Re: Disney-Thread: Realfilme

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Casino Hille hat geschrieben: 11. Dezember 2020 15:01
Revoked hat geschrieben: 11. Dezember 2020 14:56 Dumbo fing ja recht heiter und leicht an, um dann in der 2ten Hälfte (aber bei Burton nicht anders zu erwarten) im düsteren, fast gewalttätigen Chaos zu verfallen.
Für "Dumbo" muss man Tim Burton mögen, sonst wird das nichts. :D Ich fand den Film gerade in der Hinsicht gelungen, als dass all diese anderen Remakes einfach billige CGI-Kopien der Zeichentrickoriginale sind. "Beauty and the Beast" und "Lion King" waren kreative Bankrotterklärungen, die 0 Prozent Eigenständigkeit zu bieten hatten. Da stechen "Jungle Book" und "Dumbo" heraus, weil sie eigene Schwerpunkte und Akzente setzen und besonders im Falle "Dumbo" deutlich durch ihren Macher geprägt sind (der im Film munter die Kommerzialisierung von Disney kritisiert – in einem Disney-Film…).
Ich habe mir neulich (da er jetzt in der DisneyPlus-Flat enthalten ist) "Mulan" (2020) angesehen.
Eigentlich finde ich es ja gut, wenn man die Zeichentrickvariante nicht 1:1 kopiert. Deine Beispiele "Jungle Book" und "Dumbo" gehören auch für mich zu den gelungeren Neuverfilmungen.

Bei "Mulan" klappt das meiner Meinung nach gar nicht. Dabei liegt es gar nicht daran, dass man sich von der Zeichentrick-Variante löst,
sondern, dass man dann trotzdem keine eigene Handschrift erschaffen konnte.
Ich finde den Film blutleer, voller uninspirierter Szenen und Kameraeinstellungen, einem auffällig wackeligen Schnitt usw.
Meiner Meinung nach hat bei dem Projekt fast jedes Department mehr oder weniger versagt. Bei jedem Segment, bei jeder Szene gab es mindestens einen Moment, an dem ich wieder komplett rausgerissen wurde, weil irgendwas überhaupt nicht passte.

Dabei hätte ich mir gewünscht, dass der Film mich irgendwie packt. Hat aber nicht funktioniert.

Re: Disney-Thread: Realfilme

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Samedi hat geschrieben: 11. Dezember 2020 15:34
Revoked hat geschrieben: 11. Dezember 2020 14:56 Sieht megalangweilig aus. Und alles nach CGI und nix nach real.
Das, was man da in diesem Trailer sieht, hat mit dem Endergebnis glaub ich auch so gut wie nichts zu tun. Die Dreharbeiten für den Film haben ja auch noch nicht begonnen.
Also, will man mit dem Trailer sagen: lasst die Finger von dem Film....
„When I was beaten up, suddenly I liked the idea of being alive.“ - James Bond

Re: Disney-Thread: Realfilme

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Revoked hat geschrieben: 11. Dezember 2020 15:54 Also, will man mit dem Trailer sagen: lasst die Finger von dem Film....
Mit dem Trailer will man sagen: Demnächst kommt mal wieder ein Pinocchio-Film. Mehr eigentlich nicht.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2021

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Disney-Thread: Realfilme

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Samedi hat geschrieben: 11. Dezember 2020 16:08 Mit dem Trailer will man sagen: Demnächst kommt mal wieder ein Pinocchio-Film.
Das wusste man allerdings schon. Und wer es bislang nicht wusste, hat es längst wieder vergessen, bis ein richtiger Trailer kommt. Diese Videos dienen einzig und allein der medialen Aufmerksamkeit, die durch die Berichterstattung um solche Ankündigungen (die keine sind) entsteht. Für sich genommen ist es vollkommen sinnlos – und so ganz verstehe ich diese Unsitte auch nicht.
Invincible1958 hat geschrieben: 11. Dezember 2020 15:41 Bei "Mulan" klappt das meiner Meinung nach gar nicht. Dabei liegt es gar nicht daran, dass man sich von der Zeichentrick-Variante löst, sondern, dass man dann trotzdem keine eigene Handschrift erschaffen konnte.
Mag sein, ich fand den auch ziemlich misslungen. Aber ich habe auch nicht gesagt, dass Remakes automatisch besser werden, nur weil sie eigenständig sind. Ich habe nur gesagt: Diese 1:1 Remakes aus dem Hause Disney sind kreative Bankrotterklärungen, die filmisch keine Daseinsberechtigung haben. Da ziehe ich jedes misslungene Remake einem solchen Käse unbedingt vor – auch wenn die Filme dann sicherlich vollkommen in die Hose gehen können.
Prejudice always obscures the truth.

Re: Disney-Thread: Realfilme

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Casino Hille hat geschrieben: 11. Dezember 2020 17:27
Invincible1958 hat geschrieben: 11. Dezember 2020 15:41 Bei "Mulan" klappt das meiner Meinung nach gar nicht. Dabei liegt es gar nicht daran, dass man sich von der Zeichentrick-Variante löst, sondern, dass man dann trotzdem keine eigene Handschrift erschaffen konnte.
Mag sein, ich fand den auch ziemlich misslungen. Aber ich habe auch nicht gesagt, dass Remakes automatisch besser werden, nur weil sie eigenständig sind. Ich habe nur gesagt: Diese 1:1 Remakes aus dem Hause Disney sind kreative Bankrotterklärungen, die filmisch keine Daseinsberechtigung haben. Da ziehe ich jedes misslungene Remake einem solchen Käse unbedingt vor – auch wenn die Filme dann sicherlich vollkommen in die Hose gehen können.
Hab auch nicht behauptet, dass du das gesagt hast.

Re: Disney-Thread: Zeichentrick und Animation

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iHaveCNit: Jungle Cruise (2021) – Jaume Collett-Serra – Walt Disney
Deutscher Kinostart: 29.07.2021
gesehen am 01.08.2021
Cinestar Metropolis – 17:15 – Kinosaal 5 – Reihe P Platz 12


Nach einer guten Portion Action und Arthouse war es nun mal Zeit für ein wundervolles Fantasy-Abenteuer-Action-Spektakel und da kam mir der neue Film von Disney „Jungle Cruise“ gerade recht. Genau wie bereits bei „Pirates of the Caribbean“ basiert „Jungle Cruise“ auf einer Disney-Themenpark-Attraktion, den Jaume Collett-Serra mit dem Duo aus Dwayne Johnson und Emily Blunt inszeniert hat, nachdem die Idee für eine Verfilmung bereits seit über 15 Jahren existierte. Das Warten hat sich gelohnt.

Die britische Abenteurerin Lily Houghton möchte eine Forschungsreise durch den Amazonas umsetzen, weil sie dem Mythos eines magischen Baumes mit heilenden Blüten nachgehen möchte – waren schon vor 400 Jahre Aguirre und seine Conquistadoren auf der Suche nach diesen Blüten. In einer kleinen brasilianischen Hafenstadt trifft sie auf den Skipper Frankie, der sich mit geführten Abenteuertouren verdingt und mit dem sie sich auf das große Abenteuer macht, ohne zu wissen, welche Gefahren und Hindernisse auf sie warten.

„Jungle Cruise“ ist ganz kompakt gesagt ein extrem unfassbar unterhaltsames Fantasy-Abenteuer-Actionspektakel geworden. Der Film sieht extrem gut aus, auch wenn natürlich die visuellen Effekte nicht ganz einwandfrei sind, was aber das Element eines Fantasy-Abenteuers unterstreicht - und einige visuelle Ideen waren sehr cool. Der wohl großartigste Pluspunkt des Films ist das Dou aus Dwayne Johnson und Emily Blunt, das eine gute Chemie mitbringt und sowohl im Bereich des Humors und der Action super funktioniert. Bei den Nebencharakteren waren sowohl der von Jack Whitehall gespielte Bruder von Emily Blunts Lily, MacGregor und auch der von Jesse Plemons gespielte deutsche Sohn von Kaiser Wilhelm. Prinz Joachim richtig witzig. Natürlich passiert es gegen Ende hin, dass der ein oder andere Haken zu viel in der Handlung geschlagen wird, aber damit hatte ich kein großartigen Probleme und das hat dem Aspekt des spaßigen Abenteuers keinen Abbruch getan.

„Jungle Cruise“ - My First Look – 8/10 Punkte.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "

Re: Disney-Thread: Zeichentrick und Animation

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HCN007 hat geschrieben: 1. August 2021 21:17 auch der von Jesse Plemons gespielte deutsche Sohn von Kaiser Wilhelm. Prinz Joachim richtig witzig.
Irgendwie merkwürdig, dass man von all den Kaiserkindern ausgerechnet Joachim ausgewählt hat, der sich bereits im Alter von 30 Jahren das Leben nahm.
Böser schwarzer Mann

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Re: Disney-Thread: Realfilme

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Ich war in der DF, die OV könnte ich in Anbetracht des Mangels an Filmen für das kommende Wochenende vielleicht mal nachholen.

Auch der Anteil an Dadjokes in Jungle Cruise ist richtig witzig gewesen. Gerade für jemanden, der selbst auch mal in seinem Umfeld gerne Dadjokes bringt und damit sein Umfeld auch mal zur nervigen Weißglut gebracht hat.
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