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von HCN007
Agent
iHaveCNit: Shotgun Wedding (2023) – Jason Moore – Leonine
Deutscher Kinostart: 19.01.2023
gesehen am 20.01.2023
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 12 – Reihe 16, Platz 15 – 20:00 Uhr
Was ist „Shotgun Wedding“ ? - klingt wie der schlechte Name eines Rappers aus Berlin oder auch einen Waffenladen im gleichnamigen Stadtteil Berlins. Ist es aber nicht. Bei „Shotgun Wedding“ handelt es sich um eine massentaugliche, launige Action-Komödie mit Jennifer Lopez und Josh Duhamel in den Hauptrollen.
Tom und Darcy wollen heiraten. Dafür hat man sich nicht nur eine Insel samt Hotelanlage gemietet, sondern auch einen großen Teil der buckligen Verwandtschaft samt einiger überraschender Gäste eingeladen. Doch nicht nur klassische Kleinkriege der Verwandtschaft bei der Party am Vorabend, ein paar chaotischer Zwischenfälle und die Torschlusspanik beim Brautpaar sorgen dafür, dass die Heirat gefährdet ist – eine Gruppe von Guerilla-Piraten stürmt die Insel und nimmt die Hochzeitsgesellschaft als Geisel. Nur das Brautpaar konnten die Guerilla-Piraten noch nicht fangen. Und nun es liegt es an Tom und Darcy ihre Liebsten, ihre Liebe und ihre Hochzeit zu retten.
Ich versuche immer möglichst neutral einem Film gegenüber zu treten und mit einer gewissen Vernunft und Begeisterungsfähigkeit den Film anschließend zu werten – und in allen Fällen bekommt der Film eben die bestmögliche Wertung, die ich im geben würde. So ist es auch im Fall von „Shotgun Wedding“. Wenn ich mir so anschaue, wie gut gefüllt mein Kinosaal bei der Vorstellung gewesen ist und welchen Spaß das Publikum durchaus an dem Film hatte, wird sich der Film sicherlich ein paar Wochen in den Kinos halten. Vom qualitativen und durchaus auch leicht thematischen Standpunkt bewegt sich der Film im Fahrwasser von zum Beispiel „The Lost City“ und „Ticket ins Paradies“ aus dem letzten Jahr. Wenn es um zum Beispiel Jennifer Lopez geht, hat sie mich zuletzt sowohl in „Hustlers“ und „Marry Me“ begeistert – wenn es um „Shotgun Wedding“ geht, trifft das leider nicht mehr ganz so zu. Der Film ist eine sehr launige Heirats-Action-Komödie geworden, die trotz einem klaren Handlungsverlauf sich sehr viel Mühe gibt, möglichst überfrachtet, überdreht und chaotisch zu wirken. Sei es in der Chemie zwischen Jennifer Lopez´ Darcy und Josh Duhamels Tom und sei es auch innerhalb der Hochzeitsgesellschaft sowie den Guerilla-Piraten. So ganz kann sich der Film mit seiner Tonalität auch nicht dazu entscheiden, ob er das mit der Hochzeit und den Klischees ernst meint oder satirisch auf die Schippe nehmen möchte – da hat es zuletzt bei „Violent Night“ in Bezug auf Weihnachten wesentlich besser gepasst. Trotz allem war der Film durchaus unterhaltsam und einige Ideen bezüglich der Action-Elemente waren durchaus kreativ, passend und wenn es um die grafische Darstellung geht auch derb, was dem Film dann doch noch ganz gut getan hat. So gut, dass ich mir am Ende keine Schrotflinte mit Munition kaufen wollte, um mein Kinoticket zu schroten. Heiraten will ich das Ticket aber auch nicht.
„Shotgun Wedding“ – My First Look – 5/10 Punkte.
"Weiter rechts, weiter rechts ! ..... "