Neben den Videospielen gibt es bisher zwei Kinofilme mit Lara Croft als Hauptfigur. 2018 wird auch dieses Franchise wieder aufgewärmt, diesmal mit Alicia Vikander in der Titelrolle.
Spiele:
1996: Tomb Raider
1997: Tomb Raider II
1998: Tomb Raider III: Adventures of Lara Croft
1999: Tomb Raider: The Last Revelation
2000: Tomb Raider: Chronicles
2003: Lara Croft Tomb Raider: The Angel of Darkness
2006: Lara Croft Tomb Raider: Legend
2007: Lara Croft Tomb Raider: Anniversary
2008: Tomb Raider: Underworld
2010: Lara Croft and the Guardian of Light
2013: Tomb Raider
2014: Lara Croft and the Temple of Osiris
2015: Lara Croft: Relic Run
2015: Rise of the Tomb Raider
Filme:
2001: Lara Croft: Tomb Raider
2003: Lara Croft - Tomb Raider: Die Wiege des Lebens
2018: Tomb Raider
Zum neuen Film gibt es bereits erste Fotos:
http://www.20min.ch/people/internationa ... 15&index=2
Re: Zuletzt gesehener Film
2iHaveCNit: „Lara Croft Tomb Raider“ (2001) und „Lara Croft Tomb Raider Die Wiege des Lebens“ (2003)
Nächste Woche startet ein neuer filmischer Ansatz für die Verfilmung der Videospielreihe von Eidos, „Tomb Raider“ mit Alicia Vikander in der Hauptrolle und Roar Uthaug an der Regie. Zeit also, vorab nochmal die ersten beiden Verfilmungen mit Angelina Jolie in der Hauptrolle zu sichten und etwas dazu zu schreiben, weil für beide Filme für mich in etwa das gleiche gilt, fasse ich beide zusammen in der Review zusammen.
Im ersten Teil offenbart sich Lara Croft ein Artefakt, dass in Croft Manor verborgen war. Sie nimmt mit einem Experten Kontakt auf, Manfred Powell, der zufällig gerade dieses Artefakt für eine uralte Prophezeiung benötigt, um damit in der Riege der Illumaten aufzusteigen. Die Prophezeiung führt von Angkor Wat bis ins ewige Eis des Nordpols.
Im zweiten Teil offenbart sich durch ein Erdbeben in der griechichen Agäis ein sagenumwobener Tempel, der den Schlüssel zur unheilbringenden Büchse der Pandora beinhalten soll. Lara Croft wird bei ihrer Expedition von Chinesen gestört, die die Schlüssel in ihre Gewalt bringen. Die Chinesen stehen im Kontakt mit dem Wissenschaftler und Biowaffenexperten Jonathan Reiss. Die Reise auf der Suche nach der Büchse führt Lara von Shanghai über Hong-Kong bishin zum Kilimandscharo.
Ich als jemand, der früher auch die Spiele gespielt hat, fand es schon cool, dass man sich dazu entschlossen hat. Filme dazu zu machen. Die Spiele haben sich durch unendlich komplexe Kombinationen aus Jump-and-Run-Passagen und tödlichen Rätseln sowie ihre exotische Locations ausgezeichnet – und durch die legendäre Hauptfigur. Und hier kann man sagen was man will – Die Filme werden sofern man die filmischen Möglichkeiten betrachtet genau diesen Faktoren gerecht und auch Angelina Jolie in der Hauptrolle passt perfekt. Man heizt in diesen Filmen in bester Bond-Manier durch den gesamten Globus und löst in bester Indiana-Jones-Manier knackige und tödliche Rätsel. Das mag für den einen etwas uninspiriertes Locationhopping sein und auch die Plots sind entsprechend einfach daran orientiert und konstruiert – und machen sogar hin und wieder wenig Sinn. Das mag dem ein oder anderen sauer aufstoßen, aber wie willst du in einem knapp 2-stündigen Film eine Handlung eines Spiels für mehrere Tage unterbringen ? Da müssen eben Kompromisse gefunden werden und hier haben sowohl Simon West als auch Jan De Bont als kompetente Actionregisseure runde und kurzweilige Action-Abenteuer kreiert, die mit exotischen Locations, tollen Actionsequenzen und einer kurzweiligen Handlung. Man muss sagen, dass heutzutage die Spezialeffekte doch etwas hinterherhinken, aber sonst kann sich die handgemachte Action sehen lassen. Und ich finde es cool, dass wir hier in den männlichen Nebenrollen Leute wie Iain Glen und Daniel Craig im Ersten ; Ciaran Hinds, Til Schweiger, Gerard Butler und Djimon Honsou im Zweiten sowie Noah Taylor und Chris Barrie in beiden Filmen zu sehen bekommen.
Ich finde beide Filme sehr unterhaltsam, auch wenn man natürlich aus filmischer Sicht keine Meisterwerke zu sehen bekommt – aber das müssen die Filme auch nicht sein.
„Lara Croft Tomb Raider“ (2001) und
„Lara Croft Tomb Raider Die Wiege des Lebens“ (2003)
My Multiple Look
7/10 Punkte
Nächste Woche startet ein neuer filmischer Ansatz für die Verfilmung der Videospielreihe von Eidos, „Tomb Raider“ mit Alicia Vikander in der Hauptrolle und Roar Uthaug an der Regie. Zeit also, vorab nochmal die ersten beiden Verfilmungen mit Angelina Jolie in der Hauptrolle zu sichten und etwas dazu zu schreiben, weil für beide Filme für mich in etwa das gleiche gilt, fasse ich beide zusammen in der Review zusammen.
Im ersten Teil offenbart sich Lara Croft ein Artefakt, dass in Croft Manor verborgen war. Sie nimmt mit einem Experten Kontakt auf, Manfred Powell, der zufällig gerade dieses Artefakt für eine uralte Prophezeiung benötigt, um damit in der Riege der Illumaten aufzusteigen. Die Prophezeiung führt von Angkor Wat bis ins ewige Eis des Nordpols.
Im zweiten Teil offenbart sich durch ein Erdbeben in der griechichen Agäis ein sagenumwobener Tempel, der den Schlüssel zur unheilbringenden Büchse der Pandora beinhalten soll. Lara Croft wird bei ihrer Expedition von Chinesen gestört, die die Schlüssel in ihre Gewalt bringen. Die Chinesen stehen im Kontakt mit dem Wissenschaftler und Biowaffenexperten Jonathan Reiss. Die Reise auf der Suche nach der Büchse führt Lara von Shanghai über Hong-Kong bishin zum Kilimandscharo.
Ich als jemand, der früher auch die Spiele gespielt hat, fand es schon cool, dass man sich dazu entschlossen hat. Filme dazu zu machen. Die Spiele haben sich durch unendlich komplexe Kombinationen aus Jump-and-Run-Passagen und tödlichen Rätseln sowie ihre exotische Locations ausgezeichnet – und durch die legendäre Hauptfigur. Und hier kann man sagen was man will – Die Filme werden sofern man die filmischen Möglichkeiten betrachtet genau diesen Faktoren gerecht und auch Angelina Jolie in der Hauptrolle passt perfekt. Man heizt in diesen Filmen in bester Bond-Manier durch den gesamten Globus und löst in bester Indiana-Jones-Manier knackige und tödliche Rätsel. Das mag für den einen etwas uninspiriertes Locationhopping sein und auch die Plots sind entsprechend einfach daran orientiert und konstruiert – und machen sogar hin und wieder wenig Sinn. Das mag dem ein oder anderen sauer aufstoßen, aber wie willst du in einem knapp 2-stündigen Film eine Handlung eines Spiels für mehrere Tage unterbringen ? Da müssen eben Kompromisse gefunden werden und hier haben sowohl Simon West als auch Jan De Bont als kompetente Actionregisseure runde und kurzweilige Action-Abenteuer kreiert, die mit exotischen Locations, tollen Actionsequenzen und einer kurzweiligen Handlung. Man muss sagen, dass heutzutage die Spezialeffekte doch etwas hinterherhinken, aber sonst kann sich die handgemachte Action sehen lassen. Und ich finde es cool, dass wir hier in den männlichen Nebenrollen Leute wie Iain Glen und Daniel Craig im Ersten ; Ciaran Hinds, Til Schweiger, Gerard Butler und Djimon Honsou im Zweiten sowie Noah Taylor und Chris Barrie in beiden Filmen zu sehen bekommen.
Ich finde beide Filme sehr unterhaltsam, auch wenn man natürlich aus filmischer Sicht keine Meisterwerke zu sehen bekommt – aber das müssen die Filme auch nicht sein.
„Lara Croft Tomb Raider“ (2001) und
„Lara Croft Tomb Raider Die Wiege des Lebens“ (2003)
My Multiple Look
7/10 Punkte
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "
Re: Zuletzt gesehener Film
3iHaveCNit: Tomb Raider (2018)
Die nächste Kinoexpedition des Jahres 2018 findet nun mit der Verfilmung des vor ein paar Jahren sehr erfolgreichen Neustarts der Spielereihe um Lara Croft statt. „Tomb Raider“ ist nun nach den 2001 und 2003 erschienen Filmen mit Angelina Jolie die 3. Verfilmung um Lara Croft. Die Filme mit Jolie haben mir trotz diverser Schwächen gut gefallen und somit wusste ich in etwa, worauf ich mich bei dem neuen Film mit Vikander einlasse. Und diese Expedition hat mich überrascht – ob positiv oder negativ – darauf komme ich noch.
Lara Croft könnte ihren vor 7 Jahren verschollenen Vater für Tod erklären, doch sie weigert sich jedoch noch und schlägt sich als Fahrradkurierin in London durch, bis sie durch eine hinterlassene Nachricht ihres Vaters auf Spurensuche geht. So sucht sie in Hongkong ein Schiff sowie einen Kapitän auf um sich auf die beschwerliche Reise zu einer verborgenen Insel mit einer unheilvollen Prophezeiung zu machen.
Für mich waren von vornherein folgende Fragen entscheidend: Was sind die Vorzüge und die Essenz der Spiele ? Welche Mittel sind filmisch gegeben, um diese Vorzüge und die Essenz der Spiele herauszuarbeiten ? Für was entscheidet sich der Film und was will er überhaupt für eine Geschichte erzählen ? Bei einem Spiel wie „Tomb Raider“ ist das relativ einfach – wir haben ein exotisches Action-Abenteuer mit vielen Jump-and-Run-Einlagen, und unzähligen, lebensgefährlichen Rätseln die mit diversen Mysterien zu tun haben. Und genau das liefert der Film auch ! Das Problem ist jedoch, dass man bereits mit „Indiana Jones“ die Messlatte hierfür unerreichbar hoch gelegt hat. Auch hat man das klassische Schema F geschaffen, an dem man sich einfach abarbeiten kann. Und dieses Schema F ist leider hier auch zu finden, aber für eine Videospielverfilmung, deren Essenz eine Hatz von A zu B über diverse Jump-and-Run und Rätseleinlagen ist, reicht das vollkommen aus. Dieses Action-Abenteuer hat teilweise das Problem, dass viele Action-Sequenzen eher in der Dunkelheit stattfinden um weniger gute Effektarbeit zu kaschieren, aber eine hektisch geschnittene Action kann man hier leider nicht kaschieren. Dementsprechend hat man hier ein paar handwerkliche Schwächen, die leider dem Film etwas weniger gut tun. Mich hat der Film jedoch auf einer anderen Ebene sehr positiv überrascht. Der Film nutzt erst mal eine gewisse Zeit, seine Handlung aufzubauen und auch den Charakter der jungen, noch unerfahrenen Lara Croft und ihren inneren Konflikt des Vater-Tochter-Dramas zu etablieren. Das gibt dem Film eine gewisse emotionale Tragweite, die das letztendlich konstruierte Rätsel aufwerten. Und es gibt genug Sequenzen, die in ihrer intensiven Inszenierung mich mitgerissen haben. Alicia Vikander ist eine geniale Besetzung, denn man nimmt ihr das Toughe und zeitgleich noch Unsichere vollkommen ab und optisch gibt sie der Figur Lara Croft eine gewisse andere Form der weiblichen Attraktivität als es bei Angelina Jolie der Fall gewesen ist. Von Oscar-Kino bishin zu Action-Blockbustern – ihre Reichweite ist schon relativ beeindruckend – und einer der Gründe, warum sie sich in den letzten Jahren auch bei mir gut platziert hat. Der zusätzliche Cast mit Leuten wie Walton Goggins, Daniel Wu, Dominic West, Kristin-Scott Thomas, Derek Jacobi und auch Nick Frost ist hier entsprechend solide.Im Gesamteindruck ein unterhaltsames und spannendes Action-Abenteuer, das genau seinem bereits etablierten Konzept folgt und nur einige handwerkliche Probleme – mich aber positiv überrascht hat.
„Tomb Raider“ - My First Look – 8/10 Punkte.
Die nächste Kinoexpedition des Jahres 2018 findet nun mit der Verfilmung des vor ein paar Jahren sehr erfolgreichen Neustarts der Spielereihe um Lara Croft statt. „Tomb Raider“ ist nun nach den 2001 und 2003 erschienen Filmen mit Angelina Jolie die 3. Verfilmung um Lara Croft. Die Filme mit Jolie haben mir trotz diverser Schwächen gut gefallen und somit wusste ich in etwa, worauf ich mich bei dem neuen Film mit Vikander einlasse. Und diese Expedition hat mich überrascht – ob positiv oder negativ – darauf komme ich noch.
Lara Croft könnte ihren vor 7 Jahren verschollenen Vater für Tod erklären, doch sie weigert sich jedoch noch und schlägt sich als Fahrradkurierin in London durch, bis sie durch eine hinterlassene Nachricht ihres Vaters auf Spurensuche geht. So sucht sie in Hongkong ein Schiff sowie einen Kapitän auf um sich auf die beschwerliche Reise zu einer verborgenen Insel mit einer unheilvollen Prophezeiung zu machen.
Für mich waren von vornherein folgende Fragen entscheidend: Was sind die Vorzüge und die Essenz der Spiele ? Welche Mittel sind filmisch gegeben, um diese Vorzüge und die Essenz der Spiele herauszuarbeiten ? Für was entscheidet sich der Film und was will er überhaupt für eine Geschichte erzählen ? Bei einem Spiel wie „Tomb Raider“ ist das relativ einfach – wir haben ein exotisches Action-Abenteuer mit vielen Jump-and-Run-Einlagen, und unzähligen, lebensgefährlichen Rätseln die mit diversen Mysterien zu tun haben. Und genau das liefert der Film auch ! Das Problem ist jedoch, dass man bereits mit „Indiana Jones“ die Messlatte hierfür unerreichbar hoch gelegt hat. Auch hat man das klassische Schema F geschaffen, an dem man sich einfach abarbeiten kann. Und dieses Schema F ist leider hier auch zu finden, aber für eine Videospielverfilmung, deren Essenz eine Hatz von A zu B über diverse Jump-and-Run und Rätseleinlagen ist, reicht das vollkommen aus. Dieses Action-Abenteuer hat teilweise das Problem, dass viele Action-Sequenzen eher in der Dunkelheit stattfinden um weniger gute Effektarbeit zu kaschieren, aber eine hektisch geschnittene Action kann man hier leider nicht kaschieren. Dementsprechend hat man hier ein paar handwerkliche Schwächen, die leider dem Film etwas weniger gut tun. Mich hat der Film jedoch auf einer anderen Ebene sehr positiv überrascht. Der Film nutzt erst mal eine gewisse Zeit, seine Handlung aufzubauen und auch den Charakter der jungen, noch unerfahrenen Lara Croft und ihren inneren Konflikt des Vater-Tochter-Dramas zu etablieren. Das gibt dem Film eine gewisse emotionale Tragweite, die das letztendlich konstruierte Rätsel aufwerten. Und es gibt genug Sequenzen, die in ihrer intensiven Inszenierung mich mitgerissen haben. Alicia Vikander ist eine geniale Besetzung, denn man nimmt ihr das Toughe und zeitgleich noch Unsichere vollkommen ab und optisch gibt sie der Figur Lara Croft eine gewisse andere Form der weiblichen Attraktivität als es bei Angelina Jolie der Fall gewesen ist. Von Oscar-Kino bishin zu Action-Blockbustern – ihre Reichweite ist schon relativ beeindruckend – und einer der Gründe, warum sie sich in den letzten Jahren auch bei mir gut platziert hat. Der zusätzliche Cast mit Leuten wie Walton Goggins, Daniel Wu, Dominic West, Kristin-Scott Thomas, Derek Jacobi und auch Nick Frost ist hier entsprechend solide.Im Gesamteindruck ein unterhaltsames und spannendes Action-Abenteuer, das genau seinem bereits etablierten Konzept folgt und nur einige handwerkliche Probleme – mich aber positiv überrascht hat.
„Tomb Raider“ - My First Look – 8/10 Punkte.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "
Destinys Child als Hymne der Lara Croft: She's a survivor!
4Tomb Raider
Es ist noch gar nicht solange her, da waren Frauen in großen Actionfilmen primär auf den vom maskulinen Helden zu rettenden Blickfang reduziert. Begriffe wie "Damsel In Distress" oder gar "Bond-Girl" sind jedem Mann bekannt. Doch im 21. Jahrhundert verschiebt sich der Trend zunehmend. Nicht nur im Bereich der Comicverfilmungen wird vermehrt auf weibliche Superheldinnen gesetzt, auch andere Filme bemühen sich um starke weibliche Hauptfiguren, die sowohl hart und brutal als auch verletzlich und feminin sein dürfen. Kaum an einer anderen Rolle lässt sich diese veränderte Wahrnehmung besser verdeutlichen als an der weiblichen Heldin der modernen Popkultur überhaupt: Lara Croft, die Protagonistin der 1996 gestarteten Videospielreihe "Tomb Raider". Lange musste die mutige Archäologin in klobiger extrem sexualisierter Optik ihren Weg durch die Action-Adventures bestreiten. Erst ein Reboot der Games von 2013 gab Lara realistische Proportionen und charakterliche Tiefe. Fünf Jahre später wagt nun Regisseur Roar Uthaug, basierend auf dieser Vorlage der Welt der Nicht-Zocker die neue Lara Croft zu präsentieren.
Man kann es nicht anders sagen: "Tomb Raider" steht und fällt mit seiner Hauptdarstellerin. Und hier ist dem Casting ein absoluter Glücksgriff gelungen. Alicia Vikander geht ohne Ehrfurcht mit entfesselter Spielfreude an die ikonische Rolle heran und präsentiert eine zeitgemäße weibliche Actionheldin, die für eine ganze Generation an Kinogängerinnen Vorbild Funktion haben dürfte. Ihre erstaunliche Ähnlichkeit zum 2013er Videospiel-Äquivalent gerät da schnell in den Hintergrund, dafür ist ihre Leinwandpräsenz zu faszinierend anzusehen. Uthaug greift den Geist der Vorlage auf und präsentiert Lara als mutige, selbstbestimmte junge Frau, die abgebrüht sein kann und muss, am Töten aber wenig Freude hat - und die zu Beginn ihrer Laufbahn emotional noch längst nicht abgestumpft genug ist, um die Kaltschnäuzigkeit ihrer Feinde zu töten. Machte im Videospiel eine Szene viel Eindruck, in der Lara nach ihrer ersten Tötung heulend zusammenbricht, übernimmt Uthaug diese symbolkräftige Szene fast 1:1. Überhaupt ist es angenehm, eine Videospielverfilmung vorzufinden, die tatsächlich den Eindruck erweckt, dass die Macher sich für die Vorlage interessierten. Einprägsame Situationen und Momente werden zitiert, direkt übernommen und - im Falle einer Wasserfallüberquerung - ironisch umgekehrt. Auch inhaltlich übernimmt er das Szenario: Auf der Suche nach dem Grabmahl der japanischen Königin Himiko strandet Lara auf der Insel Yamatai, und sieht sich dort im Teufelsmeer einer ideologisch motivierten Söldnerarmee ausgesetzt.
Eine im Videospiel fast 30-stündige Handlung in 118 Filmminuten zu quetschen, erfordert ein hohes Maß an Komprimierung. Das Script von Geneva Robertson-Dworet und Alastair Siddons geht hierbei leider nicht immer den Idealweg. Ein langer vorgeschobener Prolog in London funktioniert als Einführung in den Charakter von Lara, schränkt die Möglichkeiten in der Adaption der Insel-Abenteuerhandlung umso mehr ein. Hier spürt man dann schnell, wie gehetzt sich der Film durch eine Level-artige Struktur kämpfen muss. Die Charakterentwicklung Laras vom jungen Mädchen zur beinharten Archäologin geht in wenigen Minuten Screentime von Statten, und so toll Vikander auch spielen mag, fehlt es dem Film in seiner zweiten Hälfte stark an Akklimatisation. Walton Goggins spielt seinen Schurkenpart dämonisch und mit innerem Zwiespalt, bekommt aber zu wenig Konturen. Daniel Wu geht als locker-witzelnder Sidekick beinahe unter. Und Dominic West muss eine Rolle spielen, die viel zu offensichtlich eine Erfindung des Films ist, um die Dramaturgie der Geschichte simpler auf ein persönliches Drama rund um die Familie Croft zuspitzen zu können. Gerade diese Offensichtlichkeit ist auch für Nichtkenner der Vorlagen ein Problem: Der Plot von "Tomb Raider" entwickelt sich nach der ersten, spannenden Hälfte ironischerweise mit der Strandung auf Yamatai zu generisch und stromlinienförmig. Echte Überraschungen gibt es keine, und die großen Höhepunkte wirken zu überhastet, trotz kompetenter Ausführung.
Immerhin: Technisch ist "Tomb Raider" ein kompetenter, moderner und sehr unterhaltsamer Blockbuster. Dank der langen Dreharbeiten in Südafrika geraten die Landschaftsaufnahmen opulent und traumhaft, wichtiger ist aber, wie gut die Action unter Uthaug sitzt. Der Norweger präsentiert druckvolle, zwingende Zweikämpfe, in denen Vikander ihre beeindruckende Physis präsentieren kann. Die CGI-Animationen passen sich gekonnt in die Umgebung ein und der Showdown erinnert in seinen Rätseleinlagen an das große Indiana-Jones-Vorbild, obgleich Lara Croft als Heldin eigenständig genug Akzente setzt, um sich im Genre zu behaupten. Leider verpasst es Komponist Tom Holkenborg, der Heroine auch gleich ein musikalisch prägnantes Theme zu verpassen, was gerade ob der vom Film am Ende klar geäußerten Franchise-Ambitionen passend und womöglich wichtig gewesen wäre. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sehr sich ein Sequel an der Videospielfortsetzung "Rise of the Tomb Raider" von 2015 orientieren würde. Besonders im Hinblick darauf, dass die Filmadaption bislang ein klares Bekenntnis zur Übernatürlichkeit verweigert. Gab es in den Games immer mystische und abgehobene Fantasy-Elemente, bleibt die Auflösung des Mysteriums um Königin Himiko im Film erstaunlich geerdet. Ein klares Symbol dafür, sich ganz auf die geerdete Interpretation der Lara Croft durch Alicia Vikander fokussieren zu wollen.
Fazit: 2013 gaben Gaming-Designer Lara Croft einen neuen Look: Seitdem trägt sie keinen klobigen dreieckigen Atombusen durch die Gegend und muss in ultra engen Shots bestaunt werden, sondern gleicht einem natürlichen Schönheitsideal. Sie darf kräftig und robust sein, verleugnet aber nicht ihre Weiblichkeit. Für den Schritt, diese Lara Croft nun auch im Filmbereich zu einer Ikone für junge Zuschauerinnen werden zu lassen, darf Roar Uthaug und Alicia Vikander nur gratuliert werden. Hier wird wirklich eine zeitgemäße Actionheldin präsentiert, die sich vor ihren männlichen Pendants nicht verstecken muss und deren Film eine angenehme Abwechslung im Superheldenkino des 21. Jahrhunderts darstellt. Dieser Einstieg in die Welt von "Tomb Raider" wirkt manchmal noch unfertig und wie ein Schnellschuss, dürfte sich aber im erwartbaren Sequel schon deutlich geschmeidiger anfühlen.
7/10
http://derkinoblog.de/tomb-raider-kritik/
Es ist noch gar nicht solange her, da waren Frauen in großen Actionfilmen primär auf den vom maskulinen Helden zu rettenden Blickfang reduziert. Begriffe wie "Damsel In Distress" oder gar "Bond-Girl" sind jedem Mann bekannt. Doch im 21. Jahrhundert verschiebt sich der Trend zunehmend. Nicht nur im Bereich der Comicverfilmungen wird vermehrt auf weibliche Superheldinnen gesetzt, auch andere Filme bemühen sich um starke weibliche Hauptfiguren, die sowohl hart und brutal als auch verletzlich und feminin sein dürfen. Kaum an einer anderen Rolle lässt sich diese veränderte Wahrnehmung besser verdeutlichen als an der weiblichen Heldin der modernen Popkultur überhaupt: Lara Croft, die Protagonistin der 1996 gestarteten Videospielreihe "Tomb Raider". Lange musste die mutige Archäologin in klobiger extrem sexualisierter Optik ihren Weg durch die Action-Adventures bestreiten. Erst ein Reboot der Games von 2013 gab Lara realistische Proportionen und charakterliche Tiefe. Fünf Jahre später wagt nun Regisseur Roar Uthaug, basierend auf dieser Vorlage der Welt der Nicht-Zocker die neue Lara Croft zu präsentieren.
Man kann es nicht anders sagen: "Tomb Raider" steht und fällt mit seiner Hauptdarstellerin. Und hier ist dem Casting ein absoluter Glücksgriff gelungen. Alicia Vikander geht ohne Ehrfurcht mit entfesselter Spielfreude an die ikonische Rolle heran und präsentiert eine zeitgemäße weibliche Actionheldin, die für eine ganze Generation an Kinogängerinnen Vorbild Funktion haben dürfte. Ihre erstaunliche Ähnlichkeit zum 2013er Videospiel-Äquivalent gerät da schnell in den Hintergrund, dafür ist ihre Leinwandpräsenz zu faszinierend anzusehen. Uthaug greift den Geist der Vorlage auf und präsentiert Lara als mutige, selbstbestimmte junge Frau, die abgebrüht sein kann und muss, am Töten aber wenig Freude hat - und die zu Beginn ihrer Laufbahn emotional noch längst nicht abgestumpft genug ist, um die Kaltschnäuzigkeit ihrer Feinde zu töten. Machte im Videospiel eine Szene viel Eindruck, in der Lara nach ihrer ersten Tötung heulend zusammenbricht, übernimmt Uthaug diese symbolkräftige Szene fast 1:1. Überhaupt ist es angenehm, eine Videospielverfilmung vorzufinden, die tatsächlich den Eindruck erweckt, dass die Macher sich für die Vorlage interessierten. Einprägsame Situationen und Momente werden zitiert, direkt übernommen und - im Falle einer Wasserfallüberquerung - ironisch umgekehrt. Auch inhaltlich übernimmt er das Szenario: Auf der Suche nach dem Grabmahl der japanischen Königin Himiko strandet Lara auf der Insel Yamatai, und sieht sich dort im Teufelsmeer einer ideologisch motivierten Söldnerarmee ausgesetzt.
Eine im Videospiel fast 30-stündige Handlung in 118 Filmminuten zu quetschen, erfordert ein hohes Maß an Komprimierung. Das Script von Geneva Robertson-Dworet und Alastair Siddons geht hierbei leider nicht immer den Idealweg. Ein langer vorgeschobener Prolog in London funktioniert als Einführung in den Charakter von Lara, schränkt die Möglichkeiten in der Adaption der Insel-Abenteuerhandlung umso mehr ein. Hier spürt man dann schnell, wie gehetzt sich der Film durch eine Level-artige Struktur kämpfen muss. Die Charakterentwicklung Laras vom jungen Mädchen zur beinharten Archäologin geht in wenigen Minuten Screentime von Statten, und so toll Vikander auch spielen mag, fehlt es dem Film in seiner zweiten Hälfte stark an Akklimatisation. Walton Goggins spielt seinen Schurkenpart dämonisch und mit innerem Zwiespalt, bekommt aber zu wenig Konturen. Daniel Wu geht als locker-witzelnder Sidekick beinahe unter. Und Dominic West muss eine Rolle spielen, die viel zu offensichtlich eine Erfindung des Films ist, um die Dramaturgie der Geschichte simpler auf ein persönliches Drama rund um die Familie Croft zuspitzen zu können. Gerade diese Offensichtlichkeit ist auch für Nichtkenner der Vorlagen ein Problem: Der Plot von "Tomb Raider" entwickelt sich nach der ersten, spannenden Hälfte ironischerweise mit der Strandung auf Yamatai zu generisch und stromlinienförmig. Echte Überraschungen gibt es keine, und die großen Höhepunkte wirken zu überhastet, trotz kompetenter Ausführung.
Immerhin: Technisch ist "Tomb Raider" ein kompetenter, moderner und sehr unterhaltsamer Blockbuster. Dank der langen Dreharbeiten in Südafrika geraten die Landschaftsaufnahmen opulent und traumhaft, wichtiger ist aber, wie gut die Action unter Uthaug sitzt. Der Norweger präsentiert druckvolle, zwingende Zweikämpfe, in denen Vikander ihre beeindruckende Physis präsentieren kann. Die CGI-Animationen passen sich gekonnt in die Umgebung ein und der Showdown erinnert in seinen Rätseleinlagen an das große Indiana-Jones-Vorbild, obgleich Lara Croft als Heldin eigenständig genug Akzente setzt, um sich im Genre zu behaupten. Leider verpasst es Komponist Tom Holkenborg, der Heroine auch gleich ein musikalisch prägnantes Theme zu verpassen, was gerade ob der vom Film am Ende klar geäußerten Franchise-Ambitionen passend und womöglich wichtig gewesen wäre. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sehr sich ein Sequel an der Videospielfortsetzung "Rise of the Tomb Raider" von 2015 orientieren würde. Besonders im Hinblick darauf, dass die Filmadaption bislang ein klares Bekenntnis zur Übernatürlichkeit verweigert. Gab es in den Games immer mystische und abgehobene Fantasy-Elemente, bleibt die Auflösung des Mysteriums um Königin Himiko im Film erstaunlich geerdet. Ein klares Symbol dafür, sich ganz auf die geerdete Interpretation der Lara Croft durch Alicia Vikander fokussieren zu wollen.
Fazit: 2013 gaben Gaming-Designer Lara Croft einen neuen Look: Seitdem trägt sie keinen klobigen dreieckigen Atombusen durch die Gegend und muss in ultra engen Shots bestaunt werden, sondern gleicht einem natürlichen Schönheitsideal. Sie darf kräftig und robust sein, verleugnet aber nicht ihre Weiblichkeit. Für den Schritt, diese Lara Croft nun auch im Filmbereich zu einer Ikone für junge Zuschauerinnen werden zu lassen, darf Roar Uthaug und Alicia Vikander nur gratuliert werden. Hier wird wirklich eine zeitgemäße Actionheldin präsentiert, die sich vor ihren männlichen Pendants nicht verstecken muss und deren Film eine angenehme Abwechslung im Superheldenkino des 21. Jahrhunderts darstellt. Dieser Einstieg in die Welt von "Tomb Raider" wirkt manchmal noch unfertig und wie ein Schnellschuss, dürfte sich aber im erwartbaren Sequel schon deutlich geschmeidiger anfühlen.
7/10
http://derkinoblog.de/tomb-raider-kritik/
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/
Let the sheep out, kid.
https://letterboxd.com/casinohille/
Let the sheep out, kid.
Re: Tomb Raider
5Reizt mich gar nicht, wie alle Game-Filme, bisher war noch kein einziger gut. Die 7/10 lassen aber zumindest aufhorchen. Und ich mag Walton Goggins.
http://www.vodkasreviews.de
https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/
https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/
Re: Tomb Raider
6Ich bin mal offen für den neuen Tomb Rider da ich Alicia wirklich mag. Aber man verzeihe mir, an Angelina kommt sie NIE ran.
Ist etwa so wie Tobey Spider-Man ist, alles danach ist lauwarme Suppe dagegen.
Ist etwa so wie Tobey Spider-Man ist, alles danach ist lauwarme Suppe dagegen.
Re: Tomb Raider
7Für meinen Geschmack ist auch Tobey als Spider-Man eine lauwarme Suppe. Aber das möchte ich hier nicht vertiefen.SomeKindOfHero hat geschrieben:Ich bin mal offen für den neuen Tomb Rider da ich Alicia wirklich mag. Aber man verzeihe mir, an Angelina kommt sie NIE ran.
Ist etwa so wie Tobey Spider-Man ist, alles danach ist lauwarme Suppe dagegen.
"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."
Re: Tomb Raider
8Kann mich an keinen einzigen Film erinnern in dem ich die Jolie erinnernswert fand.SomeKindOfHero hat geschrieben:Ich bin mal offen für den neuen Tomb Rider da ich Alicia wirklich mag. Aber man verzeihe mir, an Angelina kommt sie NIE ran.
Ist etwa so wie Tobey Spider-Man ist, alles danach ist lauwarme Suppe dagegen.
http://www.vodkasreviews.de
https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/
https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/
Re: Tomb Raider
9Ich mag Jolie, nicht aber die Filme. Und Vikander spielt eine neue Lara für eine neue Generation. Halt angepasst an die Spiele und das ist auch okay so. Mochte den Film ganz gern und hoffe auf mehr.
Re: Tomb Raider
10Ich habe Tomb Raider letzte Woche gesehen (leider in doofem und auch dieses Mal wieder völlig unnötigem 3D) und fand ihn auch ziemlich gut. HCN und Hille sprechen da ein paar gute Punkte an. ich mochte vor allem die Actionszenen, die rasant und knackig in Szene gesetzt wurden und trotz der zweifelsfrei vorhandenen CGI-Effekte wesentlich erdiger und dynamischer anmuten als beispielsweise die Studio-Hampeleien im öden Black Panther. Natürlich ist die Geschichte nur Mittel zum Zweck, aber als Aufhänger für die Schauwerte und die Action funktioniert alles ziemlich gut. Widersprechen muss ich den beiden Mitforisten aber in Bezug auf die gute Alicia: Vikander war sensationell in Light Between Oceans, als Lara Croft hat sie eine brauchbare Leinwandpräsenz, schauspielerisch läuft sie aber auf Autopilot und ist auch nicht wirklich besser als etwa eine Jennifer Lawrence. Natürlich ist Tomb Raider keine tiefschürende Charakterstudie, die ihren Darstellern Raum zum Glänzen gibt, aber in den emotional angedachten und handlungsdienlichen Szenen hat man ja trotzdem gewisse Ansprüche an die Darsteller und Vikander hat mich da nicht überzeugt. Für mich 6,5 Punkte.
We'll always have Marburg
Let the sheep out, kid.
Let the sheep out, kid.
Re: Tomb Raider
11Nun magels Action-Unterhaltung im Kino letzte Woche doch noch gesichtet. Erwartungen waren niedrig, was immer für einen launigen Abend gut ist.
„Raider of the lost landmark“
Auch bei Computerspielen gibt es inzwischen zahllose Genres. Und wie bei Kinofilmen ist die Zuteilung oft gar nicht so leicht bzw. gibt es immer wieder Überschneidungen. Action-Adventures tummeln sich in beiden Gefilden, also sind Verfilmungen hier gewissermaßen logisch. Und irgendwann muss ja mal der Knoten platzen, soll heißen irgendwann muss doch mal eine Spiele-Verfilmung zum Kinohit werden, schließlich sehen die ganzen CGI-Fantasy-Comic-Filme doch genau nach dem aus, was vom Publikum immer so schnöde ignoriert wird: einem lupenreinen Computer-Ursprung. Jetzt ist natürlich die Frage, warum der x-te Avenger von der Ersatzbank ungleich größere Massen mobilisiert, als seine Kollegen aus dem Rechner. Vielleicht, weil die ja eigentlich in die Millionen gehenden Spiele-Fanboys bei der Umsetzung oft die Vorlage nicht wieder erkennen, vielleicht auch, weil die Unkundigen von eben diesem Spiele-Hintergrund von vornherein abgeschreckt werden? Wie dem auch sei, die jüngsten Versuche mit den Medium-Titanen „Warcraft“ und „Assassins Creed“ waren erneut ein imposanter und damit höchst peinlicher Beleg für die Flopgarantie von Games-Filmen. Da macht es durchaus Sinn - insofern man attestiert, dass ein stetiges Anrennen ja irgendwann mal zum Durchbruch führen muss -, auf eines der ganz wenigen Siegerpferde in diesem Loser-Zirkus zu setzen ...
https://ssl.ofdb.de/review/308575,745123,Tomb-Raider
„Raider of the lost landmark“
Auch bei Computerspielen gibt es inzwischen zahllose Genres. Und wie bei Kinofilmen ist die Zuteilung oft gar nicht so leicht bzw. gibt es immer wieder Überschneidungen. Action-Adventures tummeln sich in beiden Gefilden, also sind Verfilmungen hier gewissermaßen logisch. Und irgendwann muss ja mal der Knoten platzen, soll heißen irgendwann muss doch mal eine Spiele-Verfilmung zum Kinohit werden, schließlich sehen die ganzen CGI-Fantasy-Comic-Filme doch genau nach dem aus, was vom Publikum immer so schnöde ignoriert wird: einem lupenreinen Computer-Ursprung. Jetzt ist natürlich die Frage, warum der x-te Avenger von der Ersatzbank ungleich größere Massen mobilisiert, als seine Kollegen aus dem Rechner. Vielleicht, weil die ja eigentlich in die Millionen gehenden Spiele-Fanboys bei der Umsetzung oft die Vorlage nicht wieder erkennen, vielleicht auch, weil die Unkundigen von eben diesem Spiele-Hintergrund von vornherein abgeschreckt werden? Wie dem auch sei, die jüngsten Versuche mit den Medium-Titanen „Warcraft“ und „Assassins Creed“ waren erneut ein imposanter und damit höchst peinlicher Beleg für die Flopgarantie von Games-Filmen. Da macht es durchaus Sinn - insofern man attestiert, dass ein stetiges Anrennen ja irgendwann mal zum Durchbruch führen muss -, auf eines der ganz wenigen Siegerpferde in diesem Loser-Zirkus zu setzen ...
https://ssl.ofdb.de/review/308575,745123,Tomb-Raider
http://www.vodkasreviews.de
https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/
https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/