Welcher Film von Christopher Nolan ist der Beste?

Following (1998) (Keine Stimmen)
Memento (2000)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (11%)
Insomnia (2002) (Keine Stimmen)
Batman Begins (2005) (Keine Stimmen)
Prestige (2006)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 2 (11%)
The Dark Knight (2008)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (16%)
Inception (2010)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 4 (21%)
The Dark Knight Rises (2012) (Keine Stimmen)
Interstellar (2014)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (16%)
Dunkirk (2017) (Keine Stimmen)
Tenet (2020)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 3 (16%)
Oppenheimer (2023)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (5%)
Die Odyssee (2026)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 1 (5%)
Insgesamt abgegebene Stimmen: 19

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2072
Ich kenne mich mit der Saga von der Odyssee nicht so richtig aus. Ich weiß nur, dass ich als Kind mal ein Bilderbuch davon gesehen hatte, und ich vor den Bildern große Angst hatte, vor allem von dem mit dem Zyklopen.
Von den vielen Abenteuern die Odysseus erlebt hat kenne ich von daher nur das mit dem Zyklopen und den Sirenen.
Alles andere war Neuland für mich.
Ich kann hier aber auf jeden Fall sagen, dass Nolan seit langem wieder einen Film gemacht hat, der mich interessiert hat. Und ihm ist auch ein tolles Epos gelungen.
Die Bilder, die Schiffe und die Landschaften das wirkt im Kino natürlich deutlich mehr.
Für solche Filme wurde das Kino gemacht.
Die Tricks, die Ausstattung und die Erzählung das war alles schon ganz gut gemacht.
Der Sound haute auch ordentlich rein.

Matt Damon spielt Odysseus echt klasse, und ich habe mir auch schon lange gewünscht, dass er und Anne Hathaway endlich einen Film zusammendrehen.
Ebenso überragend war Robert Pattinson, so richtig schön widerlich und feige zugleich.
Fehlbesetzt fand ich, aus meiner Sicht, nur Lupita Nyong´o als Helena von Troja.
Nicht weil sie schwarz ist, das möchte ich hier mal ganz klar, klar stellen, sondern weil ich sie persönlich überhaupt nicht hübsch finde.
Naomi Scott wäre da eine deutlich bessere Wahl gewesen. Aber das ist ja immer Geschmackssache. Und da sie hier auch nur eine kleine Rolle hatte fällt das auch kaum ins Gewicht.
Ansonsten waren alle Darsteller und Darstellerinnen perfekt besetzt.

Das Highlight war für mich natürlich die Begegnung mit dem Zyklopen.
Schade, dass man hier, jedoch Odysseus tollen Trick mit „Niemand hat mir ein Auge ausgestochen!“ wegegelassen hat.
Auch die Szenen mit den Sirenen und der Hexe waren mega episch.

Alles in allem kann ich sagen, dass Christopher Nolan mit „Die Odyssee“ einen wirklich tollen Film abgeliefert hat, denn man im Kino gesehen haben muss, um ihn besser wirken lassen zu können.

8 von 10 Punkten
"Verstehen Sie mich nicht falsch es ist nichts persönliches, es ist was rein geschäftliches."

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2073
danielcc hat geschrieben: Gestern 17:29 Naja aber das Getrolle kommt ja irgendwo her und wird irgendwoher befeuert. das ist im Falle von Odyssey das Thema diversity.
Rassismus ist das Getrolle. Kann man ruhig so benennen. Es war von Anfang an nie etwas anderes. Aber Nolan beweist: "Go woke, get rich". Sollen die Bigotten in der Vergangenheit zurückbleiben wie die Toten im Hades.
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Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2075
Wird Ihnen nicht den Wind aus den Segeln nehmen, die sind da unbelehrbar. Glaube auch nicht, dass die Woke-Geschichten für den Riesenerfolg verantwortlich sind. Nolan ist schlicht der aktuell größte Regisseur und vor allem einer, der das Kino noch zum Event macht. Die Odyssee ist der zugänglichere Stoff im Vergleich zu Oppenheimer und hat nun gute Chancen - auch ohne Barbenheimer-Boost - diesen abzuhängen.
http://www.vodkasreviews.de


https://www.ofdb.de/autor/reviews/45039/

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2077
vodkamartini hat geschrieben: Gestern 21:57 Glaube auch nicht, dass die Woke-Geschichten für den Riesenerfolg verantwortlich sind.
Korrekt. Aber wer nach "Barbie" und "Odyssee" jetzt immer noch an "Go Woke, Go Broke" glaubt, muss seinen Kopf mal mit Ruck aus dem Rektum von Elon Musk ziehen.
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Die Odyssee? Nicht woke, aber sex- und blutleer

2079
Maibaum hat geschrieben: 18. Juli 2026 18:49 Letztendlich hat Nolan keinen interessanten Ansatz gefunden um der Geschichte mehr abzugewinnen als hier und da ein paar starke Bilder, aber auch da hat er mir im Ganzen nicht viel zu bieten, vieles sieht belanglos aus, jedenfalls wenig beeindruckend.

5/10
Bin da bei dir. Ein teilweise schön anzusehendes, aber emotional völlig leeres Spektakel, welches der Vorlage wenig abgewinnen kann. Das Ensemble ist teils recht okay (Holland, Damon, Morton), teils erbärmlich schlecht (Hathaway, Pattinson, Bernthal). Die Action ist insgesamt mittelmäßig choreographiert, vor allem den Endkampf fand ich einem Regisseur von Nolans Größe unwürdig. Wie da die Freier einer nach dem anderen Odysseus angreifen und alle brav warten, bis sie an der Reihe sind, geht eigentlich gar nicht. Die Zyklop-Episode hat er auch völlig verkackt, das war öde und fantasielos. Dafür fand ich Circe richtig super. Die Sequenz hatte schön fiese Bodyhorror-Elemente. Auch sein Verweilen bei Kalypso funktioniert gut. Witzig: Damon spielt mal wieder jemanden, der in den Ozean plumpst und danach an Amnesie leidet.

Eine richtige Katastrophe war das Kostüm- und Produktionsdesign:
- Agamemnons "Darth Vader bei Wish bestellt" Rüstung sieht aus wie aus dem 3D Drucker.
- Kaum Bronze in der Bronze Ära. Dabei wird die Bronze Ära sogar im Dialog benannt (was ein wenig albern ist).
- Alle Outfits wirken stets wie aus dem Ei gepellt.
- Die Riesen tragen einfach Mittelalter-Ritterrüstungen? Häää? Wieso haben die überhaupt Rüstungen?
- Das Wikingerschiff von Odysseus reißt mich völlig aus der Immersion. War es so schwer, da was historisch halbwegs Passenderes zu finden?
- Ob Sparta oder Ithaka, all diese farblosen dunkelbraunen Thronsäle lösen nullkommanull Abenteuerfeeling aus.
- Generell sind die Settings oft abstrus weit weg von der Mittelmeer-Region. Dieser nordenglische Düsterwald bei den Riesen sieht mehr nach "King Arthur" als "The Odyssey" aus.

Ansonsten fand ich alles um das trojanische Pferd und die Eroberung Trojas gut - wie Athene in den Plot und das Spiel mit Zeitebenen integriert wird, ist sogar großartig -, obwohl Petersen hinsichtlich der Grausamkeiten und Kriegsverbrechen der Griechen in seinem Film deutlich weiter gegangen ist. In "Troja" reißen die Griechen Babys ihren Müttern aus den Händen und werfen sie ins Feuer. Während Nolan da immer zahmer und konsumierbar bleibt, kaum handfeste Gewalt zeigt oder Dinge wie Vergewaltigungen nicht mal andeutet. Und das ausgerechnet in einem Film, in dem wieder groß und sinnfrei um zivilisatorische Brüche schwadroniert wird und wie ausgerechnet das blöde Attrappen-Hottehü die Menschlichkeit verraten und "die Welt für immer verändert hat". Drunter macht er es wohl nicht mehr.

Kein Film für mich. Aber ich gönne es allen, die es irgendwie mochten. Ich hab mich leider meist eher gelangweilt.
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Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2083
OK einiges muss ich jetzt doch sagen.

Ich verstehe absolut nicht, wie man sich so dermaßen an der womöglich nicht historisch akkuraten Darstellung von Rüstungen und Schiffen aufhängen kann, wenn man gleichzeitig der größte Verteidiger des Castings der Helena war. Also was gilt nun?
Nolan hatte doch offensichtlich kein Interesse an historischer Genauigkeit, was auch gar nicht geht, weil es ein klarer Fantasy Stoff ist! Niemand hinterfragt, warum es Riesen gibt, warum es eine Hexe gibt, Seeungeheuer, oder Götter - aber wenn eine Rüstung schwarz ist, dann ist das ein großer Skandal??

Mir hat die Welt, die Nolan geschaffen hat, sehr gefallen und mich gebannt. Was anderes kann doch da gar nicht interessieren.

Zu den Darstellern. Ich glaube ich habe bei 500 Rezensionen und Kommentaren nur überschwängliches Lob für Hathaway (und auch Pattinson) gelesen, und bei dir sind die nicht nur schwach sondern gleich "erbärmlich schlecht". Geht es eine Nummer kleiner?
"It's been a long time - and finally, here we are"

Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2084
danielcc hat geschrieben: Heute 11:47 Ich glaube ich habe bei 500 Rezensionen und Kommentaren nur überschwängliches Lob für Hathaway (und auch Pattinson) gelesen, und bei dir sind die nicht nur schwach sondern gleich "erbärmlich schlecht". Geht es eine Nummer kleiner?
Es ginge grundsätzlich eine Nummer kleiner, aber nicht in dem Fall. Ich fand sie alle beide tatsächlich erbärmlich schlecht. Hathaways Heulsusen-Darstellung von Penelope ging mir dermaßen auf den Geist, dafür hab ich keine Worte. Pattinson ist auch furchtbar als der oberflächlichste Villain, den Nolan je geschrieben hat. Und ich mag eigentlich sowohl Hathaway als auch Pattinson, finde sie in anderen Filmen toll bis vorzüglich. Aber ihr Overacting in der Odyssee ging auf keine Kuhhaut.
danielcc hat geschrieben: Heute 11:47 Niemand hinterfragt, warum es Riesen gibt, warum es eine Hexe gibt, Seeungeheuer, oder Götter - aber wenn eine Rüstung schwarz ist, dann ist das ein großer Skandal??
Die Rüstung von Agememnon sieht aus als käme sie aus dem 3D Drucker. Mir geht es nicht um historische Genauigkeit, sondern um Optik. Wenn der große König der Griechen im Bronze Zeitalter (wie es der Film selbst benennt) in einer schwarzen Darth Vader Plastikrüstung herumläuft, sieht das einfach dumm aus. Und wenn ich bei allen Szenen, in denen Odysseus auf seinem Schiff unterwegs ist, sofort die Titelmusik aus "Wickie" im Kopf habe, dann trägt das eben nicht groß zur Immersion bei.

Natürlich ist die Odyssee Fantasy, Fiktion, aber so wie mich in den Star Wars Prequels die ganzen geleckten Raumschiffe und Kostüme stören, weil sie keine "gelebte Welt" vermitteln, stört es mich, wenn in Nolans Film alle Kleidungsstücke ständig frisch aus der Waschmaschine zu kommen scheinen, und die Rüstungen von Odysseus Crew selbst nach Tagen in der Höhle des Zyklopen noch blitzblank sind. Ich verstehe nicht, wie man den Kritikpunkt nicht verstehen kann.

Würde es dich nicht stören, wenn die Hobbits in "Herr der Ringe" an ihren Kleidungen Reißverschlüsse hätten? In etwa so wirkt es auf mich, wenn inmitten der Odyssee auf einmal Ritter aus der Camelot-Ära herumlaufen.
danielcc hat geschrieben: Heute 11:47 wenn man gleichzeitig der größte Verteidiger des Castings der Helena war. Also was gilt nun?
Ich weiß nicht, ob ich der größte Verteidiger davon war. Ich bin nur der Auffassung, dass eine Lupita Nyong'o natürlich nicht griechisch aussieht, Matt Damon und Tom Holland aber auch nicht nach Südländer / Mittelmeer ausschauen. :wink:
Ginge es nach mir, hätte Nolan den Film gerne mit griechischem Ensemble auf altgriechisch (nur untertitelt, ohne Synchronfassungen) drehen können, so wie es Gibson bei seinen Historienfilmen gemacht hat.

Und hey, Daniel, dem "Elliot Page spielt Achilles" Gerücht bist du im Vorfeld ja hübsch auf den Leim gegangen. Wie fühlt sich das an? :mrgreen:
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Re: Grasp for resonant symbols – Die Filme des Christopher Nolan

2085
Tatsächlich sind Internet und Social Media gerade voll des Lobes in Bezug auf die Auftritte von Agamemnon - einfach nur wegen dieses Looks. Das hat sich total gedreht: Vor dem Film, alle so total sich lustig gemacht, jetzt alle begeistert. Plastik habe ich da nicht gesehen also zumindest nicht bemerkt. Der Film präsentiert in einfach als außergewöhnliche Figur mit Einschüchterungspotenzial. Das hat bei mir sehr gut funktioniert.

Ob die Rüstungen und Kleidungen zu sauber waren, mag sein. habe da nicht drauf geachtet. Da halte ich es mit Harrison Ford bei den Dreharbeiten zu Star Wars "Hey kid. It ain't that kind of movie. If people are looking at your hair, we are all in big trouble" :-)

Ich habe kein Problem damit, dass ich dem Gerücht auf den Leim gegangen bin bzw es war mir egal. Ich habe nur das Gerücht an sich kommentiert, bzw wie die Welt damit im Vorfeld umgegangen ist.
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