Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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packe das mal hier rein
Komme soeben aus Oppenheimer.

Zunächst zu den "Umständen": Kino zum Abgewöhnen!!!
Cinerstar (war ich ewig nicht), Sitze viel zu schmal, teilweise kaputt, fehlende Getränkehalter, alles viel zu voll. Links neben mir ein 50er der einen 5liter Eimer Popcorn in einer sich ohne Unterbrechung wiederholenden Schaufelbewegung reingezogen hat. Rechts neben mir - kein Wirtz! - eine junge Familie mit einem ca. 10 jährigen Kind. Die sollte man verklagen! Dem Kind wurde natürlich jede Sekunde des Films erklärt (Atome,...). Das ganze Kino war so voll, dass die Schlangen an den Verkaufsständen 50m lang waren, womit sowohl zu Beginn als auch nach der Pause (Gott sei Dank gab es eine!) die Hälte der Leute mit Verspätung ihren Platz einnahmen. Nach der Pause saß ich dann in der zweiten Reihe alleine und konnte den Film genießen - theoretisch zumindest. Wie das Kind die weiteren Sexszenen, die Explosion, die alptraumhaften Sequenzen überstanden hat, konnte ich nicht mehr miterleben.
Ich bin da jetzt in einem Dilemma: Gehe ich ins lokale Cinemaxx zahle ich exobitante Summen fürs Parken aber habe tolle Sessel.
Gehe ich ins lokale Cinestar parke ich kostenlos aber das Ambiete und die Sitze sind eher traurig.

Übrigens, ich finde es ja einigermaßen absurd, dass die Leute scheinbar nach immer größeren Leinwänden fragen (Imax....) aber in jedem Sall dann die HINTEREN Reihen teurer und begehrter sind. Meine Wahl ist inzwischen eindeutig: ich sitze gerne weit vorne im Kino. Dann habe ich "Imax Feeling" und der Pöbel mit Nachos, Popcorn, Colaschlürfen sitz weit hinter mir :-)
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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danielcc hat geschrieben: 6. August 2023 12:57 Übrigens, ich finde es ja einigermaßen absurd, dass die Leute scheinbar nich immer größeren Leinwänden fragen (Imax....) aber in jedem Sall dann die HINTEREN Reihen teurer und begehrter sind. Meine Wahl ist inzwischen eindeutig: ich sitze gerne weit vorne im Kino. Dann habe ich "Imax Feeling" und der Pöbel mit Nachos, Popcorn, Colaschlürfen sitz weit hinter mir :-)
Kommt immer auf den jeweiligen Kinosaal an, wo man am besten sitzt. Und den Nacho-Pöbel hab ich lieber vor als hinter mir. Da stören sie mich weniger. :wink:
"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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Interessante Statistiken zum Kino in Deutschland. Der 3D Anteil hält sich besser als ich gedacht hätte mit 12% aller Ticketverkäufe.

Die Filmförderungsanstalt gab die offiziellen Ergebnisse des Jahres 2023 bekannt:

Demnach gingen im vergangenen Jahr 95,7 Mio. Deutsche ins Kino, 22,7 % bzw. 17,7 Mio. mehr als im Vorjahr (78,0 Mio. Besucher).
Der Umsatz stieg um 28,7 % von €722,0 Mio. auf €929,1 Mio..
Der durchschnittliche Eintrittspreis stieg um 4,9 % von €9,26 auf €9,71.
Der deutsche Marktanteil sank von 27,0 % im Vorjahr (20,5 Mio.) auf 24,3 % (22,4 Mio.).
Der Anteil der Besucherzahlen der 3D-Filme stieg von 11,1 % (8,5 Mio.) auf 12,0 % (11,0 Mio.)
Die Anzahl der Kinosäle sank um 10 auf 4.901, die Anzahl der Standorte stieg um 8 auf 947.

https://insidekino.de/News.htm
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Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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HM? Das erste mal in meinem Leben war ich im Kino so um 1969 als 5 jähriger Bub im Matrosenanzug in der Tiroler Provinz. Der Film war -echt kein Witz - "Tschitti tschitti Bäng Bäng". Meine Mutter kaufte uns danach noch originale Toot Sweets, die damals zum Merchandising dieses Films produziert wurden.
Danach besuchte ich das Kino - wieder im Matrosenanzug- wegen einer Kasperle - Theater Aufführung.
Als ich paar Wochen später meine Mutter nochmal bat, ins Kino gehen zu dürfen, sagte sie mir mit bedauernswerter Stimme: Das Kino hat zugesperrt. Der ganze Plafond war -sei's gedankt - über Nacht eingestürzt
Seine Zeit kam, immer wenn er Pillen nahm

Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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Ich bin kein total häufiger Kinogänger. Hin und wieder schaue ich mir mal vereinzelt einen Film an. Aber das will ich sagen: Mei ersten Bondfilm im Kino was SF und seitdem habe ich deutlich mehr als nur drei Filmes angeschaut.

Gefällt mir ein leerer oder ein voller Kinosaal besser? Wenn sich alle zu benehmen wissen (hier sollen doch einige beim Forentreffen 2015 schlechter Erfahrungen gemacht haben, habe ich mal gelesen) isr es gar nicht so verkehrt, wenn nicht allzu wenig los ist. Im Falle von SF war am Startwochenedne echt nicht wenig los und die Stimmung war wirklich gut. Ich habe richtig gemerkt, dass der Film bei den meisten gezündet hat.

Insbesondere zu Corona-Zeiten war das doch anders. Wenn ich mal im Kino war, habe ich mir bewusst ruhigere Tage ausgesucht (wobei damals wohl zu jeder Zeit relativ wenig los gewesen sein dürfte) und da kam einfach kein richtiges Kino-Feeling auf.

Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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Aktuelle Filmstudenten in den USA schaffen es nicht, dass sie sich ungestört einen Film vollständig ansehen. Sie hätten kein Interesse oder wären sofort wieder am Handy. Sie wissen dann auch gar nicht, worum‘s im jeweiligen Film geht. Die Professoren schlagen Alarm. Filmklassiker in B/W gehen sowieso nicht (mehr).
Und das sind diejenigen, die eigentlich filmbegeistert sein sollten. Das ist besorgniserregend.

https://www.theatlantic.com/ideas/2026/ ... an/685812/ Via https://www.worldofreel.com/blog/2026/1 ... ugh-movies
Bond... JamesBond.de

Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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Hab ich auch gelesen.

Und dann hab ich mich daran erinnert, dass wir früher in der Schule drei Stunden Schindlers Liste auf einem kleinen Fernseher in einem Schrank auf Rollen geschaut haben. Selbst wenn man weiter hinten im Klassenzimmer saß, konnte man sich über mehrere Schulstunden auf einen Film konzentrieren, der auf einem kleinen Screen in VHS-Qualität gezeigt wurde.

Und das alles, ohne dass wir Film studiert haben.

Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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Sorry, aber der Atlantic Artikel ist aufgeblasener Alte-Männer-Geschwätz über die ach-so unaufmerksame junge Generation, und steht auf sehr wackeligen Beinen. Das weiß sogar der Autor, weshalb er in einem der Absätze zugibt:

A handful of professors told me they hadn’t noticed any change. Some students have always found old movies to be slow, Lynn Spigel, a professor of screen cultures at Northwestern University, told me. “But the ones who are really dedicated to learning film always were into it, and they still are.”

Filmschulen waren schon immer auch voll mit Leuten, die es nie wirklich in der Industrie zu was gebracht hätten, die eigentlich auf Hollywood-Kram stehen und dann schnell von dem Zeug, dass ihnen dort gezeigt wurde abgeschreckt oder angeödet wurden. So wie in jedem Studiengang - außer vielleicht Medizin - immer Leute rumsitzen, die dort eigentlich nichts zu suchen haben. Heute hängen die am Handy, früher haben die jede zweite Vorlesung geschwänzt. So what? Die, die ihrer Leidenschaft wegen da sind und wirklich Film lieben und dazu lernen wollen, lassen das Handy in der Tasche und machen ordentlich mit.

Es gab an Filmschulen auch schon immer Leute, die vor allem am Kreativen Prozess interessiert waren, die ins Machen und Tun kommen wollten, sich aber für die Historie und das Filmschauen gar nicht interessierte. Es gibt x-Filmemacher und Kreative in der Filmbranche, die wenig bis keine Filme schauen, so wie es auch Autoren gibt, die so gut wie keine Bücher lesen usw. Es gibt einen jahrzehntealten Running Gag darum, dass Musikstudenten in der Regel Musik eigentlich hassen und so gut wie nie welche anhören. Das ist alles eine alte Leier und der Verweis auf "Handysucht", come on, bitte, als ob. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, und es jetzt so reißerisch und polemisch mit Filmstudenten zu verknüpfen ein bisschen peinlich. Was der Atlantic Artikel da schreibt ist langweiliger Rage Bait, und noch nicht mal besonders guter.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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Deckt sich aber ein wenig mit dem was inzwischen viele gesagt haben dazu wie Streamingserien inzwischen Drehbuch-seitig konzipiert werden. Von wegen, Stories müssen immer einfacher werden und alles muss mehrfach wiederholt werden, weil alle Zuschauer eh auf einen Second Screen schauen,...

Naja, es ist irgendwie merkwürdig: Auf der einen Seite sollen die jungen Menschen keine Aufmerksamkeit mehr haben, auf der anderen Seite waren Filme im Schnitt nie länger als aktuell, und Streamingserien haben unendlich lange Story-Arks über mehrere Staffeln... passt irgendwie nicht.

Auf gänzlich anekdotischer Ebene: Ich habe in meiner vorherigen Firma ein paar echte Gen-Z Angestellte gehabt. Da waren welche bei, die mir knallhart gesagt haben, Sache die länger als 30 sek dauern, schauen sie sich nicht an :-)
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Re: Das Kino - Erfahrungen, Erlebnisse, Entwicklungen

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danielcc hat geschrieben: Heute 10:16 Deckt sich aber ein wenig mit dem was inzwischen viele gesagt haben dazu wie Streamingserien inzwischen Drehbuch-seitig konzipiert werden. Von wegen, Stories müssen immer einfacher werden und alles muss mehrfach wiederholt werden, weil alle Zuschauer eh auf einen Second Screen schauen
Das stimmt ja auch, aber ist das wirklich ein Gen-Z-Problem oder ein gesamtgesellschaftliches? Ich sehe jeden Tag in der U-Bahn genauso viele 40-jährige oder 50-jährige die ganze Zeit am Handy hängen wie junge Leute. Und wenn ich im Kino sitze, dann schauen genauso oft die deutlich älteren Zuschauer auf ihr Handy wie die Teenager. Daraus Generationsbashing zu machen ist billig und - bei aller Liebe - auch falsch.
danielcc hat geschrieben: Heute 10:16 Ich habe in meiner vorherigen Firma ein paar echte Gen-Z Angestellte gehabt. Da waren welche bei, die mir knallhart gesagt haben, Sache die länger als 30 sek dauern, schauen sie sich nicht an :-)
Bei aller Liebe, aber: die haben dich ein bisschen verscheißert. Oder, um es in ihrer Sprache zu sagen, hops genommen. :wink:
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

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