Romanbesprechung: Der Mann von Barbarossa - TMFB (Gardner - 1991)

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Und weiter geht's im Bond-Roman-Marathon mit John Gardners "Der Mann von Barbarossa".

Bedingt durch einen Urlaub in Italien und dementsprechend etwas Entspannung und Zeit habe ich den nächsten Roman ziemlich schnell hintereinander weg durchgelesen, was, und darauf bestehe ich, jedoch keine großen Rückschlüsse auf den Unterhaltungsfaktor zulässt.

Bond soll zusammen mit dem Mossad im Auftrag des MI6 für den KGB die Machenschaften eines Netzwerks mit dem Namen "Die Wage der Gerechtigkeit" aufdecken, das einen angeblichen Kriegsverbrecher entführt hat. Tatsächlich ein spannender Einstieg und eine gute Ausgangssituation, aus der sich was machen lässt. Gardner jedoch setzt - mal wieder - bevor es wirklich losgeht, unendlich lange Besprechungen an und lässt Bond, M, Pete Natkowitz und wen nicht alles erst einmals sich seitenweise beraten. Jedes Mal denke ich, diesmal könnte es spannend werden und dann wird doch erstmal nur ewig diskutiert und bis der eigentliche Auftrag losgeht, ist das Buch halb rum. Es gibt dann auch wieder mal recht lange Verwirrungen darüber, worum es eigentlich geht (immerhin wissen die Figuren diesmal nicht mehr als ich), denn die Entführung eines Kriegsverbrechers, auch wenn möglicherweise der falsche Mann erwischt wurde, klingt jetzt erst einmal nicht sonderlich weltbedrohend. Zwischendurch wird es dann doch recht emotional, immerhin geht es um ein historisches Kriegsverbrechen, ein Massaker, da bekommt selbst Bond es mit den Emotionen zu tun und ich kann ihn verstehen. Die Szenen im Hotel und beim Filmen des gestellten Prozesses sind gut geschrieben und auch der Showdown überzeugt, in dem Bond - Überraschung - gar nicht tot ist, obwohl das alle denken sollen. Zwischendurch spielen noch zwei französische Agent*innen eine absolut irrelevante Rolle und natürlich entpuppt sich am Ende wieder ein Charakter als Doppelagent und Gegenspieler. Wie innovativ.

Ich habe jetzt, knapp 2 Wochen nach dem Ende der Lektüre schon wieder einiges vergessen, was für die Halbwertszeit von Gardners Bonds spricht, aber es war beileibe nicht Gardners schlechtester Roman. Auch nicht der beste, gesundes Mittelmaß würde ich sagen. Aber immerhin gab es mal ein paar andere Themen und zwischenzeitlich war es, wenn auch nicht sonderlich spannend, immerhin gut geschrieben.
Zuletzt geändert von Nico am 19. Oktober 2026 11:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Romanbesprechung: Der Mann von Barbarossa - TMFB (Gardner - 1991)

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Nico hat geschrieben: Gestern 11:28 und natürlich entpuppt sich am Ende wieder ein Charakter als Doppelagent
Aus Gardners Büchern lernt man: wenn Geheimagenten eines nicht sind, dann loyal oder Patrioten. :) Da reicht es, wenn die Gegenseite noch etwas länger den McRib im Sortiment hat, und schon sind Krone und Vaterland über den Haufen geworfen.
https://filmduelle.de/
https://letterboxd.com/casinohille/

Let the sheep out, kid.

Re: Romanbesprechung: Der Mann von Barbarossa - TMFB (Gardner - 1991)

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Nico hat geschrieben: Gestern 11:28 ….. es war beileibe nicht Gardners schlechtester Roman. Auch nicht der beste, gesundes Mittelmaß würde ich sagen. Aber immerhin gab es mal ein paar andere Themen und zwischenzeitlich war es, wenn auch nicht sonderlich spannend, immerhin gut geschrieben.
Das ist auch in etwa mein Fazit gewesen, vielleicht sehe ich ihn noch etwas besser als du, wohl weil er eben zur Abwechslung mal nicht grottenschlecht war.
#MarburgFever
#MOONR4KER

Re: Romanbesprechung: Der Mann von Barbarossa - TMFB (Gardner - 1991)

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Das Problem mit all meinen Rezensionen ist, dass ich sie nicht SOFORT nach Ende der Lektüre schreibe, sondern da immer mindestens ein paar Tage zwischen liegen. Und (ich weiß nicht, ob das gegen Gardner oder gegen mich spricht) ich vergesse einfach immer enorm viel sofort wieder. Dazu kommt noch, dass ich jeden Monat ein Bond-Buch lese, da vermischen sich die Erinnerungen schnell.

Ich finde die Gardners teilweise ja gar nicht grottenschlecht, insgesamt wohl besser als du. Und Barbarossa war ok.
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