Re: Die Tribute von Panem-Thread
17Wirklich? Also mich hat der erste Teil an Twilight erinnert, da habe ich auch nach dem ersten Teil aufgegeben. Furchtbar langweilig. Ist nicht meins.
#Marburg2026
Ho hey ho
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Re: Die Tribute von Panem-Thread
18Aber ok. Gegen dein Auffassungsvermögen kann ich nichts sagen. Aber ich persönlich sehe da keinerlei Ähnlichkeit zwischen Panem und Twilight.
Re: Die Tribute von Panem-Thread
19Die Ähnlichkeit bezog sich nicht auf die Handlung, sondern auf pubertierende Kinder als Hauptdarsteller. Deshalb mag ich auch die Potter-Filme nicht sonderlich. Wobei ich Panem schon etwas besser fand als Twilight.
#Marburg2026
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Re: Die Tribute von Panem-Thread
20Ich habe den ersten Teil gesehen und fand ihn ganz solide, aber nicht genug, um mir auch noch die anderen Teile anzusehen. Vielleicht, wenn sie mal im Fernsehen laufen...
"East, West, just points of the compass, each as stupid as the other."
(Joseph Wiseman in Dr. No)
(Joseph Wiseman in Dr. No)
Re: Die Tribute von Panem-Thread
21Habe den zweiten Teil sogar noch auf der Platte liegen. Aber seither gab es immer interessantere Alternativen zum schauen ...
#Marburg2026
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Re: Die Tribute von Panem-Thread
22Da nach mehr Informationen gefragt, mach hier mal eine kleine Besprechung zum Mockingjay Part II 
Am Anfang muss noch gesagt sein, dass ich keiner dieser Kitsch-Filme-liebenden-Frauen bin. Ich fand zum Beispiel auch die Twilight-Filme total beschissen. Da konnte man mit den Büchern wesentlich mehr anfangen. Aber ich liebe Fantasy-Action-Filme, sie faszinieren mich einfach. Da steckt so viel Fantasie dahinter und das ist das was mir gefällt.
Also, wie schon gesagt, hat mich persönlich der Film absolut überzeugt. Ich kenne zwar die Bücher nicht (was ich noch nachholen werde, da ich absoluter Fantasy-Buch-Fan bin), aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass etwas fehlen würde. Logikfehler habe ich auch nicht bemerkt.
Was mich ja von Anfang an überzeugt hat, war die Story. Dass Panem auf den Trümmern von Nordamerika entstanden ist, es quasi schon immer eine Diktatur war und jeder Distrikt für sich für etwas bestimmtes zuständig war (Distrikt 12 für Bergbau usw.). Und natürlich die Hungerspiele. Die sind von der Sorte, bei der man hofft, dass niemand jemals versucht etwas ähnliches zu veranstalten.
Die Actionszenen und Spezialeffekte waren auch super, nichts wirkte zu einem Zeitpunkt übertrieben oder zu künstlich. Keine Explosion war zu groß, keine Mutation zu übertrieben. Wobei, kann man die Mutationen überhaupt so richtig einordnen? Es sind eben Mutationen, da hat man viel Spielraum für Eigeninterpretation. Auf jeden Fall haben sie mir gefallen, sie waren schön gruselig. Die kompletten 15 Minuten Spielzeit in der die Mutationen vorkommen (bzw. angedeutet werden) haben mich komplett aus dem Sitz gehauen. Unglaublich spannend!
Die Inszenierung der Charaktere und der Schlüsselszenen war auch der Wahnsinn. Der Präsident wirkte so machtvoll und blutrünstig wie immer, selbst dann noch, als es für ihn schon fast zu Ende war. Die Schlussszene, die man auch kurz im Trailer sieht, als Katniss an den vielen Menschen vorbei Richtung Präsident läuft hat absolut überzeugt. Die Trommler, die Menschen die sich hinter Katniss versammeln, einfach toll.
Peeta war sehr erschreckend durch die Schäden die er durch die Folterung genommen hat. Man hatte die ganze Zeit über das Gefühl, er könnte sofort wieder ausrasten, da hat man die Spannung sehr gut aufgebaut. Gale hatte in diesem Film endlich die Bezeichnung "Hauptcharakter" verdient, da er wirklich um die gute 80% Screentime hatte. Ich mochte ihn ja schon immer lieber als Peeta, da Katniss mMn etwas zu sehr mit ihm gespielt hat. Selbst wenn sie es nicht absichtlich getan hatte, so tat er mir immer Leid. In Part II ändert sich das leider auch nicht. Wer das Rennen letztendlich macht, Gale oder Peeta, verrate ich an dieser Stelle nicht. Ich kann nur so viel sagen: Es wird euch überraschen!
Plutarch kommt leider nicht so oft vor. Da ich die Bücher nicht gelesen habe, kann ich euch nicht sagen, ob es daran liegt, dass Philip Seymour Hoffman während den Dreharbeiten verstorben ist, oder ob er auch im Buch nicht sehr oft dran kommt.
Die Locations haben mir auch sehr gut gefallen. Das Capitol sah toll aus, wie eine riesige moderne Großstadt, ein Wolkenkratzer nach dem anderen.
Viele Charaktere haben sich nochmal stark weiter entwickelt. Katniss wirkte auf mich noch nie wirklich sympathisch, ich weiß nicht wie es euch da geht. Arg geändert hatte sich das in diesem Teil für mich nicht, aber man hat doch sehr mit ihr gelitten. Auch hier kann ich nicht sagen, ob das an der Inszenierung der Filme liegt, oder ob sie auch in den Büchern so ist (oder eben nicht). Dazu sag ich dann ein anderes Mal etwas. Sie war nie ein schlechter Hauptcharakter, es passte schlicht perfekt zu der Rolle, aber es reichte in meinen Augen nie für die allgemeine Sympathie der Menschen.
Finnick, Gale und Peeta überraschen sehr, genauso wie Snow. Auch Joanna bekommt etwas Redezeit, sie ist so zynisch wie immer.
Am Schnitt und der Synchro kann ich auch nichts aussetzen, es hat alles sehr gut funktioniert, so wie es ist.
Und die Outfits sahen auch toll aus!
Fazit:
Schaut es euch an! Definitiv der beste Film des 4-Teilers! Bis auf die kitschige Schlussszene war alles perfekt.
Den nicht besonders guten ersten Film "The Hunger Games" übertrifft es um Weiten.
9,5/10
Am Anfang muss noch gesagt sein, dass ich keiner dieser Kitsch-Filme-liebenden-Frauen bin. Ich fand zum Beispiel auch die Twilight-Filme total beschissen. Da konnte man mit den Büchern wesentlich mehr anfangen. Aber ich liebe Fantasy-Action-Filme, sie faszinieren mich einfach. Da steckt so viel Fantasie dahinter und das ist das was mir gefällt.
Also, wie schon gesagt, hat mich persönlich der Film absolut überzeugt. Ich kenne zwar die Bücher nicht (was ich noch nachholen werde, da ich absoluter Fantasy-Buch-Fan bin), aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass etwas fehlen würde. Logikfehler habe ich auch nicht bemerkt.
Was mich ja von Anfang an überzeugt hat, war die Story. Dass Panem auf den Trümmern von Nordamerika entstanden ist, es quasi schon immer eine Diktatur war und jeder Distrikt für sich für etwas bestimmtes zuständig war (Distrikt 12 für Bergbau usw.). Und natürlich die Hungerspiele. Die sind von der Sorte, bei der man hofft, dass niemand jemals versucht etwas ähnliches zu veranstalten.
Die Actionszenen und Spezialeffekte waren auch super, nichts wirkte zu einem Zeitpunkt übertrieben oder zu künstlich. Keine Explosion war zu groß, keine Mutation zu übertrieben. Wobei, kann man die Mutationen überhaupt so richtig einordnen? Es sind eben Mutationen, da hat man viel Spielraum für Eigeninterpretation. Auf jeden Fall haben sie mir gefallen, sie waren schön gruselig. Die kompletten 15 Minuten Spielzeit in der die Mutationen vorkommen (bzw. angedeutet werden) haben mich komplett aus dem Sitz gehauen. Unglaublich spannend!
Die Inszenierung der Charaktere und der Schlüsselszenen war auch der Wahnsinn. Der Präsident wirkte so machtvoll und blutrünstig wie immer, selbst dann noch, als es für ihn schon fast zu Ende war. Die Schlussszene, die man auch kurz im Trailer sieht, als Katniss an den vielen Menschen vorbei Richtung Präsident läuft hat absolut überzeugt. Die Trommler, die Menschen die sich hinter Katniss versammeln, einfach toll.
Peeta war sehr erschreckend durch die Schäden die er durch die Folterung genommen hat. Man hatte die ganze Zeit über das Gefühl, er könnte sofort wieder ausrasten, da hat man die Spannung sehr gut aufgebaut. Gale hatte in diesem Film endlich die Bezeichnung "Hauptcharakter" verdient, da er wirklich um die gute 80% Screentime hatte. Ich mochte ihn ja schon immer lieber als Peeta, da Katniss mMn etwas zu sehr mit ihm gespielt hat. Selbst wenn sie es nicht absichtlich getan hatte, so tat er mir immer Leid. In Part II ändert sich das leider auch nicht. Wer das Rennen letztendlich macht, Gale oder Peeta, verrate ich an dieser Stelle nicht. Ich kann nur so viel sagen: Es wird euch überraschen!
Plutarch kommt leider nicht so oft vor. Da ich die Bücher nicht gelesen habe, kann ich euch nicht sagen, ob es daran liegt, dass Philip Seymour Hoffman während den Dreharbeiten verstorben ist, oder ob er auch im Buch nicht sehr oft dran kommt.
Die Locations haben mir auch sehr gut gefallen. Das Capitol sah toll aus, wie eine riesige moderne Großstadt, ein Wolkenkratzer nach dem anderen.
Viele Charaktere haben sich nochmal stark weiter entwickelt. Katniss wirkte auf mich noch nie wirklich sympathisch, ich weiß nicht wie es euch da geht. Arg geändert hatte sich das in diesem Teil für mich nicht, aber man hat doch sehr mit ihr gelitten. Auch hier kann ich nicht sagen, ob das an der Inszenierung der Filme liegt, oder ob sie auch in den Büchern so ist (oder eben nicht). Dazu sag ich dann ein anderes Mal etwas. Sie war nie ein schlechter Hauptcharakter, es passte schlicht perfekt zu der Rolle, aber es reichte in meinen Augen nie für die allgemeine Sympathie der Menschen.
Finnick, Gale und Peeta überraschen sehr, genauso wie Snow. Auch Joanna bekommt etwas Redezeit, sie ist so zynisch wie immer.
Am Schnitt und der Synchro kann ich auch nichts aussetzen, es hat alles sehr gut funktioniert, so wie es ist.
Und die Outfits sahen auch toll aus!
Fazit:
Schaut es euch an! Definitiv der beste Film des 4-Teilers! Bis auf die kitschige Schlussszene war alles perfekt.
Den nicht besonders guten ersten Film "The Hunger Games" übertrifft es um Weiten.
9,5/10
The name's Bond, James Bond.
Re: Die Tribute von Panem-Thread
23Die Frage ist, ob man da wirklich mitfiebern kann. Ich finde diese Beziehungsdreiecke immer total lästig, ein Grund, warum ich Young Adult Action oft ziemlich nervtötend finde.BlofeldsKatze hat geschrieben:Wer das Rennen letztendlich macht, Gale oder Peeta, verrate ich an dieser Stelle nicht. Ich kann nur so viel sagen: Es wird euch überraschen!
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/
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Re: Die Tribute von Panem-Thread
24Ja, ich weiß was du meinst. Wirklich mitfiebern kann man nicht, da Katniss einfach zu sehr mit den zweien spielt und immer so verwirrt wirkt... Mir haben die Jungs grundsätzlich leid getan, da Katniss einfach eine blöde Kuh in diesem Thema war. Das war auch mit ein Grund, warum ich sie nie so recht leiden konnte.Casino Hille hat geschrieben:Die Frage ist, ob man da wirklich mitfiebern kann. Ich finde diese Beziehungsdreiecke immer total lästig, ein Grund, warum ich Young Adult Action oft ziemlich nervtötend finde.BlofeldsKatze hat geschrieben:Wer das Rennen letztendlich macht, Gale oder Peeta, verrate ich an dieser Stelle nicht. Ich kann nur so viel sagen: Es wird euch überraschen!
Da das aber schon von Anfang an so war, konnte ich mich in diesem Teil auch nicht mehr so wirklich darüber aufregen, selbst als sie es nochmal richtig auf die Spitze getrieben hatte.
Aber die letztendliche Entscheidung ist dann doch noch ganz interessant. In gewisser Weise war es wirklich bis kurz vor Schluss noch komplett offen. Allerdings macht dann einer der beiden einen Fehler, welcher extrem ausschlaggebend ist.
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Re: Die Tribute von Panem-Thread
25Das Problem ist doch, dass sie beide recht blasse und uninteressante Typen sind. Wirklich eine Qual der Wahl für sie. 
http://www.vodkasreviews.de
https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/
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Re: Die Tribute von Panem-Thread
26Peeta ist das auf jeden Fall. Würde er zu unserer Zeit leben, wäre er der klassische nette Typ, den jede Frau als Kumpel haben wollte, aber niemals als Freund. Weil er einfach zu nett und langweilig ist.vodkamartini hat geschrieben:Das Problem ist doch, dass sie beide recht blasse und uninteressante Typen sind. Wirklich eine Qual der Wahl für sie.
Gale ist da schon besser, man merkt in diesem Film auch wie facettenreich er ist. Um ihn richtig einschätzen zu können, muss man Mockingjay II wirklich gesehen haben.
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Re: Die Tribute von Panem-Thread
28Habe die Filme nach Teil 1 nie gesehen, aber natürlich wählt sie am Ende den Hutcherson Charakter.BlofeldsKatze hat geschrieben:Aber die letztendliche Entscheidung ist dann doch noch ganz interessant. In gewisser Weise war es wirklich bis kurz vor Schluss noch komplett offen.
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Re: Die Tribute von Panem-Thread
291. Sieh dir die restlichen Filme an, sie sind wirklich gut.Casino Hille hat geschrieben:Habe die Filme nach Teil 1 nie gesehen, aber natürlich wählt sie am Ende den Hutcherson Charakter.BlofeldsKatze hat geschrieben:Aber die letztendliche Entscheidung ist dann doch noch ganz interessant. In gewisser Weise war es wirklich bis kurz vor Schluss noch komplett offen.
2. Nicht ganz, man bekommt schon des öfteren das Gefühl, es wäre nicht sicher wen sie wählt. Vor allem nachdem Peeta verrückt geworden ist.
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Gladiateen
30Die Tribute von Panem – The Hunger Games
Historiker vermuten den römischen Satiredichter Juvenal hinter dem bekannten Ausdruck „Brot und Spiele“. Er soll in der Zeit nach dem Machtantritt Kaiser Augustus mit diesen Worten das Desinteresse der Bevölkerung Roms an der Politik ihres Imperiums kritisiert haben. Solange das Volk ausreichend zu essen hatte – für die (oft kostenlose) Getreideversorgung sorgte der Senat stets – und durch unterhaltsame Zirkus- und Gladiatorenspiele oder spannende Wagenrennen begeistert wurde, ließ es die Machthaber schalten und walten. In der Welt aus „Die Tribute von Panem“ läuft dies ähnlich ab. Die Romantrilogie der US-amerikanischen Autorin Suzanne Collins zeigt einen dystopisch-futuristischen Staat mit strengem Klassensystem: Das Land ist in zwölf Distrikte und den Regierungssitz, das "Kapitol" unterteilt.
Im Kapitol leben die Menschen wie im biblischen Land Kanaan, und genießen enormen Wohlstand, doch in den äußeren Distrikten kämpfen die Menschen ums Überleben. Seinen Distrikt zu verlassen ist strengstens untersagt. Einmal im Jahr kommt es dann zum modernen Gladiatorenkampf: Zwei Teilnehmer aus jedem Distrikt, einer männlich, einer weiblich, werden ausgelost, um im Kapitol in einer Arena als Tribute bei den sogenannten Hungerspielen teilzunehmen. Darin müssen dann alle 24 vor einem TV-Livepublikum auf Leben und Tod kämpfen, bis nur eine Person übrigbleibt. Mediales Opium fürs Volk. Besonders perfide: Die Tribute sind alle zwischen 12 und 18 Jahren alt.
Dass Suzanne Collins „Die Tribute von Panem“ als Rom-Allegorie gemeint hat, ist nicht allzu versteckt. Wer es nicht gleich versteht, stolpert spätestens im Kapitol über verschiedene Charaktere, die kaum zufällig Vornamen wie Seneca, Claudius oder Caesar tragen. Der größte Wink mit dem Zaunpfahl ist aber der Name des fiktiven Zukunftsstaates selbst: Panem. Schließlich ist „Brot und Spiele“ die Übersetzung des lateinischen Ausdrucks „panem et circenses“.
Die Idee, Menschen in einer Fernsehsendung tödlich aufeinander losgehen zu lassen, mag nicht neu sein. Schon der Roman „Menschenjagd“ von Stephen King nimmt dieses Thema in den Fokus, genau wie die Verfilmung „The Running Man“ mit Arnold Schwarzenegger. Der ultrabrutale japanische Horrorschocker „Battle Royale“ zeigte zudem im Jahr 2000 bereits Grundschulkinder, die sich blutig gegenseitig massakrieren. Doch Collins traf einen Nerv: Als ihr erster Roman im September 2008 erschien, saß die Enttäuschung über die Lügen der US-Regierung bezüglich des dritten Golfkriegs im Irak noch tief. Dass eine Regierung junge Menschen medienwirksam opfern könnte, wirkte auf grausige Art gegenwärtig.
Dem Erfolg geschuldet wurde Hollywood auf die Panem-Welt aufmerksam. Das finanziell lukrative „Harry Potter“-Franchise neigte sich seinem natürlichen Ende entgegen, mit der Vampir-Romanze „Twilight“ war gerade ein neuer Teen-Hit auf der großen Leinwand geboren. Man sucht einen Nachfolger und fand ihn in Collins Büchern. „Die Tribute von Panem“ fürs Kino zu adaptieren war jedoch eine ungemein schwere Aufgabe – steht im Zentrum doch vor allem ein Akt der Gewalt, ein Morden von Jugendlichen an Gleichaltrigen, welches bei zu expliziter Darstellung die wichtige Altersfreigabe für junge Erwachsene gefährden könnte.
Wenn in der Kinoversion von „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ das blutige Spiel also losgeht, löst der gefeierte Filmemacher Gary Ross diese Aufgabe so, dass er nie zu lange auf einzelne Brutalitäten draufhält, sondern vor allem die Ohnmacht des Szenarios porträtiert. Als erstmals Kinder Kinder töten, werden Impressionen der Taten schnell aneinandergeschnitten, gerade lang genug, um mitzubekommen, was vor sich geht. Die Handkamera wackelt hektisch, statt ausgefeilter Musik hört man nur wenige langgezogene, delirierende Töne. Ross setzt auf Desorientierung. Es bleiben Eindrücke von Gewalt, an ihnen weiden kann man sich jedoch kaum.
In seiner Adaption gelingen ihm immer wieder unerwartete Momente von gespenstischer Intensität. Wenn für die Auslosung der Tribute aus Distrikt 12 zu Beginn die Jugendlichen auf einem grauen Marktplatz in Reih und Glied gestellt werden, evoziert der Setdesigner Philip Messina bewusst Assoziationen mit Konzentrationslagern. Ross treibt dies auf die Spitze, als er die Selektoren von Panem einen Indoktrinationsclip abspielen lässt, der in vielen Einstellungen ganz direkt die Nazi-Propagandafilme „Triumph des Willens“ und „Olympia“ zitiert, inszeniert von Leni Riefenstahl, beauftragt von Joseph Goebbels.
Der Schwere dieser Themen wird die „Panem“-Verfilmung allerdings zu selten gerecht. Sobald es für die beiden Tribute aus dem Elendsdistrikt ins Kapitol geht, ergötzt sich die Kamera doch zu sehr an den farbenprächtigen Kostümen und knallig bunten Interieurs, die karge NS-Ästhetik weicht einer neoklassizistischen Überwältigungsoptik. Eine inhaltliche Vertiefung jener gesellschaftlich-politisch Strukturen, aus denen die Hungerspiele als Konzept entwachsen sind, bleibt Ross schuldig. Stattdessen bietet er dem potenziell anvisierten Zielpublikum junger Frauen im Teenageralter eine grotesk überdrehte Welt, die mehr mit einem Kostümball als mit einer Dystopie gemein hat.
Genauso verliert sich auch die Geschichte mit zunehmender Laufzeit von immerhin insgesamt 142 Minuten verstärkt in Wiederholungen. Beeindruckt die erste Gewalteskalation zu Beginn der Hungerspiele noch in ihrer Direktheit, funktionieren spätere Todesfälle meist über plump-spekulative Bilder, und kurzzeitige Allianzen der Tribute werden vom Drehbuch eher behauptet als emotional vernünftig begründet und herausgearbeitet.
Insbesondere der reißerisch explizit gefilmte Tod der jüngsten Hungerspiel-Teilnehmerin gerät ärgerlich, bedient er sich doch genau der manipulativen und gefühlsheischenden Methoden, die eingangs noch gekonnt vermieden wurden. Fraglich ist auch, ob die bis zum einfältig konstruierten Actionfinale durchgezogene Handkamera-Optik wirklich bis zuletzt einen Zweck erfüllt oder Ross etwas unbeholfen dem damaligen Genrestil nacheifert, den die ursprünglichen Trendsetter „Die Bourne Verschwörung“ und „96 Hours“ um einiges überlegter einzusetzen wussten.
Es mag der Vorlage geschuldet sein, dass insbesondere die Protagonistin Katniss Everdeen, die sich freiwillig als Tribut meldet, als ihre jüngere Schwester für die Hungerspiele ausgelost wird, erstaunlich blass bleibt. Das liegt nicht an Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence, für die „Die Tribute von Panem“ der internationale Durchbruch bedeutete. Sie findet in ihren besten Momenten eine überzeugende Melange aus kalkulierter Stärke und panischen Überlebensinstinkten. Ihre Besetzung lag nahe, zeigte sie 2010 doch schon in der White-Trash-Milieustudie „Winter’s Bone“ ihre Affinität für Kämpfernaturen.
Doch Katniss ist als Figur nahe an einem Harry Potter, an einer vergleichsweise leeren Hülle, in die das jugendliche Publikum sich selbst projizieren soll, während die wahren Stars die skurrilen Nebenfiguren sind. Besonders heraus stechen Woody Harrelson als alkoholkranker Mentor, Stanley Tucci als grelle Karikatur eines Talkshow-Masters und Wes Bentley in der Rolle des Spielleiters, der hinter den TV-Kulissen bei der Übertragung der Hungerspiele buchstäblich Regie führt.
Große Namen wie Donald Sutherland, Elizabeth Banks und Lenny Kravitz treten zudem in kleineren Rollen auf, die erst in den Fortsetzungen relevant werden. Der Fokus liegt ganz auf den jugendlichen Protagonisten – und aus der Beziehung zwischen der mit Pfeil und Bogen erprobten Jägerin Katniss und dem schüchternen Bäckersjungen Peeta (stark gespielt von Josh Hutcherson) schöpft „Die Tribute von Panem“ eine überraschende inhaltliche Energie, unterwandert der Film doch mehrfach die Erwartungen des Publikums.
So ist die Gegenüberstellung einer emotional abgehärteten Teenie-Frau gegenüber einem ängstlichen Teenie-Jungen bereits ein Bruch mit Geschlechterkonventionen. Spannend wird es aber vor allem, wenn es zur unvermeidbaren romantischen Annäherung zwischen den beiden kommt. Natürlich kann kein Buch für junge Erwachsene ohne Liebeleien. In „Die Tribute von Panem“ ist die Romanze aber nur vorgespielt: In der Welt von Panem buhlen die Tribute um die Zuneigung wohlhabender Sponsoren, die einen in der Kampfarena mit Medizin und Ausrüstung versorgen.
Das Fernsehen verlangt eine gute Show, und so spielen Katniss und Peeta die Affäre mit, inszenieren sich als tragisches Liebespaar. Nicht von ungefähr zitiert der herausragende Soundtrack des Komponisten James Newton Howard mehrfach das musikalische Leitmotiv einer „Romeo und Julia“-Verfilmung von 1968. Wie es wirklich um die Gefühle der beiden Helden steht, bleibt aber ungewiss. Die Mechanismen von Young-Adult-Geschichten werden so kongenial als anbiedernde Mittel entlarvt.
Die Mischung von Oberflächlichkeit und Sozialkritik der dystopischen Panem-Welt mag erwachsene Zuschauer irritieren – und nimmt man den Schockeffekt um sich gegenseitig meuchelnde Minderjährige weg, bleibt eine zugegeben eher dünne Rom-Parabel, die zwar kurzweilig unterhält, die interessantesten Implikationen ihrer Welt aber kaum thematisiert. Erst die Fortsetzungen sollten mehr über Panem abseits der Hungerspiele enthüllen und so die nötige Tiefe nachliefern, die dem Erstling konzeptionell noch zu oft abgeht.
Seinen klügsten und hintergründigsten Moment hat der erste „Die Tribute von Panem“-Film dafür schon in den anfänglichen zehn Minuten. Da sitzt Katniss mit einem Freund aus ihrem Distrikt zusammen, der sich fragt: „Was wäre, wenn keiner mehr zusehen würde?“. Dann hätten sie keine Spiele mehr, mutmaßt er. Ginge es also auch ohne? Ausgerechnet Hauptfigur Katniss aber, schon bald ein Spielball dieses Systems, glaubt nicht daran, und entgegnet zynisch: „Das wird nie passieren.“
Historiker vermuten den römischen Satiredichter Juvenal hinter dem bekannten Ausdruck „Brot und Spiele“. Er soll in der Zeit nach dem Machtantritt Kaiser Augustus mit diesen Worten das Desinteresse der Bevölkerung Roms an der Politik ihres Imperiums kritisiert haben. Solange das Volk ausreichend zu essen hatte – für die (oft kostenlose) Getreideversorgung sorgte der Senat stets – und durch unterhaltsame Zirkus- und Gladiatorenspiele oder spannende Wagenrennen begeistert wurde, ließ es die Machthaber schalten und walten. In der Welt aus „Die Tribute von Panem“ läuft dies ähnlich ab. Die Romantrilogie der US-amerikanischen Autorin Suzanne Collins zeigt einen dystopisch-futuristischen Staat mit strengem Klassensystem: Das Land ist in zwölf Distrikte und den Regierungssitz, das "Kapitol" unterteilt.
Im Kapitol leben die Menschen wie im biblischen Land Kanaan, und genießen enormen Wohlstand, doch in den äußeren Distrikten kämpfen die Menschen ums Überleben. Seinen Distrikt zu verlassen ist strengstens untersagt. Einmal im Jahr kommt es dann zum modernen Gladiatorenkampf: Zwei Teilnehmer aus jedem Distrikt, einer männlich, einer weiblich, werden ausgelost, um im Kapitol in einer Arena als Tribute bei den sogenannten Hungerspielen teilzunehmen. Darin müssen dann alle 24 vor einem TV-Livepublikum auf Leben und Tod kämpfen, bis nur eine Person übrigbleibt. Mediales Opium fürs Volk. Besonders perfide: Die Tribute sind alle zwischen 12 und 18 Jahren alt.
Dass Suzanne Collins „Die Tribute von Panem“ als Rom-Allegorie gemeint hat, ist nicht allzu versteckt. Wer es nicht gleich versteht, stolpert spätestens im Kapitol über verschiedene Charaktere, die kaum zufällig Vornamen wie Seneca, Claudius oder Caesar tragen. Der größte Wink mit dem Zaunpfahl ist aber der Name des fiktiven Zukunftsstaates selbst: Panem. Schließlich ist „Brot und Spiele“ die Übersetzung des lateinischen Ausdrucks „panem et circenses“.
Die Idee, Menschen in einer Fernsehsendung tödlich aufeinander losgehen zu lassen, mag nicht neu sein. Schon der Roman „Menschenjagd“ von Stephen King nimmt dieses Thema in den Fokus, genau wie die Verfilmung „The Running Man“ mit Arnold Schwarzenegger. Der ultrabrutale japanische Horrorschocker „Battle Royale“ zeigte zudem im Jahr 2000 bereits Grundschulkinder, die sich blutig gegenseitig massakrieren. Doch Collins traf einen Nerv: Als ihr erster Roman im September 2008 erschien, saß die Enttäuschung über die Lügen der US-Regierung bezüglich des dritten Golfkriegs im Irak noch tief. Dass eine Regierung junge Menschen medienwirksam opfern könnte, wirkte auf grausige Art gegenwärtig.
Dem Erfolg geschuldet wurde Hollywood auf die Panem-Welt aufmerksam. Das finanziell lukrative „Harry Potter“-Franchise neigte sich seinem natürlichen Ende entgegen, mit der Vampir-Romanze „Twilight“ war gerade ein neuer Teen-Hit auf der großen Leinwand geboren. Man sucht einen Nachfolger und fand ihn in Collins Büchern. „Die Tribute von Panem“ fürs Kino zu adaptieren war jedoch eine ungemein schwere Aufgabe – steht im Zentrum doch vor allem ein Akt der Gewalt, ein Morden von Jugendlichen an Gleichaltrigen, welches bei zu expliziter Darstellung die wichtige Altersfreigabe für junge Erwachsene gefährden könnte.
Wenn in der Kinoversion von „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ das blutige Spiel also losgeht, löst der gefeierte Filmemacher Gary Ross diese Aufgabe so, dass er nie zu lange auf einzelne Brutalitäten draufhält, sondern vor allem die Ohnmacht des Szenarios porträtiert. Als erstmals Kinder Kinder töten, werden Impressionen der Taten schnell aneinandergeschnitten, gerade lang genug, um mitzubekommen, was vor sich geht. Die Handkamera wackelt hektisch, statt ausgefeilter Musik hört man nur wenige langgezogene, delirierende Töne. Ross setzt auf Desorientierung. Es bleiben Eindrücke von Gewalt, an ihnen weiden kann man sich jedoch kaum.
In seiner Adaption gelingen ihm immer wieder unerwartete Momente von gespenstischer Intensität. Wenn für die Auslosung der Tribute aus Distrikt 12 zu Beginn die Jugendlichen auf einem grauen Marktplatz in Reih und Glied gestellt werden, evoziert der Setdesigner Philip Messina bewusst Assoziationen mit Konzentrationslagern. Ross treibt dies auf die Spitze, als er die Selektoren von Panem einen Indoktrinationsclip abspielen lässt, der in vielen Einstellungen ganz direkt die Nazi-Propagandafilme „Triumph des Willens“ und „Olympia“ zitiert, inszeniert von Leni Riefenstahl, beauftragt von Joseph Goebbels.
Der Schwere dieser Themen wird die „Panem“-Verfilmung allerdings zu selten gerecht. Sobald es für die beiden Tribute aus dem Elendsdistrikt ins Kapitol geht, ergötzt sich die Kamera doch zu sehr an den farbenprächtigen Kostümen und knallig bunten Interieurs, die karge NS-Ästhetik weicht einer neoklassizistischen Überwältigungsoptik. Eine inhaltliche Vertiefung jener gesellschaftlich-politisch Strukturen, aus denen die Hungerspiele als Konzept entwachsen sind, bleibt Ross schuldig. Stattdessen bietet er dem potenziell anvisierten Zielpublikum junger Frauen im Teenageralter eine grotesk überdrehte Welt, die mehr mit einem Kostümball als mit einer Dystopie gemein hat.
Genauso verliert sich auch die Geschichte mit zunehmender Laufzeit von immerhin insgesamt 142 Minuten verstärkt in Wiederholungen. Beeindruckt die erste Gewalteskalation zu Beginn der Hungerspiele noch in ihrer Direktheit, funktionieren spätere Todesfälle meist über plump-spekulative Bilder, und kurzzeitige Allianzen der Tribute werden vom Drehbuch eher behauptet als emotional vernünftig begründet und herausgearbeitet.
Insbesondere der reißerisch explizit gefilmte Tod der jüngsten Hungerspiel-Teilnehmerin gerät ärgerlich, bedient er sich doch genau der manipulativen und gefühlsheischenden Methoden, die eingangs noch gekonnt vermieden wurden. Fraglich ist auch, ob die bis zum einfältig konstruierten Actionfinale durchgezogene Handkamera-Optik wirklich bis zuletzt einen Zweck erfüllt oder Ross etwas unbeholfen dem damaligen Genrestil nacheifert, den die ursprünglichen Trendsetter „Die Bourne Verschwörung“ und „96 Hours“ um einiges überlegter einzusetzen wussten.
Es mag der Vorlage geschuldet sein, dass insbesondere die Protagonistin Katniss Everdeen, die sich freiwillig als Tribut meldet, als ihre jüngere Schwester für die Hungerspiele ausgelost wird, erstaunlich blass bleibt. Das liegt nicht an Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence, für die „Die Tribute von Panem“ der internationale Durchbruch bedeutete. Sie findet in ihren besten Momenten eine überzeugende Melange aus kalkulierter Stärke und panischen Überlebensinstinkten. Ihre Besetzung lag nahe, zeigte sie 2010 doch schon in der White-Trash-Milieustudie „Winter’s Bone“ ihre Affinität für Kämpfernaturen.
Doch Katniss ist als Figur nahe an einem Harry Potter, an einer vergleichsweise leeren Hülle, in die das jugendliche Publikum sich selbst projizieren soll, während die wahren Stars die skurrilen Nebenfiguren sind. Besonders heraus stechen Woody Harrelson als alkoholkranker Mentor, Stanley Tucci als grelle Karikatur eines Talkshow-Masters und Wes Bentley in der Rolle des Spielleiters, der hinter den TV-Kulissen bei der Übertragung der Hungerspiele buchstäblich Regie führt.
Große Namen wie Donald Sutherland, Elizabeth Banks und Lenny Kravitz treten zudem in kleineren Rollen auf, die erst in den Fortsetzungen relevant werden. Der Fokus liegt ganz auf den jugendlichen Protagonisten – und aus der Beziehung zwischen der mit Pfeil und Bogen erprobten Jägerin Katniss und dem schüchternen Bäckersjungen Peeta (stark gespielt von Josh Hutcherson) schöpft „Die Tribute von Panem“ eine überraschende inhaltliche Energie, unterwandert der Film doch mehrfach die Erwartungen des Publikums.
So ist die Gegenüberstellung einer emotional abgehärteten Teenie-Frau gegenüber einem ängstlichen Teenie-Jungen bereits ein Bruch mit Geschlechterkonventionen. Spannend wird es aber vor allem, wenn es zur unvermeidbaren romantischen Annäherung zwischen den beiden kommt. Natürlich kann kein Buch für junge Erwachsene ohne Liebeleien. In „Die Tribute von Panem“ ist die Romanze aber nur vorgespielt: In der Welt von Panem buhlen die Tribute um die Zuneigung wohlhabender Sponsoren, die einen in der Kampfarena mit Medizin und Ausrüstung versorgen.
Das Fernsehen verlangt eine gute Show, und so spielen Katniss und Peeta die Affäre mit, inszenieren sich als tragisches Liebespaar. Nicht von ungefähr zitiert der herausragende Soundtrack des Komponisten James Newton Howard mehrfach das musikalische Leitmotiv einer „Romeo und Julia“-Verfilmung von 1968. Wie es wirklich um die Gefühle der beiden Helden steht, bleibt aber ungewiss. Die Mechanismen von Young-Adult-Geschichten werden so kongenial als anbiedernde Mittel entlarvt.
Die Mischung von Oberflächlichkeit und Sozialkritik der dystopischen Panem-Welt mag erwachsene Zuschauer irritieren – und nimmt man den Schockeffekt um sich gegenseitig meuchelnde Minderjährige weg, bleibt eine zugegeben eher dünne Rom-Parabel, die zwar kurzweilig unterhält, die interessantesten Implikationen ihrer Welt aber kaum thematisiert. Erst die Fortsetzungen sollten mehr über Panem abseits der Hungerspiele enthüllen und so die nötige Tiefe nachliefern, die dem Erstling konzeptionell noch zu oft abgeht.
Seinen klügsten und hintergründigsten Moment hat der erste „Die Tribute von Panem“-Film dafür schon in den anfänglichen zehn Minuten. Da sitzt Katniss mit einem Freund aus ihrem Distrikt zusammen, der sich fragt: „Was wäre, wenn keiner mehr zusehen würde?“. Dann hätten sie keine Spiele mehr, mutmaßt er. Ginge es also auch ohne? Ausgerechnet Hauptfigur Katniss aber, schon bald ein Spielball dieses Systems, glaubt nicht daran, und entgegnet zynisch: „Das wird nie passieren.“
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