Es klingt wie der perfekte Titel für den nächsten James-Bond-Film. Dabei stammt das Zitat aus einem aktuellen Interview von 007-Drehbuchautor Steven Knight („Peaky Blinders“) im BBC-Radio. Die Arbeit am James-Bond-Drehbuch sei für ihn eine große Ehre. Es mache richtig Spaß und gleichzeitig erfülle er damit auch „seine Pflicht für König und Vaterland“. Das Zitat wäre jedenfalls ein toller Bond-Titel, auch wenn es nicht neu ist. In THUNDERBALL (Feuerball, 1965) haben wir die Redewendung sogar schon von Bond höchstpersönlich gehört (während der Regentschaft von Queen Elizabeth II., wohlgemerkt). Und nein, nur um es klarzustellen, es gibt auch noch keine Anzeichen dafür, dass irgendwann mal ein Bondfilm so heißen wird.
Aber nun zum eigentlich Thema: im oben verlinkten und erwähnten BBC-Interview von Anfang September bestätigte Knight still und heimlich („ich nicke stumm“), dass er mit seinem Drehbuchentwurf fertig sei. Wir wissen nicht, seit wann – erst seit Ende August oder schon seit einigen Monaten? Jedenfalls sei er vom Ergebnis absolut überzeugt und er rechnet fest damit, dass der Film überragend („amazing“) wird! Aber gut, was soll er auch anderes sagen? Wir wünschen es uns natürlich auch sehr, dass es so sein wird!
Die aktuelle Lage der Bond-26-Casting-Situation
Die Frage, ob er denn schon wisse, wer der neue Bond wird, wollte Knight bei diesem Interview nicht beantworten. Natürlich sei es für ihn einfacher das Drehbuch zu schreiben, wenn er weiß, wer die Rolle spielt. Ich denke nicht, dass er es zum Zeitpunkt des Interviews bzw. des Schreibens schon mit Sicherheit wusste. Obwohl er natürlich einer der wenigen Menschen sein wird, der es a) zuerst erfährt und b) der aktuell weiß, wer tatsächlich in Frage kommt oder es werden könnte.

Denn nachdem der Artikel des britischen Boulevard-Blatts Page Six Ende August große mediale Wellen schlug und eine „Casting-Shortlist“ von bekannten und weniger bekannten Darstellern veröffentlichte, hat sich die Situation in den letzten Tagen & Wochen doch wieder etwas verändert. Aber der Reihe nach.

Die von Page Six veröffentlichte Shortlist führte die folgenden Darsteller an:
- Jack Barton (31, SAS: Rogue Heroes)
- Jack Lowden (36, Slow Horses)
- Callum Turner (36, One Night Only)
- Jacob Elordi (29, Frankenstein)
- Paul Mescal (30, Gladiator II)
- Harris Dickinson (30, Triangle of Sadness)
Noch am gleichen Tag veröffentlichte der bekannte Filmreporter Daniel Richtman die Meldung, dass laut seinen Informationen „nur“ mehr Callum Turner, Jack O’Connell (der in der Liste von Page Six gar nicht enthalten war) und Jack Barton im Rennen seien.
Laut Richtman hätte Jack Barton die besten Chancen auf die Rolle, wie er auf „X“ postete. Auch die nach eigenen Angaben auf „Insider News“ aus Hollywood spezialisierte, aber eher kleinere Plattform Knight Edge Media berichtete ebenso „exklusiv“ von 3 übriggebliebenen Kandidaten.
Laut Knight Edge Media sollen von der großen Liste für die seit über 1 Jahr andauernde Suche nur mehr Callum Turner, Jack O’Connell und ein dritter, unbekannter Darsteller übriggeblieben sein. Anders als Richtman konnten sie den dritten Darsteller jedoch nicht verifizieren. Es dürfte sich dabei aber wohl um Jack Barton gehandelt haben.
A Star is born!

Man merkt schon, und das ist auch keine große Überraschung, ganz sicher kann man sich nicht sein und wer es tatsächlich wird oder die besten Chancen hat, kann sich auch wieder relativ schnell ändern. Aber, was auffällig war und das habe ich auch auf Social Media damals gleich gepostet, von den „etablierten“ Branchenmedien hatte sich niemand zu diesen Gerüchten geäußert. Der streitbare, aber in Hollywood immer noch gut vernetzte Filmreporter Jeff Sneider meinte umgehend zu der Shortlist, dass sie ihn doch etwas überrasche. Es seien nämlich genau die Namen, die er schon seit vielen Monate höre. Er glaube deshalb nicht, dass sie stimme. Und das Gefühl hatte ich auch. Page Six dürfte demnach nicht die aktuellste Shortlist veröffentlicht haben. Harris Dickinson hatte sich bereits im Sommer selbst aus dem Rennen verabschiedet, wie ich hier berichtete (natürlich könnte auch das einfach ein gelungenes Ablenkungsmanöver gewesen sein – ausschließen kann man ja nix).
Anfang September hatten sich dann auch die „etablierten“ Hollywood-Insider Justin Kroll (Deadline) und Matt Belloni (Puck, ehemals Deadline) kurz und prägnant zu Wort gemeldet.
Es wird ein heißer Herbst
So schrieb Matt Belloni am 4. September 2026 in seinem Newsletter, dass Amazon MGM derzeit Test Deals an die Kandidaten ausschickt. Außerdem seien die online veröffentlichten Listen Unsinn („bogus“), aber in den kommenden Wochen sollten wir erfahren, wer tatsächlich vor Regisseur Denis Villeneuve für die Rolle vorspricht. Diese finalen Screentests würden aber erst später im Herbst stattfinden.

Die Info über die „Test Deals“ ist sehr interessant. Diese werden demnach vorab mit den Kandidaten unterzeichnet, sodass, wenn ein Kandidat beim Screentest überzeugt und von Regisseur & Produzenten ausgewählt wird, dieser sehr schnell vom Studio unter Vertrag genommen und z.B. auch gleich öffentlich bekanntgegeben werden kann.
Auch Sneider und Kroll bestätigten Belloni’s Aussagen. Kroll meldete sich erst vor wenigen Tagen mit der Information auf „X“, dass die entscheidende Castingrunde Mitte Oktober stattfinden würde. Er rechne mit einer offiziellen Bekanntabe zwischen Halloween (31.10.) und Thanksgiving (26.11.).
Es bleibt also spannend, wer tatsächlich das Rennen macht und ob bzw. wann wir die „finalen“ Kandidaten, die auch einen Test-Deal angeboten bekommen, erfahren werden. Wie viel ist dran an den veröffentlichten Namen und Shortlisten? Ich kann mir gut vorstellen, dass es immer noch „Überraschungen“ geben könnte und u.a. auch unbekannte Schauspieler wie Jack Barton oder Tom Francis (& Co.) ganz gute Chancen haben.
Jack Barton könnte ich mir schon schon vorstellen. Körper, Alter, Kleidung ist alles sekundär. Vieles kann man ändern. Entscheidend ist, dass er Charisma hat oder wie Craig alleine mit seinem Augen überzeugen kann. Allein auf dem Foto macht er schon einen fesselnden Eindruck.
Jup, sehe ich sehr ähnlich. Ich sehe auch, dass er „etwas Besonderes“ hat, das über offensichtliche, gewöhnliche Merkmale hinausgeht. Also könnte schon funktionieren und wahrscheinlich sucht man genau solche Typen.
„J B. Das sind ja die gleichen Initialen wie Ihre.“