Re: Die Filme des Guy Ritchie

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iHaveCNit: Operation Fortune (2023) – Guy Ritchie – Leonine
Deutscher Kinostart: 05.01.2023
gesehen am 06.01.2023
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 5 – Reihe 13, Platz 15 – 20:10 Uhr


Offiziell Film Nummer 1 im Jahre 2023 ist nun Guy Ritchies „Operation Fortune“, der soweit ich mich erinnern kann bereits auch Anfang letzten Jahres bereits hätte im Kino starten, aber dann doch verschoben worden ist. Natürlich habe ich dennoch die Augen aufgehalten und den Film im Blick gehabt.

Orson Fortune ist Agent einer freischaffenden Spionageorganisation. Ein brisanter Zwischenfall führt auf die Spur des Waffenhändlers Greg Simmonds. Damit Fortune und sein Team überhaupt erst Zugang zu Simmonds bekommen, nehmen sie Kontakt zu Simmonds Lieblingsschauspieler, Danny Francesco auf.

Wer aktuell im Kino nach einer unterhaltsamen, Spionage-Action-Komödie Ausschau hält, dem ist Fortune hold, wenn er sich ein Ticket für „Operation Fortune“ kauft. Mit einem spaßig aufgelegten Ensemble um Jason Statham, einem fies schmierigen Hugh Grant, einer unfassbar witzigen und bissigen Aubrey Plaza (die damit und mit ihrer Optik im Film das Highlight für mich gewesen ist), einem Josh Hartnett, Cary Elwes und Bugzy Malone ist der Film schon einmal gut ausgestattet, da die zwischenmenschlichen Dynamiken witzig und unterhaltsam sind. Handlungstechnisch ist der Film typische Spionage-Action-Kost und weniger erwähnenswert, auch die relativ holprigen und nahezu beiläufig abgehandelten Twists und Turns sind nicht wirklich der Rede wert. Natürlich bekommen wir hier und da gute Action und Spannungselemente geboten, aber der Kern bleibt hier natürlich das Zwischenmenschliche im tollen Ensemble. Der Film wirkt für mich so, als hätte Guy Ritchie seine eigene James-Bond-Mission-Impossible-Jason-Statham-Fan-Fiction auf Leinwand gebannt die sogar deckungsgleiche Elemente besitzt wie im letzten Jahr Tom Gormicans Nicolas-Cage-Meta-Action-Komödie „Massive Talent“ - nur ohne den ganzen Meta-Quatsch.

„Operation Fortune“ – My First Look – 7/10 Punkte.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "

Re: Die Filme des Guy Ritchie

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"Operation Fortune" ist ein geradliniger, schnörkelloser Action-Bro-Film, wie Jason Statham schon viele gemacht hat, mit teils sehr hübschen Figuren und amüsanten Dialogen sowie guter Action am Ende. Aber (wenn man mal von "witzigen Dialogen" absieht) eigentlich ist das kaum noch ein Guy-Ritchie-Film. Von seinen "Tarantino auf britisch"-Wurzeln habe ich da gar nix gesehen, seine postmodernen Mätzchen fehlen auch völlig. Schon kurios, dass mittlerweile Filme wie "Bullet Train" mehr Guy Ritchie sind als die Filme von Guy Ritchie selbst. Nervig fand ich im Film übrigens nur Hugh Grant. Er spielt jetzt zum dritten Mal in einem Guy-Ritchie-Film mit und er spielt zum dritten Mal genau dieselbe Figur und es fängt an zu stören. In "Codename Uncle" war er ja nur kurz dabei und da war das irgendwie witzig, dass er so komplett anders war als sonst sein Image ist und in "The Gentlemen" hatte er die bestgeschriebenen Dialoge und war noch etwas schmieriger. Aber jetzt ist gut, er muss nicht in jedem Ritchie-Film auf dieselbe säuselnde Art rumlaufen. QT hat Waltz auch nur zweimal verwendet und ihn dann Gott sei Dank erstmal wieder Waltz sein lassen.
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Casino Hille hat geschrieben: 7. Januar 2023 14:38 Schon kurios, dass mittlerweile Filme wie "Bullet Train" mehr Guy Ritchie sind als die Filme von Guy Ritchie selbst.
Für mich sind Ritchie, Matthew Vaughn und David Leitch aber auch so ein Regie-Trio, das generell einen recht vergleichbaren Stil hat.

Quasi eine Mischung aus Danny Boyle und Quentin Tarantino.
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Re: Die Filme des Guy Ritchie

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Ich fand Operation Fortune, in dem ich durchaus ritchieske Elemente beobachtet habe, angenehme Zerstreuung. Klar ist das überwiegend Mission: Impossible für preisbewusste, angereichert mit ein paar Versatzstücken aus früheren Ritchie-Filmen, aber funktioniert. Keine Ahnung, wie oft ich Jason Statham mittlerweile schon mit schwarzer Rollmütze über einen Zaum habe klettern sehen, und warum der Score immer die ersten Takte aus Godfather anzuspielen scheint, bevor er sich anders entscheidet, weiss ich auch nicht. Dafür ist Aubrey Plaza zum Schmachten und die grosse Actionszene in der Türkei haut rein wie sonst was. 6,5 Punkte
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Re: Die Filme des Guy Ritchie

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Casino Hille hat geschrieben: 7. Januar 2023 14:38 "Operation Fortune" ist ein geradliniger, schnörkelloser Action-Bro-Film, wie Jason Statham schon viele gemacht hat, mit teils sehr hübschen Figuren und amüsanten Dialogen sowie guter Action am Ende. Aber (wenn man mal von "witzigen Dialogen" absieht) eigentlich ist das kaum noch ein Guy-Ritchie-Film. Von seinen "Tarantino auf britisch"-Wurzeln habe ich da gar nix gesehen, seine postmodernen Mätzchen fehlen auch völlig.
Mir hat vor allem die erste halbe Stunde gefallen. Die war ganz locker 10/10 und die besten 30min Kino seit NTTD. Danach versandet der Schwung und die Dialoge etwas. Aber in Summe gute Unterhaltung.
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Re: Die Filme des Guy Ritchie

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Revoked hat geschrieben: 15. Januar 2023 14:59
Casino Hille hat geschrieben: 7. Januar 2023 14:38 "Operation Fortune" ist ein geradliniger, schnörkelloser Action-Bro-Film
Mir hat vor allem die erste halbe Stunde gefallen. Die war ganz locker 10/10
Wobei die am Anfang schon sehr flott alle Charaktere einführen, um in Gang zu kommen. Aber ja, die besten Dialoge gibt es da zu hören, später hat man dann noch vor allem eine hübsche Actionszene an Bord, die nett anzusehen war, bis es im Finale ein bisschen "ausläuft", was negativer klingt als ich es meine.
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Re: Die Filme des Guy Ritchie

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In The Grey, Guy Ritchie, 2026

hatte gerade eine buchstäblich exklusive Vorstellung des Films.
Wusste vorher fast nichts über den Film, den Trailer auch nur ein mal gesehen.

Ich bin seit Codename U.N.C.L.E bei Ritchie eigentlich raus, wobei ich auch den nur rudimentär erinnere.
Interessant ist, dass das eigentlich der Film war, der mir gezeigt hat, dass Henry Cavill eben doch kein guter Bond wäre. 11 Jahre weiter, und Social Media ist immer noch voll mit Forderungen nach ihm für die Rolle - und nun spielt er eben eine der Hauptrollen im neuen Ritchie.

In The Grey wuchert dabei vor allem mit der "Optik". Da sind zum einen die drei außergewöhnlich attraktiven Hauptdarsteller Cavill, Gyllenhaal und VOR ALLEM Eiza González (wie schön kann eine Frau bitte sein!?). Dazu gesellen sich Rosamund Pike und Carlos Bardem als darstellerische Schwergewichte. Auch filmisch überzeugt das alles. Die Darsteller, die Handlung und die Orte sind gekonnt eingefangen, und
alles fühlt sich sehr echt an. Schon lange kam Action in einem Film nicht mehr so "echt" daher! Auch gibt es insgesamt erstaunlich wenig der sonst typischen Ritchie-Manierismen (was Hille weiter oben bei früheren Filmen wohl als negativ bewertete, empfinde ich als eine angenehme Weiterentwicklung). Insbesondere der sehr lange Showdown weiß vollends zu gefallen, entschädigt damit aber nur teilweise für eine insgesamt flache Story, die auch keinen großen Spannungsbogen zieht. Im Grunde sieht man 80 Minuten Profis bei einer sehr detaillierten Vorbereitung zu, um dann die restliche Zeit das zu zeigen, worauf man sich vorbereitet hat. Allein, für die Gradlinigkeit muss man den Film schon wieder loben.

Leider funkt es nicht so richtig da, wo es besonders funken müsste. Gyllenhaal und Cavill geben ein komisches Duo ab. Cavill kann einfach nicht cool, und irgendwie zündet keiner der wohl angedachten Sprüche/Gags. Im Grunde ist das hier eine Art Ocean's Eleven - nur fehlen Pitt und Clooney als echte Coolness-Bolzen. Den Rest kann man sich denken.
Ich hatte dennoch meinen Spaß mit dem Showdown, und vor allem dank Eiza Gonzaléz.
"It's been a long time - and finally, here we are"