen hin zu leichteren Unterhaltung. Ich denke daher schon, dass das Mehr an Figurentiefe und inhaltlicher Ernsthaftigkeit unter diesem Regime in jedem Fall beibehalten wird.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Regie für BOND26+

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jana66 hat geschrieben: 4. Juli 2022 17:47 Da mit Bonds Tod eh schon alles auf den Kopf gestellt wurde, käme als Vorschlag von mir...die Regie übernimmt eine Frau.
Was würde denn durch eine Frau als Regisseur auf den Kopf gestellt?

Zumal in NTTD sowieso schon eine Frau für das Drehbuch (mit-)verantwortlich war.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2022

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Regie für BOND26+

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jana66 hat geschrieben: 4. Juli 2022 17:47 Da mit Bonds Tod eh schon alles auf den Kopf gestellt wurde, käme als Vorschlag von mir...die Regie übernimmt eine Frau.
Vergiss Sammys Standard-Antwort-Gegenfrage…

Wer würde dir denn vorschweben und welchen Einfluss denkst du hätte das?
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Re: Regie für BOND26+

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Vor einer Weile hätte ich noch richtig Bock auf Nolan als Regiesseur gehabt.
Mittlerweile, bin ich davon aber weggekommen.
Es sollte definitiv mal weniger Drama geben, als zuletzt.
Bei Denis Villeneuve bin ich mir ehrlich gesagt auch sicher, dass er nur an ernsten Tönen Interesse hätte.
Fukunaga bräuchte ich jetzt auch nicht mehr.
Sollte er noch in der Lage sein wäre Martin Campbell mein erster Wunschkandidat. Er hat zwei Bonds eingeführt und beide Filme, sind für mich Klassiker der Reihe.
Natürlich hätte ich ansonsten auch nichts gegen einen neuen Regisseur aber ich würde es sehr begrüßen, wenn man ds nicht nur nach Oscar-Besitzern Ausschau hält.
Mir wäre auch einfach mal wieder ein guter Handwerker ala John Glen recht.

Re: Regie für BOND26+

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Revoked hat geschrieben: 4. Juli 2022 19:20
jana66 hat geschrieben: 4. Juli 2022 17:47 Da mit Bonds Tod eh schon alles auf den Kopf gestellt wurde, käme als Vorschlag von mir...die Regie übernimmt eine Frau.
Vergiss Sammys Standard-Antwort-Gegenfrage…

Wer würde dir denn vorschweben und welchen Einfluss denkst du hätte das?
Ich habe gerade bissel nachgedacht und zuerst könnte ich mir auch K. Bigelow vorstellen. Wenn die Neuerfindung Rückbesinnung, Fun, Esprit, Action und Tempo hervorbringen wird (soll)...würde ich das Risiko eingehen und die Regie einer Frau übergeben und mir so auch neue Blickwinkel erhoffen.
Ich würde die Regie in junge Hände legen...z. B. Isabelle Sieb.

Re: Regie für BOND26+

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jana66 hat geschrieben: 4. Juli 2022 21:07
Revoked hat geschrieben: 4. Juli 2022 19:20
jana66 hat geschrieben: 4. Juli 2022 17:47 Da mit Bonds Tod eh schon alles auf den Kopf gestellt wurde, käme als Vorschlag von mir...die Regie übernimmt eine Frau.
Vergiss Sammys Standard-Antwort-Gegenfrage…

Wer würde dir denn vorschweben und welchen Einfluss denkst du hätte das?
Ich habe gerade bissel nachgedacht und zuerst könnte ich mir auch K. Bigelow vorstellen. ….
Musste gerade googeln (ihr wisst ich hab’s nicht so mit RegisseurInnen). Die hat ja Gefährliche Brandung gemacht. Ich denke, das sollte sie direkt qualifizieren. Der war klasse inszeniert.
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Re: Regie für BOND26+

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Michael3390 hat geschrieben: 4. Juli 2022 21:03Mir wäre auch einfach mal wieder ein guter Handwerker ala John Glen recht.
Sehe ich auch so, genauso wie deine Ausführungen zu Nolan und Villeneuve. Ein guter Handwerker als Regisseur, dessen Stil nicht polarisiert, wäre am besten. Fischer Wind, und damit denke ich vor allem an eine Rückkehr zu mehr Humor und Charme, wäre vor allem beim Drehbuch vonnöten.

Re: Regie für BOND26+

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Die Frage nch dem Regisseur könnte mir wurschter nicht sein...
Martin007 hat geschrieben: 4. Juli 2022 21:28
Michael3390 hat geschrieben: 4. Juli 2022 21:03Mir wäre auch einfach mal wieder ein guter Handwerker ala John Glen recht.
Sehe ich auch so, genauso wie deine Ausführungen zu Nolan und Villeneuve. Ein guter Handwerker als Regisseur, dessen Stil nicht polarisiert, wäre am besten. Fischer Wind, und damit denke ich vor allem an eine Rückkehr zu mehr Humor und Charme, wäre vor allem beim Drehbuch vonnöten.
Das sehe ich ganz genau so. Bond braucht keine Oscarregisseure wie Mendes oder Boyle. Glen und Young sind die Idealbeispiele, meiner Meinung nach. Die haben gute Wertarbeit abgeliefert und viele ihrer Filme stehen auch weit oben in meinem Ranking.
Zuletzt geändert von Henrik am 5. Juli 2022 10:25, insgesamt 3-mal geändert.

Re: Regie für BOND26+

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Glen - im Unterschied zu Mendes - hat die Essenz der Bondfilme verstanden und war in den 80ern genau der richtige Mann auf dem Regiestuhl. Seine Filme sind deutlich runder (nein ich sage jetzt nicht "bondiger", obwohl das stimme würde :)) als die der Craig-Ära, bei der die Zeitgeistorientierung deutlich angestrengter wirkt. Mit anderen Worten, die Glen-Bonds sind erkennbar vom Zeitgeist geprägt, die Bonds der Craig-Ära wollen den Zeitgeist unbedingt aufgreifen.
http://www.vodkasreviews.de

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