Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3391
Henrik hat geschrieben:
9. Juli 2020 12:08
Angeblich sogar schon bei OHMSS. Ich weiss allerding nicht so recht, ob ich dem wirklich trauen kann. Ein 23-jähriger Bond. Das klingt doch etwas absurd. Aber ohne Opa-Roger hätten wir heute sowieso ein völlig anderes Bild von James Bond.
Es war übrigens Dalton selbst, der meinte, er sei zu jung und seinerzeit ablehnte.
Und das große Warten beginnt von neuem :-(

Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3392
Agent 1770 hat geschrieben:
9. Juli 2020 12:50
Henrik hat geschrieben:
9. Juli 2020 12:08
Angeblich sogar schon bei OHMSS. Ich weiss allerding nicht so recht, ob ich dem wirklich trauen kann. Ein 23-jähriger Bond. Das klingt doch etwas absurd. Aber ohne Opa-Roger hätten wir heute sowieso ein völlig anderes Bild von James Bond.
Es war übrigens Dalton selbst, der meinte, er sei zu jung und seinerzeit ablehnte.
Ganz genau.

Hätte Dalton Ende der 60er zugesagt, dann hätte es Lazenby und wohl auch das Connery-Comeback nie gegeben.
Womöglich auch keine Moore-Ära.

Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3393
Dafür hätte ich auch gerne auf Moore verzichtet. Auf Connery in DAF sowieso. Und OHMSS mit Lazenby ist zwar ein guter Film, aber Dalton ist der deutlich bessere Schauspieler. Traurig, dass Dalton damals abgelehnt hart.

Allerdings: Lazenby kam doch auch deshalb nicht so gut an, weil er nicht Connery war. Lazenby hatte zwar schon während des OHMSS-Drehs keine Lust mehr, aber wirklich beliebt war er in der Rolle trotzdem nicht. Fragt sich, ob Dalton besser angekommen wäre.
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND

Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3395
Um ein Angebot ablehnen zu können muss es ja erst mal ein konkretes Angebot geben. :wink: So schön sich die Geschichte um den 22-24jährigen Dalton (je nach Quelle) auch liest, so muss sie wohl eher in die Kategorie der Eastwoods, Reynolds oder Wagners gezählt werden, die sich ja ebenfalls so geäussert haben, dass sie die Bond-Rolle abgelehnt haben. Allen gemein ist wohl, dass es über eine lose Kontaktaufnahme wohl aber nie hinausging und sie daher gar keine Gelegenheit hatten ein konkretes Angebot abzulehnen. Ein verlässliche Quelle dafür, dass Dalton 1968 tatsächlich ernsthaft - also abseits theoretischer Überlegungen oder informellen Small-Talks - im Rennen um die Nachfolge Connerys war (wie z.B. die Herren Richardson, Rogers, Campbell und de Vries), gibt es meines Wissens jedenfalls nicht. Und wenn man bedenkt, welchen Aufwand EON zu allen Zeiten betrieben hat, um den perfekten Doppelnull-Darsteller zu finden (inklusive des obligatorischen FRWL-Screentests), dann erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass man ausgerechnet einem jungen Newcomer die Rolle quasi auf dem Präsentierteller angeboten hat.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3396
Immerhin hatte Dalton mehr Erfahrung als Lazenby.
DonRedhorse hat geschrieben:
9. Juli 2020 13:35
Henrik hat geschrieben:
9. Juli 2020 13:27
Dafür hätte ich auch gerne auf Moore verzichtet.
Zensiert Zensiert Zensiert Zensiert
Ich mag Moore ja auch ganz gerne :) Aber zwei Dalton-Filme sind mir als absoluter Dalton-Fan dann doch zu wenig :wink:
"Ich glaube nie, was in den Zeitungen steht." - TND

Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3397
AnatolGogol hat geschrieben:
9. Juli 2020 13:42
Um ein Angebot ablehnen zu können muss es ja erst mal ein konkretes Angebot geben. :wink: So schön sich die Geschichte um den 22-24jährigen Dalton (je nach Quelle) auch liest, so muss sie wohl eher in die Kategorie der Eastwoods, Reynolds oder Wagners gezählt werden, die sich ja ebenfalls so geäussert haben, dass sie die Bond-Rolle abgelehnt haben. Allen gemein ist wohl, dass es über eine lose Kontaktaufnahme wohl aber nie hinausging und sie daher gar keine Gelegenheit hatten ein konkretes Angebot abzulehnen. Ein verlässliche Quelle dafür, dass Dalton 1968 tatsächlich ernsthaft - also abseits theoretischer Überlegungen oder informellen Small-Talks - im Rennen um die Nachfolge Connerys war (wie z.B. die Herren Richardson, Rogers, Campbell und de Vries), gibt es meines Wissens jedenfalls nicht. Und wenn man bedenkt, welchen Aufwand EON zu allen Zeiten betrieben hat, um den perfekten Doppelnull-Darsteller zu finden (inklusive des obligatorischen FRWL-Screentests), dann erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass man ausgerechnet einem jungen Newcomer die Rolle quasi auf dem Präsentierteller angeboten hat.
Neben der 1968er-Geschichte gibt es ja auch die zweite Variante, dass Dalton nicht 1968, sondern NACH Lazenby und NACH Connery, also 1970 und 1972 in Erwägung gezogen wurde.

Dafür spricht, dass "Der Löwe im Winter", der Film durch den Saltzman und Broccoli auf ihn aufmerksam geworden sind, erst im Oktober 1968 rauskam. Und da begannen ja schon die Dreharbeiten zu OHMSS.

Es geht hier aber nicht um ein konkretes Angebot.
Henry Cavill hatte 2005 ja auch kein konkretes Angebot, sondern nur diverse Castings und Screentests und kam mit Craig unter die letzten zwei. Campball sagt ja, dass man sich dann zwischen "junger Rookie" (Cavill) oder einem gestanden Mann (Craig) entscheiden musste. Wäre das Konzept anders gewesen, hätte man Cavill genommen.

Trotzdem kann man sagen, dass Cavill 2005 in Erwägung gezogen wurde, so wie Dalton in den späten 60ern oder frühen 70ern auch in Erwägung gezogen wurde. Es gab zumindest den Kontakt. Vielleicht hat Dalton ja auch schon eine Einladung zum Vorsprechen mit der Begründung er fühle sich zu jung für die Rolle abgelehnt.

Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3398
Invincible1958 hat geschrieben:
9. Juli 2020 14:37
Henry Cavill hatte 2005 ja auch kein konkretes Angebot, sondern nur diverse Castings und Screentests und kam mit Craig unter die letzten zwei. Campball sagt ja, dass man sich dann zwischen "junger Rookie" (Cavill) oder einem gestanden Mann (Craig) entscheiden musste. Wäre das Konzept anders gewesen, hätte man Cavill genommen.

Trotzdem kann man sagen, dass Cavill 2005 in Erwägung gezogen wurde, so wie Dalton in den späten 60ern oder frühen 70ern auch in Erwägung gezogen wurde. Es gab zumindest den Kontakt. Vielleicht hat Dalton ja auch schon eine Einladung zum Vorsprechen mit der Begründung er fühle sich zu jung für die Rolle abgelehnt.
Der Unterschied ist, dass es bei Cavill belegt ist in welcher Form er bei EON im Gespräch für die Rolle war, bei Dalton sind es nur unkonkrete Überlieferungen. Versteh mich nicht falsch, ich bin auch davon überzeugt, dass EON Dalton ab Ende der 60er im Auge hatte, aber wirklich konkret war das vermutlich nicht. Und wenn doch, dann ist es zumindest nicht belegt (man berichtige mich, sofern es doch so sein sollte). Absagen kann die Rolle jeder, das bedeutet aber nicht im Umkehrschluß, dass man auch ernsthaft in Betracht gezogen wurde. Ist wie bei nem Vorstellungsgespräch, das man nach der Einaldung wieder absagt. Bei den vielen Schauspielern, die im Laufe der Jahre die Rolle abgelehnt haben wollen (bzw. wer alles "ernsthaft" in Betracht gezogen wurde) müsste EON ja permanent durchs Land gezogen sein und "Angebote" an dutzende von Darstellern unterbreitet haben >> daran mag ich nicht glauben. Am Ende ist es für mich dann schon ein Unterschied, ob jemand wie Neill oder Cavill immerhin bis zum Screentest gekommen sind, oder ob jemand nur mehr oder weniger unverbindlich in Betracht gezogen wurde. Wenn bei Dalton zumindest sowas wie bei Lewis Collins (sein nicht sonderlich glücklich verlaufenes Treffen mit Cubby) überliefert wäre, dann würde ich dem vermeintlich ernsthaften Interesse EONs mehr Glauben schenken.
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3399
Henrik hat geschrieben:
9. Juli 2020 13:27
Dafür hätte ich auch gerne auf Moore verzichtet. Auf Connery in DAF sowieso. Und OHMSS mit Lazenby ist zwar ein guter Film, aber Dalton ist der deutlich bessere Schauspieler. Traurig, dass Dalton damals abgelehnt hart.

Allerdings: Lazenby kam doch auch deshalb nicht so gut an, weil er nicht Connery war. Lazenby hatte zwar schon während des OHMSS-Drehs keine Lust mehr, aber wirklich beliebt war er in der Rolle trotzdem nicht. Fragt sich, ob Dalton besser angekommen wäre.
Lazenby sagte in einem Interview einmal sinngemäß, dass er mit schlechten Krtiken rechnete und jeder nach Connery schlechte Kritiken bekommen hätte. Ich denke, das ist genau der Punkt. Connery WAR damals einfach für die Zuschauer Bond und sicher wäre auch Dalton nicht sofort überschwänglich gefeiert worden, obwohl er natürlich ein etablierter Schauspieler war.
Und das große Warten beginnt von neuem :-(

Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3400
AnatolGogol hat geschrieben: Der Unterschied ist, dass es bei Cavill belegt ist in welcher Form er bei EON im Gespräch für die Rolle war, bei Dalton sind es nur unkonkrete Überlieferungen. Versteh mich nicht falsch, ich bin auch davon überzeugt, dass EON Dalton ab Ende der 60er im Auge hatte, aber wirklich konkret war das vermutlich nicht. Und wenn doch, dann ist es zumindest nicht belegt (man berichtige mich, sofern es doch so sein sollte).
Doch, es ist belegt: Auf der ersten DVD Ausgabe der Bondfilme wird dies von Cubbys Frau Dana auf der TLD-DVD im Making-Of genau so wiedergegeben und auch, dass Dalton selbst äußerte, er fühle sich zu jung für die Rolle.

Ab 3:25

Und das große Warten beginnt von neuem :-(

Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3401
Agent 1770 hat geschrieben:
9. Juli 2020 15:50
Doch, es ist belegt: Auf der ersten DVD Ausgabe der Bondfilme wird dies von Cubbys Frau Dana auf der TLD-DVD im Making-Of genau so wiedergegeben und auch, dass Dalton selbst äußerte, er fühle sich zu jung für die Rolle.

Ab 3:25

Danke für den Link! Aber ich meinte ja, dass es nicht belegt ist, dass es eine konkrete Rollenanbahnung gab. Irgendwas passt da auch nicht, denn Cromwell, Wuthering Hights und streng genommen auch Lion in the Winter waren alle nach OHMSS. Wenn Dalton also keinen Murks erzählt, dann müsste das erwähnte Gespräch vor DAF gewesen sein. Dazu passt auch seine Altersangabe (jedenfalls wenn er tatsächlich 1946 und nicht 1944 geboren ist). Aber so oder so: das war ein erstes Sondierungsgespräch, ähnlich wie ein Jahrzehnt später mit Lewis Collins und noch weit von einer sich konkretisierenden Rollenanbahnung weg. Möglich, dass hätte er nicht selbst Bedenken geäussert (und sofern das Gespräch tatsächlich 1968 und nicht später stattgefunden hat) er mit den fünf anderen Kandidaten um Lazenby gescreentestet worden wäre. Vielleicht hätte ihn aber auch EON wegen seiner Jugend aussortiert. who knows...
https://2.bp.blogspot.com/-DufR4ey2Ldo/ ... 281%29.jpg
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3402
Danke für den Link. Ein Making-Of zu meinem Lieblings-Bond-Film schaue ich mir gerne an. Am besten ist die Szenen bei 10:53. :shock:

Ich schreibe jetzt einfach mal, dass Timothy Dalton für mich der beste Schauspieler überhaupt ist.

Gänsehaut
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Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3403
Henrik hat geschrieben:
9. Juli 2020 19:07
Ich schreibe jetzt einfach mal, dass Timothy Dalton für mich der beste Schauspieler überhaupt ist.
Naja... Klar, reine Geschmacksache und dein gutes Recht, aber ich finde den Timothy schnell mal ein wenig overrated.
Er war jedenfalls einen Augenblick lang ein sehr überzeugender Bond, vor allem in TLD - wenn es nach meinem Gusto geht.

Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3404
craigistheman hat geschrieben:
9. Juli 2020 19:42
ich finde den Timothy schnell mal ein wenig overrated.
Ernsthaft? Er landet doch auf fast allen mehr oder weniger repräsentativen Ratings der Bond-Darsteller ziemlich weit unten. Auf jeden Fall unter Connery, Craig und Moore.
Böser schwarzer Mann

#SanMonique2020

"Wo man lacht, da lass dich ruhig nieder. Böse Menschen lachen immer wieder."

Re: Daniel Craigs Nachfolger

#3405
Samedi hat geschrieben:
9. Juli 2020 19:55
craigistheman hat geschrieben:
9. Juli 2020 19:42
ich finde den Timothy schnell mal ein wenig overrated.
Ernsthaft? Er landet doch auf fast allen mehr oder weniger repräsentativen Ratings der Bond-Darsteller ziemlich weit unten. Auf jeden Fall unter Connery, Craig und Moore.
Was aber rein gar nichts über seine schauspielerischen Fähigkeiten aussagt.
Und das große Warten beginnt von neuem :-(