Euer Lieblings-Film? Eure Lieblings-Serie?

Star Trek - The Motion Picture
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (8%)
Star Trek II - The Wrath of Khan
Insgesamt abgegebene Stimmen: 6 (16%)
Star Trek III - The Search for Spock
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Star Trek IV - The Voyage Home
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Star Trek V - The Final Frontier
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Star Trek VI - The Undiscovered Country
Insgesamt abgegebene Stimmen: 6 (16%)
Star Trek VII - Generations (Keine Stimmen)
Star Trek VIII - First Contact
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (8%)
Star Trek IX - Insurrection (Keine Stimmen)
Star Trek X - Nemesis
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Star Trek (XI)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (5%)
Star Trek: Into Darkness
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Star Trek: Beyond
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (5%)
Raumschiff Enterprise [Serie]
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Star Trek - The Next Generation [Serie]
Insgesamt abgegebene Stimmen: 5 (13%)
Star Trek - Deep Space Nine [Serie]
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (5%)
Star Trek - Voyager [Serie]
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Star Trek - Enterprise [Serie]
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Star Trek - Discovery [Serie]
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (3%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 38

Re: Star Trek - Der Thread

841
Casino Hille hat geschrieben:
00T hat geschrieben:Von daher ist das zusätzliche Klingonenteam, das im Verlauf des Films irgendwie auch noch auftaucht, absolut nicht notwendig
Und wie die notwendig sind, da sie erstmals zumindest angedeutet das liefern, was Teil IV einem am Anfang verspricht, dann aber irgendwie egal wurde oder vergessen hat und zweitens sorgen sie für einen äußeren Antrieb der Handlung, der ansonsten nicht gegeben wäre.
Dann hätte man sie aber auch besser in den Film hineinbringen können. Ich empfinde ihre Anwesenheit ja nicht als störend (was wohl aucch daran liegt, dass ich streckenweise komplett vergesse, dass die existieren) und eine gute Idee an sich ist es ja schon, dass es die gibt, aber sie werden eben nur für die sehr lasche Endkonfrontation mit der Enterprise benötigt und sind auch an sich so blass, dass man sie gleich wieder guten Gewissens vergessen kann.

By the way: Fehlt da nicht noch ein Review? :)
"East, West, just points of the compass, each as stupid as the other."
(Joseph Wiseman in Dr. No)

Re: Star Trek - Der Thread

842
00T hat geschrieben:By the way: Fehlt da nicht noch ein Review? :)
Nein. :wink:

Star Trek: The Final Frontier (1989, William Shatner)

Nachdem die Star-Trek-Filme zwei, drei und vier mit ihrer zusammenhängenden Gesamtstory, ihren unterschiedlichen stilistischen Ansätzen und dem charmanten und geistreichen Umgang mit den altbekannten Serienfiguren beim Publikum ordentlich punkten konnten war es an der Zeit, für einen fünften Teil. Auch dieses Mal übernahm wieder einer der Schauspieler aus der Enterprise-Crew gleich auch noch die Regie, und zwar niemand anderer als Kirk-Darsteller William Shatner, der damit Leonard Nimoy ersetzt. Shatner hatte für seinen eigenen Teil der Trek-Saga so Einiges vor. Auf der einen Seite versucht er, die in den Vorgängerfilmen etablierten Abenteuer- und Actionelemente zu wahren, auf der anderen widmet er sich wieder verstärkt dem philosophischen Ansatz des Star-Trek-Universums, und der Suche des Menschen nach den Geheimnissen des Weltraums.

Gerade letzterer Aspekt des Films ist durchaus beachtlich, so schickt Star Trek V seine Weltallforscher dieses Mal als Prämisse auf die Suche nach niemand Geringerem als Gott persönlich, oder eher gesagt dem etwas unparteiischer ausgedrückten „Zentrum des Universums“, von dem die übergeordnete Macht unserer Realität auszugehen scheint. Dieser Ansatz kommt einem nicht zu Unrecht bekannt vor, da Final Frontier darin im Prinzip eine sehr ähnliche Handlungsgrundlage verfolgt wie der erste Star-Trek-Kinofilm aus dem Jahr 1979. ST V verläuft in vielerlei Hinsicht aber deutlich umfangreicher und expliziter und wirft nicht nur klare Fragen nach dem „Woher“ und „Warum“ auf sowie über Sinn und Unsinn, diese Geheimnisse zu erfahren, sondern bietet mit dem ominösen Reiseziel in der Mitte des Universums auch durchgehend einen festen Anhaltspunkt für mögliche Antworten.

Der Weg ist bekanntlich das Ziel, und in diesem Fall ist der Weg zum Zentrum des Universums ein langer und ereignisreicher. Der neue Bösewicht Sybok löst eine Kette von Ereignissen aus, um letztendlich seinen Lebenstraum, die Suche nach Gott, zu verwirklichen. Ein wirklicher Bösewicht ist er dabei nie, eher ein träumerischer Fanatiker der prinzipiell keine bösen Absichten verfolgt, seine Gegner zu überzeugen versucht, sich seiner Suche nach dem grössten Geheimnis unserer Existenz anzuschliessen und dessen Taten nur oberflächlich „böse“ sind. Dies böte durchaus Potential für eine spannende Figur, die sich in unterschiedlichen Grauzonen bewegt, leider wirkt der Charakter stattdessen eher unentschlossen. Laurence Luckinbill verkörpert ihn bis auf einige kleine Ausnahmen fast durchgehend sehr jovial und harmlos, was vom schauspielerischen Handwerk her nicht schlecht ist, der Figur aber fast sämtliche Ambivalenz und Konturen raubt und sein Handeln im Gesamtkontext nicht immer schlüssig erscheinen lässt. Die interessante Fragestellung der Handlung bietet genug Nährboden für die Überlegung, ob man sich einer grossen Veränderung hingeben und das bestgehütete Wissen des Universums aufdecken soll, oder sich lieber verschliessen und damit nichts zu tun haben will, sowie wie weit man dafür geht, um seinen Standpunkt zu verteidigen. Leider versiegen in der Dramaturgie von ST V irgendwann zunehmend all diese Konflikte, und vieles was in der ersten Hälfte angerissen wurde, bleibt nachträglich völlig unberührt.

Shatners Inszenierung ist dafür im visuellen Sinne meist überraschend stark, lässt in anderen Passagen dafür umso mehr nach. Am besten gelungen ist ihm die stimmungs- und kunstvolle Einbindung von Landschaften und Panoramen, so zum Beispiel in der visuell atemberaubenden Prologszene oder in den Szenen am Lagerfeuer im Yosemite Park, die vor verwegener und charmanter Camping-Atmosphäre geradezu sprühen. Die wenigen Actionszenen dagegen, also alles Momente, in die Dynamik und Risiko kommen sollte wie etwa Kirks Klettersturz und generell sämtliche „Raketenschuh“-Szenen sowie die finale Konfrontation mit „Gott“ auf dem Planeten hinter der Barriere, sind richtig behäbig, tempo- und einfallsarm in Szene gesetzt.

Dieser regelmässige qualitative Bruch in der Filmsprache wird durch die Spezialeffekte noch weiter verstärkt. Die Tricks in Final Frontier erreichen nämlich so gut wie nie das Niveau der drei Vorgängerfilme, geschweige denn die brillante Qualität der Weltraumeffekte im Erstling. In Final Frontier sieht das meiste sehr dürftig aus oder ist einfach schlecht gealtert, auch hier können Kirks Sturz an der Bergwand und das Auftauchen der übernatürlichen Gestalt auf Sha-Ka-Ree als Höhe- bzw. Tiefpunkte genannt werden. Insgesamt ist das Effektniveau zwar mit einem zugekniffenen Auge noch ganz okay, aber gerade gemessen an dem was die vorherigen Filme auf diesem Gebiet geleistet haben dürfte der Rückschritt eigentlich nicht sein. Positiv zu vermerken ist hingegen die Rückkehr von Komponist Jerry Goldsmith, der sein Meisterwerk zu Star Trek I zwar nie erreicht und schon gar nicht überbietet, aber durchaus stark abliefert und auf jeden Fall die Soundtracks der Teile III und IV überbietet.

Was Shatner und dem Drehbuch nur sehr bedingt liegt ist der Einsatz von Humor. Zwar ist gerade Star Trek eigentlich ideal dazu geeignet auch eine ernst angelegte, philosophische Geschichte mit Charme und einem Augenzwinkern zu erzählen, jedoch kommt der Witz in Final Frontier allzu oft mit dem Holzhammer. Insbesondere werden einige der beliebten Enterprisler mitunter zu Pausenclowns degradiert, man denke etwa an Uhuras Ablenkungsmanöver in Gestalt eines stripteasigen Orienttänzchens auf einer Sanddüne oder an Mister Scotts „umwerfende“ Kollision mit einem Stützbalken des Raumschiffes. An diesen platten Gags stört mit am meisten dass die dafür geopferten Figuren ansonsten so gut wie kein Aufgabengebiet in der Geschichte haben.

Wesentlich besser sieht die Situation beim „Triumvirat“ der Enterprise, also Kirk, McCoy und Spock aus. Die längst etablierten Charakterzüge und Beziehungen der drei werden gewohnt charmant und geistreich ausgespielt, und das vollkommen ohne Flachwitz. Wenn der kühle Logiker Spock den Sinn eines Lagerfeuer-Liedchens hinterfragt und McCoy sich darauf wieder mal von der besonnenen Attitüde des Vulkaniers genervt zeigt passt das wie die Faust aufs Auge und vertieft die Charaktere, die man kennen- und lieben gelernt hat umso mehr. Die umrahmenden Szenen am nächtlichen Lagerfeuer bieten dabei auch genau die richtige Klammer der Geschichte.

Eine weitere Rolle wird dem kriegerischen Volk der Klingonen zugetragen, die zuletzt in ST III eine wichtige Rolle einnahmen. Nur leider macht Teil V in Hinsicht auf die temperamentvollen Aliens alles um Klassen schlechter. Den Grossteil der Laufzeit über haben die Klingonen praktisch nichts zu tun und laufen nur so neben der Handlung her, wobei aber zumindest immer wieder eine mögliche Dreifrontenkonfrontation zwischen den Enterprislern, Sybok und den Klingonen angedeutet wird. Nur leider passiert in dieser Hinsicht bis zuletzt nichts, stattdessen kommen und gehen die Klingonen wie auf Druck des Lichtschalters und ihre Rolle wird am Ende auf dem einfallslosesten aller Wege aufgelöst. Da auch Design und Make-Up im Vergleich zu Search for Spock eklatant nachgelassen haben erschleicht sich insgesamt der Eindruck, dass hier leider nur ein paar Minuten Laufzeit vergeudet wurden.

Ja, es gibt viel auszusetzen am fünften Streich in der Serie. Und das obwohl das grundlegende Szenario, die philosophischen Denkansätze und Teile der Inszenierung wirklich zu gefallen wissen und der Film auch nie wirklich ins Schlechte abdriftet. Die mitunter sehr wechselhafte Qualität des Films und das generell eher irritierende Niveau von Humor, Action und Effekten haben aber ihre Spuren hinterlassen. Ausserdem wird man gerade in Angesicht der spannenden Ausgangslage und der gelungenen Ansätze das Gefühl nie los, das ein erheblicher Teil des vorhandenen Potentials ungenutzt blieb. Wirklich schade darum, aber so macht es auch Sinn, dass William Shatner im Anschluss nie mehr hinter die Kamera eines Star-Trek-Films durfte.

Wertung: 5 / 10
We'll always have Marburg

Let the sheep out, kid.

Re: Star Trek - Der Thread

843
Kurzzusammenfassung Trekathlon Runde 4:

AnatolGogol 9 / 10
"Vor allem dank der Fokusierung auf die bewährten Charaktere der Enterprise-Crew, der cleveren und unaufdringlichen Öko-Story, dem Kulturenclash der Menschen des 23. mit den Sitten und Gepflogenheiten des 20. Jahrhunderts und dem hohen Maß an stimmigem Humor gehört ST IV zu den Höhepunkten der Filmserie."

00T 8 / 10
"Die intelligente, unaufdringliche ökologische Kritik sowie die feinen Seitenhiebe auf die Kultur des zwanzigsten Jahrhunderts werden mit Spannung unterlegt und dazu noch mit einer dicken Portion Humor gewürzt."

Casino Hille 6 / 10
"Nach den dramatischen Ereignissen der Vorgänger scheint "Zurück in die Gegenwart" wie ein tiefes gemeinsames Luftholen von Film und Zuschauer, bleibt dabei auf allen anderen Belangen weit hinter seinen Möglichkeiten."

GoldenProjectile 7,5 / 10
"was Voyage Home vermissen lässt, wie zum Beispiel eine wirklich greifbare Bedrohung und die daraus resultierende Spannung (dass es um nichts anderes geht als das Schicksal der Welt ist während dem Film eigentlich kaum spürbar), fällt gegenüber diesem Charme und Witz nie zu sehr ins Gewicht."

vodkamartini 8 / 10
"Der locker-gelöste Tonfall überträgt sich nahtlos auf den Zuschauer, der ein launiges Science-Fiction-Abenteuer geboten bekommt, das trotz eines fehlenden Bösewichts und einer nicht sonderlich fokussierten Spannungsdramaturgie bestens unterhält."

Durchschnittswertung Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart: 7,7 / 10

Durchschnittswertung Trekathlon nach Runde 4: 7,55 / 10


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Kurzzusammenfassung Trekathlon Runde 5:

AnatolGogol 5,5 / 10
"Nie wirklich schlecht, aber leider genau so wenig auch nie richtig gut. So pendelt sich ST V in Summe hübsch im Mittelmaß ein und geht als Film mit praktisch genau so vielen guten Ansätzen wie missglückten Aspekten in die Franchise-Geschichte ein."

Casino Hille 9 / 10
"The Final Frontier" erweist sich als fulminante und packende Science Fiction der allerbesten Art, die gleichzeitig Herz wie Hirn herausfordert, mit einem interessanten Antagonisten aufwartet und visuell wie narrativ herausragende Passagen für Auge und Ohr beinhaltet (...)"

vodkamartini 5 / 10
"Banal, lächerlich und enervierend schwach getrickst, bricht das so clever aufgebaute Spannungs- und Erwartungsgerüst mit Warp-Geschwindigkeit auseinander. Schade um die über weite Strecken schwungvolle Inszenierung, die zudem ein paar großartige Star Trek-Momente bereit hält."

00T 8 / 10
"Shatners Ausflug auf den Regiestuhl wird oft gemeinsam mit „The Motion Picture“ als schwächster Film der Reihe bezeichnet, was jedoch in Anbetracht der tollen Story und Charakterzeichnung der Hauptfiguren mehr als unberechtigt ist."

GoldenProjectile 5 / 10
"Ja, es gibt viel auszusetzen am fünften Streich in der Serie. Und das obwohl das grundlegende Szenario, die philosophischen Denkansätze und Teile der Inszenierung wirklich zu gefallen wissen und der Film auch nie wirklich ins Schlechte abdriftet. Die mitunter sehr wechselhafte Qualität des Films und das generell eher irritierende Niveau von Humor, Action und Effekten haben aber ihre Spuren hinterlassen."

Durchschnittswertung Star Trek V - Am Rande des Universums: 6,5 / 10

Durchschnittswertung Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart: 7,7 / 10

Durchschnittswertung Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock: 7,1 / 10

Durchschnittswertung Star Trek II - Der Zorn des Khan: 9,3 / 10

Durchschnittswertung Star Trek I - Der Film: 6,1 / 10

Durchschnittswertung Trekathlon nach Runde 5: 7,34 / 10


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TREKATHLON – RUNDE 6
Star Trek VI – Das unentdeckte Land (Star Trek VI – The Undiscovered Country)
Sternzeit: 04.09.-10.09.2016

„On the verge of peace. On the brink of war.”



„Science-Fiction-Abenteuer mit Ansätzen zur Selbstironie und nostalgischem Touch; mit viel Tricktechnik zeitgemäß aufgebessert.“ - Lexikon des internationalen Films

„Ein akzeptables Star Trek-Abenteuer, das mit Worfs Auftritt schon den Übergang zur ‚Next Generation‘ andeutet und deutliche Parallelen zu realen Ereignissen (Zerfall des Ostblocks) aufweist.“ - Prisma Online
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Star Trek - Der Thread

851
Das hat sich in den letzten Jahren auf Trek Conventions ziemlich verschoben. Mittlerweile gilt VI unter Trekkies etwas mehr als Wrath of Khan als die Speerspitze der Reihe, während IV und VIII regelmäßig um den dritten Platz ringen.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.