supersonic hat geschrieben:es stimmt, dass das ganze letztendlich nicht so schlimm war, wollte nur darauf hinaus, dass es auch von connerys seite nicht von reife zeigt, so ein zitat loszulassen.
Wie gesagt halte ich es für deutlich schlimmer, wenn man eine Vereinbarung die unter vier Augen getroffen wurde und ganz eindeutig nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war später in seinen Memoiren hinausposaunt. Zumal Moore ja wohl ein guter Freund von Broccoli war – aber vielleicht dachte das auch nur Moore und an Connerys Scherz ist womöglich doch etwas mehr dran als nur verbitterter Groll.
supersonic hat geschrieben:
es hat ihn ja auch niemand gezwungen immer wieder und wieder einen weiteren film zu machen obwohl ihn ja diese "öffentliche vergewaltigung" fertig gemacht und seiner meinung nach die gage nicht entsprechend war.
Er hatte ja einen Vertrag bis 1967, also blieb ihm nichts anderes übrig als die Rolle zu spielen wollte er nicht verklagt werden. Und man muss Broccoli und Saltzman fairerweise auch zugute halten, dass sie vor YOLT Connerys Bezüge gegenüber dem ursprünglichen Vertag erhöhten – mit der Absicht Connery kurz vor Ablauf seines Vertrages etwas milder zu stimmen. Da war für Connery aber wohl die Entscheidung die Serie zu verlassen innerlich schon getroffen und so konnten auch weitere Angebote im Anschluss an YOLT ihn nicht mehr bewegen die Rolle weiterzuspielen. Bezeichnend auch die Beweggründe für seine beiden Rollencomebacks: 1971 benötigte er das Geld für seine schottische Stiftung, ab Mitte der 70er Jahre war das McClory-Konkurrenzprodukt dann die Möglichkeit für ihn seinem früheren Arbeitgeber Broccoli gehörig ins Handwerk zu spucken.
supersonic hat geschrieben:wie wir gesehen haben war er im endefekt ja auch auswechselbar und nicht so eine "goldene henne" wie er sich das vielleicht gedacht hat.
Das kann man aber auch anders sehen, nämlich so dass nur durch Connerys Intervention 1971 die Serie gerettet wurde. Ob es mit John Gavin als Bond die Serie durch die 70er geschafft hätte muss ernsthaft bezweifelt werden. Ebenso, ob es nach zwei Darstellerflops in Folge noch einen dritten Versuch gegeben hätte. Darüberhinaus gilt Connery ja auch über 40 Jahre nach seiner „offiziellen“ Demission immer noch als bester Bond aller Zeiten und Tatsache ist auch, dass nach wie vor „seine“ 60er Jahre die mit Abstand erfolgreichste Phase der Bondgeschichte ist.