iHaveCNit: Mädchen Mädchen (2025) – Martina Plura – Constantin Film
Deutscher Kinostart: 03.07.2025
gesehen am 12.07.2025
Kinopolis MTZ – Kino 2 – Reihe 16, Platz 15 – 16:00 Uhr
Es ist Sommer, Inken wird heute 17 und sie trifft sich im Schwimmbad mit ihren beiden Freundinnen Lena und Vicky. Das Trio findet heraus, dass sie etwas gemeinsamen haben – die Erfahrung des ersten Orgasmus. So versucht das Trio auf unterschiedlichen Wegen gemeinsam und auch alleine genau diese Erfahrung zu machen, ohne zu ahnen, welchen Einfluss das auf ihre Freundschaft haben könnte.
Dennis Gansels Film „Mädchen Mädchen“ aus dem Jahr 2001 mit dem Trio aus Diana Amft, Karoline Herfurth und Felicitas Woll könnte man als zeitgenössische deutsche Komödie mit kleinem Kultstatus bezeichnen, der sich schon damals unterhaltsam mit dem Thema der Selbstfindung im Bezug auf das weibliche Lustempfinden auseinandergesetzt hat. Doch das, was mir in dem Film, den ich vorher noch einmal angesehen habe gefehlt hat, ist eine gewisse vielschichtigere Auseinandersetzung mit den Charakteren und dem Thema im Allgemeinen – auch die Perspektive weiblicher Filmemacherinnen wäre da durchaus interessant gewesen. Doch da kommt nun Martina Pluras Neuverfilmung ins Spiel, die dieses Mal das Trio aus Kya-Celina Barucki, Nhung Hong und Julia Novohradsky in den gleichnamigen Rollen Inken, Lena und Vicky die Hauptrollen im großartigen Ensemble spielen lässt. Dabei geht der Film auf eine unterhaltsame, leichtfüßige Art und Weise auf sein Thema ein und schafft es dabei in seinen 90 Minuten auch sehr bodenständig, authentisch und vielschichtig damit umzugehen und auch seine Charaktere und Themen ernst zu nehmen. Auch bei den Konflikten macht es sich der Film bei der Lösung nicht zu einfach. Sexuelle Aufklärung, Selbstfindung und auch die Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität, Intimerkrankungen, etc. sowie am Ende auch die Freundschaft, der Zusammenhalt und die Solidarität von Mädchen, jungen Frauen und Frauen am Ende macht die Botschaft des Films zu einem schönen Plädoyer auch im Hinblick auf „Empowerment“ und es passt zum modernen Anstrich des Films, dass man sich hier nicht nur rein auf heteronormative Formen der Sexualität und Beziehungskonstrukten fokussiert und sich das Casting auch leicht multikulturell gestaltet hat. Das macht den Film für mich zu einem sehr sehenswerten Tipp.
„Mädchen Mädchen“ - My First Look – 9/10 Punkte
Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
407iHaveCNit: Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast (2025) – Jennifer Kaytin Robinson – Sony Pictures
Deutscher Kinostart: 17.07.2025
gesehen am 21.07.2025
Kinopolis MTZ – Kino 12 – Reihe 16, Platz 11 – 18:40 Uhr
Ava kehrt in ihre Heimat Southport zurück, um die Verlobungsfeier ihrer Freundin Danica zu feiern. Dort trifft sie auf ihren Ex Milo, Danicas Freund Ted und die ehemalige Bekannte Stevie. Nachts wollen sie das Feuerwerk zu den Feierlichkeiten zum 4.7. sehen. Auf einer dunklen Landstraße an der Küste kommt es jedoch zu einem folgenschweren Verkehrsunfall, dessen folgenschweren Konsequenzen der Freundeskreis jedoch erst ein Jahr später erahnen muss, als Danica bei der Verlobungsfeier mit dem neuen Verlobten Wyatt einen Brief bekommt, in dem nur geschrieben steht: „Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast“.
In der Riege klassischer Slasher der 90er-Jahre ist auch im Fahrwasser von Wes Cravens „Scream“ Jim Gillespies „I Know What You Did Last Summer“ damals mit Jennifer Love Hewitt, Sarah Michelle Gellar, Freddie Prinze Jr und Ryan Philippe gekommen, der sich auch einen wenn auch kleinen Kultstatus erarbeiten konnte. Ich bin nur mit dem Namen der Reihe bisher in Verbindung gekommen und habe mir den ersten Teil der Reihe angesehen, damit ich mich mal etwas abhole und vorbereite. Genau wie „IKWYDLS“ damals im Fahrwasser von Scream erschienen ist, ist die neue Verfilmung auch eine Art „Legacy-Sequel“, in der man zum Teil Handlungselemente des Originals variiert, zur Handlung beitragende Auftritte von Schauspielern aus dem Erstling und eine Riege neuer Jungdarsteller platziert, die Teil einer neuen Story sind. Und hier haben mir vor allem das von Chase Sui Wonders und Madelyn Cline gespielte Duo aus Ava und Danica durchaus gut gefallen und im besten Sinne von Nostalgie war es auch interessant, wie die Auftritte von Jennifer Love Hewitt und Freddie Prinze Jr. ausfallen und welche weiteren Ideen der Film dahingehend noch zu bieten hat. Und da ist jetzt der neue Film der Reihe ein durchaus unterhaltsamer, spannender und auch blutiger Whodunit-Slasher geworden, dessen Entwicklungen jedoch durchaus auch etwas flach wirken.
„Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast“ - My First Look – 7/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 17.07.2025
gesehen am 21.07.2025
Kinopolis MTZ – Kino 12 – Reihe 16, Platz 11 – 18:40 Uhr
Ava kehrt in ihre Heimat Southport zurück, um die Verlobungsfeier ihrer Freundin Danica zu feiern. Dort trifft sie auf ihren Ex Milo, Danicas Freund Ted und die ehemalige Bekannte Stevie. Nachts wollen sie das Feuerwerk zu den Feierlichkeiten zum 4.7. sehen. Auf einer dunklen Landstraße an der Küste kommt es jedoch zu einem folgenschweren Verkehrsunfall, dessen folgenschweren Konsequenzen der Freundeskreis jedoch erst ein Jahr später erahnen muss, als Danica bei der Verlobungsfeier mit dem neuen Verlobten Wyatt einen Brief bekommt, in dem nur geschrieben steht: „Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast“.
In der Riege klassischer Slasher der 90er-Jahre ist auch im Fahrwasser von Wes Cravens „Scream“ Jim Gillespies „I Know What You Did Last Summer“ damals mit Jennifer Love Hewitt, Sarah Michelle Gellar, Freddie Prinze Jr und Ryan Philippe gekommen, der sich auch einen wenn auch kleinen Kultstatus erarbeiten konnte. Ich bin nur mit dem Namen der Reihe bisher in Verbindung gekommen und habe mir den ersten Teil der Reihe angesehen, damit ich mich mal etwas abhole und vorbereite. Genau wie „IKWYDLS“ damals im Fahrwasser von Scream erschienen ist, ist die neue Verfilmung auch eine Art „Legacy-Sequel“, in der man zum Teil Handlungselemente des Originals variiert, zur Handlung beitragende Auftritte von Schauspielern aus dem Erstling und eine Riege neuer Jungdarsteller platziert, die Teil einer neuen Story sind. Und hier haben mir vor allem das von Chase Sui Wonders und Madelyn Cline gespielte Duo aus Ava und Danica durchaus gut gefallen und im besten Sinne von Nostalgie war es auch interessant, wie die Auftritte von Jennifer Love Hewitt und Freddie Prinze Jr. ausfallen und welche weiteren Ideen der Film dahingehend noch zu bieten hat. Und da ist jetzt der neue Film der Reihe ein durchaus unterhaltsamer, spannender und auch blutiger Whodunit-Slasher geworden, dessen Entwicklungen jedoch durchaus auch etwas flach wirken.
„Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast“ - My First Look – 7/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
408iHaveCNit: Die Nackte Kanone (2025) – Akiva Schaffer – Paramount
Deutscher Kinostart: 31.07.2025
gesehen am 07.08.2025 in Dolby Atmos
Kinopolis MTZ – Kino 10 – Reihe 9, Platz 21 – 20:00 Uhr
Lt. Frank Drebin Jr. ist beruflich in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Dabei stolpert er ähnlich tollpatschig und von einer absurden Situation in die Nächste. Noch ahnt er nicht, welche gemeinsame Verbindung hinter einem Banküberfall und einem Verkehrsunfall steht und welche Rolle hier der Geschäftsmann Richard Cane sowie die Schwester des Opfers des Verkehrsunfalls – Beth Davenport hier spielen wird.
Aus der einstigen TV-Serie „Die Nackte Pistole“ haben die für Slapstick-Komödien bekannten Filmemacher Zucker/Abrahams/Zucker – die ebenfalls damals „Top Secret“ , „Hot Shots 1 und 2“ sowie die unglaublichen Reisen in einem verrückten Flugzeug und Raumschiff in die Kinos gebracht haben – auch eine Trilogie geschaffen – von „Die Nackte Kanone“ über die Fortsetzungen „2 ½“ und „33 1/3“ die zu Klassikern im Bereich der Slapstick-Komödien geworden ist und auch mich in meiner Kindheit und Jugend begeistern konnte, als man sich die VHS-Kassetten oft genug in die Abspielgeräte geschmissen hat. Nach einer scheinbar längeren Phase der Vorproduktion mit Wechseln vor und hinter der Kamera sowie bei der kreativen Ausrichtung war es nun der Ted 1 und Ted 2-Regisseur Akiva Schaffer, der letzten Endes mit „Die Nackte Kanone“ eine Fortsetzung beziehungsweise auch Hommage und Neuinterpretation inszeniert hat. Bei den ersten Trailern habe ich meine persönlichen Zweifel gehabt, ob die Gagdichte, die Form des Slapstick-Humors und auch der Humor allgemein heutzutage funktionieren kann und ob der Film hier auch liefern wird. Und zu meiner persönlichen Überraschung hat er das geschafft und mir einen richtig witzigen Kino-Abend bescheren können. Mit Liam Neeson in der Hauptrolle und vor allem Paul Walter Hauser als Sidekick, Pamela Anderson als weibliche Hauptrolle und einen Danny Huston als stereotypen Antagonisten ist das auch großartig besetzt und eine irgendwie witzige Mischung allgemein geworden. Die Gagdichte sitzt auch hier, die Situationen sind absolut absurd genau wie der Plot des Films, die Ideen mit denen der Film um die Ecke kommt haben mir auch sehr gefallen und konnten mich gut unterhalten. Trotz natürlich seiner Hommage an die Ursprungstrilogie schafft der Film es in unsere moderne Zeit und auch sich mit seinen eigenen Ideen in gewisser Art und Weise eine eigene Identität zu geben. Den ein oder anderen Gastauftritt und Cameo hat ja leider der Trailer bereits offenbart, aber mich dann doch auch überraschen können. Die einzige Tragik des Films ist dann für mich die Menge an ungetrunkenen Kaffees.
„Die Nackte Kanone“ - My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 31.07.2025
gesehen am 07.08.2025 in Dolby Atmos
Kinopolis MTZ – Kino 10 – Reihe 9, Platz 21 – 20:00 Uhr
Lt. Frank Drebin Jr. ist beruflich in die Fußstapfen seines Vaters getreten. Dabei stolpert er ähnlich tollpatschig und von einer absurden Situation in die Nächste. Noch ahnt er nicht, welche gemeinsame Verbindung hinter einem Banküberfall und einem Verkehrsunfall steht und welche Rolle hier der Geschäftsmann Richard Cane sowie die Schwester des Opfers des Verkehrsunfalls – Beth Davenport hier spielen wird.
Aus der einstigen TV-Serie „Die Nackte Pistole“ haben die für Slapstick-Komödien bekannten Filmemacher Zucker/Abrahams/Zucker – die ebenfalls damals „Top Secret“ , „Hot Shots 1 und 2“ sowie die unglaublichen Reisen in einem verrückten Flugzeug und Raumschiff in die Kinos gebracht haben – auch eine Trilogie geschaffen – von „Die Nackte Kanone“ über die Fortsetzungen „2 ½“ und „33 1/3“ die zu Klassikern im Bereich der Slapstick-Komödien geworden ist und auch mich in meiner Kindheit und Jugend begeistern konnte, als man sich die VHS-Kassetten oft genug in die Abspielgeräte geschmissen hat. Nach einer scheinbar längeren Phase der Vorproduktion mit Wechseln vor und hinter der Kamera sowie bei der kreativen Ausrichtung war es nun der Ted 1 und Ted 2-Regisseur Akiva Schaffer, der letzten Endes mit „Die Nackte Kanone“ eine Fortsetzung beziehungsweise auch Hommage und Neuinterpretation inszeniert hat. Bei den ersten Trailern habe ich meine persönlichen Zweifel gehabt, ob die Gagdichte, die Form des Slapstick-Humors und auch der Humor allgemein heutzutage funktionieren kann und ob der Film hier auch liefern wird. Und zu meiner persönlichen Überraschung hat er das geschafft und mir einen richtig witzigen Kino-Abend bescheren können. Mit Liam Neeson in der Hauptrolle und vor allem Paul Walter Hauser als Sidekick, Pamela Anderson als weibliche Hauptrolle und einen Danny Huston als stereotypen Antagonisten ist das auch großartig besetzt und eine irgendwie witzige Mischung allgemein geworden. Die Gagdichte sitzt auch hier, die Situationen sind absolut absurd genau wie der Plot des Films, die Ideen mit denen der Film um die Ecke kommt haben mir auch sehr gefallen und konnten mich gut unterhalten. Trotz natürlich seiner Hommage an die Ursprungstrilogie schafft der Film es in unsere moderne Zeit und auch sich mit seinen eigenen Ideen in gewisser Art und Weise eine eigene Identität zu geben. Den ein oder anderen Gastauftritt und Cameo hat ja leider der Trailer bereits offenbart, aber mich dann doch auch überraschen können. Die einzige Tragik des Films ist dann für mich die Menge an ungetrunkenen Kaffees.
„Die Nackte Kanone“ - My First Look – 8/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
409iHaveCNit: Weapons (2025) – Zach Gregger – Warner
Deutscher Kinostart: 07.08.2025
gesehen am 08.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 2 – Reihe 16, Platz 11 – 18:25 Uhr
Ein mysteriöser Zwischenfall versetzt eine kleine Stadt in Aufruhr. Bis auf den jungen Alex verschwinden eines Nachts um 2:17 Uhr alle seine Klassenkameraden auf einmal unter mysteriösen Umständen. Vor allem die Klassenlehrerin Justine Gandy gerät hier ins Kreuzfeuer von Medien, Behörden und auch einigen betroffenen Eltern.
„Weapons“ ist ein interessanter Mystery-Horror-Thriller geworden. Mit einer interessanten Struktur, die sich auf die Perspektiven einzelner Personen fokussiert und dabei bis auf die Eingangs dargestellte Ausgangslage des Films stets unvorhersehbar und überraschend bleibt und sich vor unseren Augen entfaltet. Mit seiner Inszenierung, dem Aufbau der Spannung, der Schockelemente, der Struktur und auch dem Schauspiel des Ensembles mit unter anderem Julia Garner, Josh Brolin, Benedict Wong, Austin Abrahams, Alden Ehrenreich und Cary Christopher schafft der Film eine tolle Kinoerfahrung, über die ich an der Stelle nicht ganz so viel verraten möchte. Der einzig etwas störende Effekt an dieser Erfahrung hier sind wenige zum Teil tonal als Comedy wahrgenommene Elemente, die zu einer tonalen Inkonsistenz im Film und einer störenden Stimmung im Saal führen kann.
„Weapons“ - My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 07.08.2025
gesehen am 08.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 2 – Reihe 16, Platz 11 – 18:25 Uhr
Ein mysteriöser Zwischenfall versetzt eine kleine Stadt in Aufruhr. Bis auf den jungen Alex verschwinden eines Nachts um 2:17 Uhr alle seine Klassenkameraden auf einmal unter mysteriösen Umständen. Vor allem die Klassenlehrerin Justine Gandy gerät hier ins Kreuzfeuer von Medien, Behörden und auch einigen betroffenen Eltern.
„Weapons“ ist ein interessanter Mystery-Horror-Thriller geworden. Mit einer interessanten Struktur, die sich auf die Perspektiven einzelner Personen fokussiert und dabei bis auf die Eingangs dargestellte Ausgangslage des Films stets unvorhersehbar und überraschend bleibt und sich vor unseren Augen entfaltet. Mit seiner Inszenierung, dem Aufbau der Spannung, der Schockelemente, der Struktur und auch dem Schauspiel des Ensembles mit unter anderem Julia Garner, Josh Brolin, Benedict Wong, Austin Abrahams, Alden Ehrenreich und Cary Christopher schafft der Film eine tolle Kinoerfahrung, über die ich an der Stelle nicht ganz so viel verraten möchte. Der einzig etwas störende Effekt an dieser Erfahrung hier sind wenige zum Teil tonal als Comedy wahrgenommene Elemente, die zu einer tonalen Inkonsistenz im Film und einer störenden Stimmung im Saal führen kann.
„Weapons“ - My First Look – 8/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
410iHaveCNit: Together (2025) – Michael Shanks – Leonine
Deutscher Kinostart: 31.07.2025
gesehen am 08.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 11 – Reihe 16, Platz 16 – 23:00 Uhr
Die Lehrerin Millie und der Musiker Tim sind seit vielen Jahren in einer Beziehung. Inmitten des ein oder anderen Konflikts in ihrer Beziehung wagen sie den radikalen Schritt vom Umzug aufs Land in ein abgelegenes Haus in einem Wald. Noch ahnen die beiden nicht, welches Mysterium das Waldstück umgibt. Als beide sich verlaufen und zum Schutz vor Regen in einer Höhle übernachten kommt es bei ihnen zu mysteriösen Zwischenfällen und einer irgendwie komischen Anziehung.
„Together“ ist ein interessanter Body-Horror-Thriller geworden, der sich dem Thema von Beziehungsdynamiken, Anziehung und entsprechender Konflikte annimmt. In seinen knapp 100 Minuten ein wenig zu kurz und oberflächlich um in die Tiefe, aber durchaus unter die Haut zu gehen. Mit dem tatsächlichen Schauspielpaar Alison Brie und Dave Franco hat man auch durchaus eine großartige Wahl getroffen, diese Tour de Force gemeinsam zu bewältigen. Die Art und Weise, wie hier der Body-Horror über die Effekte und die Schockelemente dargestellt worden ist, geht schon unter die Haut, hat seinen bestimmten Schock- und Ekelfaktor und nimmt das im letztjährigen Hit „The Substance“ etablierte „You Are One“ wörtlich.
„Together“ - My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 31.07.2025
gesehen am 08.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 11 – Reihe 16, Platz 16 – 23:00 Uhr
Die Lehrerin Millie und der Musiker Tim sind seit vielen Jahren in einer Beziehung. Inmitten des ein oder anderen Konflikts in ihrer Beziehung wagen sie den radikalen Schritt vom Umzug aufs Land in ein abgelegenes Haus in einem Wald. Noch ahnen die beiden nicht, welches Mysterium das Waldstück umgibt. Als beide sich verlaufen und zum Schutz vor Regen in einer Höhle übernachten kommt es bei ihnen zu mysteriösen Zwischenfällen und einer irgendwie komischen Anziehung.
„Together“ ist ein interessanter Body-Horror-Thriller geworden, der sich dem Thema von Beziehungsdynamiken, Anziehung und entsprechender Konflikte annimmt. In seinen knapp 100 Minuten ein wenig zu kurz und oberflächlich um in die Tiefe, aber durchaus unter die Haut zu gehen. Mit dem tatsächlichen Schauspielpaar Alison Brie und Dave Franco hat man auch durchaus eine großartige Wahl getroffen, diese Tour de Force gemeinsam zu bewältigen. Die Art und Weise, wie hier der Body-Horror über die Effekte und die Schockelemente dargestellt worden ist, geht schon unter die Haut, hat seinen bestimmten Schock- und Ekelfaktor und nimmt das im letztjährigen Hit „The Substance“ etablierte „You Are One“ wörtlich.
„Together“ - My First Look – 8/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
411iHaveCNit: Bring Her Back (2025) – Danny und Michael Philippou – Sony / A24
Deutscher Kinostart: 14.08.2025
gesehen am 14.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 12 – Reihe 16, Platz 11 – 20:35 Uhr
Piper und Andy sind Stiefgeschwister. Als Beide eines Tages nach Hause kommen, wird sich ihr Leben schlagartig ändern, denn ihr Vater liegt tot im Badezimmer. Da Andy jedoch noch erst in ein paar Monaten volljährig ist und damit die Vormundschaft für seine sehbehinderte Schwester beantragen kann, wird ihnen Laura als Pflegemutter zugeteilt, die sich auch aktuell um ein weiteres Pflegekind namens Oliver kümmert und scheinbar einen privaten Schicksalsschlag hinter sich hat. Nach und nach ahnt vor allem Andy, dass bei mysteriösen Zwischenfällen hier etwas nicht stimmt, während Laura alles daran setzt, das Geschwisterpaar voneinander zu entfremden.
Die Youtuber „RackaRacka“ - das Zwillingsbrüderpaar Danny und Michael Philippou – haben in 2022 mit „Talk To Me“ bereits einen originellen, handfesten Horror-Hit inszeniert und sich als neue kreative Gesichter im Horror-Bereich präsentiert. Nun haben sie mit „Bring Her Back“ den zweiten Film in die Kinos gebracht und dieser hat es in sich. Das wichtige Quartett des Films mit Sora Wong und Billy Barratt in den Rollen von Piper und Andy sowie Sally Hawkins als Laura und Jonah Wren Philips als Oliver erwecken das Ganze mit rohen, emotionalen und vielschichtigen Performances zum Leben. Im unvorhersehbaren Chaos des Films dass sich sein zugrundeliegendes Mysterium bewahrt ist der Film nicht auf klassische Schockeffekte aus, sondern auf unterschwellige , fiese, sich langsam aufbauende Spannung, verstörende Bilder, einen emotional ergreifenden Kern und auch sehr blutige Darstellungen. Insgesamt auch audiovisuell ein Film, der mit großartigen Bildern eine düstere, unheilvolle Atmosphäre schafft und vor Selbstbewusstsein strotzt.
„Bring Her Back“ - My First Look – 9/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 14.08.2025
gesehen am 14.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 12 – Reihe 16, Platz 11 – 20:35 Uhr
Piper und Andy sind Stiefgeschwister. Als Beide eines Tages nach Hause kommen, wird sich ihr Leben schlagartig ändern, denn ihr Vater liegt tot im Badezimmer. Da Andy jedoch noch erst in ein paar Monaten volljährig ist und damit die Vormundschaft für seine sehbehinderte Schwester beantragen kann, wird ihnen Laura als Pflegemutter zugeteilt, die sich auch aktuell um ein weiteres Pflegekind namens Oliver kümmert und scheinbar einen privaten Schicksalsschlag hinter sich hat. Nach und nach ahnt vor allem Andy, dass bei mysteriösen Zwischenfällen hier etwas nicht stimmt, während Laura alles daran setzt, das Geschwisterpaar voneinander zu entfremden.
Die Youtuber „RackaRacka“ - das Zwillingsbrüderpaar Danny und Michael Philippou – haben in 2022 mit „Talk To Me“ bereits einen originellen, handfesten Horror-Hit inszeniert und sich als neue kreative Gesichter im Horror-Bereich präsentiert. Nun haben sie mit „Bring Her Back“ den zweiten Film in die Kinos gebracht und dieser hat es in sich. Das wichtige Quartett des Films mit Sora Wong und Billy Barratt in den Rollen von Piper und Andy sowie Sally Hawkins als Laura und Jonah Wren Philips als Oliver erwecken das Ganze mit rohen, emotionalen und vielschichtigen Performances zum Leben. Im unvorhersehbaren Chaos des Films dass sich sein zugrundeliegendes Mysterium bewahrt ist der Film nicht auf klassische Schockeffekte aus, sondern auf unterschwellige , fiese, sich langsam aufbauende Spannung, verstörende Bilder, einen emotional ergreifenden Kern und auch sehr blutige Darstellungen. Insgesamt auch audiovisuell ein Film, der mit großartigen Bildern eine düstere, unheilvolle Atmosphäre schafft und vor Selbstbewusstsein strotzt.
„Bring Her Back“ - My First Look – 9/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
412iHaveCNit: Das Kanu Des Manitu (2025) – Michael „Bully“ Herbig – Constantin Film
Deutscher Kinostart: 14.08.2025
gesehen am 17.08.2025 in Dolby Atmos - Premium-Sessel
Kinopolis MTZ – Kino 1 – Reihe 17, Platz 26 – 17:15 Uhr
Ein Sheriff und sein Deputy sind aufgrund einer Raubserie den Verbrechern auf der Spur. Aufgrund den Erzählungen eines Lokomotivführers und ein paar Spuren scheint die Beschreibung auf Abahachi und Ranger zu passen. Und die scheinen ganz überrascht zu sein, in den Fokus der Ermittlungen zu geraten. Noch ahnen sie nicht, dass Sie Teil einer großen Finte der tatsächlichen Verbrecher sind, die vor allem Abahachi zum Aufspüren eines wichtigen Schatzes brauchen.
Vor knapp 25 Jahren im Jahr 2001 hat das Trio der Comedy-Sketch-Show „Die Bullyparade“ - Michael „Bully“ Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian das erfolgreichste Filmprojekt der deutschen Nachkriegszeit geschaffen und sich mit einer Westernparodie auf die Geschichten von Karl May und die Verfilmungen über den amerikanischen Ureinwohner Winnetou mit „Der Schuh des Manitu“ auch einen Platz in der deutschen Comedy-Pop-Kultur erarbeiten können. Nun ist mit „Das Kanu des Manitu“ nach dieser langen Zeit eine Fortsetzung in den Kinos und da fragt man sich ähnlich wie bereits dem vor kurzem angelaufenen als Fortsetzung, Hommage und Neustart konzipierten „Die Nackte Kanone“ ob so lange nach dem letzten Teil zum einen der Humor als auch der Film insgesamt funktionieren kann. Und für mich hat nun auch „Das Kanu des Manitu“ einigermaßen gut funktioniert. Als nostalgischer Retro-Crowd Pleaser für die möglicherweise ins Kino gehenden Massen, die auch den Schuh gesehen und genossen haben, ist das Kanu nun eine durchaus nette, sympathische, entspannte und durch seinen angepassten Humor ganz harmlose Unterhaltung, die für seine knapp 90 Minuten durchaus ein ähnliches Eventkino werden könnte wie sein Vorgänger, auch wenn vielleicht der popkulturelle Einfluss nicht mehr so gegeben sein wird. Die diversen Ideen für die im Film vorhandenen Gags und absurden Situationen haben mir durchaus gefallen, mir ein Grinsen, Schmunzeln und ab und an ein Lachen entlocken können. Aber auch die ein oder andere Story-Idee des Films hat auch den ein oder anderen emotionalen Kern bei mir treffen können.
„Das Kanu Des Manitu“ - My First Look – 7/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 14.08.2025
gesehen am 17.08.2025 in Dolby Atmos - Premium-Sessel
Kinopolis MTZ – Kino 1 – Reihe 17, Platz 26 – 17:15 Uhr
Ein Sheriff und sein Deputy sind aufgrund einer Raubserie den Verbrechern auf der Spur. Aufgrund den Erzählungen eines Lokomotivführers und ein paar Spuren scheint die Beschreibung auf Abahachi und Ranger zu passen. Und die scheinen ganz überrascht zu sein, in den Fokus der Ermittlungen zu geraten. Noch ahnen sie nicht, dass Sie Teil einer großen Finte der tatsächlichen Verbrecher sind, die vor allem Abahachi zum Aufspüren eines wichtigen Schatzes brauchen.
Vor knapp 25 Jahren im Jahr 2001 hat das Trio der Comedy-Sketch-Show „Die Bullyparade“ - Michael „Bully“ Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian das erfolgreichste Filmprojekt der deutschen Nachkriegszeit geschaffen und sich mit einer Westernparodie auf die Geschichten von Karl May und die Verfilmungen über den amerikanischen Ureinwohner Winnetou mit „Der Schuh des Manitu“ auch einen Platz in der deutschen Comedy-Pop-Kultur erarbeiten können. Nun ist mit „Das Kanu des Manitu“ nach dieser langen Zeit eine Fortsetzung in den Kinos und da fragt man sich ähnlich wie bereits dem vor kurzem angelaufenen als Fortsetzung, Hommage und Neustart konzipierten „Die Nackte Kanone“ ob so lange nach dem letzten Teil zum einen der Humor als auch der Film insgesamt funktionieren kann. Und für mich hat nun auch „Das Kanu des Manitu“ einigermaßen gut funktioniert. Als nostalgischer Retro-Crowd Pleaser für die möglicherweise ins Kino gehenden Massen, die auch den Schuh gesehen und genossen haben, ist das Kanu nun eine durchaus nette, sympathische, entspannte und durch seinen angepassten Humor ganz harmlose Unterhaltung, die für seine knapp 90 Minuten durchaus ein ähnliches Eventkino werden könnte wie sein Vorgänger, auch wenn vielleicht der popkulturelle Einfluss nicht mehr so gegeben sein wird. Die diversen Ideen für die im Film vorhandenen Gags und absurden Situationen haben mir durchaus gefallen, mir ein Grinsen, Schmunzeln und ab und an ein Lachen entlocken können. Aber auch die ein oder andere Story-Idee des Films hat auch den ein oder anderen emotionalen Kern bei mir treffen können.
„Das Kanu Des Manitu“ - My First Look – 7/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
413iHaveCNit: Der Salzpfad (2025) – Marianne Elliott – DCM
Deutscher Kinostart: 17.07.2025
gesehen am 23.08.2025
Astor Filmlounge MyZeil Frankfurt – Club A – Reihe C, Platz 4 – 12:15 Uhr
Das Ehepaar Raynor und Moth Winn steht vor dem finanziellen Ruin, nachdem sie ihr Haus verloren haben und nun mittellos und obdachlos sind. Hinzu kommt, dass Moth an einer unheilbaren Nervenkrankheit leidet. Alles relativ ungünstige Voraussetzungen. Dennoch nehmen beide die beschwerliche Herausforderung an, den über 1000 Kilometer langen Wanderweg „South West Coast Path“ ab Somerset anzutreten und mit Zelt und Minimalgepäck einfach mal zu sehen, wie sie sich auf diesem Weg durchschlagen können und welche persönliche Erfahrungen diese Reise für sie bereit hält.
Eine Kleinigkeit, die ich mir ab und an gerne im Kino ansehe sind Roadmovies und Dramen, die sich weniger auf der Straße und mehr zu Fuß auf dem ein oder anderen Wanderweg abspielen. Und da kam doch recht überraschend Marianne Elliotts „Der Salzpfad“ auf meinem Radar an. Mit Gillian Anderson und Jason Isaacs besetzt sah der Film im Trailer ganz gut aus und mit dem Hinweis, dass es sich an einer tatsächlichen Geschichte orientiert macht es den Film noch interessanter. Neben einem tollen Duo in den Hauptrollen und tollen Landschaftsaufnahmen bleibt der Film auf eher routinierteren, nicht minder packenden und unterhaltenden Pfaden und hangelt sich eher episodisch an einzelnen willkürlichen Kilometermarken ab, statt einem zusammenhängenden Pfad zu folgen. Mit wenigen Minuten zusätzlicher Recherche von Informationen, die einem der Film vorenthält scheint wurde der Film auch im dramaturgischen Sinne eher entschärft und beschönigt Da hatte dem Film mehr Würze gefehlt und der Geschmack des Films hätte auch etwas salziger sein können.
„Der Salzpfad“ - My First Look – 7/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 17.07.2025
gesehen am 23.08.2025
Astor Filmlounge MyZeil Frankfurt – Club A – Reihe C, Platz 4 – 12:15 Uhr
Das Ehepaar Raynor und Moth Winn steht vor dem finanziellen Ruin, nachdem sie ihr Haus verloren haben und nun mittellos und obdachlos sind. Hinzu kommt, dass Moth an einer unheilbaren Nervenkrankheit leidet. Alles relativ ungünstige Voraussetzungen. Dennoch nehmen beide die beschwerliche Herausforderung an, den über 1000 Kilometer langen Wanderweg „South West Coast Path“ ab Somerset anzutreten und mit Zelt und Minimalgepäck einfach mal zu sehen, wie sie sich auf diesem Weg durchschlagen können und welche persönliche Erfahrungen diese Reise für sie bereit hält.
Eine Kleinigkeit, die ich mir ab und an gerne im Kino ansehe sind Roadmovies und Dramen, die sich weniger auf der Straße und mehr zu Fuß auf dem ein oder anderen Wanderweg abspielen. Und da kam doch recht überraschend Marianne Elliotts „Der Salzpfad“ auf meinem Radar an. Mit Gillian Anderson und Jason Isaacs besetzt sah der Film im Trailer ganz gut aus und mit dem Hinweis, dass es sich an einer tatsächlichen Geschichte orientiert macht es den Film noch interessanter. Neben einem tollen Duo in den Hauptrollen und tollen Landschaftsaufnahmen bleibt der Film auf eher routinierteren, nicht minder packenden und unterhaltenden Pfaden und hangelt sich eher episodisch an einzelnen willkürlichen Kilometermarken ab, statt einem zusammenhängenden Pfad zu folgen. Mit wenigen Minuten zusätzlicher Recherche von Informationen, die einem der Film vorenthält scheint wurde der Film auch im dramaturgischen Sinne eher entschärft und beschönigt Da hatte dem Film mehr Würze gefehlt und der Geschmack des Films hätte auch etwas salziger sein können.
„Der Salzpfad“ - My First Look – 7/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
414iHaveCNit: Memoiren einer Schnecke (2025) – Adam Elliott – Capelight Pictures
Deutscher Kinostart: 24.07.2025
gesehen am 24.08.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Kleine Harmonie – Reihe 9, Platz 4 – 16:15 Uhr
Grace Pudel ist eine nahezu einsame Außenseiterin, deren einzige richtige Freundin und Bezugsperson die sehr alte Frau Pinky gewesen ist. Als Pinky verstirbt reflektiert Grace über ihr bisheriges Leben, über ihre tragische Kindheit und den Verlusten, die sie verarbeiten musste über den Tod der Eltern und die Trennung von ihrem Zwillingsbruder Gilbert, der für sie der wichtigste Halt im Leben war und dessen Schicksal, sowie auch den ganzen eigenen tragischen und leidvollen Stationen des Lebens.
Adam Elliotts „Memoiren einer Schnecke“ bzw. „Memoirs of a Snail“ gehörte zum illustren und interessanten Kreis der Filme, die Anfang des Jahres bei der Oscarverleihung in der Kategorie „Best Animated Feature“ nominiert waren. Ich wollte ihn auf jeden Fall noch sehen, gerade da er auch über eine Veröffentlichung im Programm des Fantasy Filmfest Nights 2025 hinaus auch einen deutschen Kinostart bekommen hat. „Memoiren einer Schnecke“ ist ein Stop-Motion-Werk, dass nicht nur einen unfassbar großartigen und einzigartigen Look zu bieten hat und durch seine Liebe zum Detail und diese unfassbar akribische Feinarbeit allergrößten Respekt für diesen Einsatz verdient. Auch die Geschichte, die er erzählt ist mit sehr vielen erwachsenen Themen gespickt und auf jeden Fall kein Animationsfilm für die jüngere Zielgruppe. Zu den ganzen Themen möchte ich an der Stelle wenig Worte verlieren, nur dass der Film eben düstere Themen wie unter anderem Tod, Verlust, mentale Gesundheit mit entsprechenden Coping Mechanismen und vieles mehr über das Leben allgemein verhandelt. Im gesamten Verlauf des Films kann es durchaus ab und an ein Gefühl der Redundanz geben, wenn sich Leid und Leid immer wieder wiederholt, aber dem Film gelingt es an den ein oder anderen Stellen skurrilen und absurden Humor zu integrieren um einen kompletten Downer zu verhindern. Interessant fand ich auch, dass der Film größtenteils über Voice-Over-Narration erzählt wird. So ist der Film als Erlebnis eines, dass einen auf eine emotionale, tragikomische Reise mitnimmt und bei dem ich mich durchaus an Stellen auch wiederfinden konnte.
„Memoiren einer Schnecke“ - My First Look – 9/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 24.07.2025
gesehen am 24.08.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Kleine Harmonie – Reihe 9, Platz 4 – 16:15 Uhr
Grace Pudel ist eine nahezu einsame Außenseiterin, deren einzige richtige Freundin und Bezugsperson die sehr alte Frau Pinky gewesen ist. Als Pinky verstirbt reflektiert Grace über ihr bisheriges Leben, über ihre tragische Kindheit und den Verlusten, die sie verarbeiten musste über den Tod der Eltern und die Trennung von ihrem Zwillingsbruder Gilbert, der für sie der wichtigste Halt im Leben war und dessen Schicksal, sowie auch den ganzen eigenen tragischen und leidvollen Stationen des Lebens.
Adam Elliotts „Memoiren einer Schnecke“ bzw. „Memoirs of a Snail“ gehörte zum illustren und interessanten Kreis der Filme, die Anfang des Jahres bei der Oscarverleihung in der Kategorie „Best Animated Feature“ nominiert waren. Ich wollte ihn auf jeden Fall noch sehen, gerade da er auch über eine Veröffentlichung im Programm des Fantasy Filmfest Nights 2025 hinaus auch einen deutschen Kinostart bekommen hat. „Memoiren einer Schnecke“ ist ein Stop-Motion-Werk, dass nicht nur einen unfassbar großartigen und einzigartigen Look zu bieten hat und durch seine Liebe zum Detail und diese unfassbar akribische Feinarbeit allergrößten Respekt für diesen Einsatz verdient. Auch die Geschichte, die er erzählt ist mit sehr vielen erwachsenen Themen gespickt und auf jeden Fall kein Animationsfilm für die jüngere Zielgruppe. Zu den ganzen Themen möchte ich an der Stelle wenig Worte verlieren, nur dass der Film eben düstere Themen wie unter anderem Tod, Verlust, mentale Gesundheit mit entsprechenden Coping Mechanismen und vieles mehr über das Leben allgemein verhandelt. Im gesamten Verlauf des Films kann es durchaus ab und an ein Gefühl der Redundanz geben, wenn sich Leid und Leid immer wieder wiederholt, aber dem Film gelingt es an den ein oder anderen Stellen skurrilen und absurden Humor zu integrieren um einen kompletten Downer zu verhindern. Interessant fand ich auch, dass der Film größtenteils über Voice-Over-Narration erzählt wird. So ist der Film als Erlebnis eines, dass einen auf eine emotionale, tragikomische Reise mitnimmt und bei dem ich mich durchaus an Stellen auch wiederfinden konnte.
„Memoiren einer Schnecke“ - My First Look – 9/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
415iHaveCNit: The Life Of Chuck (2025) – Mike Flanagan – Tobis
Deutscher Kinostart: 24.07.2025
gesehen am 25.08.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Studio – Reihe 3, Platz 1 – 13:45 Uhr
Die Welt steht inmitten vieler zeitgleich auftretender Katastrophen vor dem Ende. In einer amerikanischen Stadt sehen sich das ehemalige Ehepaar aus dem Lehrer Marty Anderson und der Krankenschwester Felicia Gordon gezwungen, die letzten Momente gemeinsam zu verbringen. Scheinbar stehen diese Katastrophen eng im Zusammenhang mit dem anstehenden Tod des in der Stadt sehr bekannten, beliebten und unscheinbaren Buchhalters Charles „Chuck“ Krantz.
Mit „The Life Of Chuck“ beende ich für mich den Kinomonat Juli 2025. Die Verfilmung eines Stephen-King-Stoffes sah für mich bei der ersten Berührung im Kino mit dem Trailer ganz interessant aus, so dass ich durchaus gespannt war, was mich hier erwarten sollte. „The Life Of Chuck“ ist ein sehr interessanter Film. Mit seiner Struktur in 3 Akte, die mit dem dritten Akt beginnen und mit dem ersten Akt enden und einer Erzählung, die den Film chronologisch rückwärts erzählt ist der Film relativ originell und ungewöhnlich. Ebenso ungewöhnlich, da die drei Akte für sich genommen auch alle etwas komplett anderes zu bieten haben. Von einem mysteriös anmutenden Endzeit-Katastrophenfilm über einen virtuos inszenierten Tanzfilm bishin zu einem Coming-Of-Age-Aspekt einer Biografie mit herzlichem Wohlfühlfaktor nimmt einen der Film auf eine interessante Reise mit, die einen das Leben und den Charakter des von Tom Hiddleston, Jacob Tremblay, Benjamin Pajak und Cody Flanagan gespielten „Chuck“ näher bringen als auch viel über das Leben, das Universum und philosophische Ansätze dazu enthalten. Das Problem inmitten vieler großartiger Ideen und Einzelmomente, die dieser Film zu bieten hat, hatte ich für mich persönlich das Problem, zum Einen nicht den passenden Zugang zum Film zu bekommen und auch ein gewisser Zusammenhang von allem hat sich für mich nicht so erschlossen genau wie der Einfluss, den „Chuck“ hier auf den Mikrokosmos der Stadt hat, in der der Film größtenteils spielt.
„The Life Of Chuck“ - My First Look – 7/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 24.07.2025
gesehen am 25.08.2025
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Studio – Reihe 3, Platz 1 – 13:45 Uhr
Die Welt steht inmitten vieler zeitgleich auftretender Katastrophen vor dem Ende. In einer amerikanischen Stadt sehen sich das ehemalige Ehepaar aus dem Lehrer Marty Anderson und der Krankenschwester Felicia Gordon gezwungen, die letzten Momente gemeinsam zu verbringen. Scheinbar stehen diese Katastrophen eng im Zusammenhang mit dem anstehenden Tod des in der Stadt sehr bekannten, beliebten und unscheinbaren Buchhalters Charles „Chuck“ Krantz.
Mit „The Life Of Chuck“ beende ich für mich den Kinomonat Juli 2025. Die Verfilmung eines Stephen-King-Stoffes sah für mich bei der ersten Berührung im Kino mit dem Trailer ganz interessant aus, so dass ich durchaus gespannt war, was mich hier erwarten sollte. „The Life Of Chuck“ ist ein sehr interessanter Film. Mit seiner Struktur in 3 Akte, die mit dem dritten Akt beginnen und mit dem ersten Akt enden und einer Erzählung, die den Film chronologisch rückwärts erzählt ist der Film relativ originell und ungewöhnlich. Ebenso ungewöhnlich, da die drei Akte für sich genommen auch alle etwas komplett anderes zu bieten haben. Von einem mysteriös anmutenden Endzeit-Katastrophenfilm über einen virtuos inszenierten Tanzfilm bishin zu einem Coming-Of-Age-Aspekt einer Biografie mit herzlichem Wohlfühlfaktor nimmt einen der Film auf eine interessante Reise mit, die einen das Leben und den Charakter des von Tom Hiddleston, Jacob Tremblay, Benjamin Pajak und Cody Flanagan gespielten „Chuck“ näher bringen als auch viel über das Leben, das Universum und philosophische Ansätze dazu enthalten. Das Problem inmitten vieler großartiger Ideen und Einzelmomente, die dieser Film zu bieten hat, hatte ich für mich persönlich das Problem, zum Einen nicht den passenden Zugang zum Film zu bekommen und auch ein gewisser Zusammenhang von allem hat sich für mich nicht so erschlossen genau wie der Einfluss, den „Chuck“ hier auf den Mikrokosmos der Stadt hat, in der der Film größtenteils spielt.
„The Life Of Chuck“ - My First Look – 7/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
416iHaveCNit: Was ist Liebe wert - Materialists (2025) – Celine Song – Sony / A24
Deutscher Kinostart: 21.08.2025
gesehen am 25.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 4 – Reihe 9, Platz 17 – 19:50 Uhr
Judy lebt und arbeitet in New York als Partnervermittlerin. Sie ist persönliche Beraterin für die Kunden, die die Dienstleistungen der Agentur in Anspruch nehmen. Wichtiger Kern ihrer Arbeit ist das Filtern der Ansprüche, Erwartungen und das Matchmaking sowie das Finden ganz spezieller Singles, vor allem im männlichen Bereich – die gemessen an allen Faktoren das Top-Potential besitzen und gerne „Einhorn“ genannt werden. Die größte Erfolgskennzahl in ihrem Job ist die Anzahl der Eheschließungen, die aus der Partnervermittlung resultieren. Bei ihrer 9. Eheschließung ist sie auch als Gast eingeladen. Noch ahnt sie nicht, dass sie an diesem Abend sowohl auf den Bruder des Bräutigams, Harry – der zufällig ein „Einhorn“ ist – als auch auf ihren sich als Kellner verdingenden Ex-Freund John trifft und sie sich selbst in den Konflikten ihres eigenen Berufsfelds wiederfindet.
Nachdem mich Celine Song in 2023 mit „Past Lives“ begeistern und damit sogar einen Platz in meiner Top10 des Jahres erarbeiten konnte, war es natürlich mit einer gewissen Erwartungshaltung verbunden, was ihr neues Werk „Was ist Liebe wert – Materialists“ mit Dakota Johnson, Pedro Pascal und Chris Evans zu bieten hat. Der Film selbst ist natürlich ein Liebesfilm, dem aber so etwas wie das warmherzige Gefühl der Liebe wirklich abhanden gekommen ist. Durch die sehr diskussionswürdige Thematik eines durch Kapitalismus, Materialismus und Klassenkampf durchzogenem Datingmarkt, der sich durch eine Liberalisierung, regionale Öffnung und den stetigen Optimierungswahn in nahezu utopische Anspruchs- und Erwartungshaltungen mündet und die durch auch zum Teil mediale Instrumente (die jedoch kein Bestandteil des Films sind) wie auf Hochglanzoptik getrimmte Dating-Shows im Fernsehen (wie zum Beispiel der „Bachelor“-Kosmos) und auch auf Hochglanzoptik getrimmte Serien (wie zum Beispiel „Sex and the City“) gestützt werden, wirkt der Film merkwürdig kalt und distanziert auch in seiner Betrachtung von Menschen als Ware. Genauso kalt und distanziert wirkte für mich auch die Chemie des darstellenden Trios.
„Was ist Liebe wert - Materialists“ - My First Look – 6/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 21.08.2025
gesehen am 25.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 4 – Reihe 9, Platz 17 – 19:50 Uhr
Judy lebt und arbeitet in New York als Partnervermittlerin. Sie ist persönliche Beraterin für die Kunden, die die Dienstleistungen der Agentur in Anspruch nehmen. Wichtiger Kern ihrer Arbeit ist das Filtern der Ansprüche, Erwartungen und das Matchmaking sowie das Finden ganz spezieller Singles, vor allem im männlichen Bereich – die gemessen an allen Faktoren das Top-Potential besitzen und gerne „Einhorn“ genannt werden. Die größte Erfolgskennzahl in ihrem Job ist die Anzahl der Eheschließungen, die aus der Partnervermittlung resultieren. Bei ihrer 9. Eheschließung ist sie auch als Gast eingeladen. Noch ahnt sie nicht, dass sie an diesem Abend sowohl auf den Bruder des Bräutigams, Harry – der zufällig ein „Einhorn“ ist – als auch auf ihren sich als Kellner verdingenden Ex-Freund John trifft und sie sich selbst in den Konflikten ihres eigenen Berufsfelds wiederfindet.
Nachdem mich Celine Song in 2023 mit „Past Lives“ begeistern und damit sogar einen Platz in meiner Top10 des Jahres erarbeiten konnte, war es natürlich mit einer gewissen Erwartungshaltung verbunden, was ihr neues Werk „Was ist Liebe wert – Materialists“ mit Dakota Johnson, Pedro Pascal und Chris Evans zu bieten hat. Der Film selbst ist natürlich ein Liebesfilm, dem aber so etwas wie das warmherzige Gefühl der Liebe wirklich abhanden gekommen ist. Durch die sehr diskussionswürdige Thematik eines durch Kapitalismus, Materialismus und Klassenkampf durchzogenem Datingmarkt, der sich durch eine Liberalisierung, regionale Öffnung und den stetigen Optimierungswahn in nahezu utopische Anspruchs- und Erwartungshaltungen mündet und die durch auch zum Teil mediale Instrumente (die jedoch kein Bestandteil des Films sind) wie auf Hochglanzoptik getrimmte Dating-Shows im Fernsehen (wie zum Beispiel der „Bachelor“-Kosmos) und auch auf Hochglanzoptik getrimmte Serien (wie zum Beispiel „Sex and the City“) gestützt werden, wirkt der Film merkwürdig kalt und distanziert auch in seiner Betrachtung von Menschen als Ware. Genauso kalt und distanziert wirkte für mich auch die Chemie des darstellenden Trios.
„Was ist Liebe wert - Materialists“ - My First Look – 6/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
417iHaveCNit: Nobody 2 (2025) – Timo Tjahjanto – Universal
Deutscher Kinostart: 21.08.2025
gesehen am 26.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 11 – Reihe 16, Platz 22 – 20:25 Uhr
Hutch Mansell hat nach der Sache mit Yulian alle Hände voll zu tun, die damit verbundenen Schulden aufzuarbeiten. Das sorgt dafür, dass er sich von seiner Familie entfremdet und die Ehe in einer Krise steckt. Nicht zu vergessen, dass auch er etwas ausgebrannt und urlaubsreif ist. So organisiert er kurzerhand für sich freie Zeit und einen gemeinsamen Sommerurlaub in einem Ferienpark, den er in seiner Kindheit mit Vater und Bruder bereits besucht hat. Noch ahnt er nicht, was für Machenschaften in der Stadt des Ferienparks laufen und dass er den Urlaub nicht ganz so genießen wird, wie er sich das vorgestellt hat.
Einer der kleinen Action-Hits, die im Fahrwasser von „John Wick“ entstanden ist und mich auch im Kino sehr unterhalten hat, war Ilja Naischullers „Nobody“ mit dem aus Breaking Bad und Better Call Saul bekannten Bob Odenkirk in der titelgebenden Hauptrolle eines Niemands, der zufälligerweise ein Profi mit Kampferfahrung ist und damit genau die überrascht, die ihn unterschätzen. Auch wenn „Nobody“ für sich selbst steht und keine Fortsetzung nötig gehabt hat, haben wir nun eine bekommen und diese wird dieses Mal vom indonesischen, actionerfahrenen Regisseur Timo Tjahjanto inszeniert, der bereits Filme wie zum Beispiel „Headshot“ und „The Night Comes For Us“ inszeniert hat – und Tjahjanto läuft bei „Nobody 2“ gefühlt auf entspannter Sparflamme. Handlungstechnisch läuft „Nobody 2“ nach dem gleichen Konstrukt wie sein Vorgänger ab. Dennoch ist die Verlagerung der Handlung in ein buntes Sommerdomizil durchaus erfrischend und bietet die ein oder andere sehr witzige, unterhaltsame, kreative und brutale Actionsequenz an. Und selbst wenn man den Part einer einstigen Schauspiellegende, die hier als Antagonistin einen Auftritt hat ähnlich beurteilen könnte wie die Auftritte vieler Schauspiellegenden, die für eine Lohntüte auch mal in Filmen auftreten, die direkt den Weg ins Heimkino oder Streaming finden, so hat mir der Auftritt durchaus überraschend Spaß gemacht. Genau wie der gesamte Film, der mit seinen knapp 90 Minuten auch ein kompaktes, schnelles Vergnügen ist.
„Nobody 2“ - My First Look – 7/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 21.08.2025
gesehen am 26.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 11 – Reihe 16, Platz 22 – 20:25 Uhr
Hutch Mansell hat nach der Sache mit Yulian alle Hände voll zu tun, die damit verbundenen Schulden aufzuarbeiten. Das sorgt dafür, dass er sich von seiner Familie entfremdet und die Ehe in einer Krise steckt. Nicht zu vergessen, dass auch er etwas ausgebrannt und urlaubsreif ist. So organisiert er kurzerhand für sich freie Zeit und einen gemeinsamen Sommerurlaub in einem Ferienpark, den er in seiner Kindheit mit Vater und Bruder bereits besucht hat. Noch ahnt er nicht, was für Machenschaften in der Stadt des Ferienparks laufen und dass er den Urlaub nicht ganz so genießen wird, wie er sich das vorgestellt hat.
Einer der kleinen Action-Hits, die im Fahrwasser von „John Wick“ entstanden ist und mich auch im Kino sehr unterhalten hat, war Ilja Naischullers „Nobody“ mit dem aus Breaking Bad und Better Call Saul bekannten Bob Odenkirk in der titelgebenden Hauptrolle eines Niemands, der zufälligerweise ein Profi mit Kampferfahrung ist und damit genau die überrascht, die ihn unterschätzen. Auch wenn „Nobody“ für sich selbst steht und keine Fortsetzung nötig gehabt hat, haben wir nun eine bekommen und diese wird dieses Mal vom indonesischen, actionerfahrenen Regisseur Timo Tjahjanto inszeniert, der bereits Filme wie zum Beispiel „Headshot“ und „The Night Comes For Us“ inszeniert hat – und Tjahjanto läuft bei „Nobody 2“ gefühlt auf entspannter Sparflamme. Handlungstechnisch läuft „Nobody 2“ nach dem gleichen Konstrukt wie sein Vorgänger ab. Dennoch ist die Verlagerung der Handlung in ein buntes Sommerdomizil durchaus erfrischend und bietet die ein oder andere sehr witzige, unterhaltsame, kreative und brutale Actionsequenz an. Und selbst wenn man den Part einer einstigen Schauspiellegende, die hier als Antagonistin einen Auftritt hat ähnlich beurteilen könnte wie die Auftritte vieler Schauspiellegenden, die für eine Lohntüte auch mal in Filmen auftreten, die direkt den Weg ins Heimkino oder Streaming finden, so hat mir der Auftritt durchaus überraschend Spaß gemacht. Genau wie der gesamte Film, der mit seinen knapp 90 Minuten auch ein kompaktes, schnelles Vergnügen ist.
„Nobody 2“ - My First Look – 7/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
418iHaveCNit: Die Rosenschlacht (2025) – Jay Roach – Searchlight Pictures
Deutscher Kinostart: 28.08.2025
gesehen am 29.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 11 – Reihe 16, Platz 16 – 14:50 Uhr
Durch Zufall lernen sich der britische Architekt Theo und die Köchin Ivy kennen, als er eine kurze Auszeit von einem Geschäftsessen braucht. Beide verlieben sich schnell ineinander, heiraten, bekommen Kinder und ziehen nach Mendocino, Kalifornien. Dort geht Theo seiner Arbeit als Architekt nach, während Ivy zuhause bleibt. Doch die Verhältnisse verschieben sich, nachdem Theo durch einen Fehler den Job und den Fuß in seiner Branche verliert, während Ivy ein kleines Restaurant-Imperium aufbaut. Noch ahnen beide nicht, wie sich die Lage und Krise zwischen ihnen zuspitzen wird.
„Die Rosenschlacht“ von Jay Roach ist eine Neuverfilmung von Danny DeVitos „Der Rosenkrieg“. Das „Original“ habe ich jedoch bisher noch nicht gesehen, so dass mir Vergleichswerte fehlen und ich relativ unvoreingenommen den Film von Jay Roach genießen konnte, der sich auch relativ kurzfristig in meiner Kinoplanung wiedergefunden hat. „Die Rosenschlacht“ ist für mich eine sehr unterhaltsame und in Ansätzen auch bitterböse, schwarze Tragikomödie geworden. Neben natürlich schönen Sets, die ihren gewissen Anteil auch an den Details der Handlung des Films haben können und schön eingefangenen Bildern, bei denen ich mir jedoch nicht immer ganz sicher war, ob der ein oder andere Hintergrund und Panorama ein wenig zu künstlich und befremdlich wirkt, ist der Film ganz klares Schauspielkino. An der Spitze des Films steht ganz klar das Duo aus Benedict Cumberbatch und Olivia Colman, die sich hier ein für mich zumindest Duell auf Augenhöhe liefern, bei dem sich mit messerscharfen Dialogen und konsequenter Verschiebung der Machtverhältnisse die gesamte Dynamik und Spannung des Films speist, der uns über eine lange Zeitspanne in die Chronik des Zerfalls einer Ehe mitnimmt. Selbst wenn die ganz großen Gefühle und Emotionen durch eine gewisse Kühle und Distanz ausbleiben und es mehr um die zuspitzenden Konflikte und Eskalationen geht.
„Die Rosenschlacht“ - My First Look – 8/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 28.08.2025
gesehen am 29.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 11 – Reihe 16, Platz 16 – 14:50 Uhr
Durch Zufall lernen sich der britische Architekt Theo und die Köchin Ivy kennen, als er eine kurze Auszeit von einem Geschäftsessen braucht. Beide verlieben sich schnell ineinander, heiraten, bekommen Kinder und ziehen nach Mendocino, Kalifornien. Dort geht Theo seiner Arbeit als Architekt nach, während Ivy zuhause bleibt. Doch die Verhältnisse verschieben sich, nachdem Theo durch einen Fehler den Job und den Fuß in seiner Branche verliert, während Ivy ein kleines Restaurant-Imperium aufbaut. Noch ahnen beide nicht, wie sich die Lage und Krise zwischen ihnen zuspitzen wird.
„Die Rosenschlacht“ von Jay Roach ist eine Neuverfilmung von Danny DeVitos „Der Rosenkrieg“. Das „Original“ habe ich jedoch bisher noch nicht gesehen, so dass mir Vergleichswerte fehlen und ich relativ unvoreingenommen den Film von Jay Roach genießen konnte, der sich auch relativ kurzfristig in meiner Kinoplanung wiedergefunden hat. „Die Rosenschlacht“ ist für mich eine sehr unterhaltsame und in Ansätzen auch bitterböse, schwarze Tragikomödie geworden. Neben natürlich schönen Sets, die ihren gewissen Anteil auch an den Details der Handlung des Films haben können und schön eingefangenen Bildern, bei denen ich mir jedoch nicht immer ganz sicher war, ob der ein oder andere Hintergrund und Panorama ein wenig zu künstlich und befremdlich wirkt, ist der Film ganz klares Schauspielkino. An der Spitze des Films steht ganz klar das Duo aus Benedict Cumberbatch und Olivia Colman, die sich hier ein für mich zumindest Duell auf Augenhöhe liefern, bei dem sich mit messerscharfen Dialogen und konsequenter Verschiebung der Machtverhältnisse die gesamte Dynamik und Spannung des Films speist, der uns über eine lange Zeitspanne in die Chronik des Zerfalls einer Ehe mitnimmt. Selbst wenn die ganz großen Gefühle und Emotionen durch eine gewisse Kühle und Distanz ausbleiben und es mehr um die zuspitzenden Konflikte und Eskalationen geht.
„Die Rosenschlacht“ - My First Look – 8/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
419iHaveCNit: Caught Stealing (2025) – Darren Aronofsky – Sony
Deutscher Kinostart: 28.08.2025
gesehen am 29.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 12 – Reihe 16, Platz 14 – 19:55 Uhr
New York der 90er-Jahre. Das ehemalige Baseballtalent Hank verbringt die Tage damit als Barkeeper zu arbeiten und die Zeit mit seiner Freundin zu verbringen. Bis ihn sein Nachbar, der Punk Russ bittet, während dessen reisebedingten Abwesenheit auf dessen Katze aufzupassen. Denn damit wird er zur Zielscheibe diverser Gangster, die irgendetwas von Russ wollen und Hank muss versuchen herauszufinden was es ist, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
„Caught Stealing“ ist eine richtig positive Überraschung für mich gewesen. Selbst wenn ich zum Beispiel nicht die literarische Vorlage des Drehbuchautoren und Autoren Charlie Huston kenne, ist der Film bei mir sehr gut angekommen. Mit einem illustren Ensemble aus Austin Butler, Zoe Kravitz, Matt Smith, Regina King, Liev Schreiber, Vincent D´onofrio und Bad Bunny sowie einigen coolen Katzen bekommen wir hier inszenatorisch und atmosphärisch stilsicher einen Crime-Thriller mit interessantem Hauptcharakter geboten, der es in sich hat. Er ist in Ansätzen sexy, cool, witzig, konsequent, brutal, spannend und auch dahingehend auch nicht immer ganz vorhersehbar gewesen. An der Stelle möchte ich auch die Gedanken dazu einfach kurz halten.
„Caught Stealing“ - My First Look – 9/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 28.08.2025
gesehen am 29.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 12 – Reihe 16, Platz 14 – 19:55 Uhr
New York der 90er-Jahre. Das ehemalige Baseballtalent Hank verbringt die Tage damit als Barkeeper zu arbeiten und die Zeit mit seiner Freundin zu verbringen. Bis ihn sein Nachbar, der Punk Russ bittet, während dessen reisebedingten Abwesenheit auf dessen Katze aufzupassen. Denn damit wird er zur Zielscheibe diverser Gangster, die irgendetwas von Russ wollen und Hank muss versuchen herauszufinden was es ist, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
„Caught Stealing“ ist eine richtig positive Überraschung für mich gewesen. Selbst wenn ich zum Beispiel nicht die literarische Vorlage des Drehbuchautoren und Autoren Charlie Huston kenne, ist der Film bei mir sehr gut angekommen. Mit einem illustren Ensemble aus Austin Butler, Zoe Kravitz, Matt Smith, Regina King, Liev Schreiber, Vincent D´onofrio und Bad Bunny sowie einigen coolen Katzen bekommen wir hier inszenatorisch und atmosphärisch stilsicher einen Crime-Thriller mit interessantem Hauptcharakter geboten, der es in sich hat. Er ist in Ansätzen sexy, cool, witzig, konsequent, brutal, spannend und auch dahingehend auch nicht immer ganz vorhersehbar gewesen. An der Stelle möchte ich auch die Gedanken dazu einfach kurz halten.
„Caught Stealing“ - My First Look – 9/10 Punkte
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Re: iHaveCNit – Der HCN-Review-Sammelthread
420iHaveCNit: Afterburn (2025) – J.J. Perry – Leonine
Deutscher Kinostart: 21.08.2025
gesehen am 29.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 12 – Reihe 16, Platz 14 – 22:40 Uhr
Jake Miller ist kampferfahrener Schatzjäger. Nachdem die Weltordnung in Folge einer Sonneneruption jedoch zusammengebrochen ist, ist er ein Söldner, der vor allem Jobs für King August durchzieht. Sein neuster Auftrag soll ihm persönliche Freiheit garantieren, dafür muss er jedoch die britische Insel verlassen und im von Ruinen durchzogenen Ödland Frankreichs nach der Mona Lisa suchen und vorher den Kontakt zu einer Rebellin herstellen, während ein General namens Volkov ebenfalls Jagd auf die Mona Lisa macht.
„Afterburn“ basiert auf einer Graphic Novel, die hier durch J.J. Perry mit Dave Bautista, Olga Kurylenko, Kristoffer Hivju, Daniel Bernhardt und Samuel L. Jackson in den wichtigsten Rollen inszeniert worden ist. Zwar ist „Afterburn“ durch handgemachte Action und seiner Trash- und Old-School-Attitüde charmant, aber durch seine Optik und seine durchaus zu lange Laufzeit für mich zu grau, zu trist, zu langatmig geworden, so dass er mich streckenweise gelangweilt hat, nicht bei der Stange halten konnte und ich ds Treiben eher an mir habe vorbeiziehen lassen. Dennoch habe ich den Film so einmal gesehen auf der Leinwand, selbst wenn er eher der Fall fürs Streaming oder Heimkinoauswertung ist – hier aber komplett an mir vorbeiziehen und untergehen würde.
„Afterburn“ - My First Look – 5/10 Punkte
Deutscher Kinostart: 21.08.2025
gesehen am 29.08.2025
Kinopolis MTZ – Kino 12 – Reihe 16, Platz 14 – 22:40 Uhr
Jake Miller ist kampferfahrener Schatzjäger. Nachdem die Weltordnung in Folge einer Sonneneruption jedoch zusammengebrochen ist, ist er ein Söldner, der vor allem Jobs für King August durchzieht. Sein neuster Auftrag soll ihm persönliche Freiheit garantieren, dafür muss er jedoch die britische Insel verlassen und im von Ruinen durchzogenen Ödland Frankreichs nach der Mona Lisa suchen und vorher den Kontakt zu einer Rebellin herstellen, während ein General namens Volkov ebenfalls Jagd auf die Mona Lisa macht.
„Afterburn“ basiert auf einer Graphic Novel, die hier durch J.J. Perry mit Dave Bautista, Olga Kurylenko, Kristoffer Hivju, Daniel Bernhardt und Samuel L. Jackson in den wichtigsten Rollen inszeniert worden ist. Zwar ist „Afterburn“ durch handgemachte Action und seiner Trash- und Old-School-Attitüde charmant, aber durch seine Optik und seine durchaus zu lange Laufzeit für mich zu grau, zu trist, zu langatmig geworden, so dass er mich streckenweise gelangweilt hat, nicht bei der Stange halten konnte und ich ds Treiben eher an mir habe vorbeiziehen lassen. Dennoch habe ich den Film so einmal gesehen auf der Leinwand, selbst wenn er eher der Fall fürs Streaming oder Heimkinoauswertung ist – hier aber komplett an mir vorbeiziehen und untergehen würde.
„Afterburn“ - My First Look – 5/10 Punkte
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