Titel---------------------------Regie-------------Erstaufführung
Der Frosch mit der Maske ---- Harald Reinl ----04. September 1959
Der erste Wallace-Film um eine Gangsterbande und deren unheimlichen Anführer, als der am Ende ein biederer Büroangestellter entlarvt wird. Die deutsch-dänische Co-Produktion wurde zwar von der Rialto hergestellt, aber von dem Dänen Preben Philipsen produziert, erst nach der dritten Produktion nahm sich Wendlandt der Wallace-Serie persönlich an. Für die damalige Zeit ungewöhnlich brutal, präsentierte der Film mehrere Schauspieler, deren filmischer Wallace-Charakter von Beginn an festgelegt war : Joachim Fuchsberger als Privatdetektiv und Siegfried als Inspektor von Scotland Yard, Eddi Arent ( der erst in seinem 18. Wallace-Film einen Mörder spielen durfte, damals ein Schock für das Publikum ), Ernst Fritz Fürbringer als Sir Archibald, Carl Lange, Dieter Eppler und, in seinem ersten von fünf Wallace-Auftritten, der große Fritz Rasp. Auf den unerwarteten Erfolg hin wurden im Abstand von wenigen Monaten drei weitere Filme mit ähnlicher Konzeption produziert.
Der rote Kreis ----Jürgen Roland ---02. März 1960
Wolfgang "Ein Herz und eine Seele" Menge überarbeitete das Drehbuch des Dänen Trygve Larsen und schrieb ein neues Ende für den Film, Klausjürgen Wussow und Karl Georg Saebisch waren kein vollwertiger Ersatz für Fuchsberger und Lowitz bei der Aufklärung einer geheimnisvollen Mordserie in London. Wieder dabei : Eddi Arent und Fritz Rasp.
Der Rächer --- Karl Anton--- 05. August 1960
Ein irrer Mörder schneidet seinen Opfern die Köpfe ab und verschickt sie in Kartons verpackt. Obwohl Heinz Drache, Siegfried Schürenberg und Klaus Kinski ( der als Dramaturg Lorenz Voss ebenfalls enthauptet wird ) mitwirken, handelt es sich nicht um einen Rialto-Film, sondern um eine Produktion von Kurt Ulrich, dessen einzige es auch blieb.
Die Bande des Schreckens --- Harald Reinl ---25. August 1960
Zum ersten mal wird das Publikum dahingehend getäuscht, dass ein Toter auferstanden zu sein scheint, der seine ehemaligen Gegenspieler liquidiert. Elisabeth Flickenschild gibt, gleich als Haupttäterin, ihr Wallace-Debüt, ebenso Karin Dor, die laut Fuchsberger schönste aller Wallace-Darstellerinnen. Blacky selber löst als Chefinspektor Long den Fall. Eddi Arent als schöngeistiger Polizeifotograf, der kein Blut sehen kann.
Der grüne Bogenschütze--- Jürgen Roland,--- 03. Februar 1961
Erneut nach einem Buch von Wolfgang Menge entstanden, wird der Film von seinem Hauptdarsteller Gert Fröbe getragen, der den anderen Schauspielern wie Klausjürgen Wussow, Wolfgang Völz, Harry Wüstenhagen oder dem späteren Traumschiff-Kapitän Heinz Weiss keinen Raum zur Entfaltung gibt. Fröbe versucht als Schlossherr Abel Bellamy seine dunkle Vergangenheit zu vertuschen, aber ein Unbekannter geistert umher und verschiesst todbringende Pfeile. Für Regisseur Jürgen Roland war es der zweite und letzte Wallace-Film, mit dem die erste, frühe Phase der Serie abgeschlossen wurde.
Die toten Augen von London--- Alfred Vohrer ---28. März 1961
Der erste Wallace-Film von Alfred Voher, der zum ersten mal den echten, bizarren Wallace-Grusel zeigt. Ein reiner Horrorfilm und einer der besten der ganzen Serie überhaupt, der zwar viele sadistische Brutalitäten aufweist, die aber dem Handlungsablauf untergeordnet sind. Teilweise blinde Versicherungsbetrüger ermorden im nächtlichen Londoner Nebel vorzugsweise hochversicherte Millionäre, Joachim Fuchsberger als Inspektor Hold und Eddi Arent als sein Assistent Sunny Harvey kommen den Tätern auf die Schliche. Erstmals : Dieter Borsche, Kinski als Mörder ( der er von nun an in fast allen Wallace-Filmen der s/w-Ära sein sollte ) und Ady Berber, der auch in einigen anderen Filmen mitwirkte.
Das Geheimnis der gelben Narzisse ---Akos von Rathony--- 21. Juli 1961
Ein eher zweitklassiger Film und eigentlich eine englische Produktion, gleichzeitig wurde eine deutsche Fassung mit dem gleichen Stab, aber abweichender Besetzung hergestellt, in der Fuchsberger, Kinski und Ingrid van Bergen (auch in der englischen Version) zu sehen sind. Albert Lieven gibt einen der ausdruckslosesten Gangster der Serie ( was er in "Der Gorilla von Soho" wiederholte ). Christopher Lee spielt in beiden Fassungen den chinesischen Rauschgiftexperten Ling-Chu, der eine Mordserie in London aufklärt und am Ende Kinski in der Rolle des wahnsinnigen Killers auf einem Friedhof ersticht.
Der Fälscher von London ---Harald Reinl ----17. August 1961
Als reiner Detektivfilm eine Ausnahme innerhalb der Serie, es geht wieder um eine Millionenerbschaft und Ulrich Beiger kann als korrupter Yard-Inspektor von seinem Kollegen Siegfried Lowitz überführt werden. Wieder dabei : Karin Dor, Walter Rilla und Eddi Arent ( in einer Minirolle so nebenbei einmal kurz verdächtig ).
Die seltsame Gräfin ---Josef von Baky--- 08. November 1961
Der Film wird lediglich von der damals 64jährigen Hauptdarstellerin Lil Dagover getragen, die in ihrer Rolle als Gräfin aus Geldgier Verbrechen anstiftet und versucht, eine junge Erbin ( Brigitte Grothum, später auch in "Das Gasthaus an der Themse" zu sehen ) umbringen zu lassen, aber Joachim Fuchsberger als Privatdetektiv Mike Dorn ist einmal mehr der Retter in der Not. Außerdem : Fritz Rasp, Eddie Arent und ein genialer Kinski als wahnsinniger Irrenanstaltsinsasse.
Das Rätsel der roten Orchidee ----Helmuth Ashley,--- 02. März 1962
Der Romantitel "Gangster in London" wäre treffender gewesen, denn zwei rivalisierende Verbrecherbanden erpressen vermögende Engländer. Der DDR-Titel lautete übrigens Das Rätsel der goldenen Orchidee ( bekanntlich hat die Farbe rot in sozialistischen Staaten eine besondere Bedeutung ). Fritz Rasp und Kinski wurden mit kleineren Rollen bedacht, ansonsten Pinkas Braun, Eddie Arent als Butler, E. F. Fürbringer als Sir John, und Adrian Hoven als Inspektor Weston, der den Drahtzieher letztlich in den eigenen Reihen finden wird.
Die Tür mit den sieben Schlössern--- Alfred Vohrer ---22. Juni 1962
Eher schwache Verfilmung, in der sieben Erbschleicher untereinander morden und an ihrer eigenen Habgier scheitern. Heinz Drache gibt sein Debüt als Inspektor Dick Martin, assistiert von Eddi Arent. Siegfried Schürenberg löst E. F. Fürbringer als Chef von Scotland Yard ab und spielt die Rolle des Sir John fortan rund ein Dutzend mal. Sehenswert: Pinkas Braun als wahnsinniger Wissenschaftler und Ady Berber, der wie einst Boris Karloff als Frankensteins Monster ein Opfer dessen medizinisch missglückter Versuche wird. Kinski als linkischer Unterweltsspitzel Pheeny wird schon nach wenigen Minuten ermordet.
Das Gasthaus an der Themse ---Alfred Vohrer--- 28. September 1962
Mit diesem Film beginnt die 3. Phase, die viele Meisterwerke hervorbringen sollte, meist von Alfred Vohrer inszeniert, dessen eigenes Markenzeichen von nun am im Vorspann erscheint. Der Kimi dominiert weiterhin, aber die Filme tendieren zunehmend zum Horrorgenre. Der Roman ist eine Fortsetzung zu "Der Frosch mit der Maske" und erneut muß der Täter, ein gefährlicher Mörder und Diamantenschmuggler im Taucheranzug, von Inspektor Ward ( Fuchsberger ) in Polizeikreisen gesucht werden. Im Gegensatz dazu Kinski als getarnter, russischer Polizeiagent. Trotz Eddie Arent, Siegfried Schürenberg und Elisabeth Flickenschildt ist die allgegenwärtige Themse die wahre Hauptdarstellerin.
Der Fluch der gelben Schlange ---Franz Josef Gottlieb--- 22. Februar 1963
Zwei Halbbrüder hetzen in Hongkong aus unterschiedlichen Gründen der "gelben Schlange" nach, die sich im Besitz ihres englischen Vaters befindet. Als Wallace-Filme allein Garant für ausverkaufte Kinokassen waren, wollte Arthur "Atze" Brauner, wie auch bei den Karl-May-Verfilmungen, erfolgreich auf der Welle mitschwimmen. Er hatte bereits einige Romane von Bryan Edgar Wallace ( Edgar's Sohn ) verfilmt und auf den Markt gebracht, jetzt lieferte er ein Produkt ab, daß bis ins Detail Wendlandts Stil kopierte und die gleichen Darsteller ( Brigitte Grothum, Werner Peters, Pinkas Braun ) präsentierte. Wendlandt nahm daraufhin die wichtigsten seiner Stars unter Exklusivvertrag und so blieb dies Brauners einziger echter Wallace-Film. Etwa zur gleichen Zeit entstand "Der schwarze Abt", ebenfalls von F. J. Gottlieb. In beiden Filmen spielen Fuchsberger, Arent, Werner Peters und Charles Regnier, auch Dekorationen und Schauplätze sind sehr ähnlich.
Der Zinker ---Alfred Vohrer--- 26. April 1963
Der Zinker ist Wallaces wohl beste Verbrecherfigur und wurde bereits 1931 ( mit Fritz Rasp und Paul Hörbiger ) verfilmt. Diese Adaption wurde im Cinemascope-Breitwandverfahren hergestellt, wobei die Außenaufnahmen des winterlichen Englands besonders zur Geltung kommen. Einer der schönsten, spannendsten und originellsten Filme der ganzen Serie, in der Günter Pfitzmann als Zinker seine Gegner mit Schlangengift tötet. Heinz Drache als Inspektor Elford, Kinski als geistesgestörter Tierpfleger Krishna, Eddie Arent als Zeitungsreporter und Barbara Rütting als Kunstmalerin.
Der schwarze Abt--- Franz Josef Gottlieb ---05. Juli 1963
Erstmals seit "Die Toten Augen von London" wieder ein richtiger Gruselfilm, ein sehr schwacher allerdings, in dem Charles Regnier als Inspektor Puddler und Eddie Arent als sein Assistent Horatio zumindest ein köstliches Duo abgeben, die einen wahnsinnigen Lord auf der Suche nach einem Goldschatz jagen. Joachim Fuchsberger ist diesmal der Täter, eine jener Ausnahmen, in denen er nicht auf Seiten Scotland Yards stand. Kinski wieder als Butler, Dieter Borsche ist zum zweiten und leider letzten mal dabei.
Das indische Tuch ---Alfred Vohrer ---13. September 1963 )
Während einer Testamentseröffnung in einem Schloß erdrosselt ein Geisteskranker alle Erbberechtigten mit einem Halstuch, aber Heinz Drache ist zur Stelle, allerdings als Rechtsanwalt, auch Siegfried Schürenberg sieht man als Großwildjäger in einer anderen Rolle, Eddie Arent hingegen als Butler, sowie Kinski, Elisabeth Flickenschildt und Hans Clarin.
Zimmer 13 ---Harald Reinl ---20. Februar 1964
Joachim Fuchsberger als Privatdetektiv Johnny Gray klärt eine Serie von Rasiermessermorden auf und kommt dabei einer Posträuberbande in die Quere. Außerdem verliebt er sich in Karin Dor, die aber dummerweise die Mörderin ist. Auch dabei sind Eddie Arent, Siegfried Schürenberg, Hans Clarin, Walter Rilla sowie the one and only Benno Hoffmann ( als einer der Ganoven ).
Die Gruft mit dem Rätselschloß --- Franz Josef Gottlieb ----30. April 1964
Intrigen und brutale Fehden um den Besitz eines großes Schatzes in einem raffiniert gesicherten Safe, aber leider nicht mehr als ein farbloser Durchschnittskrimi, der weit unter dem Niveau der bisherigen Filme lag und für F. J. Gottlieb die letzte Regiearbeit für die Rialto bedeutete. Harry Meyen als Inspektor ist eine totale Fehlbesetzung, Werner Peters, Eddie Arent, Kinski, Harald Leipnitz, Siegfried Schürenberg und E. F. Fürbringer konnten daran nichts ändern.
Der Hexer--- Alfred Vohrer--- 21. August 1964
Der Hexer war Wallaces berühmtester Roman, der insgesamt sechsmal verfilmt wurde. Nach einigen schwächeren Werken verfasste Herbert Reinecker das Buch für einen Film, der neue Maßstäbe setzte. Der Hexer, ein Mann mit tausend Gesichtern, schaltet sich in mörderische Gangsterkämpfe ein, um den Mord an seiner Schwester zu rächen. Man leistete sich den Luxus, gleich drei prominente Krimiexperten einzusetzen, Heinz Drache als australischer Privatdetektiv Wesby und Joachim Fuchsberger als Inspektor Bryan Edgar (!) Higgins sowie zusätzlich Siegfried Lowitz als pensionierter Inspektor Warren. Eddie Arent als Assistent des Hexers erstmals in einer Rolle jenseits des Gesetzes. Der Name des Hexer-Darstellers ( René Deltgen ) wurde auf den Filmplakaten nicht erwähnt und während der Dreharbeiten gehütet wie ein Staatsgeheimnis. Regisseur Vohrer schloß sogar die letzten Drehbuchseiten in einen Safe ein, bis sie benötigt wurden. Der Film besticht durch die unzähligen Masken, die im Film bis in die 70er hinein sehr beliebt waren, als Beispiel seien nur die Fantomas-Filme mit Jean Marais und Louis de Funés genannt.
Das Verrätertor--- Freddie Francis ---18. Dezember 1964
Eine deutsch-englische Co-Produktion, die den Raub der englischen Kronjuwelen aus dem Londoner Tower schildert, aber zu den langweiligsten und ambitionslosesten Werken der gesamten Rialto-Serie geriet. Zwar wurde Freddie Francis engagiert, der als Horrorspezialist einige Hammer-Filme gedreht hatte, aber offensichtlich nicht mit der Wallace-Dramaturgie vertraut war und mit Darstellern wie Kinski und Eddie Arent nichts anzufangen wußte. Mit den gleichen Darstellern entstanden parallel eine englische und eine deutsche Fassung.
Neues vom Hexer ---Alfred Vohrer ---04. Juni 1965
Dem Team Vohrer/Reinecker gelang leider nur eine schale Fortsetzung, man konnte kein Kapital mehr aus der Masken-Idee schlagen. Scotland Yard und der Hexer jagen gemeinsam einen Mörder, der die Familie eines Lords auszurotten versucht. Man ließ sich zwar die Tür für einen dritten Hexer-Film offen, zu dem es aber dann nicht mehr kam. Vohrer wandte sich stattdessen wieder den früheren Täter-Konstruktionen zu. Neben Heinz Drache als Inspektor Wesby, Barbara Rütting, Brigitte Horney, Kinski ( als unheimlicher Butler Edwards ) und erstmals Hubert von Meyerinck ( als Richter ) gab Eddie Arent seinen Abschied vom Komödianten-Image. In seinen letzten Wallace-Rollen mimte er völlig andere Charaktere : einen Mörder, einen Bordellchef, einen Mädchenhändler und einen Safeknacker.
Der unheimliche Mönch--- Harald Reinl ---17. Dezember 1965
Den letzte Wallace in schwarz/weiß ( jedoch mit einer Farbsequenz im Vorspann ) gestaltete Harald Reinl zu einem kleinen Meisterwerk. Ein als Mönch verkleideter Mädchenhändler ermordet nacheinander einen fiesen Familienclan, der eine Alleinerbin um ihr Vermögen prellen will. Neben den bereits zur Institution gewordenen Eddie Arent, Siegfried Schürenberg und Siegfried Lowitz agiert letztmalig Karin Dor, für die noch blutjunge Uschi Glas ist es der erste ( von noch vielen folgenden ) Wallace-Film. Als Inspektor Bratt ( Harald Leipnitz in seinem zweiten Wallace-Auftritt ) dem Mönch schließlich die Haube vom Kopf reißt, ist nicht nur er überrascht - es ist Eddie Arent. Zwei Jahre später folgte ein Remake des Films unter dem Titel "Der Mönch mit der Peitsche".
Das Rätsel des silbernen Dreiecks ---Werner Jacobs ---29. April 1966
Eigentlich handelt es sich um einen englischen Film, an dessen Herstellung Wendlandt nicht beteiligt war. Da neben Christopher Lee aber einige deutsche Schauspieler wie Kinski oder Heinz Drache ( als Zirkusdirektor ! ) mitwirken, wurden nachträglich die obligatorischen Wallace-Chiffren in den Vorspann einkopiert. Ein Goldraub und mehrere Morde im Zirkusmilieu sind aufzuklären, Eddie Arent ulkt sich gewohnt durch den Film und wird am Ende überraschenderweise als Mörder entlarvt.
Der Bucklige von Soho--- Alfred Vohrer--- 06. September 1966
Eine Amerikanerin soll in London ein Millionenerbe antreten und gerät in die Fänge von Verbrechern, die zuvor schon andere Leidensgenossinnen ermordeten. Mit dem ersten Farbfilm der Serie beginnt die 4. Phase, erstmals nach einem frei erfundenen Drehbuch von Herbert Reinecker. Die Serie befindet sich auf dem künstlerischen und kommerziellen Höhepunkt, Alfred Vohrer macht fast jeden Krimi zu einem Meisterwerk, aber Höhepunkt bedeutet auch Zenit und nur zwei Jahre später wird sich das Ende der Serie bereits abzeichnen. Großartig ist Günther Stoll - (Cine4-Starporträt) als zynischer Inspektor Perkins, daneben
Monika Peitsch, Pinkas Braun und als Haupttäter Hubert von Meyerinck. Der homosexuelle, glatzköpfige Schauspieler ( Spitzname : Hubsi ) sollte in den nachfolgenden Werken noch ganz besonders zur Geltung kommen. Eddie Arent mimt einen besonnenen Geistlichen, der in der zweiten Hälfte des Films seine Verkleidung abstreift und sich als Bordellbetreiber präsentiert.
Das Geheimnis der weißen Nonne---- Cyril Frankel--- 16. Dezember 1966
Dekadenter Landadel und falsche Nonnen rauben und morden, bis ihnen Scotland Yard das Handwerk legt. Die deutsch-englische Co-Produktion mit internationaler Besetzung ( Stewart Granger, Brigitte Horney, Robert Morley, Terry Thomas ) war mit vier Mio. Mark der Wallace-Film mit dem höchsten Budget. Eddie Arent ist in seiner 21. Wallace-Rolle zum letzten mal zu sehen, als Safeknacker. Siegfried Schürenberg als Sir John sieht man nur kurz, und in der gleichzeitig erstellten englischen Fassung, die teilweise anders besetzt ist, gar nicht.
Die blaue Hand ---Alfred Vohrer--- 28. April 1967
Ein wahnsinniger Verbrecher versucht, eine ganze Familie auszurotten, um den Weg zu einer Erbschaft freizulegen. Das Erfolgsduo Vohrer/Reinecker zeigt noch keinerlei Verschleißerscheinungen. Harald Leipnitz ist zum zweiten mal als Inspektor Craig zu sehen, Kinski ist grandios in seinem letzten deutschen Wallace-Film in einer Doppelrolle als Zwillingsbrüder.
Der Mönch mit der Peitsche ---Alfred Vohrer ---11. August 1967
Ein Remake von "Der unheimliche Mönch", die Geschichte wurde von Herbert Reinecker umgeschrieben und zeigt den Wallace-Film mit den wahrscheinlich meisten Nachtaufnahmen. Ein teuflischer Verbrecher heckt einen raffinierten Plan aus, um an ein Millionenerbe zu gelangen. Joachim Fuchsberger ist erstmals seit "Der Hexer" wieder als Inspektor Higgins zu sehen.
Der Hund von Blackwood Castle--- Alfred Vohrer ---18. Januar 1968
Der 25. Film ( als Jubiläums-Wallace präsentiert ), letztmalig von Vohrer/Reinecker, präsentiert mit dem Bluthund einen der ungewöhnlichsten "Killer" der Wallace-Serie. Da keine Inspektoren-Rolle vorhanden ist, kommt Siegfried Schürenberg als Sir John bei der Aufklärung einer Mordserie in Verbindung mit einem Juwelenraub besonders zur Geltung, assistiert von seiner Sekretärin ( Ilse Pagé ). Weiterhin Agnes Windeck, Karin Baal, Heinz Drache als linkischer Versicherungsagent und erstmals Horst "Derrick" Tappert ( noch nicht auf der Seite des Gesetzes ).
Im Banne des Unheimlichen ---Alfred Vohrer ---26. April 1968
Tonband-Gelächter eines totgeglaubten Grafen hat eine Serie von Leichen zur Folge. Neuer Schwung, neue Leute, so pries die Werbung den Film an, der ein Neubeginn sein sollte, aber es erwies sich als Fehler, die alte Darstellerriege so rigiros ausgebootet zu haben und so wurde er zum Wendepunkt in der Rialto-Serie. Neben Blacky Fuchsberger als Inspektor Higgins und Pinkas Braun erscheint Hubert von Meyerinck erstmals als Sir Arthur und Nachfolger von Siegfried Schürenberg.
Der Gorilla von Soho ---Alfred Vohrer--- 27. September 1968
Ein Killer im Gorilla-Kostüm (!) geht über Leichen, um in den Besitz des Vermögens eines zu kommen. Das Remake von "Die toten Augen von London" mißlang, die Geschichte wurde umgeschrieben, erreichte aber nicht das Niveau des Vorgängers. So war die Billigproduktion zum Scheitern verurteilt und signalisierte deutlich, daß die einst erfolgreiche Krimiserie im Abstieg begriffen war. Immerhin spielte Horst Tappert den Inspektor Perkins routiniert, Uwe Friedrichsen als sein Assistent Pepper (!) scheiterte hingegen kläglich bei dem Versuch, Eddie Arent zu ersetzen. Ingrid Steeger läuft in einer Statistenrolle als Barmädchen ( ohne blanken Busen ) durchs Bild.
Der Mann mit dem Glasauge --- Alfred Vohrer--- 21. Februar 1969
Horst Tappert, erneut als Inspektor Perkins, entlarvt einen Heroinschmuggler und hebt einen Mädchenhändlerring aus, neigt dabei aber zur Selbstironie. Hubsi von Meyerinck ist ebenso unterhaltsam wie Siegfried Schürenberg. Als Seargent Pepper versucht sich diesmal ähnlich erfolglos Stefan Behrens. Die späteren Derrick-Kollegen "Stefan" Tappert und "Harry" Wepper ( als drogensüchtiger Adelssproß ) stehen zum ersten mal gemeinsam vor der Kamera. Es dauerte 1 ½ Jahre und ungewöhnlich lange, bis der nächste richtige Wallace-Film folgen sollte.
Das Gesicht im Dunkeln--- Riccardo Freda--- 04. Juli 1969
Eigentlich eine Italo-Produktion, die als Psycho-Thriller von internationalem Format angekündigt wurde, aber mit der Vorlage nichts mehr zu tun hatte und fast ohne deutsche Darsteller auskommen mußte, neben Günther Stoll und Christiane Krüger sieht man immerhin Kinski in einer "positiven" Rolle, der beinahe Opfer einer bösen Intrige wird. Durch die deutsch-italienischen Co-Produktionen war der etablierte Wallace-Stil auf einen Schlag ruiniert und Wendlandt machte zwei Jahre Pause.
Der Teufel kam aus Akasawa ---Jess Franco--- 05. März 1971
Diese Zeit nutzte Atze Brauner noch einmal, um in Zusammenarbeit mit einer spanischen Firma ( sprich : Jess Franco ) aus dem Namen Wallace Kapital zu schlagen. Der inkompetente Film, in dem Scotland Yard und CIA-Agenten nach einem seltenen Stein (?!) suchen, verschwand wieder so unauffällig aus den Kinos, wie er gekommen war. Ob sich Horst Tappert an sein Mitwirken darin noch erinnert? Sicher aber an seine Partnerin, die mittlerweile verstorbene Soledad Miranda ( = Susann Korda ).
Die Tote aus der Themse ---Harald Philipp--- 01. April 1971
Wendlandt legte nochmal nach, hatte aber außer attraktiven Außenaufnahmen nicht viel zu bieten. Hansjörg Felmy bleibt als Inspektor Craig ( der 15. Wallace-Inspektor ) ebenso nüchtern wie einige Jahre später als Tatort-Kommissar Haferkamp in gleichnamiger ARD-Serie, entlarvt in einem Geflecht aus Intrigen, Mord und Rauschgiftschmuggel aber schließlich einen Polizeiarzt Günther Stoll - Cine4 Starporträt als Oberschurken. Neben Uschi Glas, Ivan Desny, Vadim Glowna, Ingrid Steeger und Petra Schürmann ist Siegfried Schürenberg zum letzten mal als Sir John dabei, und ein letztes mal auch Karl Peters, der kurz nach Ende der Dreharbeiten starb. Mit Wallace hatte das ganze nichts mehr zu tun hat.
Das Geheimnis der grünen Stecknadel ---Massimo Dallamano--- 09. März 1972
Eine weitere deutsch-italienische Co-Produktion mit Musik von Ennio Morricone und Joe D'Amato hinter der Kamera. Joachim Fuchsberger als Kommissar Barth löst einige rätselhafte Mädchenmorde an einem College, die von Günther Stoll verübt wurden, aber daß allein macht noch keine Wallace-Stimmung, trotzdem die Handlung in London spielt.
Das Rätsel des silbernen Halbmonds Umberto Lenzi 30. Juni 1972
Faktisch ein rein italienischer Film ohne die entferntesten typischen Wallace-Stilelemente, zudem ist Uschi Glas nur zu Beginn und am Ende zu sehen, der Zuschauer glaubt, sie sei von einem Frauenmörder umgebracht worden, den dann Antonio Sabàto aufspürt. Regisseur Lenzi erntete Anfang der 80er zweifelhafte Aufmerksamkeit mit dem extrem brutalen Kannibalenfilm “Lebendig gefressen“. Wendlandt produzierte danach keinen weiteren Wallace-Film mehr. Erst Ende 1995 präsentierte er in Zusammenarbeit mit dem Kölner TV-Sender RTL dann drei neue, für das Fernsehen produzierte Wallace-Krimis, in denen auch alte Darsteller wie Eddi Arent mitwirkten, die aber nicht den erhofften Erfolg brachten und bisher auch nicht wiederholt wurden.
Der Vollständigkeit halber seien die von Arthur Brauners CCC Filmkunst zwischen 1962 und 1972 produzierten Bryan-Edgar-Wallace-Verfilmungen an dieser Stelle zumindest noch kurz aufgeführt:
Das Geheimnis der schwarzen Koffer--- Werner Klinger--- 23. Februar 1962
Rauschgiftschmuggel und Messermorde nach klassischer Wallace-Schablone,
mit Senta Berger, Peter Carsten, Chris Howland.
Der Würger von Schloß Blackmoor--- Harald Reinl--- 21. Juni 1963
Auf der Suche nach Diamanten dezimiert ein Mörder die Gäste und Bewohner eines Schloßes,
mit Karin Dor, Walter Giller, Dieter Eppler, Hans Nielsen.
Der Henker von London--- Edwin Zbonek--- 22. November 1963
Ein Yard-Inspektor ist es, der Schwerverbecher tötet, um sie gerecht zu bestrafen,
mit Hansjörg Felmy, Dieter Borsche, Maria Perschy, Chris Howland.
Das Phantom von Soho ----F. J. Gottlieb ---14. Februar 1964
Eine mißbrauchte Frau rächt sich, als Gespenst verkleidet, nacheinander ihren Peinigern,
mit Dieter Borsche, Barbara Rütting, Elisabeth Flickenschildt, Hans Söhnker, Peter Vogel.
Das Ungeheuer von London City --- Edwin Zbonek ---02. Juli 1964
Eine Serie von Prostituiertenmorden hält die englische Metropole in Atem,
mit Hansjörg Felmy, Marianne Koch, Dietmar Schönherr, Peer Schmidt.
Das siebente Opfer--- F. J. Gottlieb ---27. November 1964
Während eines Pferderennens werden Mitglieder einer adligen Familie ermordet,
mit Hansjörg Felmy, Ann Smyrner, Hans Nielsen, Walter Rilla.
Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe ---Dario Argento---- 24. Juni 1970
Rätselhafte Frauenmorde und ein irrtümlich Verdächtigter, der den wirklichen Täter sucht,
mit Tony Musante, Eva Renzi, Suzy Kendall, Werner Peters, Mario Adorf.
Die neunschwänzige Katze ----Dario Argento,---- 15. Juli 1971
Ein mysteriöser Einbruch löst eine Serie von Morden aus, die zwei Journalisten aufklären,
mit Karl Malden, James Franciscus, Horst Frank, Werner Pochath.
Der Todesrächer von Soho ---Jess Franco ---09. November 1972
Ein psychopathischer Mörder treibt sein Unwesen in Kreisen des Rauschgifthandels,
mit Horst Tappert, Fred Williams, Barbara Rütting, Siegfried Schürenberg, Rainer Basedow.
Das Geheimnis des gelben Grabes --- Armando Crispino--- 29. Dezember 1972
Mit der Entdeckung eines Etruskergrabes beginnt eine Folge brutaler Morde an Liebespaaren,
mit Alex Cord, Samantha Egger, John Marley, Horst Frank, Enzo Tarascino.
Welchen Film kennt ihr und welcher ist für Euch der Beste?
2
Also, die Anzahl der Filme ist schon mal überwältigend!
Und dass du dir diese Mühe gemacht hast, finde ich richtig klasse!
Ich kenne leider bis jetzt nur einen Film. *schäm* Und zwar "Das Indische Tuch", und den fand ich ziemlich gut.
Kabel 1 bringt die ja jetzt alle wieder, nach dem Wunschfilm-Prinzip, wenn ich es so ausdrücken darf. Fände es klasse, wenn da "Die seltsame Gräfin" gewählt werden würde, welcher ja auch bald zur Auswahl stehen wird, wie ich in der TV-Zeitschrift gelesen habe.
Gez.
Scaramanga
Und dass du dir diese Mühe gemacht hast, finde ich richtig klasse!
Ich kenne leider bis jetzt nur einen Film. *schäm* Und zwar "Das Indische Tuch", und den fand ich ziemlich gut.
Kabel 1 bringt die ja jetzt alle wieder, nach dem Wunschfilm-Prinzip, wenn ich es so ausdrücken darf. Fände es klasse, wenn da "Die seltsame Gräfin" gewählt werden würde, welcher ja auch bald zur Auswahl stehen wird, wie ich in der TV-Zeitschrift gelesen habe.
Gez.
Scaramanga

Bond: "Dann zurück ins Waffenlager!"
Carter: "Was wollen Sie denn dort finden?"
Bond: "Eine Nuklearrakete!"
3
Für alle, die nicht nachzählen wollen: Es sind 45 Filme.
ich kenne leider auch nur einen(
) aber den fand ich auch super: "Der Hexer".
ich kenne leider auch nur einen(

4
45, alle Achtung!
"Der Hexer" ... ich meine, dass ich von dem einen Teil gesehen habe.
Ich erinner emich aber auch sehr gut an einen, wo ein Mörder seine Opfer mit einer Guillotine hinrichtet und später selbst durch diese tödliche Falle stirbt.
Gez.
Scaramanga
"Der Hexer" ... ich meine, dass ich von dem einen Teil gesehen habe.
Ich erinner emich aber auch sehr gut an einen, wo ein Mörder seine Opfer mit einer Guillotine hinrichtet und später selbst durch diese tödliche Falle stirbt.
Gez.
Scaramanga

Bond: "Dann zurück ins Waffenlager!"
Carter: "Was wollen Sie denn dort finden?"
Bond: "Eine Nuklearrakete!"
6
Macht nichts.
Die haben beide ganz schön reingehauen.
Gez.
Scaramanga
Die haben beide ganz schön reingehauen.
Gez.
Scaramanga

Bond: "Dann zurück ins Waffenlager!"
Carter: "Was wollen Sie denn dort finden?"
Bond: "Eine Nuklearrakete!"
8
Ich hoffe, dass bald mal ein paar Bilder dazu kommen.
Gez.
Scaramanga
Gez.
Scaramanga

Bond: "Dann zurück ins Waffenlager!"
Carter: "Was wollen Sie denn dort finden?"
Bond: "Eine Nuklearrakete!"
10
Super Bilder - klasse Informationen!
Danke!
Gez.
Scaramanga
Danke!
Gez.
Scaramanga

Bond: "Dann zurück ins Waffenlager!"
Carter: "Was wollen Sie denn dort finden?"
Bond: "Eine Nuklearrakete!"
12
So, ich habe Gestern "Der Frosch mit der Maske" gesehen. Ich war begeistert. Wirklich ein super Film! Wenn auch "Der Hexer" sogar noch besser ist, so ist dieser Film wirklich ein toller Anfang!
Gruß, Nr.4
Gruß, Nr.4

15
Nun gut...soeben habe ich erfahren,das "Der Rächer" gesendet wird! Auch gut! hier ein paar Pic´s!














